{"id":779743,"date":"2026-02-07T19:30:14","date_gmt":"2026-02-07T19:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/779743\/"},"modified":"2026-02-07T19:30:14","modified_gmt":"2026-02-07T19:30:14","slug":"so-war-die-veranstaltung-zum-weltkrebstag-am-johanna-etienne-krankenhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/779743\/","title":{"rendered":"So war die Veranstaltung zum Weltkrebstag am Johanna-Etienne-Krankenhaus"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Foyer des Johanna-Etienne-Krankenhauses erinnerte ein wenig an einen Basar. Verschiedene St\u00e4nde informierten die Besucher, an anderer Stelle wurden Speisen angeboten. Denn: Am Mittwoch fand dort zum Weltkrebstag eine Informationsveranstaltung statt. Ein Rundgang.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Pneumologe Andreas Fischer vom Lungenzentrum verteilte an seinem Stand Waffeln am Stiel in Herzform. Seine frohe Botschaft: Die Heilungschancen bei Lungenkrebs sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Sein Appell: \u201eMit dem Rauchen aufh\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Betroffene waren vor Ort. So zum Beispiel Bernd Kr\u00e4mer aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/meerbusch\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Meerbusch<\/a>. Er hat seinen Darmkrebs \u00fcberlebt und sich an den k\u00fcnstlichen Darmausgang l\u00e4ngst gew\u00f6hnt. Die Operation liegt 28 Jahre zur\u00fcck. \u201eLeben 2.0\u201c nennt der 63-J\u00e4hrige die Zeit nach dem Eingriff. \u201eAlle hier sind gl\u00fccklich, weiterleben zu d\u00fcrfen\u201c, erkl\u00e4rte Kr\u00e4mer. Er sei nach wie vor mit anderen Betroffenen im Austausch. Ulrike Petersen, ebenfalls aus Meerbusch, war vor 35 Jahren mit einer Darmkrebs-Diagnose konfrontiert worden. Sie leidet unter dem Lynch-Syndrom, ist dadurch besonders empf\u00e4nglich f\u00fcr weitere Krebserkrankungen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Krebsdiagnose stellt f\u00fcr viele Menschen eine extreme psychische Belastung dar, sagt Andrea Doevenspeck, sie arbeitet als Psychologin im Johanna-Etienne-Krankenhaus. Sie k\u00fcmmert sich bei Bedarf um die Betroffenen und deren Angeh\u00f6rige. Was sie immer wieder beobachtet: \u201eViele Erkrankte versuchen, ihren Angeh\u00f6rigen den Eindruck von St\u00e4rke zu vermitteln.\u201c Und: \u201eJeder Mensch reagiert anders auf die Diagnose.\u201c Efthalia Metikidou war Ansprechpartnerin f\u00fcr die Ambulante Palliativ-Patienten-Versorgung. Lars Galonska erkl\u00e4rte gegen\u00fcber unserer Redaktion folgendes: \u201eVor allem bei Brust-, Darm- und Lungenkrebs hat sich eine ganze Menge getan.\u201c Selbst Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs sei mittlerweile kein sicheres Todesurteil mehr. Seine T\u00e4tigkeit als Onkologe bezeichnete der 46-J\u00e4hrige als \u201esehr erf\u00fcllende T\u00e4tigkeit\u201c. Das habe auch damit zu tun, dass man immer mehr f\u00fcr die Erkrankten tun k\u00f6nne. \u201eWir k\u00f6nnen mittlerweile eine biologische Br\u00fccke zwischen Immunsystem und Tumorerkrankung bauen und das Immunsystem bef\u00e4higen, den Tumor zu zerst\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Rainer Pappert, Mitglied der Gesamtgesch\u00e4ftsf\u00fchrung der St. Augustinus Gruppe, zu der das Krankenhaus geh\u00f6rt, nannte folgende Zahlen: \u201eJedes Jahr erkranken deutschlandweit mehr Menschen an Krebs als der Rhein-Kreis <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/neuss\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Neuss<\/a> Einwohner hat.\u201c Krebs sei l\u00e4ngst kein Randthema mehr. W\u00e4hrend die Medizin gro\u00dfe Fortschritte mache, wachse die Zahl der Krebserkrankten. \u201eWir sind ein klarer Verfechter der Qualit\u00e4tsmedizin\u201c, erkl\u00e4rte Pappert. Die Aufgabe der Selbsthilfegruppen beschrieb er so: \u201eSie zeigen uns auf, wo wir Gutes noch besser machen k\u00f6nnen.\u201c Und auch zum Thema k\u00fcnstliche Intelligenz hatte Pappert eine Meinung. \u201eJa, aber mit Spielregeln\u201c, so lautet sein Credo in Bezug auf den Einsatz.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Lisa Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Vorstandsvorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bundes und Rechtsanw\u00e4ltin, machte deutlich, dass eine Krebsdiagnose mit ganz, ganz gro\u00dfer Furcht einhergehe. Allerdings gebe es medizinische Entwicklungen, \u201edie uns Mut machen k\u00f6nnen\u201c. Im Zusammenhang mit der Krebsvorsorge kritisierte sie, dass vor allem M\u00e4nner dieses Angebot nicht regelm\u00e4\u00dfig nutzten. Die seelische Belastung der Erkrankten und deren Angeh\u00f6rige d\u00fcrfe nicht untersch\u00e4tzt werden. Eine \u00fcberstandene Krebserkrankung d\u00fcrfe nicht gegen die Betroffenen verwendet werden. Das geschehe derzeit unter anderem bei der Beantragung von Krediten. Lars Galonska betonte: \u201eDie Therapien werden immer zielgerichteter und damit schonender.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Foyer des Johanna-Etienne-Krankenhauses erinnerte ein wenig an einen Basar. 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