{"id":787469,"date":"2026-02-10T20:42:12","date_gmt":"2026-02-10T20:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/787469\/"},"modified":"2026-02-10T20:42:12","modified_gmt":"2026-02-10T20:42:12","slug":"das-geheimnis-der-geschlossenen-schranken-in-wiesbaden-biebrich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/787469\/","title":{"rendered":"Das Geheimnis der geschlossenen Schranken in Wiesbaden-Biebrich"},"content":{"rendered":"<p>Die langen Wartezeiten am Bahn\u00fcbergang Gibber Stra\u00dfe\/Erich-Ollenhauer-Stra\u00dfe sind f\u00fcr viele Autofahrer ein t\u00e4gliches \u00c4rgernis. Eines, mit dem sie sich aber laut der Deutschen Bahn (DB) bis auf Weiteres arrangieren m\u00fcssen. Denn sowohl technische, als auch fahrplanbedingte Ursachen f\u00fchren zu den langen Rot-Phasen, die sich laut DB nicht so leicht abschaffen lassen.<\/p>\n<p>Dauer-Rot seit 2007<\/p>\n<p>Die Problematik der lange verschlossenen Schranken an der Gibber Stra\u00dfe existiert nicht erst seit gestern: Bereits 2007 wurde im Ortsbeirat Biebrich auf Antrag der CDU beschlossen, bei der DB wegen des \u201eAufstellens einer elektronischen Hinweistafel\u201c anzufragen, die bei lang geschlossener Schranke den Autofahrern eine Ausweichroute anzeigen sollte. Die CDU sprach 2007 von einer positiven R\u00fcckmeldung seitens der Deutschen Bahn und einer \u201eechten Win-Win-Situation\u201c, die die \u00f6ffentliche Meinung \u00fcber die Bahn verbessere, und Autofahrern eine Alternative gebe. <\/p>\n<p>Das fast 20 Jahre alte Sitzungsprotokoll schildert die Situation nahezu deckungsgleich mit dem, was Merkurist-Leser heute berichten: Die Schranken des Bahn\u00fcbergangs seien oft bis zu 25 Minuten am St\u00fcck geschlossen, und dann wieder nur sehr kurz passierbar. Dies sei wohl so seit Wegfall des Schrankenw\u00e4rters. Doch was hat es damit auf sich?<\/p>\n<p>Deutsche Bahn erkl\u00e4rt die Hintergr\u00fcnde<\/p>\n<p>Auf Nachfrage von Merkurist erkl\u00e4rt die Deutsche Bahn nun die Hintergr\u00fcnde f\u00fcr die oft minutenlang geschlossenen Schranken. Der Hauptgrund f\u00fcr die langen Stopps sei die hohe Dichte an Z\u00fcgen auf dieser Strecke, erkl\u00e4rt ein Bahnsprecher. Die Taktung der Verkehre sei hier besonders eng. Um einen sicheren und st\u00f6rungsfreien Bahnbetrieb zu gew\u00e4hrleisten, m\u00fcssten die Schranken zwingend fr\u00fchzeitig schlie\u00dfen. Die Sicherheit habe dabei h\u00f6chste Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p>Seit der Umstellung auf neue Stellwerkstechnik in den 1980er-Jahren g\u00e4be es keinen Schrankenw\u00e4rter mehr vor Ort, der die Anlage manuell bedient. Vor dieser Umstellung h\u00e4tte der Schrankenw\u00e4rter im Vergleich zu heute \u00f6fter die M\u00f6glichkeit genutzt, die Schranken auch in k\u00fcrzeren Zeitabst\u00e4nden zu \u00f6ffnen. Stattdessen wird der Bahn\u00fcbergang heute automatisch gesteuert. Zwar k\u00f6nnten sich die Schranken zwischen zwei Z\u00fcgen \u00f6ffnen, aber nur, wenn der Abstand zwischen ihnen gro\u00df genug ist. Aufgrund der engen Taktung sei das aber oft nicht der Fall.<\/p>\n<p>Keine Anzeigetafel f\u00fcr Wartende<\/p>\n<p>Die Hoffnung mancher Autofahrer auf eine elektronische Anzeigetafel, die \u00fcber die Dauer der Schlie\u00dfung informiert, wurde von der Bahn zerschlagen. Eine solche Tafel habe es nie gegeben und sei auch k\u00fcnftig nicht geplant. Der Grund daf\u00fcr sei technischer Natur. Der nachtr\u00e4gliche Einbau einer Anzeigetafel w\u00fcrde eine grundlegende und aufwendige Ver\u00e4nderung der Leit- und Sicherungstechnik erfordern. Dies sei in der Planung und Umsetzung zu komplex, so die Bahn. Autofahrer in Biebrich m\u00fcssen sich also auch weiterhin in Geduld \u00fcben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die langen Wartezeiten am Bahn\u00fcbergang Gibber Stra\u00dfe\/Erich-Ollenhauer-Stra\u00dfe sind f\u00fcr viele Autofahrer ein t\u00e4gliches \u00c4rgernis. 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