{"id":77500,"date":"2025-05-02T03:40:08","date_gmt":"2025-05-02T03:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/77500\/"},"modified":"2025-05-02T03:40:08","modified_gmt":"2025-05-02T03:40:08","slug":"wegberger-schueler-auf-spurensuche-in-krakau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/77500\/","title":{"rendered":"Wegberger Sch\u00fcler auf Spurensuche in Krakau"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">50 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Wegberger Bildungscampus machten sich im Februar auf eine Reise, die sie nie wieder vergessen werden: W\u00e4hrend ihrer viert\u00e4gigen Krakau-Fahrt erlebten die jungen Sch\u00fcler erstmalig hautnah, wie grausam der Holocaust, das gr\u00f6\u00dfte Verbrechen an der Menschheit jemals, gewesen sein muss.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie Berge von Klamotten und Haaren haben mich sehr mitgenommen. Die Gr\u00f6\u00dfe des Vernichtungslagers, das h\u00e4tte ich mir vorher gar nicht vorstellen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rte Matthis Dahmen-Herburger. Er ist einer der Sch\u00fcler, die sich mit der Krakau-Fahrt des Bildungscampus an eine Reise in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte gewagt haben. Vier Tage lang besch\u00e4ftigte sich die Reisegruppe, die aus Sch\u00fclern und Lehrern des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums, der Edith-Stein-Realschule und der Schule am Grenzlandring bestand, mit dem Holocaust, der so viele Menschen das Leben gekostet hat. Dabei, das betonten einige Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, sei f\u00fcr sie das Ausma\u00df dieses Verbrechens besonders schockierend gewesen. In theoretischer Form habe man sich bereits im Vorfeld im Geschichtsunterricht mit dem Zweiten Weltkrieg und den Verbrechen der Nationalsozialisten besch\u00e4ftigt, in Auschwitz sahen sie dann Dinge, die sie vorher nicht so erwartet hatten: Besonders die Klamottenberge und die Haare der in den Konzentrationslagern ermordeten Menschen habe sie sehr getroffen, erkl\u00e4rten die Jugendlichen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch an den Lehrkr\u00e4ften, die teils schon ein paar Mal das Konzentrationslager besucht hatten, das betonte Birgit Gravermann von der Schule am Grenzlandring, sei die Szenerie nicht spurlos vorbeigegangen: \u201eWenn man vor den Baracken steht, die dazu gebaut wurden, um Menschen zu vernichten, ist das auch f\u00fcr mich als sensibilisierte Geschichtslehrerin ziemlich ersch\u00fctternd.\u201c Als Gruppe habe man w\u00e4hrend der Fahrt ziemlich gut funktioniert \u2013 die Reaktionen auf die verschiedenen Eindr\u00fccke, sowohl im Stammlager am zweiten Tag der Fahrt als auch im Lager Auschwitz-Birkenau am dritten Tag, seien sehr unterschiedlich gewesen. Lehrer Christian E\u00dfer erinnerte sich: \u201eMan hat gemerkt, dass viele Sch\u00fcler aktiv den Austausch mit uns gesucht haben, sie wollten einfach \u00fcber das Gesehene sprechen.\u201c Bettina Hayen betonte: \u201eMan war sich auch einfach gegenseitig St\u00fctze.\u201c Abends habe man h\u00e4ufig noch mit den Jugendlichen zusammengesessen und Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, um die Eindr\u00fccke aufarbeiten zu k\u00f6nnen \u2013 der Austausch, so die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, habe ihnen geholfen, das Gesehene verarbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Etwas ganz Besonderes haben sich die  Sch\u00fclerinnen Luna Prei\u00df und Laura K\u00fcppers einfallen lassen: Die beiden haben ein Tagebuch zur Krakau-Fahrt geschrieben und ihre Eindr\u00fccke damit in schriftlicher Form festgehalten. Luna Preis erkl\u00e4rte: \u201eAls wir vor Ort waren, war das alles noch ziemlich unrealistisch, erst im Nachhinein habe ich realisiert, was wir dort alles gesehen haben.\u201c Ihr Tagebuch soll zur Gedenkfeier zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 9. Mai gezeigt werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In einem Zeitzeuginnengespr\u00e4ch mit Lidia Maksymowicz, einer \u00dcberlebenden, die mit drei Jahren in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurde, hatten die Sch\u00fcler dann am letzten Tag der Fahrt die Chance, ihre Eindr\u00fccke durch die ganz pers\u00f6nlichen Erz\u00e4hlungen der Zeitzeugin zu vertiefen. Das Gespr\u00e4ch, das betonte Bettina Hayen, habe besonders eindr\u00fccklich gezeigt, dass der Holocaust in den Menschen, die ihn erlebt haben, weiterlebe. Damit, da waren sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler einig, gehe f\u00fcr sie eine gro\u00dfe Verantwortung einher. Gemeinsam, das betonten sie, sei es ihre Aufgabe, das Gesehene und die Eindr\u00fccke an ihre Mitsch\u00fcler weiterzutragen. F\u00fcr Sch\u00fcler Constantin Faller stand eines fest: \u201eF\u00fcr jeden, der einmal in Auschwitz war, kann diese rechte Alternative eigentlich gar keine sein. Ich w\u00fcnsche mir, dass wir sowas nie wieder erleben m\u00fcssen. Es liegt in unserer Hand, jetzt Haltung zu zeigen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"50 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Wegberger Bildungscampus machten sich im Februar auf eine Reise, die sie nie wieder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":77501,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1849],"tags":[33266,3364,29,33265,548,663,3934,3490,30,33267,20684,13,9681,33264,33268,4455,14,15,1209,4562,26578,12,1978,11184,1995],"class_list":{"0":"post-77500","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-moenchengladbach","8":"tag-bildungscampus","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eindruecke","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-fahrt","16":"tag-germany","17":"tag-gesehene","18":"tag-gruppe","19":"tag-headlines","20":"tag-holocaust","21":"tag-krakau","22":"tag-mitschueler","23":"tag-moenchengladbach","24":"tag-nachrichten","25":"tag-news","26":"tag-nordrhein-westfalen","27":"tag-reise","28":"tag-reisegruppe","29":"tag-schlagzeilen","30":"tag-schueler","31":"tag-schuelerinnen","32":"tag-verbrechen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114436166466460619","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77500","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77500"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77500\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77501"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77500"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77500"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77500"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}