{"id":794070,"date":"2026-02-13T09:31:45","date_gmt":"2026-02-13T09:31:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/794070\/"},"modified":"2026-02-13T09:31:45","modified_gmt":"2026-02-13T09:31:45","slug":"ob-kandidat-wegner-nachhaltigkeit-soll-belohnt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/794070\/","title":{"rendered":"OB-Kandidat Wegner: \u201eNachhaltigkeit soll belohnt werden\u201c"},"content":{"rendered":"<p> Roland\u00a0Wegner tritt f\u00fcr die V-Partei\u00b3 bei der Oberb\u00fcrgermeister-Wahl in Augsburg an. Foto: Christiane Briem \/\u00a0V-Partei\u00b3 <\/p>\n<p><strong>B4BSCHWABEN.de: In drei S\u00e4tzen: Was ist Ihre Vision f\u00fcr Augsburgs Zukunft?<\/strong><\/p>\n<p>Roland Wegner: Meine Vision f\u00fcr Augsburg ist eine Stadt, die wieder Mut macht: sozial gerecht, \u00f6kologisch verantwortlich und wirtschaftlich solide. Wir wollen ein Augsburg, das Lebensqualit\u00e4t schafft, ohne sich finanziell zu \u00fcberfordern, und das ehrlich sagt, wo kommunale M\u00f6glichkeiten enden \u2013 statt Erwartungen zu entt\u00e4uschen. Nach Jahren der Frustration soll wieder sp\u00fcrbar werden: Diese Stadt h\u00f6rt zu, handelt verantwortungsvoll und macht Lust auf Zukunft. <\/p>\n<p><strong>Was macht Augsburg Ihrer Meinung nach als Wirtschaftsstandort aus? Wo sehen Sie die gr\u00f6\u00dften St\u00e4rken und Schw\u00e4chen?<\/strong><\/p>\n<p>Augsburg hat als Wirtschaftsstandort gro\u00dfe St\u00e4rken in seiner Lage, seiner industriellen Tradition, einer starken Hochschul- und Forschungslandschaft sowie vielen engagierten kleinen und mittleren Unternehmen. Gleichzeitig sehen wir Schw\u00e4chen bei der Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Fachkr\u00e4fte, bei bezahlbarem Wohnraum, bei der Aufenthaltsqualit\u00e4t und bei teilweise schwerf\u00e4lligen Verwaltungsstrukturen. Wenn wir diese Defizite ehrlich angehen, statt sie sch\u00f6nzureden, kann Augsburg sein Potenzial deutlich besser nutzen. <\/p>\n<p><strong>Die Wirtschaft in Deutschland schw\u00e4chelt, auch in Augsburg bauen Unternehmen Stellen ab, etwa Kuka oder Eberle. Die Arbeitslosenquote im Raum Augsburg ist auf dem h\u00f6chsten Stand seit 2006. Wie m\u00f6chten Sie die Arbeitspl\u00e4tze in Augsburg sch\u00fctzen, gerade auch bei mittelst\u00e4ndischen Unternehmen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Stadt kann den bundesweiten oder globalen Strukturwandel nicht aufhalten, aber sie kann Rahmenbedingungen schaffen, die helfen, Arbeitspl\u00e4tze zu sichern. Dazu geh\u00f6ren eine verl\u00e4ssliche, schnelle Verwaltung, bezahlbare Gewerbefl\u00e4chen, moderate kommunale Abgaben und gezielte Unterst\u00fctzung f\u00fcr kleine und mittelst\u00e4ndische Betriebe, die das R\u00fcckgrat der Augsburger Wirtschaft bilden. Gleichzeitig setzen wir auf Zukunftsfelder wie nachhaltige Produktion, Handwerk, Pflege und regionale Wertsch\u00f6pfung, damit Augsburg widerstandsf\u00e4higer wird \u2013 statt von einzelnen Gro\u00dfunternehmen abh\u00e4ngig zu sein. <\/p>\n<p><strong>Was sind Ihre drei wichtigsten Ma\u00dfnahmen, um kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen in Augsburg zu st\u00e4rken \u2013 jenseits von Allgemeinpl\u00e4tzen wie \u201eEntb\u00fcrokratisierung\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Erstens wollen wir kommunale Kosten sp\u00fcrbar senken, etwa durch eine Reduzierung der (k\u00fcrzlich von der Stadtregierung erh\u00f6hten) Grundsteuer und ma\u00dfvolle Geb\u00fchren, damit Betriebe wieder Planungssicherheit haben. Zweitens setzen wir auf aktive Nutzung und Vermittlung von leerstehenden Gewerbefl\u00e4chen, statt immer neue Fl\u00e4chen auszuweisen. Drittens wollen wir die st\u00e4dtische Wirtschaftsf\u00f6rderung st\u00e4rker als echten Lotsen f\u00fcr den Mittelstand ausrichten \u2013 mit klaren Ansprechpartnern, realer Unterst\u00fctzung und weniger politischer Selbstdarstellung wie die letzten sechs Jahre unter Eva Weber. <\/p>\n<p><strong>Augsburg steht wie viele Kommunen finanziell unter Druck. Welche Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur haben f\u00fcr Sie trotz knapper Kassen oberste Priorit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n<p>Trotz knapper Kassen m\u00fcssen Investitionen dort priorisiert werden, wo sie langfristig Kosten senken und Wertsch\u00f6pfung sichern. Dazu z\u00e4hlen eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur, energetische Sanierungen st\u00e4dtischer Geb\u00e4ude sowie der Erhalt und die Modernisierung bestehender Gewerbe- und Ausbildungsstandorte. Neue Prestigeprojekte lehne ich ab \u2013 Augsburg braucht zuerst Investitionen, die dauerhaft tragen und Vertrauen in eine verantwortungsvolle Finanzpolitik zur\u00fcckbringen. <\/p>\n<p><strong>Wie wollen Sie daf\u00fcr sorgen, dass sich am Wirtschaftsstandort Augsburg neue Unternehmen ansiedeln und er f\u00fcr Fachkr\u00e4fte attraktiv ist?<\/strong><\/p>\n<p>Augsburg wird als Wirtschaftsstandort nur dann attraktiver, wenn es als Lebens- und Studienort \u00fcberzeugt. Statt Versprechen \u00fcber \u201ebezahlbaren Wohnraum\u201c, die eine Kommune allein nicht einl\u00f6sen kann, setzen wir auf Aufenthaltsqualit\u00e4t, kulturelle Vielfalt, funktionierende Mobilit\u00e4t und ein lebendiges Stadtbild. Wer Augsburgs Universit\u00e4t oder seine Hochschulen w\u00e4hlt und w\u00e4hrend des Studiums gern hier lebt, bleibt auch eher nach dem Abschluss \u2013 und genau darin sehe ich einen wichtigen Hebel f\u00fcr Fachkr\u00e4fte und Unternehmensansiedlungen. <\/p>\n<p><strong>Ein wichtiger Faktor, damit Unternehmen und Fachkr\u00e4fte angezogen werden, sind auch der Wohnungsmarkt und die Kinder-Betreuungssituation einer Stadt. Welche Pl\u00e4ne haben Sie f\u00fcr bezahlbaren und mehr Wohnraum sowie ausreichend Betreuungspl\u00e4tze f\u00fcr Kinder?<\/strong><\/p>\n<p>Beim Wohnungsmarkt setzt die V-Partei\u00b3 auf Ehrlichkeit: Die Stadt kann Preise nicht einfach steuern, deshalb konzentrieren wir uns auf die bessere Nutzung vorhandenen Wohnraums, die Reduzierung von Leerst\u00e4nden und nachhaltige, ma\u00dfvolle Neubauten statt weiterer Fl\u00e4chenversiegelung. <\/p>\n<p>In der Kinderbetreuung entspannt sich die Lage derzeit durch sinkende Geburtenzahlen, weshalb wir ein kontinuierliches Monitoring f\u00fcr unerl\u00e4sslich halten. Ziel ist es, Kapazit\u00e4ten flexibel anzupassen, Qualit\u00e4t zu sichern und fr\u00fchzeitig gegenzusteuern, damit Betreuung verl\u00e4sslich bleibt \u2013 ohne dauerhaft \u00dcber- oder Unterkapazit\u00e4ten aufzubauen. <\/p>\n<p><strong>Mit dem Staatstheater und dem Hauptbahnhof hat die Stadt Augsburg zwei gro\u00dfe und teure Bauprojekte. Was sind Ihre Ideen, damit die Kosten hier nicht weiter steigen und die Zeitpl\u00e4ne eingehalten werden?<\/strong><\/p>\n<p>Beim Staatstheater ist der Schaden leider bereits angerichtet: Die aktuelle Stadtregierung tr\u00e4gt Verantwortung f\u00fcr die gr\u00f6\u00dfte Finanzmisere in der Geschichte Augsburgs. Sollte durch die laufende Gerichtsverhandlung an den entlassenen Architekten auch nur ein einziger Euro gezahlt werden m\u00fcssen, erwarten wir klare Konsequenzen und Schadensersatz von den Verantwortlichen \u2013 in diesem Fall von Eva Weber, die eigenm\u00e4chtig handelte. F\u00fcr k\u00fcnftige Projekte fordern wir verbindliche Kontrollmechanismen, transparente Entscheidungsprozesse und fr\u00fchzeitige Risikoabw\u00e4gung, damit sich das nicht wiederholt. <\/p>\n<p><strong>Wie wollen Sie Innenstadthandel und Gastronomie st\u00e4rken \u2013 gerade vor dem Hintergrund von Online-Handel, Leerst\u00e4nden und ver\u00e4nderten Konsumgewohnheiten?<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte den Innenstadthandel und die Gastronomie st\u00e4rken, indem ich die Innenstadt wieder zu einem Ort mache, an dem Menschen gerne verweilen. Dazu geh\u00f6ren attraktive Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen, Kulturangebote, tempor\u00e4re Nutzung von Leerst\u00e4nden und mehr B\u00e4ume, die im Sommer f\u00fcr Schatten und angenehme Temperaturen sorgen. Gleichzeitig setze ich mich daf\u00fcr ein, lokale Betriebe aktiv zu unterst\u00fctzen \u2013 mit Beratung, Kooperationen und Veranstaltungen. <\/p>\n<p><strong>Viele Unternehmen stehen unter Druck, nachhaltiger zu wirtschaften. Wie wollen Sie die \u00f6kologische Transformation begleiten, sodass sie gleichzeitig wirtschaftliche Chancen er\u00f6ffnet und nicht nur neue Auflagen schafft?<\/strong><\/p>\n<p>Ich setze mich daf\u00fcr ein, dass Nachhaltigkeit belohnt und unterst\u00fctzt wird, statt Unternehmen nur neue Auflagen aufzub\u00fcrden. Wir bieten Beratung, Kooperationen und F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten, geben aber auch zu: Bundes- und Landespolitik sind hier ebenso gefordert. Ziel muss sein, dass nachhaltige Produkte wirtschaftlich attraktiv werden \u2013 nicht teurer \u2013 damit \u00f6kologisches Handeln Chancen schafft, statt zu belasten. <\/p>\n<p><strong>Wo sehen Sie Augsburg wirtschaftlich im Jahr 2030? Welche Branchen und St\u00e4rken sollen die Stadt dann pr\u00e4gen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich sehe Augsburg 2030 als eine Stadt, die Lebensqualit\u00e4t, Wirtschaft und Nachhaltigkeit verbindet. Starke mittelst\u00e4ndische Unternehmen, zukunftsf\u00e4higes Handwerk, Forschung und Lehre sowie nachhaltige Produktion pr\u00e4gen unsere Wirtschaft, erg\u00e4nzt durch lebendige Kultur, Gastronomie und Stadtleben, das Fachkr\u00e4fte und Studierende anzieht. Augsburg soll eine Stadt sein, die nicht nur wirtschaftlich solide dasteht, sondern in der man gerne lebt, arbeitet und Zukunft gestaltet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Roland\u00a0Wegner tritt f\u00fcr die V-Partei\u00b3 bei der Oberb\u00fcrgermeister-Wahl in Augsburg an. 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