{"id":785937,"date":"2026-02-10T06:45:22","date_gmt":"2026-02-10T06:45:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/785937\/"},"modified":"2026-02-10T06:45:22","modified_gmt":"2026-02-10T06:45:22","slug":"schimmel-in-studentenstadt-politik-attackiert-studierendenwerk-hart-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/785937\/","title":{"rendered":"Schimmel in Studentenstadt: Politik attackiert Studierendenwerk hart &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Wie geht es weiter in der Studentenstadt? Nach der Berichterstattung der SZ in der vergangenen Woche\u00a0\u00fcber die Zust\u00e4nde, unter denen die Studierenden dort in der sogenannten Altstadt hausen m\u00fcssen, hat es zahlreiche Reaktionen gegeben, auch aus der Politik. Anlass waren mehr als 2000 Fotos, die die Studierenden von Schimmel, Sch\u00e4den und M\u00e4ngeln gemacht hatten, die in den H\u00e4usern 1 bis 7 der Studentenstadt zu finden sind.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bereits am Mittwoch hatte eine Gruppe Studierender rund um die Studentenstadt-Bewohner Philipp H\u00f6rterer und Simon Schaub dem Studierendenwerk, Betreiber der Wohnheime, die komplette Fotodokumentation mit circa 2400 Bildern sowie eine Liste von etwa 900 Sch\u00e4den und M\u00e4ngeln \u00fcberreicht. Hierbei k\u00fcndigten sie an, vom 1. M\u00e4rz an eine Mietminderung durchsetzen zu wollen, sollte das Studierendenwerk (Stuwerk) zeitnah keine Ma\u00dfnahmen ergreifen, die zu einer raschen Besserung der dortigen Zust\u00e4nde f\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/muenchen\/muenchen-wohnheim-studentenstadt-schimmel-wohnen-sanierung-e693131\/\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;warum_muessen_studierende_in_muenchen_so_leben&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus,exclusive&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;studium_in_muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;er.e693131&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedeprojekteartikelmuenchenmuenchen-wohnheim-studentenstadt-schimmel-wohnen-sanierung-e693131\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/0b652734-0380-4179-a10c-dcaece911b77.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>ExklusivSchimmel in zahlreichen Wohnheimen<\/p>\n<p>:Warum m\u00fcssen Studierende in M\u00fcnchen so leben?<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Mehr als 2000 Fotos, die der SZ vorliegen, zeigen massiven Schimmel in Wohnheimen des Studierendenwerks. Selbst der CSU-Wissenschaftsminister spricht von nicht hinnehmbaren Zust\u00e4nden.<\/p>\n<p>SZ PlusVon Katharina Haase<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In der Antwort auf eine SZ-Anfrage an das Studierendenwerk, ob man die Forderung nach Mietminderung als gerechtfertigt empfinde, hei\u00dft es, man werde jeden einzelnen Antrag gem\u00e4\u00df der rechtlichen Vorgaben pr\u00fcfen. Gerne sei man bereit, \u201eberechtigten Mietminderungen zu entsprechen\u201c. Allerdings begr\u00fcnde die vorgelegte M\u00e4ngelliste aus Sicht des Stuwerks \u201enoch keinen Anspruch auf Mietminderung\u201c. Von den Studierenden hei\u00dft es, man sei sich der rechtlichen Vorgaben bewusst und w\u00fcrde die Durchsetzung der angek\u00fcndigten Mietminderung dementsprechend vorbereiten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">M\u00fcnchens Zweiter B\u00fcrgermeister Dominik Krause (Gr\u00fcne) besuchte am Freitag die Studentenstadt, um sich vor Ort ein Bild der dortigen Zust\u00e4nde zu machen. \u201eDie Bilder von den verschimmelten Wohnbereichen machen mich fassungslos\u201c, erkl\u00e4rte Krause bereits zuvor in einer offiziellen Mitteilung der Fraktion aus Gr\u00fcnen, Rosa Liste und Volt im Stadtrat. Dies sei \u201eein inakzeptabler Umgang mit jungen Menschen\u201c. Er habe bereits das Gesundheitsreferat gebeten, die rechtlichen M\u00f6glichkeiten zur Durchsetzung einer Instandsetzung durch das Stuwerk zu pr\u00fcfen. <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/DUa-toXDJXc\/?hl=de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">In einem Instagram-Video<\/a>, das Krause bei seinem Besuch in der Studentenstadt zeigt, appelliert er zudem an die bayerische Staatsregierung: \u201eHandeln Sie jetzt, sonst handelt die Stadt.\u201c Dem Wissenschaftsministerium unter Markus Blume (CSU) obliegt die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Hochschulen und somit auch f\u00fcr die Studierenden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die SPD-Fraktion im Stadtrat sieht ebenfalls dringenden Handlungsbedarf. Die Landeshauptstadt <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> solle ihre bau- und sicherheitsrechtlichen Befugnisse voll aussch\u00f6pfen und die Studierenden sch\u00fctzen, hei\u00dft es in einem Antrag. Zudem fordert auch die SPD den sofortigen \u201eErlass von Instandsetzungsanordnungen \u2013 notfalls unter Androhung von Zwangsgeldern\u201c. SPD-Stadtrat Lars Mentrup kritisiert in einer Erkl\u00e4rung die Staatsregierung: \u201eWer \u201aHigh-Tech-Agenda\u2018 ruft, darf nicht \u201aBruchbude\u2018 liefern.\u201c Die Stadt werde sich das nicht l\u00e4nger anschauen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/0ddf9147-a28d-43d5-a9d6-c00ec79a8249.jpg\"   alt=\"Auch an Lampen bildet sich Schimmel.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Auch an Lampen bildet sich Schimmel. (Foto: privat)<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/f447de63-aba4-49a5-9794-c8c9d7928c16.jpg\"   alt=\"Ein K\u00fchlschrank im Wohnheim.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Ein K\u00fchlschrank im Wohnheim. (Foto: privat)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Robert Brannek\u00e4mper, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des CSU-Arbeitskreises f\u00fcr Wissenschaft und Kunst, war bereits am 18. Dezember einer Einladung der Studierenden gefolgt, sich ein Bild von den Zust\u00e4nden in der Studentenstadt zu machen. Diese habe bei ihm einen \u201eEindruck der totalen Verwahrlosung\u201c hinterlassen. \u201eTristesse, Schimmel und Gleichg\u00fcltigkeit\u201c zeigten einen\u00a0\u201eZustand, der jedem Verantwortungsgef\u00fchl Hohn spricht\u201c, teilte Brannek\u00e4mper der SZ mit. Vieles spr\u00e4che daf\u00fcr, dem Stuwerk die \u201eVerantwortung f\u00fcr die Wohnheime zu entziehen und neue Strukturen zu schaffen\u201c, da fraglich sei, ob das \u201estudentische Wohnen in M\u00fcnchen in dieser Form \u00fcberhaupt noch beim Studierendenwerk M\u00fcnchen Oberbayern gut aufgehoben ist\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In einem offenen Brief des Arbeitskreises vom 5. Februar an die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Studierendenwerks Claudia Meijering ist ebenfalls vom \u201eEindruck eines strukturellen Organisationsversagens Ihres Hauses\u201c die Rede. Das Stuwerk best\u00e4tigt auf Anfrage den Erhalt des Briefes. Diesen habe man bereits in Teilen beantwortet. \u00d6ffentlich \u00e4u\u00dfern werde man sich hierzu jedoch nicht. SZ-Informationen zufolge hat Wissenschaftsminister Markus Blume Claudia Meijering am Dienstag in den Landtag geladen, um ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die Zust\u00e4nde in der Studentenstadt und die Zukunft derselbigen zu f\u00fchren. Auf Anfrage der SZ, ob das Studierendenwerk sich vorstellen k\u00f6nne, die Tr\u00e4gerschaft der Studentenstadt abzugeben, hei\u00dft es, diese Diskussion \u201ewerden wir nicht \u00f6ffentlich f\u00fchren\u201c.<\/p>\n<p>Dass die M\u00e4ngel keinen Anspruch auf Mietminderung begr\u00fcnden sollen, halten die Studierenden f\u00fcr \u201eunglaublich dreist\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Studentenstadt hatten am Freitagabend Nachricht von Stuwerk-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Meijering erhalten. In einer Mail, die der SZ vorliegt, hei\u00dft es, die \u201ezum Teil auch sehr gro\u00dfen\u201c M\u00e4ngel in der Altstadt der Studentenstadt seien \u201eunbestritten\u201c. Hierf\u00fcr wolle sich Meijering \u201eaufrichtig entschuldigen\u201c, auch \u201eim Namen des gesamten Teams des Studierendenwerks\u201c. Um nun zeitnah handeln zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tige es die Mithilfe der Studierenden zur Erfassung und Priorisierung aller M\u00e4ngel. Zu fr\u00fcheren Aussagen, dass Schimmel vor allem dem Hygieneverhalten der Studierenden geschuldet sei, rudert das Stuwerk zur\u00fcck. \u201eSollte der Eindruck entstanden sein, dass das Studierendenwerk Sie allein verantwortlich macht, so bedauere ich dies sehr und m\u00f6chte mich auch hierf\u00fcr ausdr\u00fccklich entschuldigen\u201c, schreibt Meijering in der E-Mail.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Reaktionen der Studierenden fallen eher verhalten aus. Sie klinge \u201ef\u00fcr uns Bewohnende nicht aufrichtig\u201c, erkl\u00e4rt Philipp H\u00f6rterer, sondern eher als ob die Nachricht \u201eunter Zugzwang\u201c erfolgt sei. Auch die Aussage, dass die vorliegenden M\u00e4ngel keinen Anspruch auf Mietminderung begr\u00fcndeten, halte man unter den Studierenden f\u00fcr \u201eunglaublich dreist\u201c. Man wolle sich hierzu noch einmal kollektiv \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ob es in absehbarer Zeit zu einer direkten Aussprache zwischen Bewohnenden und Studierendenwerk kommen wird, ist unklar. Immerhin: Am Montagnachmittag erreichte die Bewohnerinnen und Bewohner der Altstadt der Studentenstadt schlie\u00dflich eine E-Mail der technischen Verwaltung, die zum Ausr\u00e4umen aller Gemeinschaftsk\u00fcchen inklusive der K\u00fchlschr\u00e4nke auffordert. In diesen sollen nun schrittweise bis zum 17. Februar erste Reinigungsarbeiten erfolgen.<\/p>\n<p><script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie geht es weiter in der Studentenstadt? 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