{"id":786455,"date":"2026-02-10T11:38:13","date_gmt":"2026-02-10T11:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/786455\/"},"modified":"2026-02-10T11:38:13","modified_gmt":"2026-02-10T11:38:13","slug":"eu-politiker-fordern-ermittlungen-in-europa-europol-koennte-rolle-zukommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/786455\/","title":{"rendered":"EU-Politiker fordern Ermittlungen in Europa &#8211; Europol k\u00f6nnte Rolle zukommen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/epstein-fotocollage-100.jpg\" alt=\"Eine Fotocollage zeigt den verurteilten Sexualstraft\u00e4ter Epstein und sein Netzwerk\" title=\"Das Epstein-Netzwerk: Fotocollage des US-Justizministeriums | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 10.02.2026 12:31 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Gro\u00dfbritannien, Norwegen, Frankreich: Die Verbindungen des Sexualstraft\u00e4ters Epstein reichten bis in europ\u00e4ische Regierungen hinein. EU-Abgeordnete fordern nun eine gemeinsame Aufarbeitung. Die Gr\u00fcnen wollen Nachforschungen in Deutschland.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Epstein-Skandals zieht immer weitere Kreise: Nicht nur politisch erh\u00f6ht sich der Druck, auch juristisch soll es \u00c4nderungen geben: Zur Aufkl\u00e4rung des Epstein-Skandals sollen nach Ansicht von Europaabgeordneten deshalb auch EU-Beh\u00f6rden beitragen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Vorsitzende des Ausschusses f\u00fcr Sicherheit und Verteidigung im Europ\u00e4ischen Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), sagte dem Handelsblatt: &#8222;Europ\u00e4ische Institutionen wie Europol und die zust\u00e4ndigen EU-Geldw\u00e4schebeh\u00f6rden sollten vorhandene Erkenntnisse umgehend und systematisch auswerten und, wo erforderlich, eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten.&#8220; Gerade grenz\u00fcberschreitende Netzwerke lie\u00dfen sich nur gemeinsam wirksam aufkl\u00e4ren, so die liberale Europaabgeordnete.<\/p>\n<p>    Barley will europ\u00e4ische Ermittlungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die Vizepr\u00e4sidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD) sprach sich f\u00fcr europ\u00e4ische Ermittlungen aus: &#8222;Wir d\u00fcrfen uns nicht allein auf die Untersuchungen der USA verlassen&#8220;, sagte Barley dem Handelsblatt. Die Kompetenz f\u00fcr Ermittlungen liege zwar bei den Mitgliedstaaten selbst. Ein koordiniertes Vorgehen auf europ\u00e4ischer Ebene sei in solchen grenz\u00fcberschreitenden F\u00e4llen aber unglaublich wichtig.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Europol k\u00f6nne die nationalen Ermittlungen unterst\u00fctzen, glaubt Barley. Der Skandal habe eine erhebliche internationale Dimension: &#8222;Wir m\u00fcssen jeglichen Hinweisen auf m\u00f6gliche Verbindungen des Epstein-Netzwerks nach Europa nachgehen, insbesondere weil der Verdacht ausl\u00e4ndischer Einflussnahme im Raum steht&#8220;, sagte sie.<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>                    Mit einer koordinierten europ\u00e4ischen Aufarbeitung senden wir ein unmissverst\u00e4ndliches Signal: Wir gehen entschieden gegen Machtmissbrauch vor.<\/p>\n<p>Katarina Barley (SPD), Vizepr\u00e4sidentin Europaparlament<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Das Hauptquartier von Europol.\n                    <\/p>\n<p>Was sind die Epstein-Files?<\/p>\n<p>        Die sogenannten Epstein-Files bezeichnen eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten, Zeugenaussagen und Gerichtsunterlagen rund um den verurteilten Sexualstraft\u00e4ter Jeffrey Epstein. Der US-Multimillion\u00e4r soll \u00fcber Jahre hinweg ein Netzwerk zum sexuellen Missbrauch junger Frauen und Minderj\u00e4hriger aufgebaut haben. Epstein wurde 2019 erh\u00e4ngt in seiner Gef\u00e4ngniszelle in New York aufgefunden, bevor es zu einem Strafprozess kommen konnte.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der Epstein-Files stehen Gerichtsakten aus Zivilprozessen, vor allem aus einem Verfahren der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell, die 2021 wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch verurteilt wurde. Viele dieser Unterlagen waren lange unter Verschluss. Anfang 2024 ordnete ein US-Gericht an, zahlreiche Dokumente \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen. Es folgten weitere Ver\u00f6ffentlichungen.<\/p>\n<p>Die Akten enthalten unter anderem Aussagen von Opfern und Zeugen, E-Mails, Fotos, Videos sowie Namen von Personen, die mit Epstein in Kontakt standen. Darunter finden sich Prominente aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die blo\u00dfe Nennung eines Namens bedeutet keine Schuld. Zahlreiche Personen werden lediglich erw\u00e4hnt, ohne dass ihnen strafbares Verhalten vorgeworfen wird.<\/p>\n<p>Die Akten belegen, wie weitreichend Epsteins Kontakte waren und wie er offenbar seinen Reichtum und Einfluss nutzte, um sich und andere Beteiligte zu sch\u00fctzen. Zugleich zeigen sie, dass Justizbeh\u00f6rden schon fr\u00fch Hinweise auf m\u00f6gliche Straftaten Epsteins hatten. So meldeten sich bereits Anfang der 2000er-Jahre mehrere junge Frauen bei Polizei und Staatsanwaltschaft, ohne, dass es zu einer umfassenden Strafverfolgung kam. Eine vollst\u00e4ndige Aufarbeitung steht bis heute aus.\n    <\/p>\n<p>    Politiker unter Druck<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach der j\u00fcngsten Ver\u00f6ffentlichung von Dokumenten zum Fall Epstein sind ehemalige europ\u00e4ische Regierungsvertreter wegen finanzieller Verflechtungen mit dem Sexualstraft\u00e4ter ins Visier der Beh\u00f6rden geraten. Gegen den fr\u00fcheren britischen Wirtschaftsminister Peter Mandelson laufen Ermittlungen, weil er w\u00e4hrend der Finanzkrise sensible Informationen an Epstein weitergegeben haben soll.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dies belastet auch zunehmend die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/vereinigtes-koenigreich-starmer-epstein-100.html\" title=\"Epstein-Akten belasten Mandelson\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Amtsf\u00fchrung von Premier Keir Starmer<\/a>, der Mandelson als Botschafter entsandt hatte. Starmers Stabschef war im Zuge der Enth\u00fcllungen bereits zur\u00fcckgetreten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Frankreich pr\u00fcfen die Beh\u00f6rden Vorw\u00fcrfe wegen m\u00f6glichen Steuerbetrugs gegen den fr\u00fcheren Kulturminister Jack Lang. In Norwegen ist neben Kronprinzessin Mette-Marit auch <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/norwegen-jagland-epstein-100.html\" title=\"Verbindung zu Epstein: Ermittlungen gegen Norwegens Ex-Regierungschef Jagland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ex-Ministerpr\u00e4sident Thorbj\u00f6rn Jagland betroffen<\/a>. Die Polizei in Oslo ermittelt nun wegen Korruptionsverdachts.<\/p>\n<p>    Gr\u00fcne fordern Aufkl\u00e4rung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Gr\u00fcnen-Bundestagsfraktion fordert von der Bundesregierung mehr Engagement. Es brauche eigene Nachforschungen zu Epstein und m\u00f6glichen Betroffenen in Deutschland: &#8222;Die Haltung der Bundesregierung zu den Epstein-Files zeigt eine Ignoranz f\u00fcr die m\u00f6gliche gr\u00f6\u00dfere Dimension des Skandals, die gef\u00e4hrlich und mindestens fahrl\u00e4ssig ist&#8220;, so die Parlamentarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Irene Mihalic.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch der Gr\u00fcnen-Geheimdienstexperte Konstantin von Notz sieht Handlungsbedarf. &#8222;Mit Blick auf die Tatsache, dass die Bez\u00fcge nach Europa und auch Deutschland t\u00e4glich zahlreicher werden, sprechen meine Fraktion und ich uns noch einmal mit Nachdruck daf\u00fcr aus, dass sich auch die Bundesregierung endlich mit diesen offen im Raum stehenden Fragen besch\u00e4ftigt&#8220;, sagte er dem ARD-Hauptstadtstudio. L\u00e4ngst seien staatliche Sicherheitsinteressen ber\u00fchrt. Ihn irritiere die &#8222;bisherige Ignoranz der Bundesregierung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der 2019 gestorbene US-Multimillion\u00e4r Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und M\u00e4dchen zum Opfer fielen. Zugleich unterhielt er enge Kontakte zu h\u00f6chsten Kreisen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.02.2026 12:31 Uhr Gro\u00dfbritannien, Norwegen, Frankreich: Die Verbindungen des Sexualstraft\u00e4ters Epstein reichten bis in europ\u00e4ische Regierungen hinein.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":786456,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,81660,154697,548,941,663,158,3934,3935,3814,13,14,15,12],"class_list":["post-786455","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-epstein","tag-epstein-files","tag-eu","tag-eu-parlament","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-europol","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116046142269628502","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/786455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=786455"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/786455\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/786456"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=786455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=786455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=786455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}