{"id":777152,"date":"2026-02-06T19:03:15","date_gmt":"2026-02-06T19:03:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/777152\/"},"modified":"2026-02-06T19:03:15","modified_gmt":"2026-02-06T19:03:15","slug":"mann-wegen-rufens-rechter-parole-verurteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/777152\/","title":{"rendered":"Mann wegen Rufens rechter Parole verurteilt"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Ein 27-J\u00e4hriger ist vom Amtsgericht D\u00fcsseldorf wegen Volksverhetzung zu vier Monaten Haft auf Bew\u00e4hrung verurteilt worden. Au\u00dferdem muss er 1000 Euro zahlen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Er hatte auf einer rechten Demonstration mit einem Megafon gerufen: \u201eDeutschland den Deutschen, Ausl\u00e4nder raus!\u201c Dazu soll er ein T-Shirt mit der Aufschrift \u201egesichert rechtsextrem\u201c getragen haben. Andere Demoteilnehmer hatten in die Rufe eingestimmt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Parole sei \u201eeindeutig Volksverhetzung\u201c, begr\u00fcndete das Gericht am Freitag. Der Mann sei au\u00dferdem einschl\u00e4gig vorbestraft. Als positiv wertete der Richter allerdings, dass der 27-J\u00e4hrige die Tat kurz vor dem Urteil zugegeben hatte und angab, sich von der rechten Szene distanziert zu haben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Mann war ohne Anwalt zum Prozess erschienen und hatte zun\u00e4chst geschwiegen. Nachdem ein Polizist ihn aber zu \u201e100 Prozent\u201c und \u201edefinitiv\u201c als T\u00e4ter erkannte, \u00e4nderte er seine Strategie. \u201eIch bedaure zutiefst, dass ich das damals gerufen habe\u201c, sagte er mit gefalteten H\u00e4nden. Er sei damals mehrfach bei rechten Demos mitgelaufen. Inzwischen habe er mit der Szene aber gebrochen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach dem Grund f\u00fcr den Sinneswandel gefragt, antwortete er: \u201eIch habe eingesehen, dass es auf lange Sicht zu unn\u00f6tigen Verurteilungen f\u00fchrt.\u201c Er konzentriere sich nun auf sein Privatleben: aufs Bodybuilding und den anstehenden Besuch einer Meisterschule. Auch ein einschl\u00e4giges <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/tattoo\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tattoo<\/a>, f\u00fcr das er schon zwei Mal verurteilt wurde, weil es auf Demos zu sehen gewesen war, wolle er sich weglasern lassen. \u201eIch habe einen Termin im Dezember.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf Nachfrage, warum der Termin noch so lange hin sei, antwortete der Mann: \u201eWegen der Kosten.\u201c Er erkl\u00e4rte es aber nicht weiter. Auch das genaue Motiv seines Tattoos wollte er nicht nennen, bei dem es sich um ein Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation handeln soll. Neben den Verurteilungen f\u00fcr das Tattoo war der Mann aus Dortmund in der Vergangenheit auch wegen Diebstahls und Sachbesch\u00e4digung verurteilt worden. Dem Staatsschutz in Dortmund soll er ebenfalls bekannt sein.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Staatsanwaltschaft und Richter gingen aufgrund der Aussagen des Mannes letztlich aber dennoch von einer positiven Sozialprognose aus. \u201eIch glaube Ihnen jetzt einmal, dass Sie das mit dem Ausstieg ernst meinen\u201c, sagte der Richter zum Schluss zum Angeklagten. \u201eAber die Strafe ist auf drei Jahre zur Bew\u00e4hrung ausgesetzt. Wenn Sie bald wieder auf rechten Demos auftauchen und dort Straftaten begehen, m\u00fcssen Sie in Haft. Der n\u00e4chste Richter wird dann kein Auge mehr zudr\u00fccken.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein 27-J\u00e4hriger ist vom Amtsgericht D\u00fcsseldorf wegen Volksverhetzung zu vier Monaten Haft auf Bew\u00e4hrung verurteilt worden. Au\u00dferdem muss&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":777153,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1831],"tags":[176041,176042,3364,29,3405,27539,2690,30,1209,46336],"class_list":["post-777152","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duesseldorf","tag-auslaenderfeindliche","tag-bruellt","tag-de","tag-deutschland","tag-duesseldorf","tag-entschuldigt","tag-gericht","tag-germany","tag-nordrhein-westfalen","tag-parolen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116025242693064166","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/777152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=777152"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/777152\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/777153"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=777152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=777152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=777152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}