{"id":786243,"date":"2026-02-10T09:36:12","date_gmt":"2026-02-10T09:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/786243\/"},"modified":"2026-02-10T09:36:12","modified_gmt":"2026-02-10T09:36:12","slug":"von-basquiat-picasso-bis-zu-david-lynch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/786243\/","title":{"rendered":"von Basquiat, Picasso bis zu David Lynch"},"content":{"rendered":"<p> <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Jean-Michel Basquiat, Head, 1982\u20131983. \u00d6lkreide auf Papier, 108\u00d776,5 cm. Private Kollektion.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"1420\" height=\"2000\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/05d74acf-d40f-4c69-b2ff-1cb21676295c.jpg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>         <\/p>\n<p class=\"headline__lead\">Berlin, Kopenhagen oder Stockholm sind beliebte Destinationen f\u00fcr einen Wochenendtrip. Kunstinteressierte kommen zurzeit besonders auf ihre Kosten.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh3t1v90\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Seit dem Fr\u00fchjahr 2025 bespielt die renommierte Londoner Pace Gallery eine umgebaute Tankstelle aus den 1950er Jahren im Berliner Stadtteil Sch\u00f6neberg. Dort findet eine Einzelausstellung der Arbeiten des K\u00fcnstlers und Filmemachers David Lynch statt. Ein Jahr nach seinem Tod wird dieses grundlegende, wenn auch weniger bekannte Kapitel seines Schaffens beleuchtet. Denn Lynch, einer der bedeutendsten kreativen Denker unserer Zeit, verstand sich in erster Linie als bildender K\u00fcnstler und hatte Ende der 1960er Jahre Malerei an der Pennsylvania Academy of the Fine Arts in Philadelphia studiert.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh4poi11\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die surreale und oft verst\u00f6rende \u00c4sthetik des \u00abTwin Peaks\u00bb- und \u00abMulholland Drive\u00bb-Regisseurs ist auch in den ausgestellten, teilweise nie zuvor gezeigten Gem\u00e4lden und Aquarellen aus den Jahren 1999 bis 2022 zu erkennen. Lynchs Werke sind voller verst\u00f6render und r\u00e4tselhafter Bilder. Sie greifen auf die Bildsprache des Surrealismus zur\u00fcck und verbinden sie mit Text und Erz\u00e4hlung.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh5ca9i1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Aquarelle \u2013 sowohl monochrom als auch mit der charakteristischen Farbpalette aus Rot-, Tintenblau- und Gelbt\u00f6nen \u2013 werden neben Gem\u00e4lden ausgestellt, die jeweils in von Lynch selbst entworfenen Rahmen pr\u00e4sentiert werden. Drei aufrechte Lampenskulpturen aus Stahl, Harz, Plexiglas, Gips und Holz setzen mit ihrer geheimnisvollen Beleuchtung Akzente in der Galerie.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh5d1e51\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Ebenfalls zu sehen sind Fotografien, die Lynch 1999 an verlassenen Industriestandorten in Berlin aufgenommen hat, sowie fr\u00fche Kurzfilme, die in einen Dialog mit den ausgestellten Gem\u00e4lden gestellt wurden. Die Ausstellung dient als Auftakt zu einer gr\u00f6sseren Retrospektive von Lynchs Lebenswerk, die diesen Herbst in der Pace Gallery in Los Angeles gezeigt wird.<\/p>\n<p data-team-footnote=\"\" id=\"id-doc-1jgh3uchl1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"footnote\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent footnote nzzinteraction\">Bis 22. M\u00e4rz, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.pacegallery.com\/\" rel=\"nofollow noopener\">pacegallery.com<\/a><\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh3t1vb1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Jean-Michel Basquiat war ein Kultk\u00fcnstler, dessen rohe Energie und k\u00fchne Bildsprache die zeitgen\u00f6ssische Kunst revolutioniert haben. Er wurde nicht einmal dreissig Jahre alt und geh\u00f6rt zum erweiterten Kreis des traurigsten Klubs der Welt, des sogenannten Klubs 27, dessen Mitglieder vor oder mit 27 Jahren gestorben sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Jean-Michel Basquiat, 1 Untitled (\u00bd Black, \u00bd White), 1982. \u00d6lkreide und Gouache auf Papier, 76,2\u00d755,9 cm. Private Kollektion.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"1477\" height=\"2000\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" loading=\"lazy\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Jean-Michel Basquiat, 1 Untitled (\u00bd Black, \u00bd White), 1982. \u00d6lkreide und Gouache auf Papier, 76,2\u00d755,9 cm. Private Kollektion. <\/p>\n<p>\u00a9 Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York. Photo: Courtesy of Colour Themes.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh6qe011\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Trotzdem ist es Basquiat gelungen, zu einem der einflussreichsten Maler der Welt zu werden. Er begann als Street-Art- und Graffitik\u00fcnstler, entwickelte sich st\u00e4ndig weiter und schuf einen k\u00fcnstlerischen Stil, der sich jeder Kategorisierung entzieht. Durch die Verbindung von Graffiti, Symbolik und ausdrucksstarker Farbe thematisierte er in seinen Werken Identit\u00e4t, Herkunft und Macht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Jean-Michel Basquiat, Mosquito Coil, 1982. \u00d6lkreide, Grafit und Kohle auf Papier, 76,2\u00d7109,2 cm. Private Kollektion.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"2000\" height=\"1403\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" loading=\"lazy\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Jean-Michel Basquiat, Mosquito Coil, 1982. \u00d6lkreide, Grafit und Kohle auf Papier, 76,2\u00d7109,2 cm. Private Kollektion. <\/p>\n<p>\u00a9 Estate of Jean-Michel Basquiat. Licensed by Artestar, New York. Photo: Courtesy of Colour Themes.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh6r6641\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Im Louisiana Museum of Modern Art in Humleb\u00e6k bei Kopenhagen ist eine spannende Einzelausstellung mit seinen Papierarbeiten zu sehen, die sich ausschliesslich mit seinen Darstellungen des menschlichen Kopfes besch\u00e4ftigen (daher der Titel \u00abHeadstrong\u00bb). Darunter sind auch einige Werke, die erst nach seinem Tod bekannt wurden.<\/p>\n<p data-team-footnote=\"\" id=\"id-doc-1jgh3vfb81\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"footnote\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent footnote nzzinteraction\">Bis 17.\u00a0Mai, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/louisiana.dk\/\" rel=\"nofollow noopener\">louisiana.dk<\/a><\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh40djg0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Wer sich f\u00fcr Picasso interessiert, bekommt in Stockholm einen besonderen Leckerbissen serviert: Die Ausstellung vereint rund f\u00fcnfzig Gem\u00e4lde und dreissig Arbeiten auf Papier aus Picassos letztem Lebensjahrzehnt \u2013 von 1963 bis 1973 \u2013, als seine Malerei nicht mehr die rebellische Kraft seiner Jugend verk\u00f6rperte, sondern einen unerbittlichen Forschungsprozess.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh5neu11\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die letzte Phase von Pablo Picassos k\u00fcnstlerischem Schaffen ist gepr\u00e4gt von widerspr\u00fcchlichen und eigenwilligen Werken sowie von grosser Intensit\u00e4t. Picasso hatte viele seiner Zeitgenossen \u00fcberlebt und sich aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckgezogen, um sich ganz der Arbeit in seinem Atelier in Mougins zu widmen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh5o6os1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">W\u00e4hrend sich die zeitgen\u00f6ssische Kunst dem Minimalismus und dem Konzeptualismus zuwandte, blieb er der Darstellung des menschlichen K\u00f6rpers treu. Unerm\u00fcdlich und mit zunehmender Dringlichkeit arbeitete er an Themen und Motiven aus seiner eigenen Vergangenheit und produzierte Werke, die von Kritikern zun\u00e4chst abgetan und von Kunsthistorikern \u00fcbersehen wurden.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh5otcd1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">In den 1980er Jahren erlangten diese sp\u00e4ten Arbeiten jedoch neue Bedeutung, als eine j\u00fcngere Generation von Malern ihre Ausdruckskraft, ihre Kompromisslosigkeit und ihre ungeb\u00e4ndigte Vitalit\u00e4t f\u00fcr sich entdeckte. Diese sp\u00e4ten Werke offenbaren zwei unterschiedliche Herangehensweisen an die Malerei: eine schnelle und vereinfachte, bestehend aus Abk\u00fcrzungen, Ideogrammen und codierten Zeichen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh5q0661\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die andere ist k\u00fchn und gestisch, mit dickfl\u00fcssiger, hastig aufgetragener Farbe. Picasso malte tags\u00fcber und zeichnete nachts, oft stundenlang. Der Schaffensprozess selbst \u2013 das Schichten, \u00dcberarbeiten und die allm\u00e4hlichen Ver\u00e4nderungen \u2013 wurde zunehmend zentral f\u00fcr sein k\u00fcnstlerisches Schaffen. Nicht zuletzt dank seinem umfassenden Sp\u00e4twerk gilt Picasso heute sowohl als unantastbare Ikone als auch als K\u00fcnstler, der die Komplexit\u00e4t und die Widerspr\u00fcche der modernen Kunst verk\u00f6rpert.<\/p>\n<p data-team-footnote=\"\" id=\"id-doc-1jgh40o8j1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"footnote\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent footnote nzzinteraction\">Bis 5.\u00a0April, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.modernamuseet.se\/stockholm\/en\/\" rel=\"nofollow noopener\">modernamuseet.se<\/a><\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh3t1vd0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Bj\u00f6rk-Fans, aufgepasst! Zehn Jahre nach der grossen Retrospektive im New Yorker Museum of Modern Art pr\u00e4sentiert die Nationalgalerie Islands zeitgleich mit dem Reykjavik Arts Festival 2026 eine Ausstellung von Bj\u00f6rks Werk in ihrer Heimatstadt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Bj\u00f6rk fasziniert durch ihre Erscheinung in Kombination mit ihrer Musik.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"4167\" height=\"5208\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" loading=\"lazy\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Bj\u00f6rk fasziniert durch ihre Erscheinung in Kombination mit ihrer Musik. <\/p>\n<p>Vidar Logi<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh6eqdl1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">W\u00e4hrend die MoMA-Ausstellung einen Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit warf, verspricht diese Ausstellung einen umfassenderen Einblick in Bj\u00f6rks Multimediaprojekte, die sie in Zusammenarbeit mit Musikern, K\u00fcnstlern, Designern, T\u00e4nzern, Filmemachern und Studiotechnikern entwickelt hat. Unter dem Titel \u00abEcholalia\u00bb, was so viel wie die Wiederholung fremder Worte oder Laute bedeutet, zeigt die Ausstellung drei immersive Installationen, in denen Besucher von verschiedenen Formen der Polyfonie umgeben sein werden: einen Film, eine Audioinstallation und ein noch nicht angek\u00fcndigtes Werk, das sich derzeit in Entwicklung befindet und mit einem kommenden Album in Verbindung steht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Island James Merry. Greenman, 2017.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"1463\" height=\"2048\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" loading=\"lazy\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Island James Merry. Greenman, 2017. <\/p>\n<p>Courtesy of the Artist. Photo: Tim Walker<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1jgh6fs6c1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Parallel zu \u00abEcholalia\u00bb wird die erste Museumsausstellung von James Merry zu sehen sein. Er ist der Mann hinter vielen von Bj\u00f6rks faszinierenden Masken. Die beiden Ausstellungen erstrecken sich \u00fcber alle vier Galerien der Nationalgalerie Islands.<\/p>\n<p data-team-footnote=\"\" id=\"id-doc-1jgh3v7v01\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"footnote\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent footnote nzzinteraction\">31.\u00a0Mai bis 20.\u00a0September, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.listasafn.is\/\" rel=\"nofollow noopener\">listasafn.is<\/a><\/p>\n<p> Newsletter <\/p>\n<p>Die besten Artikel aus \u00abNZZ Bellevue\u00bb, einmal pro Woche von der Redaktion f\u00fcr Sie zusammengestellt.<\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/abo.nzz.ch\/benutzerkonto\/newsletter\/nzz-bellevue?KAVZ=0793-0030-01-010\" class=\"button button--black newsletter__button\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n      Kostenlos abonnieren<br \/>\n    <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin, Kopenhagen oder Stockholm sind beliebte Destinationen f\u00fcr einen Wochenendtrip. 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