{"id":780908,"date":"2026-02-08T07:03:13","date_gmt":"2026-02-08T07:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/780908\/"},"modified":"2026-02-08T07:03:13","modified_gmt":"2026-02-08T07:03:13","slug":"bahn-serie-mit-anke-engelke-in-der-kritik-viele-millionen-euro-fuer-lustige-werbeclips","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/780908\/","title":{"rendered":"Bahn-Serie mit Anke Engelke in der Kritik: \u201eViele Millionen Euro f\u00fcr lustige Werbeclips\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Mit witzigen Clips mit Anke Engelke versucht die Bahn, die Fahrg\u00e4ste bei Laune zu halten. Kostenpunkt: die Jahresgeh\u00e4lter von 100 Sicherheitskr\u00e4ften.  Die Bahn stoppte die Serie, doch es wird ein Nachspiel im Bundestag geben.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Eine Fortsetzung der kleinen Webserie \u201eBoah, Bahn!\u201c wird es 2026 nicht geben. Das passe nicht in die Zeit, hei\u00dft es bei der Deutschen Bahn.  Doch der Hintergrund ist offenbar ein anderer \u2013 die Serie wurde angesichts der angespannten Sicherheitslage im \u00d6PNV zum Politikum.<\/p>\n<p>In der Mini-Serie mit 3-4-min\u00fctigen Episoden spielt die Entertainerin Anke Engelke die Hauptrolle der Zugchefin Tina, die mit typischen Problemen der Bahn wie Versp\u00e4tungen oder defekten Kaffeemaschinen im Bordbistro k\u00e4mpft. Die Botschaft: Das ist alles nur noch mit Humor und Herzlichkeit zu ertragen.<\/p>\n<p>Wie die <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/7-mio-fuer-7-kurzfilmchen-boah-bahn-ist-das-teuer-6985d5dfad1f115725eceac3\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/7-mio-fuer-7-kurzfilmchen-boah-bahn-ist-das-teuer-6985d5dfad1f115725eceac3&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eBild am Sonntag\u201c<\/a> berichtet, kostete die Kampagne sieben Millionen Euro. Doch die Summe wollten Bahn und das Verkehrsministerium geheim halten. Bundestagsabgeordnete durften sich die Unterlagen nur in der Geheimschutzstelle des Parlaments anschauen und nicht dar\u00fcber reden. Doch weil die Bahn zuvor die beliebte und g\u00fcnstige Familienreservierung gestrichen hatte (5,50 Euro f\u00fcr die Sitzpl\u00e4tze der gesamten Familie), war der Unmut bei einigen Abgeordneten so gro\u00df, dass sie die Summer der \u201eBild am Sonntag\u201c mitteilten.<\/p>\n<p>Nun wird die Sieben-Millionen-Euro-Kampagne ein Nachspiel im Innen- und Verkehrsausschuss des Bundestags haben, wie der innenpolitische Sprecher der SPD, Sebastian Fiedler, in der \u201eBild am Sonntag\u201c ank\u00fcndigte. Er nannte es einen Skandal, dass der Bahn-Vorstand \u201eso viele Millionen Euro f\u00fcr lustige Werbeclips\u201c ausgebe.\u201eF\u00fcr dieses Geld h\u00e4tten mindestens 100 zus\u00e4tzliche Sicherheitskr\u00e4fte ein Jahr lang bezahlt werden k\u00f6nnen\u201c, sagte Fiedler.<\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn macht offiziell keine Angaben zu den Kosten und verwies auf Anfrage darauf, dass \u201eInformationen zu Werbeausgaben sowie zu Auftrags- bzw. Vertragsdetails unmittelbare Betriebs- und Gesch\u00e4ftsgeheimnisse der Deutsche Bahn AG sind und nicht \u00f6ffentlich kommuniziert werden\u201c. Das Budget bewege sich im Rahmen vergleichbarer Werbekampagnen in der Branche. Unabh\u00e4ngig davon best\u00e4tigte die Bahn, dass es 2026 keine Fortsetzung der Serie \u201eBoah, Bahn!\u201c geben werde.<\/p>\n<p>Kritik auch von Bahngewerkschaft EVG<\/p>\n<p>Der DB-Vorstand f\u00fcr den Personenfernverkehr, Michael Peterson, hatte die Webserie mit Engelke zum Start im Oktober 2025 seinerzeit als \u201ehumorvolle Liebeserkl\u00e4rung an die Mitarbeitenden\u201c der Bahn gelobt. Der Vorsitzende der Bahngewerkschaft EVG, Martin Burkert, fragt laut \u201eBild am Sonntag\u201c nun mit Blick auf die Kosten, \u201eob nicht die Sanierung aller Pausenr\u00e4ume oder eine fl\u00e4chendeckende Ausstattung mit Bodycams die bessere Liebeserkl\u00e4rung gewesen w\u00e4re\u201c.<\/p>\n<p>Hintergrund der Kritik ist die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article69830f0cd23aaa4b0d2d751c\/von-schwarzfahrer-verpruegelt-zugbegleiter-stirbt-nach-brutalem-angriff-in-regionalexpress.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article69830f0cd23aaa4b0d2d751c\/von-schwarzfahrer-verpruegelt-zugbegleiter-stirbt-nach-brutalem-angriff-in-regionalexpress.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">T\u00f6tung des Zugbegleiters Serkan C.<\/a> Er hatte im Regionalverkehr Fahrkarten kontrolliert, wurde von einem Fahrgast ohne Ticket angegriffen und schwer verletzt und verstarb kurz danach.<\/p>\n<p>Zahlreiche Mitarbeiter der bundeseigenen Deutschen Bahn wurden nach Angaben des Bundes bereits Opfer von Straftaten. Es werden daher entsprechende Gegenma\u00dfnahmen debattiert. Die EVG verweist seit Jahren auf mehr \u00dcbergriffe gegen das Personal und fordert mehr Schutz der Mitarbeiter.<\/p>\n<p>sebe\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit witzigen Clips mit Anke Engelke versucht die Bahn, die Fahrg\u00e4ste bei Laune zu halten. 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