{"id":783616,"date":"2026-02-09T08:58:16","date_gmt":"2026-02-09T08:58:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/783616\/"},"modified":"2026-02-09T08:58:16","modified_gmt":"2026-02-09T08:58:16","slug":"gefaehrlicher-trend-mehr-trainsurfer-in-hamburg-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/783616\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4hrlicher Trend: Mehr Trainsurfer in Hamburg"},"content":{"rendered":"<p>Hamburgs Beh\u00f6rden verzeichnen einen ungew\u00f6hnlich starken Anstieg gef\u00e4hrlicher Mitfahraktionen an Z\u00fcgen. W\u00e4hrend einzelne F\u00e4lle fr\u00fcher selten waren, melden Verkehrsbetriebe nun ein auff\u00e4lliges Plus \u2013 und warnen vor riskanten Online\u2011Trends.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">In Hamburg haben sich die F\u00e4lle von sogenanntem \u201eTrainsurfing\u201c binnen kurzer Zeit mehr als verdreifacht. Wurden 2024 noch 22 F\u00e4lle gez\u00e4hlt, in denen Menschen au\u00dfen auf Kupplungen, Trittbrettern oder D\u00e4chern von U- oder S-Bahnen mitfuhren, waren es im vergangenen Jahr bereits 81, wie aus der Senatsantwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der AfD-B\u00fcrgerschaftsfraktion hervorgeht. In den drei Jahren zuvor waren die Zahlen jeweils noch einstellig.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr wurden demzufolge \u201eTrainsurfer\u201c nur von der U-Bahn dokumentiert. Auch 2024 wurden laut Senatsantwort nur zwei der insgesamt 22 F\u00e4lle von der S-Bahn gemeldet. Andere Anbieter sind demnach gar nicht betroffen: \u201eBei den Verkehrsunternehmen nordbahn, AKN und metronom wurden in den vergangenen f\u00fcnf Kalenderjahren keine dokumentierten F\u00e4lle von unbefugtem Mitfahren auf den Au\u00dfenbereichen von Schienenfahrzeugen im Hamburger Stadtgebiet gemeldet\u201c, schreibt der Senat.<\/p>\n<p>Und offenbar ging es auch immer glimpflich aus: \u201eDen Verkehrsunternehmen sind keine Personen- und oder Sachsch\u00e4den im benannten Zeitraum auf dem Hamburger Stadtgebiet bekannt\u201c, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p>In die Kriminalstatistik gingen demnach f\u00fcr das Jahr 2024 und f\u00fcr den Zeitraum Januar bis September 25 nur sechs beziehungsweise drei Straftaten \u201eGef\u00e4hrlicher Eingriff in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr\u201c ein. Der Senat verweist in seiner Antwort aber darauf, dass T\u00e4terinnen und T\u00e4ter unter 14 Jahren nicht schuldf\u00e4hig sind. \u201eGegen sie k\u00f6nnen keine strafrechtlichen Sanktionen verh\u00e4ngt werden.\u201c<\/p>\n<p>Bundespolizei informiert in Kampagne \u00fcber Gefahren<\/p>\n<p>Mutproben, die gefilmt und im Netz ver\u00f6ffentlicht zum Trend w\u00fcrden, seien nichts Neues, hei\u00dft auf die Frage, ob es entsprechende Aufkl\u00e4rungskampagnen gebe. \u201eViele dieser Challenges sind harmlos, andere hingegen bergen gesundheitliche Risiken und k\u00f6nnen zu schweren Verletzungen oder psychischen Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fchren\u201c, warnt der Senat.<\/p>\n<p>Deshalb biete die Bundespolizei eine Aufkl\u00e4rungskampagne zum Thema S-Bahn-Surfen an. Auch die S-Bahn setze gemeinsam mit der Landes- und Bundespolizei Pr\u00e4ventionsteams ein, die an Hamburger Schulen und Jugendeinrichtungen \u00fcber die Gefahren an Bahnanlagen und \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen aufkl\u00e4rten.<\/p>\n<p>F\u00fcr den AfD-Abgeordneten Eugen Seiler ist das nicht genug: \u201eDer rot-gr\u00fcne Senat erkennt den Trend zwar an, liefert aber keine wirksame Strategie, um diese lebensgef\u00e4hrliche Entwicklung einzud\u00e4mmen.\u201c<\/p>\n<p>Der gef\u00e4hrliche Trend m\u00fcsse gestoppt werden, sagte Seiler und forderte einen Ma\u00dfnahmen-Mix: \u201eKonsequente Gefahrenabwehr, sichtbare Pr\u00e4senz an Brennpunkten, klare Ansprache in Schulen und eine nachhaltige Strategie gegen die Verbreitung solcher Videos in den sozialen Medien.\u201c<\/p>\n<p>lno\/juve<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburgs Beh\u00f6rden verzeichnen einen ungew\u00f6hnlich starken Anstieg gef\u00e4hrlicher Mitfahraktionen an Z\u00fcgen. 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