{"id":78195,"date":"2025-05-02T10:01:09","date_gmt":"2025-05-02T10:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/78195\/"},"modified":"2025-05-02T10:01:09","modified_gmt":"2025-05-02T10:01:09","slug":"nationalgalerie-berlin-wir-haben-ein-yoko-und-klaus-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/78195\/","title":{"rendered":"Nationalgalerie: Berlin, wir haben ein Yoko-und-Klaus-Problem"},"content":{"rendered":"<p>Klaus Biesenbach hat es bis zum Chef der Neuen Nationalgalerie gebracht \u2013 trotz durchwachsener Leistungen. F\u00fcr das wichtigste Museum in Deutschland fehlt ihm ein Konzept. Das zeigt sich nicht nur daran, dass er Yoko Ono jetzt gleich doppelt feiert.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Berlin hat dieser Tage ein Yoko-und Klaus-Problem. Sie lesen richtig, nicht die sympathischen Pro-Sieben-Moderatoren sind gemeint, sondern die Witwe von John Lennon und der Direktor der Neuen Nationalgalerie, wobei erstere eher das Symptom und letzterer der Trigger eines noch ausf\u00fchrlicher zu beschreibenden Komplexes sind: der weitestgehend gel\u00e4hmten, international nicht mehr satisfaktionsf\u00e4higen hauptst\u00e4dtischen Museumslandschaft.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns mit dem Symptom beginnen. Gleich zwei k\u00fcrzlich in Berlin er\u00f6ffnete Ausstellungen \u2013 im Martin-Gropius-Bau und in der Neuen Nationalgalerie \u2013 widmen sich dem k\u00fcnstlerischen Werk von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/yoko-ono\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/themen\/yoko-ono\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Yoko Ono<\/a>, wobei es \u00fcbertrieben w\u00e4re zu sagen, eine dieser Ausstellungen h\u00e4tte gereicht. <\/p>\n<p>Direkt vor dem Eingang der Nationalgalerie, auf der Terrasse des Mies-van-der-Rohe-Baus, die einst von Barnett Newmans \u201eBroken Obelisk\u201c dominiert war, steht nun ein Wunschbaum der japanischen K\u00fcnstlerin \u2013 im Hof des Gropius-Baus ist es dann gleich ein halber Wald. Beider Orts werden Besucher ermutigt, ihre Friedensw\u00fcnsche auf Zettel zu schreiben und an die Zweige zu h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Triefender Partizipationskitsch<\/p>\n<p>\u201eWishtree\u201c gibt damit programmatisch die Flugh\u00f6he der Ausstellungen vor. Da sind Arbeiten wie das \u201eHandshake Painting\u201c, eine wei\u00dfe Leinwand mit Loch, die in der Mitte eines Raumes von der Decke h\u00e4ngt. Hier werden die Besucher aufgefordert, mit anderen Besuchern durch das Loch hindurch H\u00e4nde zu sch\u00fctteln. Das \u201eBag Piece\u201c wiederum fordert uns auf, in S\u00e4cke zu schl\u00fcpfen und darin wahlweise zu h\u00fcpfen oder Versteck zu spielen.<\/p>\n<p>So niederschwellig ist Onos konzeptioneller Ansatz, so triefend ihr Partizipationskitsch, dass man sich zu diesem Zeitpunkt bereits fragt, ob das alles noch aus dem Kulturetat des Bundes finanziert ist oder schon von der Krankenkasse gef\u00f6rdert wird. <\/p>\n<p>In \u201eMommy\u2019s Room\u201c, einem Sp\u00e4twerk Onos, dem im Gropius-Bau ein ganzer Saal gewidmet ist, sollen Besucher dann Erinnerungen an ihre M\u00fctter auf Zettel schreiben und diese auf die von der K\u00fcnstlerin zahlreich zur Verf\u00fcgung gestellten, leeren Leinw\u00e4nden hinterlassen. Damit die Journalisten auf der Presse-Vorbesichtigung schon einen Eindruck von der emotionalen Wucht des hier angestrebten Female Empowerments bekommen konnten, waren die Mitarbeiter des Gropius-Baus bereits in Vorleistung getreten. \u201eMeine Mama ist Alles! Liebe, Mut, Vorsicht\u201c, hie\u00df es da. Oder schlicht: \u201eInge!\u201c.<\/p>\n<p>Ihre Chefin Jenny Schlenzka, seit vergangenem Jahr die neue Direktorin des Gropius-Baus, bezeichnete Yoko Ono in ihrer Er\u00f6ffnungsrede dann als \u201eideale K\u00fcnstlerin\u201c, die in ihren Arbeiten vorbildlich das verwirkliche, was ihr, Schlenzka, programmatisch f\u00fcr das gesamte Museum vorschwebe \u2013 einen Ort der Inklusion zu schaffen, an dem \u201eBesuchende zu Mitmachenden\u201c werden.<\/p>\n<p>Ein paar Gehminuten weiter und eine Stunde sp\u00e4ter war es dann an <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/klaus-biesenbach\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/themen\/klaus-biesenbach\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klaus Biesenbach<\/a>, Yoko Onos Werk in einen historischen Kontext zu setzen. Sichtlich bewegt von seiner eigenen kuratorischen Leistung, erkl\u00e4rte er den G\u00e4sten in der Neuen Nationalgalerie, wie wichtig es ihm gewesen sei, im zentralen Raum des Untergeschosses Yoko Ono als vision\u00e4re Friedensaktivistin genau zwischen Gerhard Richters \u201eBirkenau\u201c-Zyklus auf der einen Seite und Andy Warhols Hammer-und-Sichel-Gem\u00e4lde sowie Sylvie Fleurys mit Flokati bezogener Rakete auf der anderen zu platzieren.<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist\u201c, sagte Biesenbach auf der Treppe stehend und den Raum und seine G\u00e4ste \u00fcberblickend. \u201eAber Hammer, Sichel, Rakete, Birkenau: Das sind alles Waffen. Wobei Birkenau keine Waffe ist im eigentlichen Sinne, sondern das, wo es hinf\u00fchrt.\u201c Umso wichtiger sei es nun, Yoko Onos Werk genau dazwischen zu platzieren.<\/p>\n<p>Beleidigung des Geschichtsbewusstseins<\/p>\n<p>Etwas ratlos stand man dann vor betreffender Arbeit, dem sogenannten \u201eCleaning Piece\u201c (1996), drei Haufen von Kieselsteinen, die \u201ezur Selbstreflexion anregen sollen\u201c. Falls man sich gl\u00fccklich f\u00fchlte, war man angehalten, einen Stein vom ersten Haufen zu nehmen und auf einen zweiten \u201eGl\u00fccks\u201c-Haufen zu legen; war man eher sorgenvoll gestimmt, sollte man den Stein auf einem dritten Haufen platzieren, der \u00c4ngste oder Ungl\u00fcck repr\u00e4sentiert. Eine Arbeit, die tats\u00e4chlich insofern ihrer Zeit voraus war, als Yoko Ono 1996 noch nicht ahnen konnte, dass fast drei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter weltweit Flughafen-Besucher beim Verlassen der Toiletten mit einem \u00e4hnlich simplifizierten Feedback-Umfragesystem zu ihrer Hygiene-Experience befragt werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Nun erwartet inzwischen niemand mehr ein wie auch immer geartetes Geschichtsbewusstsein von Klaus Biesenbach, der f\u00fcr seine letzte Ausstellung noch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article254639096\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article254639096&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nan Goldin und ihre Intifada-Fankurve<\/a> in die Nationalgalerie eingeladen hatte. Dennoch fragte man sich vor den Kiesel-Haufen, f\u00fcr wen diese Arbeit von Yoko Ono mitsamt der Einf\u00fchrung ihres Kurators die gr\u00f6\u00dfere Beleidigung darstellt: f\u00fcr denkende Besucher ganz allgemein oder f\u00fcr Gerhard Richter und Andy Warhol im Speziellen?<\/p>\n<p>Regelrecht ersch\u00fcttert zeigte sich Biesenbach in seiner Rede von der brillanten kuratorischen Leistung seiner Kollegen im Gropius-Bau, vor der er nur, wie er sagte, \u201ein die Knie\u201c gehen k\u00f6nne. Und tats\u00e4chlich mochte man seine R\u00fchrung nachvollziehen, war diese Doppeler\u00f6ffnung zweier f\u00fchrender H\u00e4user doch nichts weniger als eine Demonstration seiner neuen Berliner Macht, die sich seit der Berufung seiner ehemaligen New Yorker Assistentin Jenny Schlenzka zur Gropius-Bau-Direktorin noch einmal erheblich erweitert hat.<\/p>\n<p>Schlenzka arbeitete unter Biesenbach als associate curator f\u00fcr Performancekunst am Museum of Modern Art und etablierte die Event-Reihe \u201eSunday Sessions\u201c der dem MoMA angeschlossenen und von Biesenbach geleiteten Kunsthalle PS1 in Queens, bevor sie als Direktorin zum sogenannten Performance Space im East Village wechselte, einer Non-Profit-Organisation von eher lokaler Bedeutung. <\/p>\n<p>Dass sie dort der Ruf ereilte, mit dem Gropius-Bau eines der wichtigsten und gr\u00f6\u00dften vom Bund finanzierten Ausstellungsh\u00e4user Deutschlands zu leiten, \u00fcberraschte nur auf den ersten Blick, sa\u00df mit Gabriele Horn doch die langj\u00e4hrige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der von Klaus Biesenbach gegr\u00fcndeten Berliner KunstWerke (heute KW Institute for Contemporary Art) in der Findungskommission, deren Vorarbeit dann von Biesenbachs enger Freundin Claudia Roth abgesegnet wurde. Die Bundesbeauftragte f\u00fcr Kultur lie\u00df es sich nicht nehmen, Schlenzkas Ernennungsurkunde pers\u00f6nlich zu unterzeichnen, obwohl dies eigentlich \u2013 rein protokollarisch \u2013 dem Direktor der Berliner Festspiele, Matthias Pees, zugestanden h\u00e4tte. <\/p>\n<p>Nun h\u00e4tte man Schlenzka durchaus gew\u00fcnscht, dass sie sich in Berlin m\u00f6glichst schnell aus dem Schatten ihres langj\u00e4hrigen F\u00f6rderers herausarbeitet und ein eigenst\u00e4ndiges Profil entwickelt, anstatt sich mit einer Schau einer der engsten Freundinnen ihres ehemaligen Chefs vorzustellen, die in weiten Teilen so wirkt wie die Abschlusspr\u00e4sentation eines Volkshochschulkurses \u201eEinf\u00fchrung in die Konzeptkunst\u201c, der vertretungshalber von einem Achtsamkeits-Coach unterrichtet wurde. Doch die Bande scheinen zu stark zu sein, speziell da es um Ono geht, die Jenny Schlenzka 2012 pers\u00f6nlich einen \u201eYoko Ono\u2019s Courage Awards for the Arts\u201c verlieh, ausgerechnet in einer Zeremonie im Restaurant des MoMA, der Klaus Biesenbach nat\u00fcrlich in der ersten Reihe beiwohnte. <\/p>\n<p>Nun kann man Yoko Ono vieles vorwerfen, aber sie hat die Beatles auseinandergebracht. Die Verdienste von Klaus Biesenbach lassen sich nicht ganz so einfach auf einen Nenner bringen, schon gar nicht um seinen in Berlin immer weiter wachsenden Einfluss zu erkl\u00e4ren. Bei den (in einem besetzten Haus in der Auguststra\u00dfe gegr\u00fcndeten) KunstWerken wird seit 1990 keine wichtige Entscheidung ohne Biesenbach gef\u00e4llt. Direkt neben der Neuen Nationalgalerie wird er zudem \u2013 sollte sein Vertrag verl\u00e4ngert werden \u2013 bald das neue, von den Architekten Herzog &amp; de Meuron gebaute und von Biesenbach \u201eberlin modern\u201c getaufte Museum leiten (gesch\u00e4tzte Baukosten mindestens 450 Millionen Euro). Und jetzt beweist sich auch noch der Gropius-Bau als seine Spielwiese.<\/p>\n<p>Biesenbachs Underperformance in Los Angeles<\/p>\n<p>Es ist eine erstaunliche Wendung f\u00fcr einen Kurator, dessen Karriere in den USA bereits beendet schien, nachdem er im Anschluss an seine MoMA-Zeit als Direktor des Museum of Contemporary Art (MoCA) nach Los Angeles gewechselt war, wo er nach kurzer Zeit und wegen offensichtlicher Underperformance vom Museumsdirektor zum k\u00fcnstlerischen Leiter degradiert wurde. Die \u201eNew York Times\u201c, die selten deutsche Museumsberufungen ausf\u00fchrlich kommentiert, schien erstaunt, dass Biesenbach genau in diesem Moment der wichtigste deutsche Museumsjob angeboten wurde.<\/p>\n<p>In New York, so vermerkte die Zeitung, k\u00f6nne sich jedenfalls niemand an kunsthistorisch relevante Ausstellungen Biesenbachs erinnern, eher schon an aufmerksamkeitsheischende Spektakel mit Bj\u00f6rk oder Marina Abramovic. Und aus Los Angeles zitierte die \u201eNew York Times\u201c einen MoCA-Trustee, dass man eng mit Biesenbach h\u00e4tte arbeiten m\u00fcssen, um seine organisatorischen \u201eshortcomings\u201c auszugleichen. <\/p>\n<p>Biesenbachs bislang am konsequentesten betriebenes Projekt scheint dann auch seine Selbstinszenierung zu sein, die nicht nur bei deutschen Kulturpolitikerinnen gut ankommt: Mit 302.000 Followern ist er international einer der reichweitenst\u00e4rksten Kuratoren auf Instagram, nicht zuletzt, weil er schmerzfrei jede Gelegenheit nutzt, um mit Prominenten f\u00fcr Selfies zu posieren.<\/p>\n<p>Da es bei ihm \u2013 Stand 2025 \u2013 tats\u00e4chlich keine kunsthistorische hidden agenda zu geben scheint, darf man ihn wohl beim face value seiner Social-Media-Aktivit\u00e4ten nehmen: Bei Ver\u00f6ffentlichung dieses Artikels hatte Biesenbach 65 Selfies mit Patti Smith gepostet, 53 mit Marina Abramovic und 20 mit Yoko Ono.<\/p>\n<p>Nun w\u00e4re es gemein daraus abzuleiten, dass nach den ersten Auftritten von Patti Smith in der Nationalgalerie und der gerade er\u00f6ffneten Doppelausstellung von Yoko Ono als n\u00e4chstes Marina Abramovic auf die Berliner zuk\u00e4me. Und doch scheint genau das der Fall zu sein: Nach Informationen von WELT wird bereits an einer gro\u00dfen Ausstellung mit ihr gearbeitet \u2013 nicht in der Neuen Nationalgalerie, sondern: im Gropius-Bau. <\/p>\n<p>Fest steht: F\u00fcr einen Direktor mit derart vielen Problemen ist sein aktueller und zuk\u00fcnftiger Wirkungsbereich nur ausschweifend zu nennen. Sein Kernmuseum hat derartige Budget-Not, dass man gerade Hauptwerke der Klassischen Moderne wie Christian Schads \u201eSonja\u201c auf eine fast zweij\u00e4hrige, offensichtlich attraktiv verg\u00fctete US-Tournee geschickt hat. Denn den Ruhm der Neuen Nationalgalerie n\u00e4hren Stationen in Fort Worth, Minneapolis und Albuquerque bestimmt nicht \u2013 eher schon spiegeln sie unfreiwillig den internationalen Bedeutungsverlust des Absenders.<\/p>\n<p>F\u00fcr das kommende zeitgen\u00f6ssische \u201eberlin modern\u201c-Museum hat Biesenbach, der nie wirklich gelernt hat mit Sammlungen zu arbeiten, bislang weder ein schl\u00fcssiges Konzept noch genug hochkar\u00e4tige Werke der j\u00fcngeren Vergangenheit zu bieten, zumal nach dem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/plus207470075\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/plus207470075&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abzug der Sammlung von Mick Flick<\/a> und dem Verkauf von eigentlich langfristig in Berlin geglaubten Meisterwerken der Sammlung Erich Marx zwei der Gr\u00fcnde f\u00fcr den Bau entfallen sind. <\/p>\n<p>Es sind widrige Umst\u00e4nde und man kann Biesenbachs Flucht nach vorn durchaus bewundern: Einen Mangel an Substanz durch eine Erweiterung der Machtbasis auszugleichen, ist auch eine Strategie.<\/p>\n<p>Doch f\u00fcr die in weiten Teilen bereits resignierte Berliner Kunstszene gibt es Hoffnung. Biesenbach, der nun drei Jahre im Amt ist, war schon immer ein Mann der Opportunit\u00e4ten. Nicht umsonst setzt sich ausgerechnet er, der mehr als zehn Jahre die \u201eVielflieger\u201c-Kolumne f\u00fcr das Kunstmagazin \u201eMonopol\u201c verfasste, heute f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit bei den Staatlichen Museen ein. <\/p>\n<p>Sollte sich durch den Ruhestand von Claudia Roth auch sein politischer R\u00fcckenwind abschw\u00e4chen, k\u00f6nnte sich das durchaus noch in seinem Programm spiegeln. So selbstsicher Biesenbach auch auftritt: Tief im Inneren d\u00fcrfte er ahnen, dass es ganz ohne Protektion nicht reichen wird, als Nationalgalerie-Chef mit <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article251915174\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article251915174&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andy Warhol<\/a>, Nan Goldin und Yoko Ono drei New Yorker Positionen hintereinander zu zeigen und ansonsten seinen prominentesten K\u00fcnstler-Freundinnen eine B\u00fchne zu bieten. <\/p>\n<p>Das Yoko-Problem wird sich Mitte September erledigt haben. Das Klaus-Problem wird uns noch mindestens zwei Jahre begleiten. W\u00fcnschen wir Berlin, dass Biesenbach Wege findet, es selbst zu entsch\u00e4rfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Klaus Biesenbach hat es bis zum Chef der Neuen Nationalgalerie gebracht \u2013 trotz durchwachsener Leistungen. 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