{"id":775371,"date":"2026-02-06T02:44:15","date_gmt":"2026-02-06T02:44:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/775371\/"},"modified":"2026-02-06T02:44:15","modified_gmt":"2026-02-06T02:44:15","slug":"hannover-viel-zu-lahmes-internet-was-sie-dagegen-tun-koennen-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/775371\/","title":{"rendered":"Hannover | Viel zu lahmes Internet? &#8211; Was Sie dagegen tun k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (dpa\/tmn) &#8211; Superschnell surfen, mehrere hochaufl\u00f6sende Filme parallel streamen oder in Nullkommanichts Riesendateien downloaden: Viele haben genau das mit einem Internetanbieter vertraglich vereinbart.<\/p>\n<p>Doch im Alltag weichen die tats\u00e4chlichen Geschwindigkeiten oft erheblich von den Werbeversprechen ab: Die Internetverbindung ist viel zu langsam. Das bringt Betroffene nicht selten in Rage. Das k\u00f6nnen sie tun.<\/p>\n<p>Schritt 1: Ger\u00e4te \u00fcberpr\u00fcfen<\/p>\n<p>Mitunter liegt die Ursache f\u00fcr die reduzierte Geschwindigkeit an den Ger\u00e4ten, die man nutzt \u2013 das sollten Betroffene als Erstes \u00fcberpr\u00fcfen. \u00abBeispielsweise k\u00f6nnen falsche Router-Einstellungen oder ein schlechter WLAN-Empfang die Geschwindigkeit ausbremsen\u00bb, sagt Jana von Bibra von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.<\/p>\n<p>Veraltete Treiber oder ungeeignete Kabel k\u00f6nnten ebenfalls das Internet bremsen. Manchmal reiche es auch, den Internetrouter kurz vom Strom zu nehmen und dann wieder einzuschalten.<\/p>\n<p>Schritt 2: Vertrag checken<\/p>\n<p>Alle Ger\u00e4te funktionieren einwandfrei und trotzdem lahmt das Internet? Dann ist der n\u00e4chste Schritt, den Vertrag zu checken. \u00abIn der Vertragszusammenfassung oder im Produktinformationsblatt des Anbieters ist die \u00dcbertragungsrate angegeben\u00bb, so von Bibra.<\/p>\n<p>Konkret ist da nachzulesen, was maximal, regul\u00e4r und mindestens an Daten\u00fcbertragungsraten zur Verf\u00fcgung steht. Das ist in Download und Upload aufgeteilt. Diese Angaben sind f\u00fcr den Anbieter bindend.<\/p>\n<p>Schritt 3: Daten\u00fcbertragungsrate messen<\/p>\n<p>Wer sich nun einem Lowspeed-Internet gegen\u00fcbersieht und feststellen m\u00f6chte, ob der Anbieter sich an die vertraglich vereinbarten Geschwindigkeiten h\u00e4lt oder nicht, kann mit der <a href=\"https:\/\/www.breitbandmessung.de\/\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Breitbandmessung<\/a> der Bundesnetzagentur die tats\u00e4chliche Daten\u00fcbertragungsrate messen und protokollieren.<\/p>\n<p>\u00abDie Desktop-App, die einen durch das komplette Messprocedere leitet, k\u00f6nnen sich Interessierte kostenlos herunterladen\u00bb, sagt von Bibra. In der App lassen sich die Messergebnisse auch speichern.<\/p>\n<p>\u00abErweist sich hierbei, dass die Daten\u00fcbertragungsrate tats\u00e4chlich geringer ist als vertraglich vereinbart, k\u00f6nnen Betroffene Anspr\u00fcche gegen\u00fcber dem Internetanbieter geltend machen\u00bb, so von Bibra.<\/p>\n<p>Allerdings: \u00abDie Breitbandmessung ist ein komplexer Vorgang\u00bb, sagt Urs Mansmann vom IT-Fachmagazin \u00abc\u2019t\u00bb. Gemessen werden drei Werte, n\u00e4mlich die Download-Rate, die Upload-Rate und die Paketlaufzeit. Daf\u00fcr ist das WLAN zu deaktivieren, gemessen wird \u00fcber eine LAN-Verbindung: Es gilt also, den Computer per Netzwerkkabel mit Router oder Modem verbinden.<\/p>\n<p>Insgesamt m\u00fcssen 30 Messungen erfolgen. Sie sind in einem Zeitraum von maximal 14 Tagen an drei unterschiedlichen Kalendertagen vorzunehmen. Zwischen den einzelnen Messtagen muss ein zeitlicher Abstand von mindestens einem Kalendertag liegen.<\/p>\n<p>An den drei Kalendertagen sind je zehn Messungen vorzunehmen. Zwischen der f\u00fcnften und sechsten Messung an einem Messtag muss man einen Abstand von mindestens drei Stunden einhalten, zwischen allen anderen Messungen an einem Messtag liegen mindestens f\u00fcnf Minuten.<\/p>\n<p>Schritt 4: Anbieter kontaktieren<\/p>\n<p>Stellt sich nun heraus, dass die Internetleistung geringer ist als vertraglich vereinbart, sollten Betroffene den Anbieter per Einschreiben auffordern, den Vertrag ordnungsgem\u00e4\u00df zu erf\u00fcllen. \u00abHierbei ist es wichtig, dem Schreiben das Messprotokoll der Breitbandmessung beizuf\u00fcgen\u00bb, sagt von Bibra. Der Anbieter ist dann verpflichtet, die zugesagte Internetleistung innerhalb einer angemessenen Frist von zumeist 14 Tagen zu erbringen.<\/p>\n<p>Die gleichen Rechte wie beim festen Internetanschluss haben Verbraucherinnen und Verbraucher generell auch bei Mobilfunkanschl\u00fcssen. \u00abAllerdings gibt es derzeit kein Messverfahren f\u00fcr den Mobilfunk\u00bb, erkl\u00e4rt von Bibra. Die Bundesnetzagentur plant, ein solches Messverfahren auch daf\u00fcr einzuf\u00fchren. Bislang ist es hier schwierig, den Nachweis zu erbringen, dass die Internetgeschwindigkeit zu langsam ist.<\/p>\n<p>Schritt 5: Zahlung mindern<\/p>\n<p>Parallel zur Aufforderung, die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen, k\u00f6nnen Betroffene bei einem festen Internetanschluss die Geb\u00fchren mindern. \u00abHierbei kann man die monatlich zu entrichtenden Kosten f\u00fcrs Internet in dem Verh\u00e4ltnis mindern, in dem die tats\u00e4chliche von der vertraglichen Leistung abweicht\u00bb, sagt von Bibra.<\/p>\n<p>Wer beispielsweise im Vertrag eine Mindestgeschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde (MBit) zugesichert bekommen hat, aber nur 75 MBit erh\u00e4lt, kann aus Sicht der Verbrauchersch\u00fctzer die Zahlungen um 25 Prozent k\u00fcrzen. \u00abDie Anbieter sehen das anders, eine rechtssichere Berechnungsmethode gibt es nicht\u00bb, sagt von Bibra. Betroffene sollten sich im Zweifel beraten lassen, zum Beispiel bei einer Verbraucherzentrale.<\/p>\n<p>Schritt 6: Vertrag anpassen oder k\u00fcndigen<\/p>\n<p>Wer nach Ablauf von 14 Tagen feststellt, dass das Internet immer noch langsam ist, sollte den Vertrag entweder der niedrigeren Geschwindigkeit anpassen lassen, also auf einen Tarif gehen, der mit den tats\u00e4chlich erbrachten Leistungen konform ist. Alle, f\u00fcr die eine Vertragsanpassung nicht infrage kommt oder denen der Anbieter keinen anderen Tarif anbieten kann, haben die Option, fristlos zu k\u00fcndigen, erkl\u00e4rt von Bibra. Sollte der Anbieter die K\u00fcndigung nicht akzeptieren, bleibt nur noch der Klageweg.<\/p>\n<p>Allerdings: Auch wenn Verbraucherinnen und Verbraucher die Zahlungen mindern oder den Anbietern wechseln k\u00f6nnen \u2013 ein m\u00f6gliches Grundproblem, warum das Internet oft lahmt, ist damit nicht in jedem Fall gel\u00f6st. \u00abOft liegt die Ursache f\u00fcr die geminderte Geschwindigkeit an den vergleichsweise langsamen DSL-Leitungen\u00bb, erkl\u00e4rt Urs Mansmann. Betroffene sollten daher pr\u00fcfen, ob sie in Hinblick auf den Internetanschluss bei einem Anbieterwechsel auch auf Glasfaser oder aber Kabel umsteigen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hannover (dpa\/tmn) &#8211; Superschnell surfen, mehrere hochaufl\u00f6sende Filme parallel streamen oder in Nullkommanichts Riesendateien downloaden: Viele haben genau&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":775372,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1836],"tags":[43404,1517,5308,3364,29,36976,30,11533,15329,46,198,19108,70168,1411,624,1009,24737,4332,4585,194,3795,10106,8665,625],"class_list":["post-775371","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hannover","tag-breitband","tag-bundesnetzagentur","tag-computer","tag-de","tag-deutschland","tag-dsl","tag-germany","tag-geschwindigkeit","tag-glasfaser","tag-hannover","tag-internet","tag-kabel","tag-messung","tag-niedersachsen","tag-ratgeber","tag-recht","tag-router","tag-smartphones","tag-software","tag-technik","tag-telekommunikation","tag-tmn1100","tag-tpds","tag-verbraucher"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116021393233924036","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/775371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=775371"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/775371\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/775372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=775371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=775371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=775371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}