{"id":784722,"date":"2026-02-09T19:15:11","date_gmt":"2026-02-09T19:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/784722\/"},"modified":"2026-02-09T19:15:11","modified_gmt":"2026-02-09T19:15:11","slug":"buerokratie-und-regelwut-so-will-merz-die-eu-abspecken-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/784722\/","title":{"rendered":"B\u00fcrokratie und Regelwut: So will Merz die EU abspecken | Politik"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p>Br\u00fcssel\/ Berlin \u2013 <b>Er plant den ganz gro\u00dfen Befreiungsschlag! Mit einem neuen Aktionsplan f\u00fcr den EU-Binnenmarkt will Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) Br\u00fcssel auf Reformkurs bringen. Das Ziel ist klar: Europa soll wieder wettbewerbsf\u00e4hig werden \u2013 gegen die USA, gegen China und vor allem gegen den \u00dcbereifer der B\u00fcrokraten. Zu viele Regeln und Gesetze, zu viele nationale Sonderwege und zu viel Papierkram bremsen Unternehmen und Verbraucher aus. Wer in mehreren EU-L\u00e4ndern arbeitet, braucht oft mehr Juristen als Ingenieure.<\/b><\/p>\n<p>Die Diagnose der Bundesregierung vor einer Klausurtagung der 27 EU-Staats- und Regierungsschefs am Donnerstag im Wasserschloss Alden Biesen bei L\u00fcttich (Belgien): \u201eDer EU-Binnenmarkt funktioniert l\u00e4ngst nicht so gut, wie er k\u00f6nnte.\u201c W\u00e4hrend andere Weltregionen Tempo machten, verliere Europa an Produktivit\u00e4t, hei\u00dft es. Jetzt soll gegengesteuert werden \u2013 mit weniger B\u00fcrokratie, mehr Digitalisierung und mehr Freiheiten f\u00fcr Unternehmen. Konkret: <\/p>\n<p>1. Weniger B\u00fcrokratie f\u00fcr Unternehmen<\/p>\n<p>Besonders bei Dienstleistungen ist der Binnenmarkt ein Flickenteppich. Firmen m\u00fcssen Mitarbeiter in jedem Land neu anmelden, Formulare ausf\u00fcllen, Nachweise erbringen.<\/p>\n<p>K\u00fcnftig soll gelten:<\/p>\n<ul class=\"unordered-list\">\n<li>Eine \u201eEU-weite digitale Meldung\u201c f\u00fcr Arbeitseins\u00e4tze statt vieler nationaler Verfahren.<\/li>\n<li>Meldepflichten nur noch f\u00fcr riskante Branchen.<\/li>\n<li> Weniger pauschale Regeln, mehr passgenaue L\u00f6sungen je Branche.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ziel: Unternehmen sollen schneller \u00fcber Grenzen hinweg arbeiten k\u00f6nnen \u2013 ohne Papierkrieg.<\/p>\n<p>2. Vorfahrt f\u00fcr Gr\u00fcnder <\/p>\n<p>Wer heute ein Start-up gr\u00fcndet und in mehrere EU-L\u00e4nder expandieren will, st\u00f6\u00dft schnell an rechtliche Grenzen. Unterschiedliche Gesellschaftsformen, Haftungsregeln und Vorgaben schrecken Investoren ab.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung fordert:<\/p>\n<ul class=\"unordered-list\">\n<li>Eine \u201efreiwillige einheitliche EU-Rechtsform\u201c f\u00fcr Unternehmen.<\/li>\n<li>Einfachere Expansion in andere Mitgliedstaaten.<\/li>\n<li>Mehr Anreize f\u00fcr Investitionen und Risikokapital.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Botschaft: Europa soll endlich ein Gr\u00fcnder-Kontinent werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Hinter diesen Schlossmauern sprechen die EU-Staats- und Regierungschefs \u00fcber \u00fcberf\u00e4llige EU-Reformen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/68eec05fb56b89ebfba63b01fa78e6e5,4119e1a6.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Hinter diesen Schlossmauern sprechen die EU-Staats- und Regierungschefs \u00fcber \u00fcberf\u00e4llige EU-Reformen <\/p>\n<p>Foto: JOHN THYS\/AFP<\/p>\n<p>3. Digital entschlacken<\/p>\n<p>Datenschutz und KI-Regeln sind wichtig \u2013 aber oft zu kompliziert, besonders f\u00fcr kleine Betriebe.<\/p>\n<p>Deshalb will die Bundesregierung:<\/p>\n<ul class=\"unordered-list\">\n<li>EU-Digitalrecht vereinfachen.<\/li>\n<li>Kleine Unternehmen, Start-ups und Vereine entlasten.<\/li>\n<li>Mehr digitale Standards statt Papier und Doppelmeldungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Klartext: Innovation ja \u2013 Formularflut nein.<\/p>\n<p>4. Fairer Wettbewerb gegen Billig-Importe<\/p>\n<p>Immer mehr Waren aus Drittstaaten, vor allem aus Asien, landen \u00fcber Online-Plattformen in der EU \u2013 oft ohne die gleichen Sicherheits- und Umweltstandards einzuhalten.<\/p>\n<p>Geplant sind:<\/p>\n<ul class=\"unordered-list\">\n<li>\u201eH\u00e4rtere Kontrollen\u201c bei Importen, die nicht den EU-Regeln entsprechen.<\/li>\n<li>St\u00e4rkere EU-Marktaufsicht, besonders im Online-Handel.<\/li>\n<li>Gleiche Regeln f\u00fcr alle Anbieter.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ziel: Schutz f\u00fcr Verbraucher \u2013 und Fairness f\u00fcr europ\u00e4ische Hersteller und H\u00e4ndler.<\/p>\n<p> Deutschlands Forderungen auf einen Blick<\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e Weniger B\u00fcrokratie: eine digitale EU-Meldung statt vieler nationaler Formulare.<\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e Europa-Rechtsform f\u00fcr Firmen: einfacher gr\u00fcnden und wachsen \u2013 \u00fcber alle Grenzen hinweg.<\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e Digital-Entr\u00fcmpelung: Weniger Pflichten f\u00fcr KMU, Start-ups und Vereine.<\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e Fairer Wettbewerb: h\u00e4rtere Kontrollen gegen Billig-Importe aus Drittstaaten.<\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e  G\u00fcnstigere Energie: mehr Netze, mehr Zusammenarbeit, niedrigere Preise.<\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e Gesetze mit Ma\u00df: neue Regeln nur, wenn sie wirklich n\u00f6tig sind.<\/p>\n<p>5. Energiepreise senken \u2013 Europa vernetzen<\/p>\n<p>Hohe Energiepreise schaden Industrie und Haushalten. Die Bundesregierung sieht die L\u00f6sung in einem echten europ\u00e4ischen Energiemarkt.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul class=\"unordered-list\">\n<li>schneller Ausbau grenz\u00fcberschreitender Strom- und Wasserstoffnetze,<\/li>\n<li>mehr gemeinsame Planung statt nationaler Alleing\u00e4nge,<\/li>\n<li>bessere Nutzung erneuerbarer Energien in ganz Europa.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ergebnis: Mehr Versorgungssicherheit, niedrigere Preise.<\/p>\n<p>6. Gesetzes-Bremse<\/p>\n<p>Ein zentraler Punkt des Plans: \u201eZur\u00fcckhaltung bei neuen EU-Vorschriften.\u201c<\/p>\n<p>Konkret hei\u00dft das:<\/p>\n<ul class=\"unordered-list\">\n<li>neue Regeln nur, wenn sie wirklich n\u00f6tig sind.<\/li>\n<li>keine nationalen Extras bei EU-Gesetzen.<\/li>\n<li>h\u00e4rteres Vorgehen gegen L\u00e4nder, die EU-Recht ignorieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mehr zum ThemaBr\u00fcssel verspricht Entlastung<\/p>\n<p>Das hei\u00dft unterm Strich: Die Bundesregierung will die EU \u201eschlanker, schneller und wirtschaftsfreundlicher\u201c machen.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung ist dem Kanzler sicher: Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni (49, \u201eFratelli d\u2018Italia\u201c) will ebenfalls mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Und auch bei der EU-Kommission rennt Merz offene T\u00fcren ein. Eine Sprecherin zu BILD: \u201eWir sind auf einem guten Weg, die Vorgaben von minus 25 Prozent der Verwaltungskosten (und minus 35 Prozent f\u00fcr KMU, also kleine und mittlere Unternehmen) umzusetzen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Br\u00fcssel\/ Berlin \u2013 Er plant den ganz gro\u00dfen Befreiungsschlag! 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