{"id":779598,"date":"2026-02-07T18:09:14","date_gmt":"2026-02-07T18:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/779598\/"},"modified":"2026-02-07T18:09:14","modified_gmt":"2026-02-07T18:09:14","slug":"ueber-100-personen-mussten-in-notunterkuenfte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/779598\/","title":{"rendered":"\u00dcber 100 Personen mussten in Notunterk\u00fcnfte"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Hunderte angek\u00fcndigte Zwangsr\u00e4umungen wurden der Stadt D\u00fcsseldorf in den Jahren 2024 und 2025 gemeldet. Das geht aus einer Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Partei Die Linke im Wohnungsausschuss hervor.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Demnach erreichten die Beratungsstelle f\u00fcr Wohnungsnotf\u00e4lle des Amts f\u00fcr Soziales und Jugend im Jahr 2024 486 angek\u00fcndigte Zwangsr\u00e4umungen. Im Jahr 2025 belief sich die Zahl auf insgesamt 471 angek\u00fcndigte Zwangsr\u00e4umungen. Davon wurden, auch das teilt die Verwaltung in ihrer Antwort mit, 67 Haushalte mit insgesamt 110 Personen im Zuge der Zwangsr\u00e4umungen in Notunterk\u00fcnften der Stadt untergebracht (2024). Im Jahr darauf waren es 76 Haushalte mit 127 Personen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie viele der angek\u00fcndigten Zwangsr\u00e4umungen insgesamt auch durchgef\u00fchrt wurden, wei\u00df die Stadt nicht. Gerichtsvollzieher m\u00fcssen der Beratungsstelle f\u00fcr Wohnungsnotf\u00e4lle der Stadt zwar melden, sobald eine Zwangsr\u00e4umung angek\u00fcndigt wurde, erkl\u00e4rte eine Stadtsprecherin unserer Redaktion \u2013 die tats\u00e4chliche Durchf\u00fchrung aber nicht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Laut Verwaltung sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr die angek\u00fcndigten R\u00e4umungen in der Regel Mietr\u00fcckst\u00e4nde, seltener auch \u201emietwidriges Verhalten\u201c. Wird der Beratungsstelle der Verwaltung eine anstehende Zwangsr\u00e4umung gemeldet, \u201eerfolgen sp\u00e4testens zu diesem Zeitpunkt Beratungsangebote an alle betroffenen Personen\u201c, um die R\u00e4umung noch zu verhindern, wie die Sprecherin sagt. Wenn kein Kontakt zu den Betroffenen aufgebaut werden kann, werde trotzdem vorsorgliche eine st\u00e4dtische Notunterkunft reserviert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In diesen \u201eUnterk\u00fcnften der ordnungsbeh\u00f6rdlichen Unterbringung\u201c k\u00f6nnen Betroffene \u201egrunds\u00e4tzlich so lange verbleiben, bis eine anderweitige Unterbringung m\u00f6glich ist\u201c, so die Sprecherin. Damit unterscheiden sie sich von den Notschlafstellen, in denen die Pl\u00e4tze t\u00e4glich neu vergeben werden. In den Notunterk\u00fcnften gibt es Wohnungen und Zimmer in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen, f\u00fcr Familien aber auch Einzelpersonen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Insgesamt verf\u00fcgt die Stadt (Stand Januar 2026) \u00fcber 1877 Pl\u00e4tze in Notunterk\u00fcnften. Allerdings k\u00f6nnten manche davon etwa aus baulichen Gr\u00fcnden gesperrt sein, zudem wird grunds\u00e4tzlich ein Puffer von zehn Prozent vorgehalten. Dieser sei notwendig, \u201eum die Handlungsf\u00e4higkeit des Systems zu gew\u00e4hrleisten\u201c, da vorhandene Pl\u00e4tze nicht immer f\u00fcr aktuell unterzubringende Personen geeignet seien. Das sei etwa dann der Fall, wenn ein Einzelzimmer ben\u00f6tigt wird, aber nur Familien- oder Mehrbettzimmer verf\u00fcgbar sind. Derzeit leben \u00fcber 1300 Personen in solchen Unterk\u00fcnften.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Julia Marmulla (Linke) ist Mitglied im Wohnungsausschuss und lobt die Arbeit, besonders die Beratungsangebote, der Verwaltung. Es sei wichtig, \u00fcber die Anzahl der Zwangsr\u00e4umungen informiert zu sein. \u201eDer Verlust der eigenen Wohnung, der eigenen vier W\u00e4nde ist so ein einschneidendes Erlebnis, dass wir uns als Politik darum k\u00fcmmern m\u00fcssen\u201c, so Marmulla. Bei dem Thema m\u00fcsse man \u201eunterschiedliche Str\u00e4nge\u201c verfolgen. Einer sei die zus\u00e4tzliche Schaffung von \u00f6ffentlich gef\u00f6rdertem und damit bezahlbarem Wohnraum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hunderte angek\u00fcndigte Zwangsr\u00e4umungen wurden der Stadt D\u00fcsseldorf in den Jahren 2024 und 2025 gemeldet. 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