{"id":793644,"date":"2026-02-13T05:30:11","date_gmt":"2026-02-13T05:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/793644\/"},"modified":"2026-02-13T05:30:11","modified_gmt":"2026-02-13T05:30:11","slug":"paris-razzia-nach-millionenbetrug-mit-falschen-tickets-im-louvre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/793644\/","title":{"rendered":"Paris | Razzia nach Millionenbetrug mit falschen Tickets im Louvre"},"content":{"rendered":"<p>Paris (dpa) &#8211; Schon wieder muss die Pariser Polizei zu einem spektakul\u00e4ren Kriminalfall mit Millionenbeute im Louvre anr\u00fccken. Wegen des Verdachts eines gro\u00dfangelegten Betrugs mit Eintrittskarten in dem ber\u00fchmten Museum haben die Fahnder neun Menschen festgenommen und \u00fcber 1,4 Millionen Euro beschlagnahmt. Die Verd\u00e4chtigen sollen heute einem Haftrichter vorgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der Beh\u00f6rde am Dienstag. Zu den Festgenommenen geh\u00f6rten Touristenf\u00fchrer, zwei Besch\u00e4ftigte des Louvre sowie eine Person, die verd\u00e4chtigt wird, das Netzwerk organisiert zu haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.<\/p>\n<p>Der Betrug soll nach Angaben der Ermittler \u00fcber zehn Jahre angedauert haben. Der Louvre beziffere den entstandenen Schaden auf \u00fcber zehn Millionen Euro. Die Summe sollen die Verd\u00e4chtigten teils in Immobilien sowohl in Frankreich als auch in Dubai investiert haben, so die Staatsanwaltschaft. Ermittlungen zu einem m\u00f6glichen Ticketbetrug fanden demnach auch im Schloss von Versailles statt.\u00a0<\/p>\n<p>Museumsmitarbeiter sollen Betr\u00fcgern geholfen haben<\/p>\n<p>Das Museum hatte Ende 2024 selbst bei der Polizei Alarm geschlagen, weil es die Existenz eines Netzwerks vermutete, das einen gro\u00dfangelegten Betrug organisiert. Dem Louvre war nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein chinesisches Museumsf\u00fchrerpaar aufgefallen, das regelm\u00e4\u00dfig im Museum anwesend war und chinesische Touristen in die Ausstellungsr\u00e4ume schleuste, und dabei mehrfach dieselben Tickets f\u00fcr unterschiedliche Gruppen verwendete. Andere Museumsf\u00fchrer seien anschlie\u00dfend in Verdacht geraten, mit derselben Masche zu arbeiten.<\/p>\n<p>Um den mutma\u00dflichen Betr\u00fcgerring zu \u00fcberf\u00fchren, setzten die Fahnder auf \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen und Abh\u00f6raktionen, erl\u00e4uterte die Staatsanwaltschaft. Und der Verdacht des Museums best\u00e4tigte sich schnell: Die Betr\u00fcger sollen demnach Gruppenf\u00fchrungen organisiert haben, die die zul\u00e4ssige H\u00f6chstzahl von Personen \u00fcberschritten, und f\u00fcr die zus\u00e4tzlichen Teilnehmer \u00fcberh\u00f6hte Preise berechnet haben \u2013 au\u00dferhalb des offiziellen Ticketverkaufs und zum eigenen Profit.<\/p>\n<p>Fahnder beschlagnahmen gro\u00dfe Geldsummen<\/p>\n<p>Auch sollen sie Tickets mehrfach verwendet und falsche Tickets verkauft worden sein. Museumsmitarbeiter sollen Geld daf\u00fcr erhalten haben, die Gruppen nicht zu kontrollieren. Neben den Festnahmen wurde bei Razzien mehr als 957.000 Euro in bar beschlagnahmt, darunter 67.000 Euro in ausl\u00e4ndischer W\u00e4hrung, sowie 486.000 Euro auf verschiedenen Bankkonten.\u00a0<\/p>\n<p>Das Museum habe einen Plan zur Betrugsbek\u00e4mpfung angeschoben, der strengere Kontrollen und technische Ma\u00dfnahmen umfasse, sagte eine Louvre-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Auf die Frage, warum der gro\u00dfangelegte Betrug in dem Museum offenbar \u00fcber Jahre \u00fcberhaupt nicht auffiel &#8211; darauf gab es zun\u00e4chst keine Antwort.<\/p>\n<p>Millionenbetrug folgt auf spektakul\u00e4ren Blitzeinbruch<\/p>\n<p>Die Aufdeckung des mutma\u00dflichen Millionenbetrugs folgt nur vier Monate auf den Blitzeinbruch in den Louvre am 19. Oktober, der international Schlagzeilen machte und bei dem ein Einbrecherquartett Schmuckst\u00fccke im Wert von sch\u00e4tzungsweise 88 Millionen Euro erbeutete. Alle vier mutma\u00dflichen Hauptt\u00e4ter befinden sich l\u00e4ngst in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu m\u00f6glichen Auftraggebern und den Hintergr\u00fcnden der Tat gehen weiter. Von der Beute fehlt aber weiter jede Spur.<\/p>\n<p>Die Maskierten hatten einen Lkw mit Hebeb\u00fchne neben dem Museum geparkt. W\u00e4hrend zwei der T\u00e4ter auf Motorrollern an der Stra\u00dfe warteten, gelangten die anderen beiden mit der Hebeb\u00fchne auf einen Balkon im ersten Stock und von dort durch ein Fenster ins Museum. Die T\u00e4ter gingen drohend auf das Personal zu und brachen zwei Vitrinen auf. Nach knapp vier Minuten im Ausstellungssaal ergriffen sie die Flucht.<\/p>\n<p>T\u00e4ter flohen mit Juwelen auf Motorr\u00e4dern<\/p>\n<p>Die Diebe entkamen auf den Motorrollern mit acht kostbaren Schmuckst\u00fccken fr\u00fcherer K\u00f6niginnen und Kaiserinnen &#8211; darunter mit Edelsteinen \u00fcbers\u00e4te Diademe, Halsketten, Ohrringe und Broschen. Die mit Smaragden und Hunderten Diamanten verzierte Krone der Kaiserin Eug\u00e9nie (1826-1920) geh\u00f6rte ebenfalls zur Beute, wurde allerdings sp\u00e4ter in der N\u00e4he des Louvre besch\u00e4digt gefunden &#8211; sie war bei der Flucht verloren worden.<\/p>\n<p>Keine zwei Monate sp\u00e4ter gab es erneut schlechte Nachrichten aus dem Museum. Wegen bauf\u00e4lliger Fu\u00dfb\u00f6den musste Mitte November ein Ausstellungsbereich vorsorglich und unerwartet f\u00fcr Besucher geschlossen werden. Au\u00dferdem mussten 65 Museumsmitarbeiter in dem entsprechenden Bereich im S\u00fcdfl\u00fcgel kurzfristig ihre B\u00fcros r\u00e4umen. Betroffen war die Galerie Campana im ersten Stock des Sully-Fl\u00fcgels, in der griechische Keramik aus der Antike ausgestellt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Paris (dpa) &#8211; Schon wieder muss die Pariser Polizei zu einem spektakul\u00e4ren Kriminalfall mit Millionenbeute im Louvre anr\u00fccken.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":793645,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1605,3364,29,156,30,1584,2147,1209,1163],"class_list":{"0":"post-793644","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-bielefeld","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-frankreich","12":"tag-germany","13":"tag-kriminalitaet","14":"tag-museen","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-tourismus"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116061681950658311","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/793644","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=793644"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/793644\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/793645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=793644"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=793644"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=793644"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}