{"id":776039,"date":"2026-02-06T09:02:10","date_gmt":"2026-02-06T09:02:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/776039\/"},"modified":"2026-02-06T09:02:10","modified_gmt":"2026-02-06T09:02:10","slug":"weniger-polizeipraesenz-mehr-schwere-verkehrsunfaelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/776039\/","title":{"rendered":"Weniger Polizeipr\u00e4senz &#8211; mehr schwere Verkehrsunf\u00e4lle"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">06.02.2026 \u2013 09:41<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD)\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/134978\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD)<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/M%FCnster\" title=\"News aus M\u00fcnster \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnster<\/a> (ots)<\/p>\n<p> Die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) warnt vor der geplanten Polizeireform in NRW. Dort w\u00fcrden zwar viele gute Vorschl\u00e4ge gemacht, wie Aufgaben sinnvoll reduziert werden k\u00f6nnen, damit die Polizeiarbeit effizienter wird. Aber weniger Verkehrskontrollen und weniger Unfallaufnahmen gef\u00e4hrden nach Ansicht der VOD die Verkehrssicherheit. <\/p>\n<p> Am 4. Februar 2026 hat der nordrhein-westf\u00e4lischen Innenminister Herbert Reul die Initiative &#8222;Polizeiliche Aufgabenkritik und Vorschl\u00e4ge&#8220; vorgestellt. Zentrale Forderungen der Initiative sind der Verzicht auf polizeiliche Unfallaufnahmen bei Sachsch\u00e4den sowie die Aufl\u00f6sung der &#8222;Direktionen Verkehr&#8220; in den Kreispolizeibeh\u00f6rden. <\/p>\n<p> Nach Einsch\u00e4tzung der VOD kann durch die geplante Umstrukturierung und die Reduzierung der Aufgaben f\u00fcr die Verkehrspolizei die Verkehrssicherheit auf den Stra\u00dfen in NRW unmittelbar negativ beeinflusst werden. <\/p>\n<p> Eine angemessene Polizeipr\u00e4senz tr\u00e4gt wesentlich dazu bei, dass Verkehrsteilnehmer die Wahrscheinlichkeit relativ hoch einsch\u00e4tzen, bei einem Fehlverhalten entdeckt zu werden. Das wiederum h\u00e4lt von rechtswidrigen Taten jedweder Art ab, etwa von Geschwindigkeits\u00fcbertretungen, die h\u00e4ufig zu schweren Unf\u00e4llen mit Personenschaden f\u00fchren. Diese Einsch\u00e4tzung ist unstrittig unter Verkehrssicherheitsfachleuten und Unfallforschern. <\/p>\n<p> Au\u00dferdem soll die Polizei nach den Pl\u00e4nen des Innenministeriums NRW k\u00fcnftig bei sogenannten Sachschadensunf\u00e4llen &#8211; das sind rund drei Viertel aller polizeilich registrierten Verkehrsunf\u00e4lle &#8211; in der Regel keine Unfallaufnahme mehr durchf\u00fchren. Alleinunf\u00e4lle ohne Fremdsch\u00e4den sollen gar nicht mehr dokumentiert werden. Ohne Polizeibeteiligung, so die VOD, verliert ein Verkehrsunfall in der Bev\u00f6lkerung wahrscheinlich an Wertigkeit und Unfallfluchten k\u00f6nnten tendenziell noch weiter zunehmen. <\/p>\n<p> Die VOD kritisiert, dass mit dem Wegfall der Unfallaufnahme ein Gro\u00dfteil des tats\u00e4chlichen Unfallgeschehens aus der Statistik verschwinden w\u00fcrde. Ohne vollst\u00e4ndige Unfallaufnahme fehlen belastbare Daten zur Erkennung von Unfallursachen, Gefahrenstellen und Pr\u00e4ventionsbedarfen. Zudem warnt der Verband vor den Folgen f\u00fcr die Rechtsdurchsetzung und den Opferschutz. Ohne polizeiliche Beweissicherung werden Verkehrsverst\u00f6\u00dfe h\u00e4ufiger ungeahndet bleiben, Versicherungsbetrug wird beg\u00fcnstigt und Unfallbeteiligte werden bei der Schadensregulierung benachteiligt. <\/p>\n<p> Besonders kritisch sieht die VOD die geplante Aufl\u00f6sung der &#8222;Direktionen Verkehr&#8220;. Die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei ist eine spezialisierte Kernaufgabe aus Verkehrs\u00fcberwachung, qualifizierter Unfallaufnahme, Pr\u00e4ventionsarbeit und Betreuung von Unfallopfern. Eine organisatorische Aufl\u00f6sung dieser Einheiten w\u00fcrde Fachkompetenz abbauen und den Stellenwert der Verkehrssicherheit weiter schw\u00e4chen. <\/p>\n<p> Die VOD appelliert an die Landesregierung NRW, die Pl\u00e4ne zu \u00fcberdenken. Effizienz\u00fcberlegungen d\u00fcrfen nicht zu Lasten der Verkehrssicherheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger gehen. Verkehrssicherheit ist Teil staatlicher Schutzverantwortung und damit unverzichtbar f\u00fcr die Umsetzung der Vision Zero, dem Leitbild f\u00fcr die Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland und in vielen L\u00e4ndern dieser Welt: <\/p>\n<p><b>Keine Get\u00f6teten und Schwerverletzten im Stra\u00dfenverkehr!<\/b><\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD)<br \/>Sitz: Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol)<br \/>Nevinghoff 8\/10<br \/>48147 M\u00fcnster<br \/><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/134978\/mailto: pressestelle@vod-ev.org\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> pressestelle@vod-ev.org<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"06.02.2026 \u2013 09:41 Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. 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