{"id":794546,"date":"2026-02-13T13:46:14","date_gmt":"2026-02-13T13:46:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/794546\/"},"modified":"2026-02-13T13:46:14","modified_gmt":"2026-02-13T13:46:14","slug":"friedrich-merz-der-fuehrungsanspruch-der-usa-ist-angefochten-vielleicht-schon-verspielt-sagt-der-kanzler-bei-der-muenchner-sicherheitskonferenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/794546\/","title":{"rendered":"Friedrich Merz: \u201eDer F\u00fchrungsanspruch der USA ist angefochten, vielleicht schon verspielt\u201c, sagt der Kanzler bei der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWir sind dieser Welt nicht ausgeliefert\u201c: Mit viel Pathos h\u00e4lt Bundeskanzler Friedrich Merz seine mit Spannung erwartete Grundsatzrede. Dabei w\u00e4hlte der Kanzler deutliche Worte Richtung Washington.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor einer Gef\u00e4hrdung der Freiheit in einer von Gro\u00dfm\u00e4chten gepr\u00e4gten Welt gewarnt. \u201eIn der \u00c4ra der Gro\u00dfm\u00e4chte ist unsere Freiheit nicht mehr einfach gegeben. Sie ist gef\u00e4hrdet\u201c, sagte Merz mit viel Pathos zum Auftakt der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz. Wer die Freiheit behaupten wolle, m\u00fcsse die Bereitschaft zu Ver\u00e4nderung und \u201eauch zu Opfern\u201c haben.<\/p>\n<p>Es sei eine Schwelle zu einer Zeit \u00fcberschritten, die offen von Macht und Gro\u00dfmachtpolitik gepr\u00e4gt sei. \u201eRussischer Revisionismus mit t\u00e4glich schwersten Kriegsverbrechen \u2013 das ist nur der grellste Ausdruck, den wir t\u00e4glich sehen.\u201c China erhebe einen globalen Gestaltungsanspruch. In absehbarer Zeit k\u00f6nne China den USA milit\u00e4risch auf Augenh\u00f6he begegnen. \u201eDer F\u00fchrungsanspruch der USA ist angefochten, vielleicht schon verspielt.\u201c<\/p>\n<p><b>Alle Ereignisse zur Sicherheitskonferenz lesen Sie <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article698ecdaf0abe5c8b74ecde69\/sicherheitskonferenz-jetzt-schlaegt-die-stunde-europas-kuendigt-wadephul-an-rutte-mit-seitenhieb-gegen-russland-liveticker.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article698ecdaf0abe5c8b74ecde69\/sicherheitskonferenz-jetzt-schlaegt-die-stunde-europas-kuendigt-wadephul-an-rutte-mit-seitenhieb-gegen-russland-liveticker.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>in unserem MSC-Ticker<\/b><\/a><b>. <\/b><\/p>\n<p>\u201eDie internationale Ordnung, die auf Rechten und auf Regeln ruhte, ist im Begriff, zerst\u00f6rt zu werden. Ich f\u00fcrchte, wir m\u00fcssen es noch etwas deutlicher sagen: diese Ordnung (\u2026), sie gibt es so nicht mehr\u201c. Der Ukraine-Krieg habe die Welt tiefgreifender ver\u00e4ndert, als man es f\u00fcr m\u00f6glich gehalten habe. <\/p>\n<p>Gro\u00dfmachtpolitik funktioniere nach eigenen Gesetzen, sie sei schnell hart und oftmals unberechenbar. \u201eEs wird nicht gen\u00fcgen, m\u00f6glichst klug auf die Launen der Gro\u00dfen rhetorisch zu reagieren. Wir besinnen uns auf uns selbst\u201c, sagte Merz weiter. \u201eWir Europ\u00e4er treffen unsere Vorkehrungen. Dabei kommen wir zu anderen Ergebnissen als die Administration in Washington. Unsere Aufgabe ist es, diese neue Realit\u00e4t anzuerkennen. Das bedeutet nicht, dass wir sie als unab\u00e4nderbares Schicksal hinnehmen. Wir sind dieser Welt nicht ausgeliefert. Wir werden neue T\u00fcren aufsto\u00dfen, neue Chancen ergreifen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Europa stehe Freiheit \u00fcber allem. \u201eUnd dieses Europa ist wertvoller denn je.\u201c Merz z\u00e4hlte eine Reihe an Ma\u00dfnahmen Europas und Deutschlands auf, um in einer \u201eneuen Welt\u201c zu bestehen. \u201eDen Wildwuchs europ\u00e4ischer B\u00fcrokratie m\u00fcssen wir beenden. Wir st\u00e4rken die Ostflanke der Nato. Daf\u00fcr entsteht unsere Brigade in Litauen.\u201c Dass sich bisher zu wenige Freiwillige f\u00fcr diese Brigade gemeldet haben, erw\u00e4hnte Merz nicht. \u201eGleichzeitig machen wir unsere Gesellschaft und Wirtschaft widerstandsf\u00e4higer.\u201c Mit Macron habe er erste Gespr\u00e4che zur nuklearen Abschreckung gef\u00fchrt. \u201eWir halten uns dabei an unsere rechtlichen Verpflichtungen.\u201c<\/p>\n<p>Ischinger er\u00f6ffnet Sicherheitskonferenz offiziell<\/p>\n<p>Bei der offiziellen Er\u00f6ffnung sagte Konferenz-Leiter Wolfgang Ischinger: \u201eDiese Konferenz findet statt in einer Zeit, in der die Sorgen um die globale Sicherheit oder vielmehr ihre Unsicherheit immer weiter anwachsen.\u201c. In der mehr als 60-j\u00e4hrigen Geschichte der MSC habe es \u201enoch nie so viele fundamentale Herausforderungen und auch sehr blutige Kriege in Europa, um Europa und auch auf der ganzen Welt\u201c gegeben.<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) hatte zuvor angesichts der Krise im transatlantischen Verh\u00e4ltnis mehr Investitionen in die europ\u00e4ische Verteidigung angemahnt. \u201eJetzt schl\u00e4gt die Stunde Europas\u201c, sagte Wadephul am Freitag. \u201eWir m\u00fcssen an unserer Wettbewerbsf\u00e4higkeit, aber wir m\u00fcssen auch an unserer Verteidigungsf\u00e4higkeit arbeiten. Dorthin m\u00fcssen wir investieren und da m\u00fcssen wir Schwerpunkte setzen.\u201c<\/p>\n<p>Das transatlantische B\u00fcndnis sei \u201edie DNA unserer Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik\u201c, sagte der CDU-Politiker. \u201eDaran arbeiten wir auch in schwierigen Zeiten.\u201c<\/p>\n<p>Das Motto der diesj\u00e4hrigen Sicherheitskonferenz, \u201eUnder Destruction\u201c, weise auf \u201edie tiefen globalen Umbr\u00fcche\u201c hin. \u201eUnd wir werden sie nur bestehen, wenn wir unsere Allianzen bewahren, wenn wir zu dem stehen, was uns immer stark gemacht hat, was uns immer verteidigungsf\u00e4hig gemacht hat\u201c, f\u00fcgte Wadephul mit Blick auf die Nato hinzu. <\/p>\n<p>Zu der dreit\u00e4gigen Sicherheitskonferenz werden \u00fcber tausend Teilnehmer erwartet, unter ihnen mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie rund hundert Au\u00dfen- und Verteidigungsminister. <\/p>\n<p>Die US-Delegation wird in diesem Jahr von Au\u00dfenminister Marco Rubio angef\u00fchrt, zudem nehmen nach Angaben der Veranstalter mehr als 50 Mitglieder des US-Kongresses an der Konferenz teil.<\/p>\n<p>US-Vizepr\u00e4sident J.D. Vance hatte in seiner Rede bei der MSC im vergangenen Jahr scharfe Kritik an Deutschland und Europa wegen angeblicher Beschneidung der Meinungsfreiheit ge\u00e4u\u00dfert. Die \u00c4u\u00dferungen l\u00f6sten einen gro\u00dfen Schock in Europa aus. Die US-Au\u00dfenpolitik, die an Trumps Devise \u201eAmerica first\u201c ausgerichtet ist, lie\u00df Rufe nach einer gr\u00f6\u00dferen Eigenst\u00e4ndigkeit der europ\u00e4ischen L\u00e4nder in Verteidigungsfragen laut werden.<\/p>\n<p>Auch darauf wusste Merz in seiner Auftaktrede zu reagieren: \u201eZwischen Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika hat sich ein tiefer Graben aufgetan. Vizepr\u00e4sident J.D. Vance hat das vor einem Jahr an dieser Stelle gesagt. Er hat in der Beschreibung recht. Der Kulturkampf der MAGA-Bewegung in den USA ist nicht unserer. Die Freiheit des Wortes endet hier bei uns, wenn sich dieses Wort gegen Menschenw\u00fcrde und Grundgesetz richtet. Und wir glauben nicht an Z\u00f6lle und Protektionismus. Sondern an Freihandel.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWir sind dieser Welt nicht ausgeliefert\u201c: Mit viel Pathos h\u00e4lt Bundeskanzler Friedrich Merz seine mit Spannung erwartete Grundsatzrede.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":794547,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3977],"tags":[331,332,183,13,47570,182,14,15,110,12,179084,4017,4018,4016,64,4019,4020,3552],"class_list":["post-794546","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-usa","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-friedrich-cdu","tag-headlines","tag-ischinger","tag-merz","tag-nachrichten","tag-news","tag-newsteam","tag-schlagzeilen","tag-sicherheitskonferenzen-ks","tag-united-states","tag-united-states-of-america","tag-us","tag-usa","tag-vereinigte-staaten","tag-vereinigte-staaten-von-amerika","tag-wolfgang"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116063632541323061","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/794546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=794546"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/794546\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/794547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=794546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=794546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=794546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}