{"id":794610,"date":"2026-02-13T14:21:15","date_gmt":"2026-02-13T14:21:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/794610\/"},"modified":"2026-02-13T14:21:15","modified_gmt":"2026-02-13T14:21:15","slug":"opernprogramm-in-muenchen-fuerst-igor-und-faust-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/794610\/","title":{"rendered":"Opernprogramm in M\u00fcnchen: &#8222;F\u00fcrst Igor&#8220; und &#8222;Faust&#8220; &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Gerade feierte die <strong>Bayerische Staatsoper<\/strong> mit ihrer Neuinszenierung von Charles Gounods <strong>Faust<\/strong>\u00a0die erste Premiere im neuen Jahr. Und abgesehen vom Arte-bedingten Stolperer beim Livestream war die Sache ein Erfolg bei Publikum und Kritik. Schon wird es schwer, f\u00fcr die Vorstellungen im Februar noch Karten zu bekommen, um Jonathan Tetelman in der Titelpartie, Kyle Ketelsen als\u00a0M\u00e9phistoph\u00e9l\u00e8s\u00a0und Olga Kulchynska\u00a0als Marguerite zu erleben. Und eine Nathalie Stutzmann am Pult, die man in bayerischen Breiten dann allenfalls erst wieder bei der gro\u00dfen Wagner-Jubil\u00e4umssause der Bayreuther Festspiele zu h\u00f6ren bekommt. Aber wer geh\u00f6rt schon zu den happy few, die Karten f\u00fcr den \u201eRienzi\u201c ergattert haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/bca6e5cd-d4ef-44b4-bff7-8cc8776fbd24.jpg\"   alt=\"Der greise Le docteur Faust (links, Jonathan Tetelman), hier mit M\u00e9phistoph\u00e9l\u00e8s (Kyle Ketelsen). Auf der B\u00fchne gibt es offenbar weniger Probleme f\u00fcr Rollstuhlfahrer als sonst im Nationaltheater, wo sich gehbehinderte Operng\u00e4ste immer wieder mit nicht-funktionierenden\u00a0 Aufz\u00fcgen herumschlagen m\u00fcssen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Der greise Le docteur Faust (links, Jonathan Tetelman), hier mit M\u00e9phistoph\u00e9l\u00e8s (Kyle Ketelsen). Auf der B\u00fchne gibt es offenbar weniger Probleme f\u00fcr Rollstuhlfahrer als sonst im Nationaltheater, wo sich gehbehinderte Operng\u00e4ste immer wieder mit nicht-funktionierenden\u00a0 Aufz\u00fcgen herumschlagen m\u00fcssen. (Foto: Geoffroy Schied)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wom\u00f6glich aber hat Stutzmann ja Gefallen gefunden am Staatsorchester und am M\u00fcnchner Haus. Ein \u201eau revoir\u201c w\u00e4re schlie\u00dflich sch\u00f6n. Steht doch, was man so h\u00f6rt, in der kommenden Spielzeit eine weitere Goethe-<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Oper\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oper<\/a> als Klassiker des franz\u00f6sischen Repertoires an: Massenets \u201eWerther\u201c. Kandidat f\u00fcr die Titelpartie w\u00e4re dann,\u00a0einfach mal dreist dahin phantasiert, Stutzmanns Landsmann Benjamin Bernheim. Aber all das ist Wunschkonzert! Nach der Spielzeitpr\u00e4sentation f\u00fcr die Saison 2026\/27 am 15. M\u00e4rz um 11 Uhr (auch Live-\u00dcbertragung auf staatsoper.tv) wei\u00df man mehr, auch dar\u00fcber, ob Kirill Petrenko im Nationaltheater mal wieder eine Oper, eine russische zumal, dirigieren k\u00f6nnte. Auch da gibt\u2019s Munkeleien.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/oper-gaertnerplatztheater-fuerst-igor-roland-schwab-li.3382961\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;ich_mag_geheimnisse_im_leben_und_auf_der_buehne&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;kultur_in_muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3382961&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchenoper-gaertnerplatztheater-fuerst-igor-roland-schwab-li3382961\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/3ee9bf8a-1507-4fe5-9f6c-bb393bb48acc.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Wie Roland Schwab den \u201eF\u00fcrst Igor\u201c am G\u00e4rtnerplatztheater inszeniert<\/p>\n<p>:\u201eIch mag Geheimnisse im Leben und auf der B\u00fchne\u201c<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Ein Pazifist, der ein Kriegsdrama vertont: \u201eF\u00fcrst Igor\u201c war schon f\u00fcr den Komponisten Alexander Borodin eine Herausforderung. Regisseur Roland Schwab, der die Oper am G\u00e4rtnerplatztheater M\u00fcnchen inszeniert, findet jedoch nicht nur diese Schieflage reizvoll.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ganz real ist an diesem Samstag, 14. Februar, am <strong>G\u00e4rtnerplatztheater<\/strong>\u00a0 Alexander Borodins Oper <strong>F\u00fcrst Igor<\/strong>. Roland Schwab inszeniert. F\u00fcr den geb\u00fcrtigen M\u00fcnchner eine \u201edelikate Challenge\u201c, wie er der SZ verraten hat. Eine Herausforderung war das Kriegsdrama auch f\u00fcr den nur im Nebenberuf als Komponist t\u00e4tigen Chemie-Professor Borodin (Fachgebiet: Polymerisation der Aldehyde), denn der war seiner ganzen Pers\u00f6nlichkeit nach ein harmonies\u00fcchtiger Pazifist. Was aber wohl nicht der Grund war, weshalb er das Werk zu Lebzeiten nicht mehr zu Ende komponieren konnte und diese Aufgabe seinen Komponistenfreunden hinterlie\u00df. In einer Szene der Schwab-Inszenierung, von der es bereits ein Foto gibt, sieht man wild diskutierend Alexander Glasunow,\u00a0Nikolai Rimski-Korsakow und\u00a0Alexander Borodin um ein Klavier gruppiert. Die Entstehung von Musik als gruppendynamischer Prozess, wie sch\u00f6n.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/87399261-1713-4ea6-8bf0-aeb36d27c26a.jpg\"   alt=\"Hartes Ringen um die Partitur: (von links) die Komponisten Alexander Glasunow (Tobias Kartmann), Nikolai Rimski-Korsakow (Vladimir Pavic) und\u00a0 Alexander Borodin (Dieter Fernengel) in Roland Schwabs\u00a0 Inszenierung der Oper \u201eF\u00fcrst Igor\u201c am G\u00e4rtnerplatz.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Hartes Ringen um die Partitur: (von links) die Komponisten Alexander Glasunow (Tobias Kartmann), Nikolai Rimski-Korsakow (Vladimir Pavic) und\u00a0 Alexander Borodin (Dieter Fernengel) in Roland Schwabs\u00a0 Inszenierung der Oper \u201eF\u00fcrst Igor\u201c am G\u00e4rtnerplatz. (Foto: Markus Tordik)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zuletzt ging der Preis an das altehrw\u00fcrdige Th\u00e9\u00e2tre Royal de la Monnaie in Br\u00fcssel. Am 23. Februar wird dem kleinen Theater Regensburg bei den internationalen <strong>Opera! Awards 2026<\/strong> der Titel \u201eBestes Opernhaus 2025\u201c verliehen. Die Gala findet im eigenen Haus statt, die Jury der Zeitschrift Oper! Das Magazin\u00a0wird dort insgesamt 20 Preise in verschiedenen Kategorien verteilen. Zu den G\u00e4sten des l\u00e4ngst ausverkauften Abend-Events geh\u00f6ren Cecilia Bartoli, Jonathan Tetelman, Barrie Kosky, Christof Loy, Ermonela Jaho, Nadezhda Karyazina, Erin Morley und Miina-Liisa V\u00e4rel\u00e4.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Lebens- und Ehrenpreis geht an <strong>J\u00fcrgen Rose<\/strong>, 88. \u201eEin Lebensgesamtkunstwerk, das in keine Schublade passt. Fast s\u00e4mtliche Gewerke hat dieser K\u00fcnstler bedient, B\u00fchne, Kost\u00fcme und Dramaturgie mitgeschaffen f\u00fcr mehr als 300 Opern, Schauspiele, Ballette und Operetten, auch selbst Regie gef\u00fchrt. Sogar als Schauspieler trat er auf, in seinen Anf\u00e4ngen. Den Durchbruch erzielte er mit 25, mit Crankos Romeo und Julia\u00a0in Stuttgart. Seinen Abschied nahm er mit Wagners Ring in Genf, mit 76. Stets traf er den Punkt, als Perfektionist im Team. Daf\u00fcr wurde er geliebt, gef\u00fcrchtet \u2013 und stilbildend f\u00fcr eine ganze Sch\u00fclergeneration.\u201c So hei\u00dft es in der offiziellen Laudatio der Jury.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">An der Bayerischen Staatsoper kann man Roses gro\u00dfartiges Schaffen wieder am 28. Februar und dann im M\u00e4rz in John Crancos Ballett \u201eOnegin\u201c bewundern. Seit 1972 im Repertoire des Bayerischen Staatsballetts, fasziniert diese Produktion noch immer mit Roses stimmungsvollem B\u00fchnenbild und der detailreichen Eleganz der Kost\u00fcme.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/403fda95-18dc-45b7-9859-a492d359e98a.jpeg\"   alt=\"Ehrung f\u00fcr den legend\u00e4ren B\u00fchnenbildner: J\u00fcrgen Rose, hier mit der K\u00fcnstlerin Anja Edelmann; sie hat einst bei ihm studiert und ihren Lehrer f\u00fcr die Portr\u00e4tgalerie im Nationaltheater in Szene gesetzt.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Ehrung f\u00fcr den legend\u00e4ren B\u00fchnenbildner: J\u00fcrgen Rose, hier mit der K\u00fcnstlerin Anja Edelmann; sie hat einst bei ihm studiert und ihren Lehrer f\u00fcr die Portr\u00e4tgalerie im Nationaltheater in Szene gesetzt. (Foto: Wilfried H\u00f6sl)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00dcberhaupt, die Bayerische Staatsoper ohne J\u00fcrgen Rose? Kaum vorstellbar. Allein in den kommenden Monaten ist seine Kunst zudem in\u00a0John Neumeiers Balletten <strong>Illusionen \u2013 wie Schwanensee<\/strong>\u00a0und <strong>Die Kameliendame<\/strong>\u00a0sowie in seiner wohl ber\u00fchmtesten Gro\u00dftat am Haus, Bellinis Oper <strong>Norma<\/strong>\u00a0aus dem Jahr 2006, zu erleben. Hier hat Rose nicht nur die schr\u00e4ge, azurblaue B\u00fchne und die Kost\u00fcme entworfen, sondern auch selbst inszeniert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gerade feierte die Bayerische Staatsoper mit ihrer Neuinszenierung von Charles Gounods Faust\u00a0die erste Premiere im neuen Jahr. 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