{"id":78715,"date":"2025-05-02T14:40:11","date_gmt":"2025-05-02T14:40:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/78715\/"},"modified":"2025-05-02T14:40:11","modified_gmt":"2025-05-02T14:40:11","slug":"ukraine-was-nach-dem-rohstoff-deal-jetzt-folgt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/78715\/","title":{"rendered":"Ukraine: Was nach dem Rohstoff-Deal jetzt folgt"},"content":{"rendered":"<p>Ukraine: Was nach dem Rohstoff-Deal jetzt folgt &#8211; Spektrum der Wissenschaft<a class=\"show-for-sr\" href=\"#main\" id=\"top\" title=\"Direkt zum Inhalt\">Direkt zum Inhalt<\/a>Deal mit der Ukraine: Trump sichert sich Vorkaufsrecht aufs Ungewisse<\/p>\n<p>Die USA sichern sich durch einen gemeinsamen Fonds privilegierten Zugang zu den Bodensch\u00e4tzen der Ukraine, und auch die zeigt sich zufrieden mit dem Deal. Doch welche Reserven lassen sich \u00fcberhaupt wie schnell gewinnen? Und was bedeutet das f\u00fcr die Rohstoffversorgung der EU?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ein gro\u00dfer industrielle Bagger-Maschine Sand auf einem H\u00fcgel in einem Tagebau. Im Vordergrund befindet sich r\u00f6tliches Wasserteich.\" class=\"full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/GettyImages-1327043987.jpg\" title=\"Ein gro\u00dfer industrielle Bagger-Maschine Sand auf einem H\u00fcgel in einem Tagebau. Im Vordergrund befindet sich r\u00f6tliches Wasserteich.\"\/><\/p>\n<p> \u00a9 Mny-Jhee \/ Getty Images \/ iStock (Ausschnitt) <\/p>\n<p> In der Ukraine wird unter anderem das Mineral Ilmenit abgebaut, auch Titaneisen genannt. Es ist in der Metallindustrie sowie f\u00fcr die Herstellung des viel genutzten Pigments Titandioxid begehrt. <\/p>\n<p>Nach wochenlangen Verhandlungen ging es pl\u00f6tzlich ganz schnell: Die USA und die Ukraine haben am 30.\u00a0April 2025 ein Abkommen \u00fcber die k\u00fcnftige Nutzung der Rohstoffe des von Russland attackierten Lands geschlossen. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj konnte dabei verhindern, dass sein Land zu einer Art Ressourcenkolonie der USA wird. Bis dem Abkommen gr\u00f6\u00dfere Gesch\u00e4fte mit Rohstoffen folgen, wird es noch dauern. Doch wie US-Pr\u00e4sident Trump vorging, spiegelt wider, wie aggressiv er f\u00fcr sein Land rund um die Welt den Zugriff auf kritische Rohstoffe sichern will, die f\u00fcr Milit\u00e4r, k\u00fcnstliche Intelligenz und andere neue Technologien als essenziell gelten. <\/p>\n<p>Das Abkommen, das US-Finanzminister Scott Bessent und die ukrainische Vizeregierungschefin Julija Swyrydenko in Washington unterzeichneten, listet alphabetisch auf, worauf die Trump-Regierung so erpicht ist: Von Antimon und Aluminium \u00fcber Lithium, Neodym und Palladium bis zu Vanadium und Zirkon benennt der Vertragstext insgesamt 55\u00a0Rohstoffe, plus Erdgas und Erd\u00f6l. Offenbar hat man vorsorglich alle Mineralien, die irgendwann von Interesse sein und eventuell gefunden werden, in das Abkommen aufgenommen. Noch im Herbst 2024 war in einer f\u00fcr westliche Hauptst\u00e4dte aufbereiteten Pr\u00e4sentation des Geologischen Dienstes und des Ministeriums f\u00fcr Umweltschutz und nat\u00fcrliche Ressourcen des Landes nur davon die Rede gewesen, dass die \u00bbdie Ukraine \u00fcber 22 der 50 strategischen Materialien, die von den USA als kritisch eingestuft werden\u00ab, verf\u00fcgt, \u00bbund 25 der 34, die von der EU als kritisch eingestuft werden\u00ab. <\/p>\n<p>Einen nennenswerten Abbau gab es selbst vor dem russischen Angriff auf das Land im Fr\u00fchjahr 2022 nur beim Farbpigment Titandioxid, bei dem die Ukraine 15\u00a0Prozent der Weltproduktion leistete, sowie bei Ausgangserzen f\u00fcr das begehrte metallische Titan, bei Eisenerz, Manganerz und Kaolin, bei denen der Anteil zwischen zwei und sechs Prozent liegt. Der Internationalen Energieagentur zufolge war die Ukraine schon vor Kriegsbeginn bei 83\u00a0Prozent seines Bedarfs an \u00d6l, einem Drittel beim Erdgas und der H\u00e4lfte der Kohle auf Importe angewiesen.<\/p>\n<p>Die Rohstoffgesch\u00e4fte waren vor dem Krieg dennoch wichtig f\u00fcr das Land. Sie generierten rund sechs Prozent des Bruttosozialprodukts und 30\u00a0Prozent der Exporteinnahmen. Dass Russland seit 2022 den von Bergbau und Industrie gepr\u00e4gten Donbass-Region im S\u00fcdosten des Landes besetzt h\u00e4lt und die Infrastruktur der Ukraine fortlaufend attackiert, hat die Rohstofff\u00f6rderung aber nahezu vollst\u00e4ndig zum Erliegen gebracht. <\/p>\n<p>Trotz dieser wirtschaftlich katastrophalen Lage begann Selenskyj im Herbst 2024, das Rohstoff-Potenzial seines Landes in seinem \u00bbSiegesplan\u00ab als Pfund einzusetzen, um weitere Unterst\u00fctzung aus dem Westen zu gewinnen. Denn um Seltene Erden und andere Mineralien ist weltweit ein Wettkampf entbrannt. Bisher kontrolliert China einen erheblichen Teil der Gewinnung und Verarbeitung technologisch wichtiger Rohstoffe. Sowohl die USA als auch die EU wollen dies \u00e4ndern. <\/p>\n<p>Gro\u00dfe Reserven f\u00fcr kritische Industrien<\/p>\n<p>Die kritischen Rohstoffe sind f\u00fcr Bereiche wie Verteidigung, Flugzeugbau, Raumfahrt, Computerchips, Batterien, Energieerzeugung und andere Hightech-Anwendungen unverzichtbar. Eine \u00fcbergro\u00dfe Abh\u00e4ngigkeit von China wollen sich weder die USA noch die EU l\u00e4nger leisten. Der Werbeprospekt der ukrainischen Regierung traf deshalb einen Nerv: Die Ukraine verf\u00fcge \u00fcber sechs Prozent der weltweiten Reserven an Graphit, hei\u00dft es darin. Es habe die gr\u00f6\u00dften Lithiumvorkommen Europas, gen\u00fcgend Titan, um den Bedarf der USA und der EU f\u00fcr 25\u00a0Jahre zu decken, ausreichend Beryllium f\u00fcr 40\u00a0Jahre des heutigen Weltbedarfs und zwei Prozent der weltweiten Uranvorkommen. Diese Zahlen sind bisher nicht durch aktuelle Studien gedeckt\u00a0\u2013 reichten aber aus, um vor allem bei Trump gro\u00dfe Begehrlichkeiten zu wecken.<\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/donald-trump-greift-nach-den-rohstoffen-in-der-ukraine\/2254788\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erste Anlauf Selenskyjs, mit der neuen US-Regierung ein Rohstoffabkommen zu unterzeichnen<\/a>, ging dann aber Ende Februar gr\u00fcndlich schief. Kurz vor der geplanten Unterzeichnung fielen Trump und sein Vizepr\u00e4sident James Vance im Wei\u00dfen Haus regelrecht \u00fcber Selenskyj her. Sie verwiesen ihn am Ende ohne Unterschrift des Hauses. Selenskyj hatte es gewagt, im Oval Office in Anwesenheit von Reportern um verl\u00e4sslichere Sicherheitsgarantien der USA f\u00fcr die Ukraine zu flehen. Dazu waren Trump und Vance aber nicht bereit. Sie hielten Selenskyj vor, er habe \u00bbkeine Karten in der Hand\u00ab, um neue Forderungen aufzustellen. <\/p>\n<p>Der Eklat schien zun\u00e4chst jede Aussicht auf einen Abschluss zu zerst\u00f6ren\u00a0\u2013 zumal Trump wenig sp\u00e4ter seine Behauptung wiederholte, in Wahrheit h\u00e4tte die Ukraine, nicht Russland, den Krieg begonnen, und \u00fcberhaupt sei es einfacher, mit Putin zu verhandeln als mit Selenskyj. Letzterer hielt dem massiven Druck aber offenbar stand\u00a0\u2013 und schaffte es jetzt sogar, sich in wesentlichen Punkten durchzusetzen. Es ist Selenskyj gelungen, die Maximalforderungen von Trump, die den USA eine weitgehende Kontrolle \u00fcber die Zukunft der Ukraine verschafft h\u00e4tten, aus dem Abkommen zu tilgen und f\u00fcr Klarheit zu sorgen, wer der Aggressor ist. <\/p>\n<p>Die USA sichern sich einen Platz in der ersten Reihe<\/p>\n<p>Mit dem Abkommen entsteht ein von beiden L\u00e4ndern getragener \u00bbWiederaufbaufonds\u00ab, in den die H\u00e4lfte der Einnahmen der ukrainischen Regierung aus neu erteilten Abbaulizenzen flie\u00dfen soll, w\u00e4hrend die andere H\u00e4lfte von den USA eingebracht wird. Die Rede ist von einem \u00bbFlaggschiff-Mechanismus zur F\u00f6rderung transparenter, verantwortungsvoller und zukunftsorientierter Investitionen\u00ab in den Wiederaufbau. Der wesentliche Vorteil f\u00fcr die USA entsteht dadurch, dass amerikanische Player k\u00fcnftig immer als Erste \u00fcber neue Bergbaulizenzen informiert werden, eine Art Vorkaufsrecht erhalten und zudem unter keinen Umst\u00e4nden schlechter behandelt werden d\u00fcrfen als andere Gesch\u00e4ftspartner. Laut Vizeregierungschefin Swyrydenko soll die beiden L\u00e4ndern den Fonds gleichberechtigt und mit gleichen Stimmrechten managen.<\/p>\n<p>Die US-Regierung verzichtete darauf, dass die Ukraine durch Rohstofflieferungen die von Trump aus der Luft gegriffene Summe von 500\u00a0Milliarden US-Dollar abbezahlen muss, die das Land angeblich f\u00fcr Milit\u00e4rhilfe schulde. Nur k\u00fcnftige Milit\u00e4rhilfen sollen als Beitr\u00e4ge zum Fonds angerechnet werden. Es ist vertraglich ausgeschlossen, dass Russland oder ein Land, das Russland beim Angriffskrieg Hilfe geleistet hat, von Rohstoffgesch\u00e4ften profitieren darf. Zuvor hatte es Sorgen gegeben, Trump k\u00f6nnte nach einem Waffenstillstand zusammen mit Putin den Donbass ausbeuten. Die volle Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine \u00fcber sein Territorium und seine Rohstoffe erkennt das Abkommen ebenso an wie ihre Verpflichtungen gegen\u00fcber der Europ\u00e4ischen Union und die Option eines k\u00fcnftigen EU-Beitritts. <\/p>\n<p>Der Vertragstext benennt, was f\u00fcr die Ukraine besonders wichtig ist, Russland eindeutig als Aggressor: Das Abkommen, hei\u00dft es, st\u00e4rke \u00bbdie strategische Partnerschaft zwischen den Vertragsparteien f\u00fcr den langfristigen Wiederaufbau und die Modernisierung der Ukraine als Reaktion auf die weitreichenden Zerst\u00f6rungen, die durch Russlands umfassende Invasion in der Ukraine verursacht wurden, und im Hinblick auf eine friedliche, souver\u00e4ne und widerstandsf\u00e4hige Ukraine\u00ab. Konkrete milit\u00e4rische Sicherheitsgarantien enth\u00e4lt das Abkommen weiter nicht. Aber im Umgang mit Trump d\u00fcrfte entscheidender sein, dass die Ukraine f\u00fcr ihn nun eine \u00f6konomische Bedeutung bekommt, so vage diese auch sein mag. \u00bbF\u00fcr die USA entsteht ein erhebliches Interesse an der Geologie, f\u00fcr die die Ukrainer k\u00e4mpfen\u00ab, sagte Vizeregierungschefin Swyrydenko. Selenskyj pries den Vertrag, der vom Parlament seines Landes noch ratifiziert werden muss, ebenso wie US-Finanzminister Bessent als \u00bbhistorisch\u00ab. <\/p>\n<p>Und was wird aus Europa?<\/p>\n<p>Still blieb es \u00fcber den 1.\u00a0Mai zum Thema Rohstoffdeal dagegen in europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dten. Die EU <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/kritische-rohstoffe-bergbau-in-europa-noetig-aber-unerwuenscht\/2256154\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hat ein ebenso gro\u00dfes Interesse an kritischen Rohstoffen<\/a>, zumal an ihnen auch der Ausbau der erneuerbaren Energien h\u00e4ngt. Dass sich die USA nun beim EU-Beitrittskandidaten Ukraine Vorkaufsrechte verschafft, k\u00f6nnte man in Br\u00fcssel, aber auch im Industrieland Deutschland als Affront ansehen. Es \u00fcberwiegt aber offenkundig die Erleichterung dar\u00fcber, dass die USA die Ukraine nicht einfach ihrem Schicksal \u00fcberlassen, wie es zwischendurch m\u00f6glich erschien, oder sogar mit dem Aggressor Putin gemeinsame Sache machen.<\/p>\n<p>Die Importe von Erzen, Eisen und Stahl aus der Ukraine in die EU hatten der EU-Kommission in Br\u00fcssel zufolge 2023 einen Wert von knapp vier Milliarden Euro. F\u00fcr die k\u00fcnftige Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen gibt es bereits seit 2021 eine Partnerschaft zwischen der EU und der Ukraine und auch Forschungsprojekte zur F\u00f6rderung von Titan. Da das neue Abkommen den USA explizit keine Exklusivrechte an den ukrainischen Rohstoffen gibt, bleibt Europa zumindest im Rennen. Mit dem \u00bbCritical Raw Material Act\u00ab verfolgt die EU seit Mitte letzten Jahres das Ziel, verst\u00e4rkt Bergbau in Europa zu betreiben, Rohstoffe selbst vom Erz in hochreine Produkte zu verwandeln und zudem das Recycling zu verst\u00e4rken. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbDas sind noch keine Reserven, die man bereits heute technisch und wirtschaftlich erfolgreich gewinnen k\u00f6nnte\u00abSven-Uwe Schulz, Geowissenschaftler<\/p><\/blockquote>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte offene Frage f\u00fcr die EU wie f\u00fcr die USA ist aber, wie gro\u00df das Rohstoff-Potenzial der Ukraine wirklich ist. Die bunt gescheckten Landkarten, mit denen die Regierung auf Werbetour ging, beruhten auf geologischen Erhebungen, die teils noch aus der Zeit der Sowjetunion stammten. \u00bbDas sind noch keine Reserven, die man bereits heute technisch und wirtschaftlich erfolgreich gewinnen k\u00f6nnte\u00ab, sagte Sven-Uwe Schulz von der Deutschen Rohstoffagentur zu \u00bbSpektrum.de\u00ab. Die Vorkommen seien zwar bekannt, es sei aber nicht so, \u00bbdass die Rohstoffe in der Ukraine fertig und bereit zur Abholung liegen w\u00fcrden\u00ab. <\/p>\n<p>Ungewisser Ausblick<\/p>\n<p>Gavin Mudd, Direktor des \u00bbCritical Minerals Intelligence Centre\u00ab beim British Geological Survey sagte dem britischen \u00bbScience Media Centre\u00ab, er glaube, dass es bei Titan, Lithium und Graphit schnelle Fortschritte geben k\u00f6nnte, und die Ukraine wenigstens einen Teil ihrer fr\u00fcheren Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Scandium und Gallium wieder aufbauen k\u00f6nne. Bei den so genannten Seltenen Erden werde es \u00bbjedoch Jahre dauern\u00bb, bis die Kapazit\u00e4ten hochgefahren seien. Es m\u00fcssten Studien durchgef\u00fchrt werden, um Lagerst\u00e4tten zu finden und bewerten. Habe der Abbau begonnen, m\u00fcssten Anlagen in Betrieb sein, um die Erze aufzubereiten. Dies werde fr\u00fchestens ab 2035 der Fall\u00a0sein. <\/p>\n<blockquote><p>\u00bbIm Durchschnitt dauert es 18\u00a0Jahre, bis eine rentable Lagerst\u00e4tte gefunden ist und abgebaut werden kann\u00abGracelin Baskaran, \u00d6konomin<\/p><\/blockquote>\n<p>Gracelin Baskaran, Direktorin des \u00bbCritical Minerals Security Program\u00ab am \u00bbCenter for Strategic and International Studies\u00ab in Washington, betonte gegen\u00fcber der \u00bbNew York Times\u00ab die gro\u00dfen Unsicherheiten: \u00bbEs k\u00f6nnte sein, dass es viel mehr wirtschaftlich rentable Lagerst\u00e4tten gibt als erwartet, oder sie k\u00f6nnten sich als nicht rentabel herausstellen\u00ab, sagte sie und f\u00fcgte hinzu: \u00bbIm Durchschnitt dauert es 18\u00a0Jahre, bis eine rentable Lagerst\u00e4tte gefunden ist und abgebaut werden kann.\u00ab <\/p>\n<p>Der US-Pr\u00e4sident k\u00f6nnte schnell wieder das Interesse verlieren, wenn er erkennt, wie langfristig das Rohstoff-Abkommen angelegt ist. Kurzfristig am interessanten f\u00fcr die USA k\u00f6nnten die \u00d6l- und Gasvorkommen der Ukraine sein. Die \u00bbInternational Trade Administration\u00ab der US-Regierung beschrieb die Erdgas-Reserven des Landes mit 900\u00a0Milliarden Kubikmetern 2021 als zweitgr\u00f6\u00dfte in Europa. Allerdings liegen viele der Vorkommen in besonders umk\u00e4mpften Gebieten und dem Schwarzen Meer. Will Trump mit der Ukraine Geld verdienen, m\u00fcssten die USA in jedem Fall zuerst f\u00fcr Frieden sorgen und dann erheblich in Infrastruktur, Exploration und neue Anlagen investieren. <\/p>\n<p>Gegen ein erlahmendes Interesse bei Trump spricht, dass er die Versorgung der USA mit kritischen Rohstoffen zu einem Schwerpunkt seiner Regierungsarbeit gemacht hat. Seine Drohungen, Kanada und Gr\u00f6nland kurzerhand zu annektieren, begr\u00fcndete er ebenso mit deren Vorkommen an Seltenen Erden und anderen Rohstoffen wie k\u00fcrzlich das Dekret, mit dem er den Tiefseebergbau in nationalen und internationalen Meeresgebieten vorantreiben will. Abseits der Schlagzeilen arbeitet die Trump-Regierung mit der Demokratischen Republik Kongo an einem Rohstoff-Deal, bei dem es um bevorzugten Zugang zu den gro\u00dfen Vorkommen des Landes an Kobalt, Kupfer, Lithium, Zinn und Tantal im Gegenzug f\u00fcr Hilfe gegen Rebellen der M23-Bewegung geht. In seinem Dekret zum Tiefseebergbau formulierte Trump unmissverst\u00e4ndlich, dass die zuverl\u00e4ssige Versorgung mit wichtigen Mineralien f\u00fcr die USA \u00bbeine beispiellose wirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderung\u00ab\u00a0sei.<\/p>\n<p>Diesen Artikel empfehlen:<\/p>\n<p> Der Autor ist Journalist, Buchautor und Mitgr\u00fcnder von \u00bbRiffReporter\u00ab. Von ihm stammen die B\u00fccher \u00bbMenschenzeit\u00ab \u00fcber das Anthropoz\u00e4n, \u00bb11\u00a0drohende Kriege\u00ab \u00fcber globale Konfliktrisiken und \u00bbDie analoge Revolution\u00ab \u00fcber die Zukunft digitaler Technologien. <\/p>\n<ul class=\"columns kiosk__bar__categories medium-3 no-bullet small-12\">\n<li class=\"active kiosk__bar__category__digital\">Digitalausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__print\">Printausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__topseller\">Topseller <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__bundle show-for-medium\">Bundles<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1a6c054fe4e942c9a8c0a8fe790bb66f.gif\" width=\"1\"\/><\/p>\n<p>Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalit\u00e4t von Spektrum.de zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ukraine: Was nach dem Rohstoff-Deal jetzt folgt &#8211; Spektrum der WissenschaftDirekt zum InhaltDeal mit der Ukraine: Trump sichert&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":78716,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,1402,33627,13476,13,33629,12728,14,15,4065,12,33628,113,317,64],"class_list":{"0":"post-78715","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bergbau","11":"tag-bodenschaetze","12":"tag-erde-umwelt","13":"tag-headlines","14":"tag-lagerstaetten","15":"tag-lithium","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-rohstoffe","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-titan","21":"tag-trump","22":"tag-ukraine","23":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114438761673883151","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78715","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78715"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78715\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/78716"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78715"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78715"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78715"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}