{"id":792071,"date":"2026-02-12T14:59:16","date_gmt":"2026-02-12T14:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/792071\/"},"modified":"2026-02-12T14:59:16","modified_gmt":"2026-02-12T14:59:16","slug":"tempo-30-modellprojekt-in-der-region-hannover-zeigt-positive-effekte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/792071\/","title":{"rendered":"Tempo 30 Modellprojekt in der Region Hannover zeigt positive Effekte"},"content":{"rendered":"<p>Das im Herbst 2024 begonnene Modellprojekt \u201eTempo 30 in Ortsdurchfahrten\u201c der <a href=\"https:\/\/www.hannover-entdecken.de\/region-hannover\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"3756\" title=\"Region Hannover\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Region Hannover<\/a> ist abgeschlossen. Die Verantwortlichen ziehen ein positives Fazit.<\/p>\n<p>Die Testphase auf 21 Versuchsstrecken (4 in der LHH, in 17 Umlandkommunen) zeigt, dass die Geschwindigkeitsreduzierung zu mehr Verkehrssicherheit und geringerer L\u00e4rmbelastung beigetragen hat. \u201eGleichzeitig haben wir festgestellt, dass die Bev\u00f6lkerung das Projekt \u00fcberwiegend positiv bewertet\u201c, res\u00fcmiert Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. \u201eUns ist sehr daran gelegen, dass wir Tempo 30 in den meisten Kommunen beibehalten k\u00f6nnen, aber daf\u00fcr ben\u00f6tigen wir zwingend die rechtlichen Rahmenbedingungen des Bundes.\u201c<\/p>\n<p>Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 in Ortsdurchfahrten ist nach aktueller Stra\u00dfenverkehrsordnung (StVO) bisher nur bei einer sogenannten qualifizierten oder einfachen Gefahrenlage m\u00f6glich \u2013 also etwa dann, wenn sie an <a href=\"https:\/\/www.hannover-entdecken.de\/schulen-in-hannover\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"3966\" title=\"Schulen in Hannover\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schulen<\/a> oder Kitas vorbeif\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wie war das Projekt Tempo 30 in der Region Hannover angelegt?<\/p>\n<p>Die Projektphase in den 17 teilnehmenden Umlandkommunen startete im September und Dezember 2024. Vier Strecken aus der Landeshauptstadt Hannover nehmen ebenfalls an dem Versuch teil, hier l\u00e4uft das Projekt seit November 2025. Mittels Seitenradarmessungen wurden Geschwindigkeit, L\u00e4rm und Verkehrsaufkommen vor und w\u00e4hrend der Testphase untersucht. Mit der Methode der Floating-Car-Data wurden Geschwindigkeitsverl\u00e4ufe \u00fcber gesamte Strecken gemessen. Au\u00dferdem wurde im Rahmen einer Online-Befragung exemplarisch in den Ortsteilen Eltze (<a href=\"https:\/\/www.hannover-entdecken.de\/uetze\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"3753\" title=\"Uetze\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Uetze<\/a>), Hellendorf (<a href=\"https:\/\/www.hannover-entdecken.de\/wedemark\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"3746\" title=\"Wedemark\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wedemark<\/a>) und Steinwedel (<a href=\"https:\/\/www.hannover-entdecken.de\/lehrte\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"3747\" title=\"Lehrte\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lehrte<\/a>) erhoben, wie Anwohnende das Projekt wahrgenommen haben und wie die Akzeptanz der Tempo-Reduzierung war.<\/p>\n<p>Was sind die Kernbefunde des Projektes?<\/p>\n<p>Die Durchschnittsgeschwindigkeit sank um bis zu 20 Prozent, im Schnitt um zehn Prozent. Besonders wirksam war die Reduzierung auf Strecken, bei denen es zuvor h\u00e4ufig zu Tempo\u00fcberschreitungen gekommen war und auf denen die Ausgangsgeschwindigkeit entsprechend hoch war. Gew\u00f6hnungseffekte traten \u00fcber den Zeitraum des Projektes nicht auf, die Wirkung von Tempo 30 blieb stabil.<\/p>\n<p>Auch eine L\u00e4rmminderung konnte \u2013 wenngleich in unterschiedlichem Ausma\u00df \u2013 an fast allen Strecken gemessen werden. Bis zu 50 Prozent der Befragten merkten an, dass das Projekt positive Auswirkungen auf Sicherheit und L\u00e4rm hat. Bis zu zwei Drittel der Befragten haben den Verkehrsfluss trotz Tempo-Reduzierung als unver\u00e4ndert oder fl\u00fcssiger empfunden. Entsprechend w\u00fcrden sich mehr als die H\u00e4lfte der Befragten freuen, wenn das Projekt weitergef\u00fchrt werden k\u00f6nnte \u2013 jeder Vierte w\u00fcrde es sogar gerne auf weitere Hauptverkehrsstra\u00dfen ausweiten.<\/p>\n<p>Was ist das Fazit und wie geht es weiter?<\/p>\n<p>Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz: \u201eTempo 30 ist ein wirksamer Hebel f\u00fcr mehr Sicherheit, weniger L\u00e4rm und lebenswertere Orte. Und genau hier m\u00fcssen wir ansetzen. Die Kommunen selbst brauchen mehr Entscheidungsfreiheit, um dort Tempo 30 anzuordnen, wo es die Menschen vor Ort brauchen \u2013 etwa in engen Ortskernen, an unzureichend ausgestatteten Stra\u00dfen oder stark frequentierten Querungsstellen. Hier muss der Bund unbedingt ansetzen und die StVO entsprechend anpassen. Das w\u00fcrde uns das n\u00f6tige Werkzeug f\u00fcr eine zielgenaue Verkehrsplanung an die Hand geben.\u201c<\/p>\n<p>Auf m\u00f6glichst vielen der Strecken soll Tempo 30 ganz oder auf Teilabschnitten beibehalten werden. Die Verkehrsbeh\u00f6rden sind hier aktuell in der Abw\u00e4gung\/Pr\u00fcfung, wie dies im rechtlichen Rahmen m\u00f6glich ist. Klar ist bereits, dass die Strecke durch Poggenhagen nicht fortgef\u00fchrt wird. Hier wurden die Tempo 30 Schilder bereits abgebaut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das im Herbst 2024 begonnene Modellprojekt \u201eTempo 30 in Ortsdurchfahrten\u201c der Region Hannover ist abgeschlossen. 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