{"id":782910,"date":"2026-02-09T02:06:11","date_gmt":"2026-02-09T02:06:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/782910\/"},"modified":"2026-02-09T02:06:11","modified_gmt":"2026-02-09T02:06:11","slug":"koeln-braunschweig-beruflicher-neustart-schritt-fuer-schritt-zum-neuen-job-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/782910\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln\/Braunschweig | Beruflicher Neustart: Schritt f\u00fcr Schritt zum neuen Job"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln\/Braunschweig (dpa\/tmn) &#8211; Ob Frust im alten Job, Druck in der eigenen Branche oder der Wunsch nach Selbstverwirklichung: Es gibt viele Gr\u00fcnde f\u00fcr einen beruflichen Neustart. Wann lohnt es sich, diesen Schritt zu gehen &#8211; und was sollte man dabei alles beachten? Karrierecoach Bernd Slaghuis und Arbeitspsychologin Prof. Simone Kauffeld geben Tipps rund um die Frage, wie der Neuanfang zum Erfolg wird.<\/p>\n<p>Schritt 1: Pr\u00fcfen, ob ein beruflicher Umbruch wirklich sinnvoll ist<\/p>\n<p>Zu viel vom einen, zu wenig vom anderen &#8211; oder schlichtweg das Falsche: Wenn Berufsalltag und Erwartungen nicht (mehr) zusammenpassen, stellt sich irgendwann die Frage nach einer Neuausrichtung. Aber nicht immer muss es gleich die K\u00fcndigung sein. Etwa wenn die Unzufriedenheit vor\u00fcbergehend ist und auf einem ungel\u00f6sten Konflikt, einem Wechsel im Team oder einer stressigen Phase beruht. \u00abSolche Themen tauchen auf, aber meistens kann man sie \u2013 m\u00f6glicherweise mit Unterst\u00fctzung \u2013 gut bew\u00e4ltigen\u00bb, sagt Simone Kauffeld.<\/p>\n<p>Um den eigenen Frust besser einordnen zu k\u00f6nnen, r\u00e4t sie deshalb, nach dem konkreten Ausl\u00f6ser zu suchen. Dabei helfen Fragen wie: Was hat mich einst an meiner Arbeit begeistert und warum ist das jetzt nicht mehr so? Kann ich selbst etwas an der Situation \u00e4ndern? Aber auch: Geht es mir besser, wenn ich mich etwas erholt habe?<\/p>\n<p>Denn: Ein Jobwechsel allein habe laut Studien oft keine oder nur kurzfristige Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit, sagt Kauffeld. \u00abOft scheint die generelle Lebenszufriedenheit gr\u00f6\u00dfere Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit zu haben als umgekehrt\u00bb. Die Frage sei dann, wie wichtig einem die Arbeit im Kontext mit allem anderen sei, sagt die Psychologin.<\/p>\n<p>Schritt 2: Zur Ruhe kommen und Abstand gewinnen<\/p>\n<p>H\u00e4lt die Unzufriedenheit l\u00e4nger an und arbeitet man etwa entgegen der eigenen St\u00e4rken oder \u00dcberzeugungen, kann es durchaus Sinn machen, einen neuen Weg einzuschlagen. Karrierecoach Bernd Slaghuis warnt jedoch vor \u00fcberst\u00fcrztem Aktionismus.\u00abWer allzu \u00fcbereilt oder aus der akuten Ersch\u00f6pfung heraus gleich Bewerbungen in die Welt schickt, l\u00e4uft Gefahr, mehr auf der Flucht aus dem Alten statt auf einem bewussten Weg hin zu einem neuen Ziel zu sein.\u00bb<\/p>\n<p>Oft sei deshalb die erste Devise: runterfahren und Abstand gewinnen. \u00abDaf\u00fcr braucht es Zeit und manchmal auch die Erlaubnis an sich selbst, sich diese Zeit zu nehmen, um sich selbst zu reflektieren\u00bb, sagt Slaghuis.<\/p>\n<p>Schritt 3: Eigene Werte, Erwartungen und Rahmenbedingungen kl\u00e4ren<\/p>\n<p>Jeder Weg f\u00e4ngt beim eigenen Ich an und der Frage: Was will ich eigentlich? Um das herauszufinden, lohne es sich, auf die eigenen Werte und \u00dcberzeugungen zu schauen: \u00abWas sollte in Zukunft in einem Job und Arbeitsumfeld erf\u00fcllt sein, um morgens gerne aufzustehen und motiviert und gesund einen guten Job zu machen\u00bb, so Bernd Slaghuis.<\/p>\n<p>F\u00fcr den einen ist es Freiheit, f\u00fcr die andere Sinnhaftigkeit, ein stabiles Einkommen, Struktur, Sicherheit oder auch ein stabiles Team. \u00abBei allen, die sehr frustriert zu mir kommen, sind diese Werte oft schon lange Zeit nicht mehr erf\u00fcllt\u00bb, sagt Slaghuis.<\/p>\n<p>Ebenfalls wichtig: Wie sind die Rahmenbedingungen? Die Hauptverdienerin oder der Hauptverdiener einer Familie denke zum Beispiel anders \u00fcber eine K\u00fcndigung nach, als jemand, der finanziell unabh\u00e4ngiger ist, sagt Slaghuis.<\/p>\n<p>Schritt 4: Berufliche Perspektiven entwickeln<\/p>\n<p>Sind alle Fragen zu den eigenen Erwartungen, Werten und Rahmenbedingungen gekl\u00e4rt, lohnt oft ein Blick auf die Interessen und Talente. \u00abWas gibt mir Energie? Wo f\u00fchle ich mich wirksam und kompetent? Welche T\u00e4tigkeit l\u00e4sst mich die Zeit vergessen?\u00bb, nennt Simone Kauffeld als m\u00f6gliche Fragen in diesem Zusammenhang.<\/p>\n<p>Daraus lie\u00dfen sich dann neue Ideen und Ziele formulieren, um Klarheit zu gewinnen. Das k\u00f6nne man allein probieren, aber auch Coachings k\u00f6nnten weiterhelfen, r\u00e4t die Psychologin. \u00abHat man die Klarheit, ist handeln gefragt.\u00bb<\/p>\n<p>Schritt 5: M\u00f6gliche Wege abw\u00e4gen<\/p>\n<p>Kleine Schritte gehen oder gleich der ganz gro\u00dfe Bruch? Hierauf gibt es keine allgemeing\u00fcltige Antwort. Kleine Schritte seien sinnvoll, wenn es noch Unsicherheiten gebe und man nicht wisse, was genau man will. \u00abOder auch, wenn man viel Verantwortung, zum Beispiel in der Familie, tr\u00e4gt\u00bb, so Kauffeld. Eine Weiterbildung oder ein Nebenprojekt k\u00f6nnten hier der erste Schritt sein, sagt die Psychologin.<\/p>\n<p>In anderen F\u00e4llen kann ein klarer Schnitt sinnvoll sein. Insbesondere, wenn der bisherige Job auf die Gesundheit geht, man sich nicht mehr mit der Arbeit identifizieren kann und innerlich ohnehin l\u00e4ngst gek\u00fcndigt hat.<\/p>\n<p>Welche Schritte die geeigneten sind, kann man mit der Familie oder Freunden oder eben mit Coaches besprechen. Bernd Slaghuis sagt: \u00abWir sortieren gemeinsam das Gedankenkarussell, besprechen Handlungsoptionen und planen, welche n\u00e4chsten Schritte wie und wann sinnvoll sind.\u00bb<\/p>\n<p>Schritt 6: Den passenden \u00dcbergang bewusst gestalten<\/p>\n<p>Und dann ist es so weit: Die K\u00fcndigung steht an. Wann der richtige Zeitpunkt daf\u00fcr ist, h\u00e4ngt von den individuellen Gegebenheiten ab. F\u00fcr die einen sei ein schneller, klarer Cut wichtig, um abzuschlie\u00dfen, Energie zu tanken und neugierig nach vorn zu schauen, so Slaghuis. \u00abAndere fallen in ein Motivationsloch, weil nach der K\u00fcndigung ihre Sicherheit und Struktur wegfallen\u00bb.<\/p>\n<p>Der Karrierecoach r\u00e4t deshalb, sich genau zu \u00fcberlegen, welcher Weg f\u00fcr einen selbst der beste ist: \u00abManchmal kann es auch sinnvoll sein, Teilzeit zu beantragen, um die gewonnene Freizeit f\u00fcr die Bewerbungsphase zu nutzen.\u00bb<\/p>\n<p>Und irgendwann ist da das erste Jobangebot. Welcher Weg am Ende tats\u00e4chlich der richtige ist, sollte bewusst abgewogen werden. \u00abNicht zu vorschnell einen neuen Vertrag unterschreiben, sondern in den Gespr\u00e4chen alle Fragen stellen und hinschauen, ob es auch wirklich passt\u00bb, sagt Slaghuis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln\/Braunschweig (dpa\/tmn) &#8211; Ob Frust im alten Job, Druck in der eigenen Branche oder der Wunsch nach Selbstverwirklichung:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":782911,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1828],"tags":[1140,630,1706,4941,29,20259,30,1942,26123,1710,1420,1209,13353,624,176895,2556],"class_list":["post-782910","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-koeln","tag-arbeit","tag-beruf","tag-bewerbung","tag-cjab","tag-deutschland","tag-fortbildung","tag-germany","tag-job","tag-jobwechsel","tag-karriere","tag-koeln","tag-nordrhein-westfalen","tag-psychologie","tag-ratgeber","tag-tmn8005","tag-weiterbildung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116038231122899196","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/782910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=782910"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/782910\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/782911"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=782910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=782910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=782910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}