{"id":792274,"date":"2026-02-12T16:47:13","date_gmt":"2026-02-12T16:47:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/792274\/"},"modified":"2026-02-12T16:47:13","modified_gmt":"2026-02-12T16:47:13","slug":"staatsbibliothek-in-berlin-muss-fuer-elf-jahre-schliessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/792274\/","title":{"rendered":"Staatsbibliothek in Berlin muss f\u00fcr elf Jahre schlie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Staatsbibliothek in unmittelbarer N\u00e4he des Potsdamer Platzes gilt als eines der Berliner Wahrzeichen &#8211; ab 2030 soll sie f\u00fcr elf Jahre schlie\u00dfen. Das k\u00fcndigte die Pr\u00e4sidentin der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz (SPK), Marion Ackermann, an. In dem Zeitraum soll das Geb\u00e4ude f\u00fcr insgesamt 1,1 Milliarden Euro grundsaniert werden.<\/p>\n<p>\u00abDas Geld daf\u00fcr kommt aus dem Bauhaushalt der SPK\u00bb, sagte sie. \u00abEs geht darum, eine denkmalgesch\u00fctzte Architekturikone, die dringenden Sanierungsbedarf hat, fit f\u00fcr die Zukunft zu machen.\u00bb<\/p>\n<p>Die Generalsanierung des Geb\u00e4udes in der Potsdamer Stra\u00dfe in Berlin-Tiergarten gilt als Mammutaufgabe, schon in der Planungs- und Vorbereitungsphase.<\/p>\n<p>In der zur SPK geh\u00f6renden Bibliothek, die zu den gr\u00f6\u00dften in Deutschland z\u00e4hlt, sind mehr als 5,4 Millionen B\u00fccher und andere Medien untergebracht. Sie m\u00fcssen zwischenzeitlich ausgelagert und auf andere Standorte verteilt werden.<\/p>\n<p>Das riesige Geb\u00e4ude gegen\u00fcber der Berliner Philharmonie und in Nachbarschaft der Neuen Nationalgalerie verf\u00fcgt \u00fcber eine Gesamtfl\u00e4che von mehr als 110.000 Quadratmetern auf zw\u00f6lf Etagen, zwei davon unterirdisch. Neben der Staatsbibliothek ist dort auch das Ibero-Amerikanische Institut untergebracht. Die Staatsbibliothek hat einen zweiten Standort Unter den Linden, bei dem keine Schlie\u00dfung ansteht.<\/p>\n<p>Erste Arbeiten haben schon begonnen<\/p>\n<p>Das B\u00fcro Gerkan, Marg und Partner (gmp) bekam den Auftrag, die Generalsanierung planerisch vorzubereiten und sp\u00e4ter durchzuf\u00fchren. Erste vorbereitende Ma\u00dfnahmen haben bereits begonnen, sie sollen bis 2030 beendet sein. Danach schlie\u00dft das Haus f\u00fcr elf Jahre, genauso lange war die urspr\u00fcngliche Bauzeit.<\/p>\n<p>Das inzwischen weltbekannte Geb\u00e4ude entstand von 1967 bis 1978 als Teil des Berliner Kulturforums an der damaligen Grenze zwischen West- und Ostberlin. Die Bibliothek entstand nach den Pl\u00e4nen des Architekten Hans Scharoun unter ma\u00dfgeblicher Mitwirkung von dessen Sch\u00fcler Edgar Wisniewski.<\/p>\n<p>Die Staatsbibliothek gilt seit langem als Sanierungsfall. Eine besondere Herausforderung ist die Schadstoffbelastung. \u00abEs wurden in den 70er Jahren viele Baumaterialien verwendet, von denen wir heute wissen, sie sind gesundheitssch\u00e4dlich\u00bb, sagte der zust\u00e4ndige Referatsleiter im Bundesamt f\u00fcr Bauwesen und Raumordnung (BBR), Sebastian Pohle.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Schadstoffsanierung muss der gro\u00dfe Lesesaal geschlossen werden. \u00abDas ist einfach nicht bei laufendem Betrieb m\u00f6glich\u00bb, erkl\u00e4rte Pohle. \u00abWir m\u00fcssen insgesamt 273 sogenannte Schwarzbereiche zur Schadstoffsanierung einrichten, die separat eingehaust werden und eine eigene L\u00fcftung bekommen, f\u00fcr die wir spezialisierte Firmen brauchen und in die nur Mitarbeiter mit Schutzausr\u00fcstung rein d\u00fcrfen.\u00bb Allein dieser Prozess dauere vier Jahre.<\/p>\n<p>Sanierungsbedarf gibt es an vielen Stellen<\/p>\n<p>Aber nicht nur deswegen ist das Sanierungsvorhaben nach Pohles Einsch\u00e4tzung ausgesprochen komplex. Einmal ist das Geb\u00e4ude schlicht enorm gro\u00df. \u00abWir haben Veranstaltungsr\u00e4ume, wir haben \u00f6ffentliche R\u00e4ume, Leses\u00e4le und Magazinfl\u00e4chen\u00bb, z\u00e4hlte Pohle auf. \u00abWir haben \u00fcberall Flachd\u00e4cher zusammen mit diversen Terrassen, Balkonen und Innenh\u00f6fen. Das ist alles sehr herausfordernd, was Wassereinbr\u00fcche angeht.\u00bb<\/p>\n<p>Handlungsbedarf gibt es deshalb an vielen Stellen. Auch im Alltag kommt es immer wieder zu Problemen: Aufz\u00fcge funktionieren nicht, Toiletten sind gesperrt. Andere sind zwar ge\u00f6ffnet, aber nur f\u00fcr diejenigen zu benutzen, die mit Blick auf Geruchsbel\u00e4stigungen eine hohe Toleranzgrenze haben. Auch die Klimaanlagen gelten als st\u00f6ranf\u00e4llig.<\/p>\n<p>Die Sanierung des Geb\u00e4udes ist die zentrale Aufgabe, aber dennoch nicht die Einzige. Unter anderem sollen in der Bibliothek auch neue Gruppenarbeitsr\u00e4ume entstehen. Geplant sind Leseterrassen und deutlich mehr Gr\u00fcnfl\u00e4chen &#8211; auch da, wo jetzt noch Autos parken.<\/p>\n<p>Der Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner sieht au\u00dferdem eine \u00d6ffnung des Hauses in Richtung des Potsdamer Platzes vor. Dazu geh\u00f6rt auch ein neuer Eingang an der Ostseite des Hauses.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Staatsbibliothek in unmittelbarer N\u00e4he des Potsdamer Platzes gilt als eines der Berliner Wahrzeichen &#8211; ab 2030 soll&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":792275,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":["post-792274","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-deutschland","tag-germany"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116058681846284578","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/792274","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=792274"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/792274\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/792275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=792274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=792274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=792274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}