{"id":789704,"date":"2026-02-11T17:19:16","date_gmt":"2026-02-11T17:19:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/789704\/"},"modified":"2026-02-11T17:19:16","modified_gmt":"2026-02-11T17:19:16","slug":"rekordbeitraege-aber-chronisch-pleite-hat-jens-spahn-die-krankenkassen-ausgenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/789704\/","title":{"rendered":"Rekordbeitr\u00e4ge, aber chronisch pleite: Hat Jens Spahn die Krankenkassen ausgenommen?"},"content":{"rendered":"<p>Rekordbeitr\u00e4ge, aber chronisch pleiteHat Jens Spahn die Krankenkassen ausgenommen?11.02.2026, 14:46 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Caroline-Amme-article20654570.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/c-amme.webp.webp\" alt=\"c-amme\"\/>Von Caroline Amme<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(10:08 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Berlin-Deutschland-Deutscher-Bundestag-28.webp.webp\" alt=\"Berlin-Deutschland-Deutscher-Bundestag-28\"\/>Unter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mussten die Kassen per Gesetz ihre historisch hohen R\u00fccklagen drastisch abbauen. (Foto: picture alliance \/ dts-Agentur)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Die deutschen Krankenkassen sind chronisch pleite. Gleichzeitig zahlen die Versicherten einen Rekordbeitrag ein: Der Zusatzbeitrag ist so hoch wie nie. Oft wird den hohen Vorstandsgeh\u00e4ltern die Schuld daf\u00fcr gegeben. Ein Blick in die Zahlen zeigt: Die Geldfresser liegen ganz woanders.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Ich glaube nicht, dass wir 2026 noch mal den Krankenkassenbeitrag erh\u00f6hen m\u00fcssen.&#8220; Das hat Karl Lauterbach im Oktober 2024 der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PAotPze6X40\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">gesagt<\/a>, als er noch Bundesgesundheitsminister war. Die Prognose war falsch: Zum Jahreswechsel hat fast jede zweite gesetzliche Krankenkasse in Deutschland die Beitr\u00e4ge erh\u00f6ht, gro\u00dfe Kassen wie die Techniker und die DAK-Gesundheit oder auch die AOK Sachsen-Anhalt und die HKK.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das wollte die Bundesregierung eigentlich verhindern. Der Bundesrat hatte im Dezember das <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kompromiss-zu-Kassenbeitraegen-nimmt-letzte-Huerde-id30164112.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Sparpaket<\/a> von Gesundheitsministerin Nina Warken beschlossen. Damit sollten die Zusatzbeitr\u00e4ge stabil bleiben. Das Sparpaket reicht aber nicht aus, um Erh\u00f6hungen zu vermeiden, kritisiert der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die gesetzlichen Krankenkassen sind notorisch pleite. Die R\u00fccklagen der Krankenkassen sind aufgezehrt, schreibt der Bundesrechnungshof: 2024 haben sie ein <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.bundesrechnungshof.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Berichte\/2025\/finanzlage-gkv-volltext.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Minus<\/a> von 6,6 Milliarden Euro eingefahren. Und in den n\u00e4chsten Jahren wird&#8217;s nicht besser: Die Beratungsfirma Deloitte <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.deloitte.com\/de\/de\/about\/press-room\/nachhaltige-finanzierung-der-gesetzlichen-krankenkassen-langfristig-kaum-moeglich.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">rechnet<\/a> im Jahr 2030 mit einem Finanzloch von knapp 90 Milliarden Euro, das bis 2050 auf \u00fcber 300 Milliarden Euro gewachsen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Milliarden an R\u00fccklagen abgebaut? &#8222;Beschiss&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Warum es so schlecht um die Finanzen steht? GKV-Chef Oliver Blatt hat im <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/interview-oliver-blatt-gkv-spitzenverband-vorsitzender-zu-gesundheitskosten-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Deutschlandfunk<\/a> eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr: Die letzte schwarz-rote Gro\u00dfe Koalition mit Gesundheitsminister Jens Spahn habe &#8222;in die R\u00fccklagen der Krankenkassen gegriffen&#8220; &#8211; das r\u00e4che sich jetzt. &#8222;Gesetzliche Krankenkassen m\u00fcssen gesetzlich verpflichtet R\u00fccklagen vorhalten, damit sie liquide sind. Das sind 20 Prozent einer Monatsausgabe; in der Regel mehrere Milliarden Euro. Diese wurden per Gesetz in den letzten Jahren abgeschmolzen und waren so weit aufgebraucht, dass wir sie jetzt unbedingt auff\u00fcllen m\u00fcssen&#8220;, erl\u00e4utert Blatt. Geld, das den Kassen f\u00fcr die Versorgung fehle.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Unter Spahn mussten die Kassen ihre historisch hohen R\u00fccklagen drastisch abbauen. Damals waren das \u00fcber 20 Milliarden Euro. Heute liegen die R\u00fccklagen der Krankenkassen bei gerade mal <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/presse\/pressemitteilungen\/finanzentwicklung-der-gkv-im-1-halbjahr-2025-pm-05-09-2025.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">rund 4,6 Milliarden Euro<\/a>. Mit dem Geld hat der ehemalige Gesundheitsminister einen Teil der hohen Kosten der Corona-Krise bezahlt. Au\u00dferdem hat er damit teure Reformen finanziert, wie die neuen E-Rezepte. Vor allem wollte er aber, dass die Beitr\u00e4ge nicht weiter steigen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Damit sah es nat\u00fcrlich f\u00fcr vier Jahre so aus, als wenn die Beitr\u00e4ge relativ stabil bleiben w\u00fcrden. War aber Beschiss, weil einfach die R\u00fccklagen abgebaut wurden&#8220;, kritisiert TK-Chef Jens Baas Ende 2024 im <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/omr.com\/de\/daily\/techniker-krankenkasse-jens-baas\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">OMR-Podcast<\/a>. Spahn hatte seine Ambitionen schon fr\u00fcher deutlich gemacht. &#8222;Krankenkassen sind keine Sparkassen&#8220;, hatte der damalige gesundheitspolitische Sprecher der Union 2012 <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.pharmazeutische-zeitung.de\/2012-02\/spahn-will-sparschwein-der-kassen-pluendern\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">gesagt<\/a> &#8211; &#8222;einer der schlimmsten S\u00e4tze, die im Gesundheitssystem gesagt wurden&#8220;, meint der TK-Chef.<\/p>\n<\/p>\n<p>Bund l\u00e4sst Kassen auf Grundsicherung sitzen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Was die Kassen au\u00dferdem belastet, sind versicherungsfremde Leistungen. Das sind Ausgaben, die erst mal nichts direkt mit Krankheiten zu tun haben. Wie das Mutterschaftsgeld, die beitragsfreie Familienversicherung, das Kinderkrankengeld oder die Krankenversicherung im B\u00fcrgergeld.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Staat zahlt f\u00fcr B\u00fcrgergeld- beziehungsweise Grundsicherungs-Empf\u00e4nger Pauschalen an die Krankenkassen. Die decken aber nicht die tats\u00e4chlichen Behandlungskosten. Auf zwei Dritteln der Kosten bleiben die Kassen sitzen, kritisiert Blatt. Das seien zurzeit rund zehn Milliarden Euro pro Jahr. Die m\u00fcssten dann die Beitragszahler bezahlen. Die gesetzlichen Krankenkassen haben den Bund deshalb vergangenen Herbst <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.gkv-spitzenverband.de\/gkv_spitzenverband\/presse\/pressemitteilungen_und_statements\/pressemitteilung_2160877.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">verklagt<\/a>. 2024 haben rund 5,5 Millionen Menschen Grundsicherung <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/242062\/umfrage\/leistungsempfaenger-von-arbeitslosengeld-ii-und-sozialgeld\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">bekommen<\/a>, genauso viele wie im Jahr davor.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">W\u00fcrde der Staat die Kosten erstatten, w\u00fcrden das die Versicherten direkt merken, sagt Anne-Kathrin Klemm, Vorst\u00e4ndin beim BKK Dachverband, im <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/plusminus\/krankenkassen-in-der-krise-was-mit-unseren-beitraegen-passiert\/ard\/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3BsdXNtaW51cy85OWNmZGQ0Yi0xODVhLTRmYmYtOTcyMy0yZTc5OTIzNTI3NzY\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">MDR<\/a>. &#8222;Wenn diese Gelder vom Bund bezahlt werden w\u00fcrden, dann k\u00f6nnte der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz um 0,5 Prozentpunkte gesenkt werden. Das hei\u00dft, er w\u00fcrde jetzt nicht 2,9 Prozent betragen, sondern 2,4.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Deutschland f\u00fcr Arzneimittelmarkt ein Schlaraffenland&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Reserven der Krankenkassen schmelzen zudem, weil ihre Ausgaben immer mehr steigen. Vergangenes Jahr haben sie rund 341 Milliarden Euro <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/73331\/umfrage\/einschaetzung-der-einnahmen-und-ausgaben-der-gkv\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ausgegeben<\/a>, fast 22 Milliarden mehr als 2024. Den <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.gkv-spitzenverband.de\/gkv_spitzenverband\/presse\/zahlen_und_grafiken\/gkv_kennzahlen\/gkv_kennzahlen.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">gr\u00f6\u00dften Anteil<\/a> machen laut GKV Krankenhausbehandlungen mit 102 Milliarden Euro im Jahr 2024 aus, Medikamente haben 55 Milliarden Euro gekostet und f\u00fcr \u00e4rztliche Behandlungen wurden 50 Milliarden Euro ausgegeben.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein Grund f\u00fcr den Kostenanstieg ist die alternde Bev\u00f6lkerung: Fast jeder vierte Deutsche ist inzwischen \u00fcber 65 Jahre alt. \u00c4ltere Menschen sind \u00f6fter krank und kosten die Krankenkassen pro Kopf <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Verrutschte-Alterspyramide-laesst-Gesundheitskosten-explodieren-article26012611.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">besonders viel Geld<\/a>. Einen Anteil hat auch der teure medizinische Fortschritt, hei\u00dft es in der Deloitte-Analyse. Neue Behandlungsmethoden wie Gen- und Zelltherapien verschlingen demnach viel Geld. Und es gebe auch immer neue Arzneimittel, zum Beispiel gegen Nervenkrankheiten oder \u00dcbergewicht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Generell seien Medikamente in Deutschland \u00fcberteuert, sagt Boris von Maydell vom Verband der Ersatzkassen (VDEK) bei ntv. &#8222;Deutschland ist f\u00fcr den Arzneimittelmarkt ein Schlaraffenland. Medikamente kommen extrem schnell in die Versorgung, zu sehr hohen Preisen. Das ist ein Bereich, in dem zus\u00e4tzliche Kosten gespart werden k\u00f6nnten.&#8220; In anderen L\u00e4ndern sind die Arzneimittelpreise niedriger, hat eine Auswertung der TK <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.tk.de\/presse\/themen\/arzneimittel\/milliarden-einsparpotenzial-bei-arzneimitteln-2210942?tkcm=ab\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ergeben<\/a>. In Norwegen, S\u00fcdkorea oder Japan zum Beispiel seien einzelne Medikamente \u00fcber 70 Prozent g\u00fcnstiger. Einen gro\u00dfen Posten bei den Arzneimittelausgaben machen zudem Medikamente aus, die mit einem Patent gesch\u00fctzt sind, zum Beispiel gegen Demenz oder Krebs. Die kosten viel Geld.<\/p>\n<\/p>\n<p>Bundesl\u00e4nder \u00fcberweisen Kliniken zu wenig<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Den drittgr\u00f6\u00dften Posten bei den Kassenausgaben machen die Arztbehandlungen aus. Davon w\u00e4re ein Teil eigentlich gar nicht n\u00f6tig. \u00c4rzte verschreiben beispielsweise unwirksame Medikamente, zeigt eine <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/nachrichtendetails\/ueberversorgung-im-deutschen-gesundheitssystem-unangemessene-medizinische-leistungen-identifiziert\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Untersuchung<\/a> der Technischen Universit\u00e4t Berlin. Allein bei der TK sind das sch\u00e4tzungsweise rund 10 bis 15 Millionen Euro Mehrkosten &#8211; jedes Jahr.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Teurer geworden sind auch Krankenhausbehandlungen &#8211; immerhin der gr\u00f6\u00dfte Posten bei den Krankenkassen-Ausgaben. Pro Patient fallen f\u00fcr die Kasse knapp 6000 Euro an, 2014 waren es noch rund 3500 Euro. Das liegt nicht nur daran, dass Arzneimittel-, Personal- und Energiekosten gestiegen sind. Sondern auch daran, dass die Bundesl\u00e4nder seit Jahren zu wenig Geld \u00fcberweisen: statt der j\u00e4hrlich ben\u00f6tigten sechs Milliarden nur knapp vier Milliarden Euro. Die Kliniken m\u00fcssen sich also wohl oder \u00fcbel am Geld der Krankenkassen bedienen, um zum Beispiel Sanierungen zu bezahlen. Das fehlt dann anderswo.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dazu kommt, dass viele Krankenhausbetten leer stehen: 2024 war fast jedes dritte Bett nicht belegt. So verpuffen Kosten f\u00fcr den Betrieb.<\/p>\n<p>H\u00f6here Tabaksteuer soll leere Kassen f\u00fcllen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">H\u00e4ufig werden die \u00fcppigen Geh\u00e4lter der Vorst\u00e4nde f\u00fcr die schrumpfenden Reserven verantwortlich gemacht. Die machen in Wahrheit aber nur einen <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/fileadmin\/Dateien\/3_Downloads\/Statistiken\/GKV\/Kennzahlen_Daten\/KG1_2024_Internet.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">kleinen Teil<\/a> der Ausgaben aus: etwa 0,017 Prozent. F\u00fcr die Verwaltung haben die gesetzlichen Kassen 2024 insgesamt 13 Milliarden Euro ausgegeben, sie machen rund vier Prozent der Kosten aus.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Um die angeschlagenen Kassen zu entlasten, haben Unions- und SPD-Politiker eine h\u00f6here Tabaksteuer vorgeschlagen. Der Chef der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, kann sich zus\u00e4tzlich auch eine Steuererh\u00f6hung bei Alkohol, Zucker und Cannabis vorstellen &#8211; <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kassen%C3%A4rzte-Chef-schl%C3%A4gt-Zwei-Euro-Steuer-auf-Wein-vor-id30347083.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">denkbar<\/a> seien zwei Euro mehr f\u00fcr eine Zigarettenschachtel oder eine Flasche Wein. Sein Vorschlag: Diese Steuern k\u00f6nnten ins Gesundheitswesen flie\u00dfen, bisher &#8222;versickerten&#8220; diese im allgemeinen Steuerhaushalt, hat Gassen <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Zwei-Euro-mehr-pro-Schachtel-Tabaksteuer-soll-steigen-id30307682.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">bei ntv gesagt<\/a>. Einsparpotenzial sieht der Kassen\u00e4rzte-Chef auch im Krankenhausbereich und bei der Mehrwertsteuer f\u00fcr Medikamente.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auch Gesundheitsministerin Nina Warken ist klar: Es muss gespart werden, damit die Kassenbeitr\u00e4ge nicht noch weiter ansteigen. Eingespart werden soll ein zweistelliger Milliardenbetrag. Doch wie &#8211; das verr\u00e4t sie nicht. Erst Ende M\u00e4rz soll eine Kommission Vorschl\u00e4ge machen, bis zur Sommerpause soll ein Gesetzentwurf fertig sein. Es bleibt zu hoffen, dass der mehr bringt als das Sparpaket vom Dezember.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rekordbeitr\u00e4ge, aber chronisch pleiteHat Jens Spahn die Krankenkassen ausgenommen?11.02.2026, 14:46 Uhr Von Caroline Amme Artikel anh\u00f6ren(10:08 min) Unter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":789705,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,19839,13,15785,1378,3263,166,1188,18115,14,15,36257,2043,16,12,6736,23915],"class_list":["post-789704","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-gesetzliche-krankenkassen","tag-headlines","tag-jens-spahn","tag-karl-lauterbach","tag-krankenhaus","tag-krankenkassen","tag-krankenversicherung","tag-medikamente","tag-nachrichten","tag-news","tag-nina-warken","tag-podcast","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-steuererhoehung","tag-techniker-krankenkasse"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116053145596548811","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/789704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=789704"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/789704\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/789705"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=789704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=789704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=789704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}