{"id":776704,"date":"2026-02-06T15:02:11","date_gmt":"2026-02-06T15:02:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/776704\/"},"modified":"2026-02-06T15:02:11","modified_gmt":"2026-02-06T15:02:11","slug":"leserbriefe-zu-antisemitismusdebatte-in-duesseldorf-mehr-mut-zu-meinungsfreiheit-ihre-sz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/776704\/","title":{"rendered":"Leserbriefe zu Antisemitismusdebatte in D\u00fcsseldorf: Mehr Mut zu Meinungsfreiheit &#8211; Ihre SZ"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/kunstakademie-duesseldorf-ruecktrittsforderung-rektorin-fioretti-antisemitismus-li.3376855\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eNa dann, gute Nacht\u201c<\/a> vom 30. Januar:<\/p>\n<p>Illiberal und undemokratisch<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Unruhe rund um das von Studierenden der Kunstakademie <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/D%C3%BCsseldorf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">D\u00fcsseldorf<\/a> organisierte Event mit der K\u00fcnstlerin Basma al-Sharif muss im Kontext der systematischen Unterdr\u00fcckung pal\u00e4stinensischer Stimmen gesehen werden, die seit nun mehreren Jahren, insbesondere jedoch seit Oktober 2023, zu beobachten ist. Basma al-Sharif reiht sich damit in eine lange Liste pal\u00e4stinensischer K\u00fcnstler:innen und Akademiker:innen ein, denen die \u201eErlaubnis zur Darstellung\u201c (\u201ePermission to Narrate\u201c, Edward Said) verwehrt wird oder nur unter ganz bestimmten Vorgaben gestattet ist \u2013 Vorgaben, die diese Darstellung bis zur Unkenntlichkeit ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der massive politische Druck, der vor und nach dem Event auf Rektorin Donatella Fioretti ausge\u00fcbt wurde und wird, ist mit der Wissenschafts- und Kunstfreiheit, wie sie ansonsten gerne zelebriert wird, vollkommen unvereinbar und stellt ein weiteres Merkmal eines illiberalen Staatsverst\u00e4ndnisses dar, das Israels V\u00f6lkermord an den Pal\u00e4stinenser:innen in Gaza, sowie die deutsche Rolle darin, sichtbar gemacht haben. Es ist nicht zu viel verlangt, dass auch Politiker:innen sich an rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien halten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Michael Barenboim, Berlin<\/p>\n<p>Guten Morgen, Demokratie!<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es ist human und verst\u00e4ndlich, f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Pal%C3%A4stina\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pal\u00e4stina<\/a> einzutreten, sich f\u00fcr gute Lebensbedingungen dort zu engagieren. Aber es darf nicht in Hysterie und Hass gegen Israel ausarten. Die von Basma al-Sharif in Abrede gestellte Existenzberechtigung Israels ist eine Existenzbedrohung, die man als Morddrohung lesen kann, als altbiblische Rache an dem irrig behaupteten \u201eGenozid\u201c. Das w\u00e4re bl\u00f6der, oberfl\u00e4chlicher Rassismus, dem Oled Horowitz (Vorsitzender der J\u00fcdischen Gemeinde D\u00fcsseldorf; Anm.\u00a0d. Red.) mit Recht entgegentritt nach dem bew\u00e4hrten Jesuiten-Rezept principiis obsta, wehre den Anf\u00e4ngen. Allerdings ist es zum \u201eKofferpacken\u201c in einer der am besten funktionierenden Demokratien der Welt zu fr\u00fch. Zumal die kritisierte al-Sharif selbst ihre \u201eTeenager-artige Wut\u201c bedenken will.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Suppe wird hei\u00dfer gekocht, als sie gegessen wird. Ergo sind die weinerlichen \u00dcbertreibungen kein Grund zum R\u00fccktritt der Rektorin; sie hat klug und Demokratie-konform auf Voltaire verwiesen: \u201eMein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich w\u00fcrde mein Leben daf\u00fcr einsetzen, dass Sie sie \u00e4u\u00dfern d\u00fcrfen.\u201c Daf\u00fcr hat Donatella Fioretti Respekt verdient. Das Ganze ist ein Demokratie-w\u00fcrdiger Streit, denn man darf nicht vergessen: audiatur et altera pars, auch die Gegenseite m\u00f6ge geh\u00f6rt werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dr. Dietrich W. Schmidt, Stuttgart<\/p>\n<p>Hinweis<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Leserbriefe\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leserbriefe<\/a> sind in keinem Fall Meinungs\u00e4u\u00dferungen der Redaktion, sie d\u00fcrfen gek\u00fcrzt und in allen Ausgaben und Kan\u00e4len der S\u00fcddeutschen Zeitung, gedruckt wie digital, ver\u00f6ffentlicht werden, stets unter Angabe von Vor- und Nachname und des Wohnorts. Schreiben Sie Ihre Beitr\u00e4ge unter Bezugnahme auf die jeweiligen SZ-Artikel an forum@sz.de. Bitte geben Sie f\u00fcr R\u00fcckfragen Ihre Adresse und Telefonnummer an. Postalisch erreichen Sie uns unter S\u00fcddeutsche Zeitung, Forum &amp; Leserdialog, Hultschiner Str. 8, 81677 M\u00fcnchen, per Fax unter 089\/2183-8530.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eNa dann, gute Nacht\u201c vom 30. 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