{"id":785386,"date":"2026-02-10T01:34:11","date_gmt":"2026-02-10T01:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/785386\/"},"modified":"2026-02-10T01:34:11","modified_gmt":"2026-02-10T01:34:11","slug":"radar-enthuellt-riesige-lavahoehle-auf-der-venus-lavagang-im-venusuntergrund-ist-einen-kilometer-breit-und-bis-zu-45-kilometer-lang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/785386\/","title":{"rendered":"Radar enth\u00fcllt riesige Lavah\u00f6hle auf der Venus &#8211; Lavagang im Venusuntergrund ist einen Kilometer breit und bis zu 45 Kilometer lang"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWir haben eine neu entwickelte Technik genutzt, um Hinweise auf lokalisierte Einst\u00fcrze von potenziellen Lavag\u00e4ngen genauer zu analysieren und nach solchen Untergrundkan\u00e4len nahe Skylights zu suchen\u201c, erkl\u00e4rt Carrer.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/v\/e\/venushoehle3g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/v\/e\/venushoehle3g.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/v\/e\/venushoehle3g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/v\/e\/venushoehle3g.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-312004\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/venushoehle3g-300x184.jpg\" alt=\"Lavagang auf der Venus\" width=\"300\" height=\"184\"  \/><\/a>Unter dem Skylight liegt ein ein Kilometer breiter und 375 Meter hoher Lavagang. Er k\u00f6nnte bis zu 45 Kilometer lang sein. \u00a9 RSLab\/ University of Trento<br \/>\nSkylight einer kilometergro\u00dfen Lavah\u00f6hle<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich wurde das Team f\u00fcndig: \u201eUnsere Analysen enth\u00fcllen einen gro\u00dfen Lavagang im Venusuntergrund in der Region des Nyx Mons\u201c, berichten die Forschenden. Dieser gro\u00dfe Schildvulkan liegt auf rund 30 Grad n\u00f6rdlicher Breite und ist von zahlreichen Gr\u00e4ben und ganzen Ketten rundlicher Senken umgeben. An der Westflanke des Vulkans haben Carrer und sein Team jetzt ein gro\u00dfes Loch in der Venusoberfl\u00e4che entdeckt.\n<\/p>\n<p>Dieses Loch ist 1,5 Kilometer lang, gut einen Kilometer breit und rund 450 Meter tief. Die Forschenden interpretieren diese \u00d6ffnung als Skylight \u2013 als eine Stelle, an der die H\u00f6hlendecke eines Lavagangs eingest\u00fcrzt ist. Die Analysen der Radardaten legen nahe, dass dieser Lavagang mindestens einen Kilometer breit sein muss. \u201eDas H\u00f6hlendach ist mindestens 150 Meter dick und \u00fcberw\u00f6lbt einen Hohlraum, der mindestens 375 Meter hoch sei muss\u201c, berichtet das Team.\n<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfer als Lavag\u00e4nge auf Erde und Mars<\/p>\n<p>Wie lange der neuentdeckte Lavagang insgesamt ist, l\u00e4sst sich anhand der Radardaten nicht feststellen. \u201eDas Radarsignal reicht mindestens 300 Meter weit in die H\u00f6hle hinein\u201c, schreibt das Team. Aber durch den steilen Winkel der Radarstrahlen ist nicht sichtbar, wie weit sich der Gang noch dar\u00fcber hinaus erstreckt. \u201eAnalysen des umgebenden Terrains und die Pr\u00e4senz weiterer Senken legen jedoch nahe, dass dieser unterirdische Lavagang noch mindestens 45 Kilometer weit reicht\u201c, sagt Seniorautor Lorenzo Bruzzone.\n<\/p>\n<p>Damit ist die Lavah\u00f6hle auf der Venus deutlich gr\u00f6\u00dfer als die bisher von Erde und Mars bekannten Lavag\u00e4nge. Wie Carrer und sein Team erkl\u00e4ren, ist dies jedoch nicht verwunderlich: Durch die geringere Schwerkraft und dichtere Atmosph\u00e4re der Venus bildet die Venus-Lava besonders schnell eine erstarrte Kruste, w\u00e4hrend die glutfl\u00fcssige Schmelze darunter noch lange weiterflie\u00dfen kann. Dadurch k\u00f6nnen Lavag\u00e4nge auf der Venus gr\u00f6\u00dfer werden als hier auf der Erde.\n<\/p>\n<p>Nach Ansicht der Forschenden ist die Entdeckung der Lavah\u00f6hle am Nyx Mons aber erst der Anfang. Denn sie vermuten, dass noch viele weitere Lavag\u00e4nge auf der Venus existieren und auf ihre Entdeckung warten. (Nature Communications, 2026; <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-026-68643-6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">doi: 10.1038\/s41467-026-68643-6<\/a>)\n<\/p>\n<p>Quelle: Universit\u00e0 di Trento<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>10. Februar 2026\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Nadja Podbregar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWir haben eine neu entwickelte Technik genutzt, um Hinweise auf lokalisierte Einst\u00fcrze von potenziellen Lavag\u00e4ngen genauer zu analysieren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":785387,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[135],"tags":[29,30,177341,177342,177343,190,189,177344,21287,194,191,40202,177345,177346,177347,193,192],"class_list":["post-785386","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-deutschland","tag-germany","tag-lavagang","tag-lavahoehle","tag-radardaten","tag-science","tag-science-technology","tag-skylight","tag-sonnensystem","tag-technik","tag-technology","tag-venus","tag-venushoehle","tag-venussonde","tag-venusvulkan","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116043767146135713","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/785386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=785386"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/785386\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/785387"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=785386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=785386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=785386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}