{"id":794037,"date":"2026-02-13T09:12:12","date_gmt":"2026-02-13T09:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/794037\/"},"modified":"2026-02-13T09:12:12","modified_gmt":"2026-02-13T09:12:12","slug":"vom-underground-in-den-pop-olymp-charli-xcx","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/794037\/","title":{"rendered":"Vom Underground in den Pop-Olymp: Charli xcx"},"content":{"rendered":"<p>Charli xcx ist &#8222;The Moment&#8220;. So hei\u00dft zumindest der Film \u00fcber sie und mit ihr, der gerade erst auf dem Sundance Festival Premiere feierte. &#8222;The Moment&#8220; ist eine Art Mockumentary \u00fcber die K\u00fcnstlerin w\u00e4hrend ihres Durchbruchs vor zwei Jahren, der Zeit des &#8222;Brat-Movements&#8220;. Er beleuchtet den Moment, der Charli xcx nach 16 Jahren in der Musikindustrie endlich auf den Musik-Olymp katapultierte. <\/p>\n<p>Was ist &#8222;Brat&#8220;?<\/p>\n<p>&#8222;Brat&#8220;, das ist nicht nur der Titel von Charli xcx sechstem Studioalbum. Der Begriff (auf deutsch &#8222;G\u00f6r&#8220;) steht f\u00fcr mehr. F\u00fcr den sogenannten &#8222;Party Girl&#8220;-Lifestyle: Immer etwas pleite, aber trotzdem auf Achse. Von einer Party zur n\u00e4chsten eilen, dabei immer eine Fluppe in der Hand haben und unpr\u00e4tenti\u00f6se Kleidung gemixt mit Designer-Klamotten tragen. <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/kultur\/alles-gleich-und-trotzdem-anders-das-neue-album-von-charli-xcx,UQtDqvP\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Brat&#8220; mutierte 2024 zum gefl\u00fcgelten Wort, ja, zu einer ganzen Bewegung.<\/a><\/p>\n<p>Seitdem ist Charli xcx ein Popstar. Doch der Weg dahin war lang. Er begann schon im Jahr 2008. Und zwar da, wo er auch 16 Jahre sp\u00e4ter seinen H\u00f6hepunkt fand: Im Internet. Charlotte Emma Aitchison &#8211; so hei\u00dft die Britin mit b\u00fcrgerlichem Namen \u2013 lud damals ihre selbst-produzierten Songs auf die Plattform Myspace. Ihre Eltern hatten der damals 16-J\u00e4hrigen zuvor Geld geliehen, damit sie mit 14 ihr erstes Album aufnehmen konnte.<\/p>\n<p>Langer Weg an die Spitze<\/p>\n<p>Obwohl die K\u00fcnstlerin ihrem Fr\u00fchwerk heute eher ablehnend gegen\u00fcbersteht, lie\u00dfen schon ihre ersten Releases die Richtung erkennen, in die Aitchison mit ihrer Musik gehen w\u00fcrde: Electronic Pop\/Dance Music. Mit 18 zog sie allein nach London und vergn\u00fcgte sich in der Raver-Szene, dann unterschrieb sie ihren ersten Plattenvertrag bei Asylum Records &#8211; jedoch mit dem Gedanken ein Rap-Album zu produzieren &#8211; und dann brach sie ihr Studium der hohen K\u00fcnste ab, um sich vollends auf die Musikkarriere zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Die hob schlie\u00dflich ab: Neben ihrem Debut-Album &#8222;True Romance&#8220; war es ein schwedisches Release, das die erste gro\u00dfe Aufmerksamkeit brachte: Die Single &#8222;I Love it&#8220; von der Pop-Gruppe &#8222;Icona Pop&#8220;. Charli xcx schrieb und interpretierte den Track in einer fr\u00fcheren Version, die nie ver\u00f6ffentlich wurde. Durch eine Neuaufnahme von Icona Pop mit Charlis Original-Gesang wurde der Dance-Pop-Song zum Nummer-1-Hit in Gro\u00dfbritannien. Ein besonderer Moment f\u00fcr die Tochter eines schottischen Vaters und einer indischen Mutter. <\/p>\n<p>Seit diesem Moment ging es f\u00fcr Charli xcx konstant aufw\u00e4rts. Sie schrieb f\u00fcnf weitere Studioalben, arbeitete an unz\u00e4hligen Songs als Songwriterin mit, f\u00fcr Stars wie Rihanna, Britney Spears, Gwen Stefani oder Rita Ora. Und sie landete einen weiteren Nummer-1-Hit mit Rapperin Iggy Azalea und &#8222;Fancy&#8220;.<\/p>\n<p>Die neue Pop-Ikone<\/p>\n<p>Wirklich &#8222;fancy&#8220; aber war Charli xcx nie \u2013 siehe &#8222;brat&#8220;. \u00dcber die Jahre entwickelte sie ihren ganz eigenen Sound: Power-Pop, gebrochen mit dunklen Techno-, HipHop- oder Elektro-Elementen. Das hebt sie ab von anderen Mainstream-Acts und zeigt, dass Charli xcx mit ihrer Musik schafft, was viele nicht schaffen: Den Balanceakt zu halten zwischen Mainstream-Pop und experimentierfreudigem Untergrund. Immer am Zahn der Zeit, wenn nicht sogar in der Zukunft. Und seit jeher queer-verbunden und feministisch.<\/p>\n<p>Kein Wunder also, dass gerade sie die Aufgabe bekam, den wohl am hei\u00dfesten erwarteten Film 2026 zu vertonen: Emerald Fennell\u2019s &#8222;Wuthering Heights&#8220;, eine Neu-Adaption des Bront\u00eb -Romans &#8222;Sturmh\u00f6he&#8220; aus dem Jahr 1847. Zusammen mit Komponist Anthony Willis arbeitete Charli xcx am Soundtrack und schrieb zw\u00f6lf Songs, die sie heute als ihr siebtes Studioalbum ver\u00f6ffentlichte. <\/p>\n<p>Die neue Platte l\u00e4sst einen eintauchen; in den Heartbreak, in die Verzweiflung, in die Sehnsucht und die Dunkelheit der Geschichte um zwei tragische Liebende: Heathcliff und Cathy, die per Naturgesetz zueinander geh\u00f6ren und sich nacheinander verzehren, aber nie zusammenfinden. Auf &#8222;Wuthering Heights&#8220; zeigt Charli xcx also erneut den Grund f\u00fcr ihren Ikonen-Status, ihr gr\u00f6\u00dftes Talent: Ein bestimmtes Gef\u00fchl, einen Zustand, einen Vibe in Songs zu verpacken \u2013 und das sogar auf Albuml\u00e4nge!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Charli xcx ist &#8222;The Moment&#8220;. So hei\u00dft zumindest der Film \u00fcber sie und mit ihr, der gerade erst&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":794038,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[16290,29,214,30,1779,810,809,215,178950],"class_list":{"0":"post-794037","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-charli-xcx","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-music","13":"tag-musik","14":"tag-popmusik","15":"tag-unterhaltung","16":"tag-wuthering-heights"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116062555110693789","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/794037","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=794037"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/794037\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/794038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=794037"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=794037"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=794037"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}