{"id":778079,"date":"2026-02-07T03:52:14","date_gmt":"2026-02-07T03:52:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/778079\/"},"modified":"2026-02-07T03:52:14","modified_gmt":"2026-02-07T03:52:14","slug":"volkswagen-braucht-man-milliarden-aus-augsburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/778079\/","title":{"rendered":"Volkswagen braucht MAN-Milliarden aus Augsburg"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im Jahr 2011 war es so weit: Der einstige Volkswagen-Patriarch Ferdinand Pi\u00ebch hatte sich die Mehrheit der <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/organisationen\/aa-man\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">MAN<\/a>-Aktien in einem atemberaubenden Wirtschaftskrimi gesichert. Der \u00d6sterreicher angelte sich den Lkw- und Bushersteller mit Sitz in <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/orte\/aa-muenchen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">M\u00fcnchen<\/a>. Dabei ging ihm ein gewaltiger und technologisch interessanter Augsburger Beifang ins Netz. Denn der Wolfsburger VW-Konzern erlangte so die Kontrolle \u00fcber zwei in der Fuggerstadt sitzende Industrie-Gr\u00f6\u00dfen, den Panzergetriebehersteller Renk und den Motoren- und Turbomaschinenbauer MAN Diesel &amp; Turbo. Erstere Firma hat VW l\u00e4ngst gewinnbringend in die Freiheit entlassen. Jetzt kommt \u201eder Diesel\u201c, wie die Firma in Augsburg immer noch genannt wird, dran. Der Name h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig, auch wenn das Unternehmen zun\u00e4chst in MAN Energy Solutions und zuletzt in Everllence umgetauft wurde.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Techniker Pi\u00ebch war fasziniert von den gro\u00dfen Schiffsmotoren des \u201eDiesel\u201c. Doch der Schutzpatron f\u00fcr die Augsburger MAN starb 2019. Auch Gunnar Kilian, der nach dem VW-Urgestein daf\u00fcr k\u00e4mpfte, dass MAN Energy Solutions und heute Everllence bei VW bleibt, ist als treuer Unterst\u00fctzer ausgefallen. Der einst einflussreiche VW-Personalvorstand musste im Juli 2025 \u00fcberraschend gehen. Kilians Ur-Ur-Gro\u00dfvater hatte f\u00fcr MAN gearbeitet. Der Manager war dem Unternehmen im VW-Reich emotional verbunden. Ohne Amt konnte er nicht verhindern, dass Volkswagen nach Renk auch Everllence absto\u00dfen will, schlie\u00dflich hat das Unternehmen \u201ekeine R\u00e4der unten dran\u201c, wie es salopp in VW- und Everllence-Kreisen hei\u00dft. Unternehmensberater monieren, dass es kaum Synergie- und Skaleneffekte mit dem Hauptgesch\u00e4ft von VW gibt. Nat\u00fcrlich will diese Branche zun\u00e4chst\u00a0an einem Verkauf, schlie\u00dflich an einer Umstrukturierung und am Ende an einem B\u00f6rsengang verdienen. So l\u00e4uft das Business.\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Everllence ist Milliarden Euro wert<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In der ersten Phase der Trennung der Wolfsburger von ihrem Augsburger Maschinenbau-Schwergewicht k\u00f6nnen Interessenten nach Informationen unserer Redaktion bis 12. Februar Angebote abgeben, die von VW-Verantwortlichen bewertet werden. Spekuliert wird, dass Volkswagen sich zun\u00e4chst von 51 Prozent an Everllence trennt. Insgesamt wird das Unternehmen Frankfurter Finanzkreisen zufolge mit f\u00fcnf bis sechs Milliarden Euro bewertet. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/augsburger-firma-man-energy-solutions-heisst-bald-everllence-108919108\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">An anderer Stelle ist von mindestens sechs Milliarden Euro die Rede.<\/a>\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/volkswagen-und-porsche-chef-blume-ueber-e-autos-den-vw-golf-fussball-und-die-afd-id70374936.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Volkswagen kann die Milliarden aus Augsburg gut brauchen.<\/a> Das Handelsblatt zitierte einen VW-Manager mit den Worten: \u201eJetzt kommt das Silberbesteck auf den Tisch.\u201c So seien die Gro\u00dfbanken Goldman Sachs und J.P. Morgan beauftragt worden, Verkaufsoptionen f\u00fcr Everllence zu pr\u00fcfen. Nach Berichten aus mehreren Quellen, darunter dem Finanzinformationsdienst Bloomberg, ist das Interesse an dem Augsburger Unternehmen gro\u00df. So entsteht der Eindruck, VW verkaufe nicht Silberbesteck, sondern Goldschmuck. Das k\u00f6nnte den Preis nach oben treiben. Ein VW-Insider hatte dem Handelsblatt gebeichtet: \u201eUns fehlen elf Milliarden Euro.\u201c Da k\u00e4men die Milliarden aus Augsburg zur rechten Zeit, zumal Volkswagen f\u00fcr die Wende hin zur E-Mobilit\u00e4t und zur weiteren Digitalisierung der Fahrzeuge Milliarden ohne Ende ben\u00f6tigt.\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Volkswagen trifft eine Vorauswahl der Bewerber f\u00fcr Everllence<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie es in Industriekreisen hei\u00dft, w\u00fcrden die VW-Verantwortlichen nach Eingang der Bewerbungen f\u00fcr Everllence eine Art Shortlist mit aussichtsreichen Kandidaten erstellen. Unter einer Shortlist wird eine engere Vorauswahl verstanden, wie man es vom Deutschen Buchpreis kennt. Dabei gibt es keine offiziellen Angaben, wer sich f\u00fcr den Augsburger VW-Teil interessiert. Ein Sprecher des Konzerns teilte auf Anfrage unserer Redaktion lediglich mit: \u201eZu Spekulationen \u00e4u\u00dfern wir uns nicht. Generell gilt: Volkswagen managt sein Portfolio an Gesch\u00e4ftsbereichen sowie an Beteiligungsgesellschaften aktiv.\u201c F\u00fcr Everllence pr\u00fcfe der Konzern derzeit ebenfalls strategische Optionen. Volkswagen dementiert die Verkaufspl\u00e4ne also nicht.\u00a0\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/109180556\/crop\/c16_9-w100\/1754675336\/1665382906\/umbenennung-man-energy-solutions-zu-everllence.jpg\" alt=\"Der Vorstandsvorsitzende Uwe Lauber vor der Unternehmenszentrale von Everllence in Augsburg.\" title=\"Der Vorstandsvorsitzende Uwe Lauber vor der Unternehmenszentrale von Everllence in Augsburg.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Der Vorstandsvorsitzende Uwe Lauber vor der Unternehmenszentrale von Everllence in Augsburg.<br \/>\n    Foto: Stefan Puchner, dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Der Vorstandsvorsitzende Uwe Lauber vor der Unternehmenszentrale von Everllence in Augsburg.<br \/>\n    Foto: Stefan Puchner, dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Es wird bereits heftig spekuliert, wer sich Everllence angeln k\u00f6nnte. Dabei f\u00e4llt nach Recherchen unserer Redaktion auf: Ein Interessent wird h\u00e4ufiger und ausdauernder als andere m\u00f6gliche Bewerber genannt, n\u00e4mlich die schwedische, weltweit t\u00e4tige Investmentgesellschaft EQT. Das Unternehmen genie\u00dft in der Private-Equity-Szene einen guten Ruf und hatte einst den Diesel-Motorenbauer MTU Friedrichshafen \u00fcbernommen und unter dem Namen \u201eTognum\u201c an die B\u00f6rse gebracht. Hinter den Kulissen werden die Vorz\u00fcge eines Einstiegs der Schweden und damit eines europ\u00e4ischen Investors hervorgehoben, zumal reichlich Private-Equity-Unternehmen aus den USA Appetit auf das Augsburger Maschinenbau-Gold nachgesagt wird. Die Liste ist lang: Auch der amerikanische Gigant Blackstone, nach Darstellung der Zeitschrift\u00a0Capital\u00a0die gr\u00f6\u00dfte Beteiligungsgesellschaft der Welt vor KKR und EQT, soll mit dem japanischen Maschinenbau-Unternehmen Yanmar Holdings im Gep\u00e4ck die F\u00fchler nach Everllence ausstrecken.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch EQT wird nachgesagt, den Deal nicht allein stemmen zu wollen, sondern huckepack mit dem Singapur-Staatsfonds GIC ein Angebot abgeben zu wollen. Stimmt das, w\u00fcrden sich die ersten Adressen des globalen Finanzkapitalismus um den Augsburger Maschinenbauer rei\u00dfen. Das ist kein Wunder: Der einst von Rudolf Diesel von 1893 bis 1897 in Augsburg entwickelte Diesel-Motor wird von Everllence l\u00e4ngst mit klimafreundlicheren synthetischen Kraftstoffen angeboten, die ebenfalls mit Technologien des Hauses aus erneuerbarer Energie entwickelt werden. Diese Motoren auf Basis der Diesel-Technologie k\u00f6nnen bei Bedarf zwar immer noch mit Schwer\u00f6l, aber auch mit einer Reihe klimafreundlicher Gase betrieben werden.\u00a0\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/109180549\/crop\/c16_9-w100\/564818064\/480508605\/umbenennung-man-energy-solutions-zu-everllence.jpg\" alt=\"Der Motoren- und Turbomaschinenhersteller hei\u00dft zwar inzwischen Everllence, doch viele in Augsburg sprechen nach wie vor von \u201eMAN\u201c oder \u201edem Diesel\u201c. \" title=\"Der Motoren- und Turbomaschinenhersteller hei\u00dft zwar inzwischen Everllence, doch viele in Augsburg sprechen nach wie vor von \u201eMAN\u201c oder \u201edem Diesel\u201c. \" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Der Motoren- und Turbomaschinenhersteller hei\u00dft zwar inzwischen Everllence, doch viele in Augsburg sprechen nach wie vor von \u201eMAN\u201c oder \u201edem Diesel\u201c.<br \/>\n    Foto: Stefan Puchner, dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Der Motoren- und Turbomaschinenhersteller hei\u00dft zwar inzwischen Everllence, doch viele in Augsburg sprechen nach wie vor von \u201eMAN\u201c oder \u201edem Diesel\u201c.<br \/>\n    Foto: Stefan Puchner, dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Everllence ist damit ein Klimawende-Unternehmen, mit dessen Technik der Schiffsverkehr die Umwelt weniger belastet. Die Gro\u00df-W\u00e4rmepumpen des Herstellers im d\u00e4nischen Esbjerg spart j\u00e4hrlich 120.000 Tonnen CO\u2082 ein und deckt den W\u00e4rmebedarf von rund 25.000 Haushalten. Bei Everllence haben die Verantwortlichen alles darangesetzt, dass der Diesel ein Gr\u00fcner wird, wie es immer wieder launig hei\u00dft. Das zieht Finanzinvestoren aus dem Land des Klima-Leugners Donald Trump an. So wird den US-Unternehmen Advent, Bain Capital, KPS Capital Partners und Clayton Dubilier &amp; Rice eine ausgepr\u00e4gte Lust nach Everllence unterstellt. Daneben soll auch CVC Capital Partners mit Sitz in Luxemburg mitmischen.\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Auch Porsche SE wurde gehandelt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Hinzu gesellen sich drei schillernde Namen: So wurde im vergangenen Jahr gemutma\u00dft, Porsche SE, die Beteiligungsgesellschaft der VW-Gro\u00dfaktion\u00e4rsfamilien Porsche und Pi\u00ebch, plane mit EQT ein Everllence-Engagement. Das behauptete das\u00a0Manager Magazin. Mit der VW-Welt vertraute Personen geben zu bedenken, dass die Porsches und Pi\u00ebchs f\u00fcr die Transformation des Fahrzeugbereichs Milliarden brauchen. \u201eWarum sollten sie aus der linken Tasche Milliarden ziehen, um sie in die rechte Tasche zu stecken?\u201c, gibt ein Insider zu bedenken.\u00a0So sind diese Spekulationen zuletzt etwas in den Hintergrund getreten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/augsburger-unternehmen-man-energy-solutions-mit-rekordauftragseingang-id70353171.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Weitere Ger\u00fcchte schwirren durch die Frankfurter Finanzwelt.<\/a> Spuren f\u00fchren zu dem japanischen Handelsunternehmen Mitsui und vor allem zu dem t\u00fcrkischen Betreiber von auf Schiffen montierten Kraftwerken, dem Anbieter Karpowership, der zur Karadeniz Holding geh\u00f6rt. Der Konzern ist ein treuer Everllence-Kunde und r\u00fchmt sich, die weltweit einzige schwimmende Kraftwerksflotte zu besitzen. Das Gesch\u00e4ft muss gut laufen. Ob der Gewinn reicht, um den deutschen Maschinenbauer zu kaufen, ist ungewiss. Das t\u00fcrkische Unternehmen besch\u00e4ftigt rund 3000 Menschen, w\u00e4hrend f\u00fcr Everllence allein etwa 4300 der weltweit 15.000 Besch\u00e4ftigten in Augsburg arbeiten. F\u00fcr das Unternehmen arbeiten am Hauptsitz etwa 600 Frauen und M\u00e4nner mehr als im Jahr 2021.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dass es so viele Bewerber f\u00fcr Everllence gibt, liegt sicher auch an der unter Vorstandschef Uwe Lauber stark verbesserten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens: Bei einer operativen Rendite von knapp acht Prozent, was f\u00fcr einen Maschinenbauer gut ist, wurden 2024 mit 5,3 Milliarden Euro so viele Auftr\u00e4ge wie nie zuvor reingeholt. Zahlen f\u00fcr das vergangene Jahr liegen noch nicht vor. Die gute Verfassung von Everllence erkl\u00e4rt, warum Finanzanalysten den Wert des Unternehmens auf f\u00fcnf bis sechs Milliarden und mehr taxieren.\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Noch finden Verhandlungen \u00fcber eine neue Besch\u00e4ftigungsgarantie statt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Arbeitnehmervertreter verhandeln weiter mit Verantwortlichen von Volkswagen eine Liste von Bedingungen, die ein K\u00e4ufer zu erf\u00fcllen hat. Hier wurde noch keine Einigung erzielt. Die Gespr\u00e4chspartner haben Stillschweigen vereinbart. Astrid Kluge geh\u00f6rt\u00a0dem Verhandlungsteam an. Sie ist Vorsitzende des Augsburger Betriebsrats und auch Gesamtbetriebsrats-Vorsitzende von Everllence. Im Gespr\u00e4ch mit unserer Redaktion sagt sie: \u201eIch hoffe auf eine baldige Unterschrift.\u201c Weil die Besch\u00e4ftigungsgarantie f\u00fcr die deutschen Standorte Ende 2026 ausl\u00e4uft, strebt Kluge eine Verl\u00e4ngerung der Regelung an. Und sie engagiert sich auch f\u00fcr entsprechende Standort-Garantien sowie Regelungen, damit das Unternehmen nicht von einem K\u00e4ufer zerschlagen werden kann. Nach der Private-Equity-Logik steigt indes der Wert eines Unternehmens, das sich auf die am besten laufenden Bereiche konzentriert und nicht ganz so profitable abst\u00f6\u00dft.\u00a0Das widerstrebt Kluge allerdings: \u201eSo k\u00f6nnte die Vision von Everllence, L\u00f6sungsanbieter f\u00fcr die Dekarbonisierung zu sein, zerschlagen werden.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Motto von EQT hei\u00dft jedenfalls: \u201eCreating value that creates more value.\u201c Auf Deutsch: Wert schaffen, der noch mehr Wert schafft. Das ist Finanzkapitalismus auf den k\u00fcrzestm\u00f6glichen Nenner gebracht. Doch solche Investoren k\u00f6nnen auch segensreich wirken, wie das Beispiel Renk zeigt. Hier machten die Experten der Beteiligungsgesellschaft Triton nach Einsch\u00e4tzung aller Beteiligten einen guten Job: Der Wert des Unternehmens stieg deutlich, aber auch die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze schnellte empor. Der Triton-Slogan lautet: \u201eBuy well, build better businesses, sell growth.\u201c Das hei\u00dft: \u201eKaufe gut ein, baue bessere Gesch\u00e4fte auf und verkaufe Wachstum\u201c. Das hat in Augsburg bestens geklappt. Renk \u2013 das hoffen viele Betroffene in der Stadt \u2013 k\u00f6nnte zur Blaupause f\u00fcr die Everllence-Zukunft werden. Das R\u00fcstungsgesch\u00e4ft ist allerdings nach der Zeitenwende zur Boom-Branche geworden. Branchen-Kenner geben zu bedenken, dass sich die Renk-Story nicht eins zu eins mit dem Diesel wiederholen l\u00e4sst.\u00a0\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Stefan Stahl<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    VW<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Jahr 2011 war es so weit: Der einstige Volkswagen-Patriarch Ferdinand Pi\u00ebch hatte sich die Mehrheit der MAN-Aktien&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":778080,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1846],"tags":[680,772,176168,3364,29,173937,548,663,3934,176167,176170,30,751,13,742,946,14,15,176169,12,603],"class_list":["post-778079","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-augsburg","tag-augsburg","tag-bayern","tag-bieterschlacht","tag-de","tag-deutschland","tag-eqt","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-everllence","tag-ferdinand-piech","tag-germany","tag-gunnar-kilian","tag-headlines","tag-man","tag-maschinenbau","tag-nachrichten","tag-news","tag-rudolf-diesel","tag-schlagzeilen","tag-vw"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116027322835820510","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/778079","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=778079"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/778079\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/778080"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=778079"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=778079"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=778079"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}