{"id":779794,"date":"2026-02-07T19:58:17","date_gmt":"2026-02-07T19:58:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/779794\/"},"modified":"2026-02-07T19:58:17","modified_gmt":"2026-02-07T19:58:17","slug":"natrium-ionen-akku-von-catl-jetzt-kommt-die-salzbatterie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/779794\/","title":{"rendered":"Natrium-Ionen-Akku von CATL: Jetzt kommt die Salzbatterie"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Schriftsteller <a data-rtr-index=\"52\" title=\"Jules Verne\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/thema\/jules-verne\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jules<\/a> Verne hatte die Idee schon vor fast 160 Jahren. In seinem Buch \u201e20.000 Meilen unter dem Meer\u201c gibt es das elektrisch angetriebene U-Boot Nautilus, mit dem der Romanheld Kapit\u00e4n Nemo durch die Weltmeere kreuzt. Den Strom daf\u00fcr liefert ein Aggregat, das mit aus Meerwasser gewonnenem Salz betrieben wird.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Damals, im Jahr 1869, war der Salzantrieb Science-Fiction. Heute dagegen ist die Realit\u00e4t gar nicht mehr so weit entfernt vom Roman. Ingenieure und Chemiker t\u00fcfteln seit vielen Jahren an sogenannten Natrium-Ionen-Batterien: Stromspeichern, die ohne den bislang unersetzlichen Batterierohstoff <a data-rtr-index=\"33\" title=\"Lithium\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/lithium\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lithium<\/a> auskommen, ein von der EU als kritisch und strategisch wichtig eingestuftes Leichtmetall. Stattdessen wird in so einer Batterie das praktisch unbegrenzt verf\u00fcgbare Natrium eingesetzt, das auch in Speisesalz (Natriumchlorid) enthalten ist.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"Sonntagszeitung\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1770466932_571_fas_latest.jpg\"\/><\/p>\n<p>Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/\" class=\"Button\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#13;<br \/>\n          &#13;<br \/>\n         <\/a><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Jetzt beginnt die industrielle Gro\u00dfserienfertigung der neuartigen Stromspeicher. Sie k\u00f6nnten das n\u00e4chste gro\u00dfe Ding werden im globalen Batteriemarkt. Zugleich er\u00f6ffnen die Salzbatterien eine Chance f\u00fcr Europa, sich zumindest ein St\u00fcck weit aus einer geopolitisch bedenklichen Abh\u00e4ngigkeit zu befreien. Denn die Beschaffung und Verarbeitung von Lithium wird stark von China kontrolliert. Rund zwei Drittel der Lithium-Raffinerien auf der Welt sind chinesisch. Auch die <a data-rtr-index=\"26\" title=\"Batterien\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/batterien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Batterien<\/a> selbst kommen bislang zu gro\u00dfen Teilen von Herstellern aus Fernost.<\/p>\n<p>\u201eDas ist gut f\u00fcr Europa\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eEs gibt jetzt eine Alternative zum Lithium, und das ist schon mal gut f\u00fcr <a data-rtr-index=\"44\" title=\"Europa\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a>\u201c, sagt der Batterieforscher Philipp Adelhelm von der Humboldt-Universit\u00e4t in Berlin. Er geh\u00f6rt einer Expertengruppe an, die gef\u00f6rdert vom Bundesforschungsministerium das industrielle Potential von Natrium-Ionen-Stromspeichern auslotet. Beteiligt sind an der Initiative auch die Chemiekonzerne BASF und Evonik und der Batteriehersteller Varta.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Klar ist: Elektrische Stromspeicher werden immer wichtiger. Sie sind das technologische Herz von Elektroautos. Auch f\u00fcr die globale Energiewende sind Stromspeicher unverzichtbar. Denn wenn Kohle, \u00d6l und Erdgas durch gr\u00fcnen Strom ersetzt werden, braucht es riesige Batteriekapazit\u00e4ten. Sie helfen, die schwankende Stromerzeugung von Solaranlagen und Windparks abzupuffern und stabilisieren so die Stromnetze.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Mit der Salzbatterie gibt es nun erstmals eine \u00e4hnlich leistungsf\u00e4hige Speichertechnologie neben der seit Jahrzehnten dominierenden Lithium-Ionen-Batterie in ihren verschiedenen Bauarten. Natrium-Ionen-Batterien haben, abgesehen davon, dass sie kein Lithium ben\u00f6tigen, weitere Vorteile. Weil Natrium billig verf\u00fcgbar ist, bieten die Salzbatterien die Chance auf Kosteneinsparungen, wenn sie erst einmal in gro\u00dfen St\u00fcckzahlen gefertigt werden. Ingenieure nennen zudem einen besseren Brandschutz, eine lange Lebensdauer, eine geringere Umweltbelastung und eine bessere Leistungsf\u00e4higkeit bei kalten Temperaturen als St\u00e4rken der neuen Stromspeicher.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Was auch daf\u00fcr spricht, dass die Salzbatterien jetzt den Durchbruch schaffen: Treibende Kraft hinter der Innovation ist der weltgr\u00f6\u00dfte Batteriezellenhersteller CATL mit seinem geballten Fertigungs-Know-how und seiner Kapitalkraft. Chinas Stromspeicherchampion will dieses Jahr mit der Massenfertigung von Na\u00adtrium-Ionen-Zellen beginnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"CATL-Gr\u00fcnder Robin Zeng\" height=\"2000\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/catl-gruender-robin-zeng.webp.webp\" width=\"3000\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>CATL-Gr\u00fcnder Robin ZengAP<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Ort f\u00fcr die Weltpremiere ist unwirtlich: Yakeshi ist eine chinesische Gro\u00dfstadt in der Inneren Mongolei, gut 1200 Kilometer n\u00f6rdlich von Peking, die wegen ihrer eisigen Wintertemperaturen gef\u00fcrchtet ist. Aktuell zeigt das Thermometer dort tags\u00fcber minus 25 Grad \u2013 ziemlich ungem\u00fctlich, aber ideal, um die Leistungsf\u00e4higkeit der Salzbatterien bei Frost publikumswirksam in Szene zu setzen.<\/p>\n<p>\u201eSpektakul\u00e4re Fortschritte\u201c in der Entwicklung<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Hier in Yakeshi stellte CATL am Donnerstag gemeinsam mit dem chinesischen Autohersteller Changan das erste mit einer Salzbatterie ausgestattete Gro\u00dfserienauto der Welt vor. Das Mittelklassemodell soll Mitte des Jahres auf den Markt kommen. Viele weitere Fahrzeuge mit Natrium-Ionen-Speichern sollen folgen. Der in Europa kaum bekannte staatseigene Hersteller Changan z\u00e4hlt zu den f\u00fchrenden chinesischen Autobauern.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Ein Nachteil der Salzbatterien war bisher ihre geringere Leistungsf\u00e4higkeit. Aber inzwischen seien sie \u201efast so gut wie einige Lithium-Ionen-Batterien und f\u00fcr viele Anwendungen gut genug\u201c, sagt der Batterieforscher Adelhelm von der <a data-rtr-index=\"1\" title=\"Humboldt-Universit\u00e4t\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/karriere-hochschule\/thema\/humboldt-universitaet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Humboldt-Universit\u00e4t<\/a>: \u201eDie erreichten Fortschritte sind spektakul\u00e4r.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Dass die Salzbatterien die bisherigen Lithium-Speicher verdr\u00e4ngen, ist erst einmal unwahrscheinlich. Im Automarkt werden Batterien mit einem Mix aus Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt (NMC) wegen ihrer h\u00f6heren Leistungsf\u00e4higkeit auf absehbare Zeit f\u00fcr gro\u00dfe und leistungsstarke E-Autos die erste Wahl bleiben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Aber die Salzbatterien k\u00f6nnten eine Alternative zu einer anderen popul\u00e4ren Variante der Lithium-Batterien werden: Die sogenannten LFP-Speicher, die auf einem Mix aus Lithium, Eisen und Phosphat basieren, waren in den vergangenen Jahren das am st\u00e4rksten wachsende Segment im Batteriemarkt. Sie sind weniger leistungsf\u00e4hig als Lithium-Batterien vom NMC-Typ, aber daf\u00fcr kosteng\u00fcnstiger.<\/p>\n<p>Vor allem f\u00fcr elektrische Kleinwagen interessant<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Anders als f\u00fcr die neuen Salzbatterien wird f\u00fcr LFP-Batterien aber eben weiterhin Lithium gebraucht. Derzeit ist dieser Batterierohstoff zwar relativ g\u00fcnstig, aber in den vergangenen Jahren gab es wegen bef\u00fcrchteter Lieferengp\u00e4sse Zeiten mit extremen Preissteigerungen. Das k\u00f6nnte auch in Zukunft wieder passieren. Ganz anders bei den Salzbatterien: \u201eAuch wenn Natrium-Ionen-Batterien in gro\u00dfen Volumina hergestellt werden, wird das kaum Einfluss auf den Natriumpreis haben\u201c, sagt der Batterieforscher Simon Lux von der Universit\u00e4t M\u00fcnster.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Robin Zeng, der Gr\u00fcnder und Vorstandschef glaubt an den Erfolg der neuen Speichertechnik: Bis zu 50 Prozent des Markts f\u00fcr LFP-Lithiumspeicher k\u00f6nnten in Zukunft durch preisg\u00fcnstige Natrium-Ionen-Batterien ersetzt werden, sagte der Chinese im vergangenen Jahr.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Im Automarkt k\u00f6nnten die Salzbatterien vor allem f\u00fcr Kleinwagen im Einstiegssegment interessant sein, sagen Fachleute. Hier ist der erhoffte Kostenvorteil durch den billigen Batterierohstoff Natrium besonders relevant und die geringere Leistungsf\u00e4higkeit kein allzu gro\u00dfes Handicap.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">CATL und Changan pr\u00e4sentierten am Donnerstag allerdings erst einmal ein E-Auto der Mittelklasse. Unabh\u00e4ngige Fahrtests gibt es noch nicht. Nach Angaben des Unternehmens soll die Reichweite bei zun\u00e4chst mehr als 400 Kilometern liegen. In Zukunft sollen bis zu 600 Kilometer m\u00f6glich sein. Der Erstling hat laut chinesischen Medienberichten eine Salzbatterie mit einer Kapazit\u00e4t von 45 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Die Lithium-Batterie im Basismodell des elektrischen Kompaktmodells ID.3 von VW hat 52 Kilowattstunden.<\/p>\n<p>CATL arbeitet seit 2016 an der Salzbatterie<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">So sehr wie CATL forciert derzeit kein anderer gro\u00dfer Batteriehersteller die Na\u00adtrium-Technik. Der Konzern spricht mit viel Pathos von einer neuen \u201e\u00c4ra der zwei Sterne\u201c \u2013 neben Lithium soll in Zukunft Natrium der zweite zentrale Batterierohstoff werden. Der Weltmarktf\u00fchrer arbeitet bereits seit 2016 an der Entwicklung der Salzbatterien und hat einen Milliardenbetrag investiert. Ein Vorteil beim Aufbau der Gro\u00dfserienfertigung: Weil der technische Aufbau der Salzbatterien stark dem von Lithium-Stromspeichern \u00e4hnelt, k\u00f6nnen die gleichen Fertigungsanlagen mit geringen Modifikationen genutzt werden.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Unklar ist derzeit, ob auch die Nummer zwei im globalen Batteriemarkt auf die Natrium-Ionen-Technik setzen wird: Das chinesische Unternehmen BYD, das zugleich der gr\u00f6\u00dfte Hersteller von Elek\u00adtroautos ist, hat zwar f\u00fcr seinen Heimatmarkt einen Kleinwagen in einer Variante mit Natrium-Ionen-Batterie entwickelt, die St\u00fcckzahlen d\u00fcrften allerdings sehr gering sein. BYD teilt auf Anfrage lediglich mit, die Ingenieure des Konzerns befassten sich mit allen relevanten Batterietechnologien.<\/p>\n<p>Ein neuer Gro\u00dfspeicher in Bremen<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Und wo stehen westliche Hersteller im Technologiewettbewerb um die neuen Salzbatterien? Der gescheiterte schwedische Hersteller Northvolt hatte vor seiner Milliardenpleite auch Prototypen von Natrium-Ionen-Speichern entwickelt. Derzeit gibt es dagegen in Europa und den USA vor allem eine Reihe von Kleinunternehmen. Das Start-up Phenogy aus der Schweiz installierte im Herbst in Bremen eine station\u00e4re Natrium-Ionen-Gro\u00dfbatterie, die f\u00fcr die Speicherung von Solarstrom und f\u00fcr die Versorgung von E-Auto-Lades\u00e4ulen genutzt wird.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Bei den Lithium-Batterien habe die europ\u00e4ische Industrie den Anschluss an die Asiaten verpasst, sagt Phenogy-Gr\u00fcnder Peter Braun. \u201eIn der Natrium-Ionen-Technik darf uns das nicht noch mal passieren\u201c, mahnt er. Er hofft, in Zukunft auch Rechenzentren als Kunden f\u00fcr seine Salz-Gro\u00dfspeicher zu gewinnen. Mit Batterien f\u00fcr Autos befasst sich Phenogy dagegen nicht.<\/p>\n<p>Volkswagen arbeitet an der Natrium-Ionen-Technik<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Und dann ist da noch Volkswagen. Europas gr\u00f6\u00dfter Autobauer hat Ende vergangenen Jahres seine erste eigene Batteriezellenfabrik er\u00f6ffnet. Sie ist der derzeit gr\u00f6\u00dfte Hoffnungstr\u00e4ger der jungen europ\u00e4ischen Batterieindustrie. Aber in der neuen \u201eGiga Factory\u201c in Salzgitter fertigt VW derzeit ausschlie\u00dflich die vergleichsweise teuren Lithium-Ionen-Zellen vom NMC-Typ. \u201eNatrium-Ionen-Batterien sind in der Entwicklung\u201c, hei\u00dft es von VW. Wann sie serienreif sind, ist bislang unklar.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eEuropa hat die Chance, erfolgreich mitzuspielen im Markt f\u00fcr Natrium-Ionen-Zellen\u201c, sagt der Batterieexperte Jakob Fleischmann, Partner der Unternehmensberatung McKinsey. Auch wenn chinesische Wettbewerber schon losgelegt h\u00e4tten: \u201eDas ist eine junge Batterietechnologie, das Rennen ist noch offen\u201c, glaubt er.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Batteriezellenfabrik von VW in Salzgitter\" height=\"2665\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/batteriezellenfabrik-von-vw-in.webp.webp\" width=\"4000\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Batteriezellenfabrik von VW in SalzgitterVW<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u00c4hnlich sieht das der Batterieforscher Adelhelm von der Humboldt-Universit\u00e4t. Die Chinesen l\u00e4gen zwar klar vorne in der Industrialisierung der Natrium-Ionen-Technik. \u201eAber sie sind uns nicht so weit voraus wie bei Lithium-Ionen-Batterien. Das ist eine Chance f\u00fcr Europa.\u201c<\/p>\n<p>Salzbatterien made in Europe?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Fachleute bezweifeln allerdings, dass europ\u00e4ische Hersteller aus eigener Kraft die L\u00fccke zu Chinas m\u00e4chtigen Batteriekonzernen schlie\u00dfen k\u00f6nnen. Ohne eine \u201epolitische Flankierung\u201c gehe es nicht, erwartet McKinsey-Berater Fleischmann. Zwar k\u00f6nnten langfristig neue Batterietechnologien wie die Natrium-Speicher auch in Europa wettbewerbsf\u00e4hig hergestellt werden. Aber die zu erwartenden Anfangsverluste werde die Industrie kaum allein finanzieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eDie Preise chinesischer Hersteller sind derzeit unschlagbar, da haben wir in Europa keine Chance\u201c, sagt Adelhelm. Er wirbt f\u00fcr einen \u201etempor\u00e4ren Schutz\u201c, etwa in Form sogenannter \u201eLocal Content\u201c-Vorgaben \u2013 Regeln, die vorschreiben, dass ein bestimmter Teil der Wertsch\u00f6pfung in der Batteriezellenherstellung europ\u00e4isch sein soll.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">F\u00fcr solche Vorgaben machen sich auch f\u00fchrende Industrievertreter wie die Chefs von Bosch und VW, Stefan Hartung und Oliver Blume, stark. EU-Industriekommissar St\u00e9phane S\u00e9journ\u00e9 arbeitet derzeit an Vorschl\u00e4gen f\u00fcr eine \u201eBuy European\u201c-Strategie, die allerdings unter den Mitgliedstaaten bislang hoch umstritten ist. Ende Februar will der Franzose seinen Plan vorstellen. Bleibt zu hoffen, dass die Salzbatterien \u201emade in Europe\u201c nicht enden wie das von Natrium angetriebene U-Boot Jules Vernes: Die Nautilus verschwindet am Ende seines Romans im Strudel eines gewaltigen Mahlstroms.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Schriftsteller Jules Verne hatte die Idee schon vor fast 160 Jahren. 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