{"id":783023,"date":"2026-02-09T03:14:10","date_gmt":"2026-02-09T03:14:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/783023\/"},"modified":"2026-02-09T03:14:10","modified_gmt":"2026-02-09T03:14:10","slug":"gerhard-richter-diese-12-bilder-sollten-sie-kennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/783023\/","title":{"rendered":"Gerhard Richter: Diese 12 Bilder sollten Sie kennen"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"sprung3\" class=\"jumpLabel\">Kerze (1982) <\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDas \u00d6lbild, auf dem die Fotografie einer Kerze abgebildet ist, kann als ein Symbol f\u00fcr Verg\u00e4nglichkeit, Tod und Trauer verstanden werden. In den 80er-Jahren hat Richter immer wieder Kerzen gemalt. Sie sind so im Bild platziert, dass man bis auf wenige Ausnahmen nie sieht, worauf sie stehen oder wie sie gehalten werden. Zuletzt hatte der Maler der Deutschen Presse-Agentur gesagt, seine Bilder von brennenden Kerzen lie\u00dfen sich, wenn man dies wolle, auch auf die Corona-Krise beziehen. Manche erblickten darin vielleicht ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung4\" class=\"jumpLabel\">Lesende (1994)<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nImmer wieder portr\u00e4tiert Richter seine Familienmitglieder, wie beispielsweise seine T\u00f6chter Ella und Betty oder seine Ehefrauen. Auf dem Bild &#8222;Lesende&#8220; ist Richters dritte Frau, Sabine Moritz, abgebildet. Sie steht dort, vor dem Fenster, und liest das Magazin &#8222;Der Spiegel&#8220;. Das Bild wird als Versuch gewertet, an die &#8222;Briefleserin am offenen Fenster&#8220; von Jan Vermeer anzukn\u00fcpfen.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung5\" class=\"jumpLabel\">48 Portraits \u2013 Biennaleansicht (1972)<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDie 48 Portraits sind Abbildungen von einflussreichen M\u00e4nnern \u2013 keinen Frauen \u2013 unter anderem aus den Bereichen Musik, Literatur und Wissenschaft. Von Franz Kafka \u00fcber Thomas Mann, Albert Einstein bis Igor Stravinsky. Die Portraits wurden zuerst auf der Biennale in Venedig 1972 ausgestellt, als Richter als alleiniger K\u00fcnstler den Deutschen Pavillon gestalten durfte. Dort fand er die passenden r\u00e4umlichen Bedingungen f\u00fcr die Arbeit vor. Die Vorlagen f\u00fcr die Portraits stammen aus verschiedenen Lexika und Enzyklop\u00e4dien.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung6\" class=\"jumpLabel\">18.10.1977 \u2013 Gegen\u00fcberstellung 1988 \u2013 RAF-Zyklus <\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nEtwa zehn Jahre nach dem RAF-Terror thematisierte Richter die Geschehnisse im sogenannten RAF-Zyklus. 15 \u00d6lgem\u00e4lde, alle schwarz-wei\u00df gehalten, zeigen unter anderem die RAF-T\u00e4ter Gudrun Ensslin, Andreas Baader sowie Ulrike Meinhof. Der Zyklus, der offiziell den Titel &#8222;18.10.1977&#8220; tr\u00e4gt, spielt auf die Nacht an, in der Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Gef\u00e4ngniszellen in der JVA-Stammhein starben. Die Reaktionen auf die Bilder reichen von gro\u00dfem Lob bis zu heftiger Ablehnung. Intensiv diskutiert wird die bildnerische Repr\u00e4sentation der T\u00e4ter, w\u00e4hrend die RAF-Opfer nicht gezeigt werden.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung7\" class=\"jumpLabel\">Birkenau-Zyklus \u2013 Installationsansicht Dresden (2014)<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Bilder des <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/dresden-radebeul\/ausstellungen-gerhard-richter-geburtstag-kultur-news-100.html\" title=\"Dresden: Wo 2025 Kunst von Gerhard Richter zu sehen ist\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Birkenau-Zyklus<\/a> sind Richters Versuch, sich k\u00fcnstlerisch mit dem Thema Holocaust auseinanderzusetzen. Diesen vier abstrakten Gem\u00e4lden liegen vier Fotografien zugrunde, die ein H\u00e4ftling 1943 heimlich im Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau aufnahm. Gerhard Richter malte diese Fotos ab, verfremdete sie aber sp\u00e4ter durch mehrere Schichten \u00d6l und bearbeitete diese mit einem Rakel.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung8\" class=\"jumpLabel\">Kirchenfenster \u2013 K\u00f6ln (2007)<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\n2002 erhielt Gerhard Richter den Auftrag, ein S\u00fcdfenster des K\u00f6lner Doms neuzugestalten und sich damit dort zu verewigen. Von der urspr\u00fcnglichen Vorgabe, sechs zeitgem\u00e4\u00dfe M\u00e4rtyrer abzubilden, wich Richter v\u00f6llig ab. Er griff schlie\u00dflich auf seine in den 70er-Jahren entstandenen Farbtafeln zur\u00fcck. \u00dcber das komplette 106 Quadratmeter gro\u00dfe Fenster sind 72 unterschiedliche Farbt\u00f6ne nach dem Zufallsprinzip angeordnet. Seit der Fertigstellung 2007 ist das Fenster so beliebt wie umstritten. W\u00e4hrend einige begeistert sind vom Farbenspiel bei Lichteinfall, kritisieren es andere als abstrakt oder beliebig.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung9\" class=\"jumpLabel\">Fels (1989) <\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDas 1989 entstandene abstrakte Gem\u00e4lde &#8222;Fels&#8220; steht f\u00fcr die besondere Beziehung zwischen dem Maler und seiner <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/dresden-beruehmte-personen-kultur-104.html\" title=\"Aus Dresden: 28 Pers\u00f6nlichkeiten von Erich K\u00e4stner bis Gerhard Richter\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heimatstadt Dresden<\/a>. Richter stiftete es nach der Jahrhundertflut 2002, bei der auch die Depots der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/ausstellungen\/sachsen-tipps-museen-museum-ueberblick-102.html\" title=\"Sachsen: 14 spannende Museen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)<\/a> schwer besch\u00e4digt wurden. Der &#8222;Fels&#8220; wurde f\u00fcr die Rekordsumme von 2,6 Millionen Euro versteigert \u2013 und der Erl\u00f6s kam der Sanierung der Kunstsammlungen nach der Flut zugute. Der K\u00e4ufer gab das Bild dann den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden als Dauerleihgabe.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung10\" class=\"jumpLabel\">9 stehende Scheiben (2002)<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDie neun stehenden Scheiben sind eine Glasinstallation, die f\u00fcr sich allein steht, aber auch den Betrachterinnen und Betrachtern einen neuen Zugang zu Bildern bietet, die im gleichen Raum ausgestellt sind. Glasarbeiten integriert Gerhard Richter bereits seit 1967 in seine Werkschauen. Durch sie werden fiktive Bilder geschaffen \u2013 wenn sich etwa Gem\u00e4lde im Glas spiegeln oder in den Scheiben \u00fcberlagern.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung11\" class=\"jumpLabel\">Kirchenfenster \u2013 Tholey (2020)\u00a0 <\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nGerhard Richter hat drei Kirchenfenster in der saarl\u00e4ndischen Abteikirche in Tholey gestaltet \u2013 und sie als letztes gro\u00dfes Werk angek\u00fcndigt: Somit endet das Werkverzeichnis mit der Nummer 957. Die Motive basieren auf einem abstrakten Bild von Richter, das er f\u00fcr die Fenster durch wiederholtes Teilen und Spiegeln weiterentwickelt hat. Geld bekam er f\u00fcr die Gestaltung der Fenster nicht: Der Maler hat sie den M\u00f6nchen geschenkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kerze (1982) Das \u00d6lbild, auf dem die Fotografie einer Kerze abgebildet ist, kann als ein Symbol f\u00fcr Verg\u00e4nglichkeit,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":783024,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1835],"tags":[86,73,96,3364,29,2386,89,98,92,6409,14113,30,99,95,87,88,91,80,84,2075,3910,90,100,101,93,7805,81,85,82,97,83,859,94],"class_list":["post-783023","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-dresden","tag-artour","tag-bilder","tag-buehne","tag-de","tag-deutschland","tag-dresden","tag-erlebnis-musik","tag-feature","tag-film","tag-gemaelde","tag-gerhard-richter","tag-germany","tag-hoerspiele","tag-kino","tag-kino-royal","tag-kinoroyal","tag-klassik","tag-kultur","tag-kulturfernsehen","tag-kunst","tag-kuenstler","tag-lebenslaeufe","tag-lesezeit","tag-lesung","tag-literatur","tag-maler","tag-mdr","tag-mdr-figaro","tag-mdr-kultur","tag-oper","tag-radio","tag-sachsen","tag-theater"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116038497996955851","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/783023","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=783023"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/783023\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/783024"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=783023"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=783023"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=783023"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}