{"id":79635,"date":"2025-05-02T22:44:10","date_gmt":"2025-05-02T22:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/79635\/"},"modified":"2025-05-02T22:44:10","modified_gmt":"2025-05-02T22:44:10","slug":"crossing-europe-erzaehl-mir-vom-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/79635\/","title":{"rendered":"Crossing Europe, erz\u00e4hl mir vom Krieg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Unfassbare in Bilder fassen. Wenn vom 29. April bis zum 4. Mai das Crossing Europe Filmfestival in Linz stattfindet, dann ist es auch Zeit, \u00fcber eine der gr\u00f6\u00dften Grausamkeiten der Menschheit zu sprechen \u2013 den Krieg. In Europa und dar\u00fcber hinaus.<\/strong><\/p>\n<p>Bl\u00e4ttert man durch das Programm mit 142 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen aus 42 L\u00e4ndern, st\u00f6\u00dft man immer wieder auf Werke, die sich mit Krieg auseinandersetzen \u2013 \u00fcber den Krieg, im Krieg, vom Krieg. Schon in den vergangenen Jahren hat Crossing Europe bewegende Geschichten \u00fcber Gewalt, Zerst\u00f6rung und \u00dcberleben pr\u00e4sentiert. Auff\u00e4llig ist allerdings, dass sich \u2013 anders als zum Krieg in der Ukraine \u2013 rund um das Thema Nahostkonflikt keine Filme im Programm finden.<\/p>\n<p>Dieser Artikel bietet eine subjektive Auswahl an Filmen aus diesem thematischen Segment und zeigt auf, bei welchen sich ein genauer Blick besonders lohnt.<\/p>\n<p>Perspektiven des Ukraine-Krieges <\/p>\n<p>Wie schon in den vergangenen Jahren seit dem gro\u00dffl\u00e4chigen Angriff Russlands auf die Ukraine, gibt es auch heuer wieder zahlreiche Filme, die sich mit diesem Krieg auseinandersetzen. Immer wieder stellt sich dabei die Frage: Wie k\u00f6nnen die unterschiedlichen Realit\u00e4ten und Perspektiven eines solchen Ereignisses angemessen gezeigt werden? Die Filme bei Crossing Europe finden dazu ganz unterschiedliche Zug\u00e4nge. Schon der Er\u00f6ffnungsfilm bietet eine besondere Sicht auf das Thema: Die Dokumentarfilmerin Alisa Kovalenko erz\u00e4hlt darin ihre eigene Geschichte. Sie zieht in den Krieg, versucht aber gleichzeitig, mit ihrem Sohn Theo in Kontakt zu bleiben. Ein beeindruckendes, tieftrauriges Portr\u00e4t einer Realit\u00e4t, die man als Zuschauer*in kaum begreifen kann. Definitiv ein Film, f\u00fcr den es sich lohnt, am 1. Mai um 16:00 Uhr ins Kino zu gehen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Auch zahlreiche andere Filme behandeln den Krieg in der Ukraine und seine Folgen. So zeigt Damian Kocur, Gewinner des Jahres 2023 in der Kategorie \u201eBest Fiction\u201c, auch heuer wieder einen Beitrag \u2013 diesmal \u00fcber den Ukraine-Krieg. In Pod Wulkanem geht es um eine ukrainische Familie, die gerade im Urlaub ist, als ihr Heimatland \u00fcberfallen wird. W\u00e4hrend dieser Film das Erleben von Krieg fernab des Frontgeschehens thematisiert, beleuchtet Queens of Joy von Olga Gibelinda eine ganz andere Perspektive: Drei Dragqueens im Krieg. Dieser Film wird im Rahmen der \u201eCompetition Documentary\u201c gezeigt. Wie bei My Dear Theo ist auch hier die Regisseurin pers\u00f6nlich beim Festival vertreten.<\/p>\n<p>Flucht <\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-95917 ewww_webp_lazy_load\" style=\"width:515px;height:auto\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/echoes-from-borderland-1024x576.jpeg\" data-lazy-src-webp=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/echoes-from-borderland-1024x576.jpeg.webp\" data-lazy-srcset-webp=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/echoes-from-borderland-1024x576.jpeg.webp 1024w, https:\/\/www.subtext.at\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/echoes-from-borderland-300x169.jpeg.webp 300w, https:\/\/www.subtext.at\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/echoes-from-borderland-768x432.jpeg.webp 768w, https:\/\/www.subtext.at\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/echoes-from-borderland.jpeg.webp 1200w\"\/><\/p>\n<p>Krieg und Gewalt sind immer auch mit Flucht verbunden. In Silent Trees begleitet Agnieszka Zwiefka die 16-j\u00e4hrige Runa und ihre kurdische Familie durch den Alltag in einem polnischen Fl\u00fcchtlingsquartier. Auch in Lara Milena Broses Dokumentation \u201eEchoes from Borderland\u201c steht ein junges Schicksal im Fokus: Es geht um eine 15-j\u00e4hrige Afghanin, die an der EU-Au\u00dfengrenze festsitzt.<br \/>Beide Filme rufen eindringlich in Erinnerung, wie oft wir in den t\u00e4glichen Medien \u00fcber Menschen sprechen, als w\u00e4ren sie blo\u00dfe Zahlen oder Objekte \u2013 und wie wichtig es ist, ihre Realit\u00e4t zu sehen und zu verstehen. <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Doch wie erz\u00e4hlt man nun eine Geschichte \u00fcber Krieg? Wie schafft man das Unfassbare in einen filmischen Rahmen zu fassen? Fragen, die man wohl den Filmschaffenden selbst stellen m\u00fcsste. Sie erz\u00e4hlen jedenfalls Geschichten, die unvorstellbar und unbegreiflich sind.  Realit\u00e4ten, die man selbst im Kinosaal beim Anschauen einer Dokumentation kaum erfassen kann. Und doch taucht sie immer wieder im Kopf auf, diese Fragen: Warum? Warum sind Menschen zu so etwas f\u00e4hig? Wie kann man Gewalt je als denkbare Option betrachten? Und wie k\u00f6nnen wir all das verhindern? Wir leben in einer Welt, die wir oft nicht verstehen \u2013 deren Ausma\u00df und Komplexit\u00e4t uns \u00fcberfordert. Und doch ist wohl nichts grausamer als der Mensch selbst.<\/p>\n<p>Aber die Filme geben auch Hoffnung. Die Regisseurin, die den vorher erw\u00e4hnten Film \u201eMy dear Theo\u201c gemacht hat, sagte beim Q &amp; A: \u201eIch habe diesen Film aus Liebe gemacht\u201c. Und so sind diese Filme auch: Sie erz\u00e4hlen zwar grausame und traurige Geschichten. Dennoch sind es Filme voller Hoffnung auf eine bessere Welt. Ganz im Sinne des diesj\u00e4hrigen Festivalmottos: \u201eDon\u2019t give up on Europe\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.subtext.at\/crossing-europe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-94422 size-full ewww_webp_lazy_load\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/CE25_Sujet-Logo-Datum_Quadrat_72dpi-RGB_2024-10-15_0910433-1024x1024.jpg\" data-lazy-src-webp=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/CE25_Sujet-Logo-Datum_Quadrat_72dpi-RGB_2024-10-15_0910433-1024x1024.jpg.webp\" data-lazy-srcset-webp=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/CE25_Sujet-Logo-Datum_Quadrat_72dpi-RGB_2024-10-15_0910433-1024x1024.jpg.webp 1024w, https:\/\/www.subtext.at\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CE25_Sujet-Logo-Datum_Quadrat_72dpi-RGB_2024-10-15_0910433-300x300.jpg.webp 300w, https:\/\/www.subtext.at\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CE25_Sujet-Logo-Datum_Quadrat_72dpi-RGB_2024-10-15_0910433-150x150.jpg.webp 150w, https:\/\/www.subtext.at\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CE25_Sujet-Logo-Datum_Quadrat_72dpi-RGB_2024-10-15_0910433-768x768.jpg.webp 768w, https:\/\/www.subtext.at\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CE25_Sujet-Logo-Datum_Quadrat_72dpi-RGB_2024-10-15_0910433-1536x1536.jpg.webp 1536w, https:\/\/www.subtext.at\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CE25_Sujet-Logo-Datum_Quadrat_72dpi-RGB_2024-10-15_0910433-2048x2048.jpg.webp 2048w, https:\/\/www.subtext.at\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CE25_Sujet-Logo-Datum_Quadrat_72dpi-RGB_2024-10-15_0910433-650x650.jpg.webp 650w, https:\/\/www.subtext.at\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/CE25_Sujet-Logo-Datum_Quadrat_72dpi-RGB_2024-10-15_0910433-1300x1300.jpg.webp 1300w\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Unfassbare in Bilder fassen. 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