{"id":792930,"date":"2026-02-12T22:49:15","date_gmt":"2026-02-12T22:49:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/792930\/"},"modified":"2026-02-12T22:49:15","modified_gmt":"2026-02-12T22:49:15","slug":"usa-streichen-einschaetzung-zu-gefahren-von-treibhausgasen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/792930\/","title":{"rendered":"USA streichen Einsch\u00e4tzung zu Gefahren von Treibhausgasen"},"content":{"rendered":"<p>\n    (Aktualisierung: Obamas Reaktion erg\u00e4nzt)<\/p>\n<p>    WASHINGTON (dpa-AFX) &#8211; Die US-Umweltbeh\u00f6rde EPA unter der Regierung von Pr\u00e4sident Donald Trump nimmt ihre wissenschaftliche Einsch\u00e4tzung zu den Gefahren von Treibhausgasen zur\u00fcck. &#8222;Wir heben offiziell das sogenannte Endangerment Finding auf&#8220;, sagte Trump im Wei\u00dfen Haus. Es handele sich um die &#8222;gr\u00f6\u00dfte Deregulierungsma\u00dfnahme in der amerikanischen Geschichte&#8220;.<\/p>\n<p>    Die USA sind nach EPA-Angaben von 2020 nach China die zweitgr\u00f6\u00dften Verursacher von Treibhausgas. Auf Platz drei und vier folgen demnach Indien und die Europ\u00e4ische Union. Treibhausgase gelten als Haupttreiber des menschengemachten Klimawandels.<\/p>\n<p>    Beim &#8222;Endangerment Finding&#8220; geht es um eine wissenschaftliche Feststellung der Umweltbeh\u00f6rde aus der Amtszeit von Trumps demokratischem Vorg\u00e4nger Barack Obama, wonach Treibhausgase eine Gefahr f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit und das Wohlergehen darstellen. EPA-Leiter Lee Zeldin hatte bereits im Sommer vergangenen Jahres angek\u00fcndigt, dass die Gef\u00e4hrdungsfeststellung zur\u00fcckgenommen werden soll. Er kritisierte nun, das &#8222;Endangerment Finding&#8220; habe den &#8222;amerikanischen Traum reguliert und ins Visier genommen.&#8220;<\/p>\n<p>    Urspr\u00fcnglich hatte die EPA 2009 sechs Treibhausgase auf Basis zahlreicher wissenschaftlicher Studien als Luftverschmutzung und Gef\u00e4hrdung der Gesundheit von Menschen eingestuft. Dies war die Grundlage daf\u00fcr, dass die Umweltbeh\u00f6rde die Gase laut einem zentralen Luftreinhaltegesetz \u00fcberhaupt regulieren darf. Der &#8222;Clean Air Act&#8220; gibt der EPA die Befugnis, Begrenzungen f\u00fcr Schadstoffe in der Luft einzuf\u00fchren und Qualit\u00e4tsstandards festzulegen. Das &#8222;Endangerment Finding&#8220; war damit zentral f\u00fcr viele Klimaschutzma\u00dfnahmen in den USA.<\/p>\n<p>Obama meldet sich mit Kritik zu Wort<\/p>\n<p>    Der fr\u00fchere Pr\u00e4sident Obama kritisierte, dass die USA unter der F\u00fchrung von Trump die Gef\u00e4hrdungsfeststellung aufgehoben haben. &#8222;Ohne sie werden wir weniger sicher, weniger gesund und weniger in der Lage sein, den Klimawandel zu bek\u00e4mpfen &#8211; und das alles, damit die fossile Brennstoffindustrie noch mehr Geld verdienen kann&#8220;, schrieb er auf der Plattform X.<\/p>\n<p>Bedeutung von Treibhausgasen f\u00fcr den Klimawandel<\/p>\n<p>    Seit dem sp\u00e4ten 19. Jahrhundert haben Treibhausgase laut Forschung zu einem deutlichen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur gef\u00fchrt. Dieser wirkt sich dem Weltklimarat IPCC zufolge in allen Weltregionen aus &#8211; etwa durch h\u00e4ufigere und heftigere Extremwetterereignisse wie \u00dcberschwemmungen, Hitzewellen oder D\u00fcrren.<\/p>\n<p>    Um dem entgegenzuwirken, m\u00fcsste der Aussto\u00df klimasch\u00e4dlicher Treibhausgase schnell und deutlich sinken. Au\u00dferdem m\u00fcssten gro\u00dfe Mengen bereits ausgesto\u00dfener Gase wieder aus der Atmosph\u00e4re entfernt werden.<\/p>\n<p>    Die US-Regierung k\u00fcrzt seit Trumps Amtsantritt allerdings rigoros Mittel f\u00fcr Klimaschutz und Forschung &#8211; etwa zum Thema globale Erw\u00e4rmung. Im Januar waren die Vereinigten Staaten zudem offiziell aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten. 2015 hatten rund 200 Staaten darin vereinbart, die Erderw\u00e4rmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen &#8211; und m\u00f6glichst auf nur 1,5 Grad. Damit sollen die schlimmsten Folgen der Klimakrise vermieden werden.<\/p>\n<p>Trump lockert auch andere klimafreundliche Vorgaben<\/p>\n<p>    Bereits im Dezember hatte Trump Lockerungen bei Vorgaben angek\u00fcndigt, wie viel Kraftstoff Autos und leichte Nutzfahrzeuge in den Vereinigten Staaten k\u00fcnftig verbrauchen d\u00fcrfen. Die bisherigen Richtlinien sahen vor, dass im Flottendurchschnitt des Modelljahres 2031 eine Gallone Kraftstoff f\u00fcr rund 50 Meilen ausreichen muss. Das entspricht etwa 4,7 Litern pro 100 Kilometer. Stattdessen solle nun ein Wert von nur 34,5 Meilen pro Gallone angepeilt werden &#8211; also etwa 6,8 Liter auf 100 Kilometer.<\/p>\n<p>    Die strengeren Vorschriften des Ex-Pr\u00e4sidenten Joe Biden sollten Verbraucher durch niedrigeren Kraftstoff-Verbrauch finanziell entlasten und zugleich die Umwelt besser sch\u00fctzen. Autohersteller mussten indes mehr Geld ausgeben, um den neuen Standards gerecht zu werden.\/fsp\/DP\/he<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(Aktualisierung: Obamas Reaktion erg\u00e4nzt) WASHINGTON (dpa-AFX) &#8211; Die US-Umweltbeh\u00f6rde EPA unter der Regierung von Pr\u00e4sident Donald Trump nimmt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15564,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3977],"tags":[331,332,665,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":["post-792930","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-usa","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-boerse","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-united-states","tag-united-states-of-america","tag-us","tag-usa","tag-vereinigte-staaten","tag-vereinigte-staaten-von-amerika"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116060105447168912","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/792930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=792930"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/792930\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=792930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=792930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=792930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}