{"id":796182,"date":"2026-02-14T05:04:12","date_gmt":"2026-02-14T05:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/796182\/"},"modified":"2026-02-14T05:04:12","modified_gmt":"2026-02-14T05:04:12","slug":"zweiter-weltkrieg-tausende-gedenken-in-dresden-der-angriffe-vom-13-februar-1945","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/796182\/","title":{"rendered":"Zweiter Weltkrieg: Tausende gedenken in Dresden der Angriffe vom 13. Februar 1945"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">In\u00a0Dresden\u00a0ist der Bombardierung der Stadt kurz vor Ende des <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/zweiter-weltkrieg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zweiten Weltkriegs<\/a> vor 81 Jahren gedacht worden. Am Abend schloss sich wieder die traditionelle Menschenkette um die historische Altstadt. Zuvor hatte es Gedenkveranstaltungen, etwa auf Friedh\u00f6fen, gegeben. Am Samstag mobilisieren wie in den Vorjahren Rechtsextreme zu einem sogenannten Gedenkmarsch. Es gibt Gegenproteste, die Polizei plant einen Gro\u00dfeinsatz.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bei den britischen und US-amerikanischen Luftangriffen vom 13. bis 15. Februar 1945 waren rund 25.000 Menschen get\u00f6tet worden. Gro\u00dfe Teile der Altstadt wurden zerst\u00f6rt. Mit Kranzniederlegungen und Andachten wird jedes Jahr daran erinnert. Die Menschenkette um die Altstadt, in der sich Baudenkm\u00e4ler wie die Frauenkirche befinden, geh\u00f6rt seit 2010 dazu.\n<\/p>\n<p>        Ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In Videos auf <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/instagram\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Instagram<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/DUtXvpOgnZ2\/?hl=de&amp;img_index=1\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">die von der Stadtverwaltung verbreitet wurden<\/a>, ist zu sehen, wie sich die Menschenkette in der Innenstadt unter dem Gel\u00e4ut der Dresdner Kirchen am fr\u00fchen Abend schloss. Rund 5.000 Menschen waren daran beteiligt, wie die Nachrichtenagentur epd berichtet. Au\u00dferdem wurden zahlreiche Kerzen vor der Frauenkirche entz\u00fcndet und das traditionelle sogenannte B\u00fcrgersingen zum Gedenken angestimmt. Nach Angaben der Stadtverwaltung soll die Menschenkette ein Zeichen gegen Krieg, Gewalt und die politische Instrumentalisierung des Geschehens sowie f\u00fcr Demokratie und Freiheit setzen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/dresden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dresdens<\/a>\u00a0erster B\u00fcrgermeister Jan Donhauser (CDU) sagte, die Menschenkette stehe daf\u00fcr, dass die Hoffnung auf Vers\u00f6hnung nie vergebens sei, &#8222;auch nicht in der dunkelsten Stunde&#8220;. Ursula Staudinger, Rektorin der Technischen Universit\u00e4t\u00a0Dresden\u00a0und Versammlungsleiterin der Menschenkette, mahnte, die Demokratie sei kein Geschenk, sondern ein Auftrag.\n<\/p>\n<p>        Rechtsextreme versuchen, das Gedenken zu instrumentalisieren        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Rachel Lancaster, B\u00fcrgermeisterin der britischen Partnerstadt Coventry, sagte, das gemeinsame Erinnern sei von besonderer Bedeutung. Die heutige Freundschaft beider St\u00e4dte sei ein Zeichen, dass Konflikte und Verlust sich \u00fcberwinden lie\u00dfen. Coventry war im Zweiten Weltkrieg am 14. November 1940 durch deutsche Luftangriffe\u00a0zerst\u00f6rt worden.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags das digitale Magazin ZEIT am Wochenende. W\u00e4hrend der Olympischen Winterspiele erhalten Sie au\u00dferdem t\u00e4glich den Sondernewsletter Schnee von heute.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Schon am Freitag wurden nach Polizeiangaben parallel zum offiziellen Gedenken erste Versammlungen der rechten Szene erwartet. Immer wieder versuchen Rechtsextreme, die Erinnerung an die Bombardierung f\u00fcr ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Beim 80. Jahrestag im vergangenen Jahr gab es einen gr\u00f6\u00dferen Aufmarsch sowie zahlreiche Gegendemonstrationen.\u00a0Die Bombardierung\u00a0Dresdens\u00a0war bereits von den Nationalsozialisten f\u00fcr Propaganda benutzt worden.\n<\/p>\n<p>                        Die Polizei erwartet einen ruhigeren Verlauf als letztes Jahr        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In diesem Jahr erwartet die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/polizei\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Polizei<\/a> in Dresden aufgrund des weniger symboltr\u00e4chtigen Jahrestags nach eigenen Angaben einen insgesamt ruhigeren Verlauf. Sie plant wegen des rechtsextremen Aufmarsches an diesem Samstag aber trotzdem einen Gro\u00dfeinsatz. Unterst\u00fctzt werden die Beamten unter anderem von Einsatzkr\u00e4ften der Polizei aus Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie der Bundespolizei.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nach Angaben des s\u00e4chsischen Landesverfassungsschutzes versuchen\u00a0Rechtsextreme und Neonazis, das j\u00e4hrliche Gedenken zu nutzen, um geschichtsrevisionistische und verfassungsfeindliche Erz\u00e4hlungen zu verbreiten. Dazu geh\u00f6ren demnach die Relativierung des Holocaust und die Umdeutung des vom nationalsozialistischen Deutschland begonnenen Weltkriegs in einen v\u00f6lkischen &#8222;Freiheitskampf&#8220;. Die rechtsextreme Propaganda verwendet dabei oft auch weit \u00fcberh\u00f6hte Totenzahlen.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>            Zerst\u00f6rung Dresdens        <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2015\/07\/dresden-zerstoerung-ns-70-jahre\" data-ct-label=\"Zweiter Weltkrieg: Bomben aufs Abendland\" data-uuid=\"def0c61f-60d9-49d0-bca8-d9f52773c34e\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (registrierungspflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Zweiter Weltkrieg:<br \/>\n                        Bomben aufs Abendland<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/feature\/zweiter-weltkrieg-dresden-rotterdam-warschau-drittes-reich-staedte-luftkrieg\" data-ct-label=\"Zweiter Weltkrieg: Europas Schreckensn\u00e4chte\" data-uuid=\"c8663849-6475-4e74-8bc3-3a8421616f40\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Zweiter Weltkrieg:<br \/>\n                        Europas Schreckensn\u00e4chte<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>            <script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In\u00a0Dresden\u00a0ist der Bombardierung der Stadt kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren gedacht worden. 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