{"id":792049,"date":"2026-02-12T14:48:21","date_gmt":"2026-02-12T14:48:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/792049\/"},"modified":"2026-02-12T14:48:21","modified_gmt":"2026-02-12T14:48:21","slug":"kia-europe-designchef-neue-herausforderungen-durch-e-antrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/792049\/","title":{"rendered":"Kia-Europe-Designchef: Neue Herausforderungen durch E-Antrieb"},"content":{"rendered":"<p>Oliver Samson steht seit April 2024 an der Spitze des Designstudios von Kia Europe in Frankfurt. Der Designer begann seine Laufbahn 2003 bei Hyundai, arbeitete anschlie\u00dfend unter anderem bei Mercedes-Benz und sammelte weitere Erfahrungen bei Nio und Changan in China, bevor er zum s\u00fcdkoreanischen Konzern zur\u00fcckkehrte. Im Gespr\u00e4ch mit dem Portal Edison erl\u00e4utert Samson die gestalterische Linie von Kia und gibt Einblicke in die Entwicklung des neuen kleinen Elektro-SUV EV2.<\/p>\n<p>Betrachtet man aktuelle Modelle wie EV9, EV4, EV3 und den EV2, zeigt sich laut dem Manager eine klare, wiedererkennbare Handschrift. Zentrale Merkmale sind das \u201eWrap-Around\u201c-Glas, bei dem die Scheiben wie ein durchgehendes Band wirken, sowie eine konsequent vertikale Lichtsignatur. Dieses Element soll markenpr\u00e4gend bleiben. \u201eWir wollen immer unser charakteristisches Vertikal-Design bei Elektroautos beibehalten\u201c, betont Samson und spricht von einem \u201esehr starken Alleinstellungsmerkmal\u201c.<\/p>\n<p>Besonders ausf\u00fchrlich geht Samson auf den EV2 ein, der als k\u00fcnftiges elektrisches Einstiegsmodell bewusst mit Konventionen im Kleinwagensegment breche. Die aufrechte Fahrzeugform diene vor allem der besseren Raumausnutzung. Ziel sei es gewesen, ein \u00fcberraschend gro\u00dfz\u00fcgiges Raumgef\u00fchl zu schaffen, erkl\u00e4rt Samon. \u201eMan sitzt in dem Auto und hat das Gef\u00fchl, in einem Fahrzeug zu sitzen, das eine halbe Klasse gr\u00f6\u00dfer ist.\u201c<\/p>\n<p>Die futuristische Anmutung aktueller Kia-Modelle f\u00fchrt der Designer auf die Unternehmenskultur zur\u00fcck. W\u00e4hrend progressive Entw\u00fcrfe bei anderen Herstellern im Laufe der internen Abstimmungen h\u00e4ufig abgeschw\u00e4cht w\u00fcrden, setze das Kia-Management bewusst auf Mut und radikale Ans\u00e4tze. Zun\u00e4chst werde ein ambitionierter Entwurf erwartet, der erst sp\u00e4ter gegebenenfalls zur\u00fcckgenommen werde.<\/p>\n<p>Ein g\u00e4ngiges Klischee \u00fcber das Design von Elektroautos weist Samson zur\u00fcck: Der Wegfall des Verbrennungsmotors bedeute keineswegs gestalterische Freiheit. Auch Stromer seien technisch komplex, und Anforderungen wie Fu\u00dfg\u00e4ngerschutz und Aerodynamik w\u00fcrden vergleichbare Herausforderungen darstellen. Der fehlende K\u00fchlergrill vereinfache die Aufgabe nicht, sondern sei lediglich \u201eein Loch weniger in der Fahrzeugfront\u201c.<\/p>\n<p>Der Manager verweist auch auf die vielen technischen Anforderungen, die sich durch den Fu\u00dfg\u00e4ngerschutz und die Optimierung der Aerodynamik ergeben. \u201eIch habe bereits eine Reihe Elektroautos und auch Verbrenner entworfen \u2013 die Herausforderungen waren immer die gleichen\u201c, so Samson. <\/p>\n<p>Im Innenraum verfolgt Kia laut Samson einen pragmatischen Ansatz. Physische Tasten sollen dort erhalten bleiben, wo sie sinnvoll sind. Er kritisiert die ausschlie\u00dfliche Touch-Bedienung allt\u00e4glicher Funktionen und pl\u00e4diert f\u00fcr eine ausgewogene Mischung aus digitaler und analoger Steuerung, um Bedienung nicht unn\u00f6tig zu verkomplizieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Oliver Samson steht seit April 2024 an der Spitze des Designstudios von Kia Europe in Frankfurt. 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