{"id":788932,"date":"2026-02-11T10:18:11","date_gmt":"2026-02-11T10:18:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/788932\/"},"modified":"2026-02-11T10:18:11","modified_gmt":"2026-02-11T10:18:11","slug":"vom-tuerspion-zum-bloomaul-warum-andreas-burger-genau-der-richtige-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/788932\/","title":{"rendered":"Vom T\u00fcrspion zum Bloomaul: Warum Andreas Burger genau der Richtige ist"},"content":{"rendered":"<p>Vom T\u00fcrspion zum Bloomaul \u2013<br \/>Warum Andreas Burger genau der Richtige ist<br \/>Mannheim. In dieser Stadt werden gro\u00dfe Auszeichnungen manchmal ganz unspektakul\u00e4r vergeben. Kein roter Teppich, kein Vorhang, kein Tusch. Bei Andreas Burger begann alles mit einem harmlosen Klingeln an der Haust\u00fcr. Seine Frau hatte Besuch angek\u00fcndigt \u2013 mehr nicht. Doch als Burger durch den T\u00fcrspion blickte und dort drei Herren des Auswahlgremiums erkannte, war klar: Das hier ist kein gem\u00fctlicher Abend unter Freunden. \u201eDa wusste ich sofort, um was es geht \u2013 und habe trotzdem gedacht: Das kann doch nicht wahr sein\u201c, erz\u00e4hlt er heute.<br \/>Ungl\u00e4ubigkeit ist ein Gef\u00fchl, das gut zu Burger passt. Laut, schrill oder selbstinszenierend war er nie. \u201eIch dachte immer, da gibt es genug andere, die lauter sind als ich\u201c, sagt er. Und genau hier beginnt die typische Mannheimer Pointe: Offenbar z\u00e4hlen beim Bloomaulorden nicht die Lautsprecher, sondern die Macher. Die, die anpacken. Die, die da sind, wenn\u2019s kracht \u2013 im wahrsten Sinne des Wortes.<br \/>Denn wenn in Mannheim irgendwo die Stra\u00dfe offen ist, ein Rohr bricht oder nachts um drei pl\u00f6tzlich Wasser aus dem Boden schie\u00dft, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Menschen von Sax + Klee vor Ort sind. Rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen t\u00e4glich daf\u00fcr, dass unter der Stadt alles l\u00e4uft. Burger nennt sie liebevoll \u201e600 Bloom\u00e4uler\u201c, die drau\u00dfen, bei Wind und Wetter, \u201ehart, aber herzlich\u201c ihren Job machen. Dass der Orden nun ihm verliehen wird, sieht er deshalb nicht als Einzelleistung: \u201eOhne diese Mannschaft w\u00e4re das alles nicht m\u00f6glich.\u201c<br \/>Sax + Klee ist eines dieser Unternehmen, die man in Mannheim kennt \u2013 selbst wenn man den Namen nicht immer pr\u00e4sent hat. Seit 1909 ist der Betrieb Teil der Stadtgeschichte. Rohr- und Leitungsbau, Kanalsanierung, Glasfaser, Brunnenbau sowie die Instandhaltung der Energie- und Verkehrsinfrastruktur geh\u00f6ren zum Kerngesch\u00e4ft. Besonders sichtbar wird die Arbeit des Unternehmens bei Notf\u00e4llen: Eine 24-Stunden-Bereitschaft sorgt daf\u00fcr, dass bei Rohrbr\u00fcchen oder Havarien schnell reagiert werden kann.<br \/>Andreas Burger stand 25 Jahre an der Spitze eines der \u00e4ltesten Mannheimer Familienunternehmen. Gemeinsam mit seinem f\u00fcr den kaufm\u00e4nnischen Bereich zust\u00e4ndigen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer-Kollegen Kai-Uwe Sax, der Ende 2025 in den Ruhestand ging und an seinen Sohn abgab. Damit repr\u00e4sentiert Burger die vierte Generation der Eigent\u00fcmerfamilien.<br \/>Vorgezeichnet war dieser Weg allerdings nicht. Die Fu\u00dfstapfen seines Vaters waren gro\u00df, der Respekt entsprechend. Nach dem Studium arbeitete Burger bewusst zun\u00e4chst au\u00dferhalb des Familienbetriebs, bevor er 1992 als Bauleiter bei Sax + Klee einstieg. Eine der pr\u00e4gendsten Phasen folgte Ende der 1990er-Jahre: Baukrise, wirtschaftlicher Druck und der Bruch mit der damaligen Hausbank. \u201eDas war die erste echte Bew\u00e4hrungsprobe\u201c, sagt Burger r\u00fcckblickend. \u201eHart \u2013 aber lehrreich.\u201c<br \/>Neben Beton, Baupl\u00e4nen und Baustellen schl\u00e4gt sein Herz f\u00fcr das Ehrenamt. Besonders im Jungbusch, dem Standort des Unternehmens, engagiert sich Burger seit vielen Jahren f\u00fcr das Gemeinschaftszentrum, den Nachtwandel und zahlreiche soziale Projekte. Auch die Kultur geh\u00f6rt f\u00fcr ihn fest zur Stadt: Kunsthalle, Nationaltheater, Kunstverein, Technoseum und Luisenpark stehen auf seiner Unterst\u00fctzerliste.<br \/>Ein besonderes Anliegen ist ihm der Nachwuchs. Als Leiter einer gemeinn\u00fctzigen Stiftung zur F\u00f6rderung des gewerblichen Nachwuchses im Baugewerbe setzt er sich f\u00fcr Ausbildung und Perspektiven junger Menschen ein. \u201eOhne gut ausgebildete Fachkr\u00e4fte gibt es keine funktionierende Stadt\u201c, sagt Burger \u2013 eine Aussage, die in Mannheim kaum Widerspruch findet.<br \/>Auch \u00fcberregional ist er gefragt: als Beirats- und Vorstandsmitglied im Verband Bauwirtschaft, als Vizepr\u00e4sident des Deutschen Rohrleitungsbauverbands und aktuell als Vorsitzender einer Projektgruppe des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, die sich mit der W\u00e4rmewende besch\u00e4ftigt.<br \/>Warum also Bloomaulorden? \u201eDas m\u00fcssten eigentlich die drei Herren selbst beantworten\u201c, sagt Burger lachend. Vielleicht sei es die Mischung aus Verl\u00e4sslichkeit, Bodenst\u00e4ndigkeit, Humor und dem klaren Bekenntnis zu Mannheim. Sein Verh\u00e4ltnis zur Stadt beschreibt er schlicht: \u201eMannheim hat Ecken, Kanten und Herz \u2013 und genau das mag ich.\u201c<br \/>Die Ordensverleihung findet am 15. Februar 2026 in der Oper am Luisenpark statt, eingebettet in eine Auff\u00fchrung des \u201eBarbier von Sevilla\u201c. Wie er den Abend erleben wird? \u201eMit Dankbarkeit \u2013 und sicher auch mit ein wenig Demut.\u201c Ganz bloomaulig eben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vom T\u00fcrspion zum Bloomaul \u2013Warum Andreas Burger genau der Richtige istMannheim. 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