{"id":796368,"date":"2026-02-14T06:52:21","date_gmt":"2026-02-14T06:52:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/796368\/"},"modified":"2026-02-14T06:52:21","modified_gmt":"2026-02-14T06:52:21","slug":"wie-mongolische-kuenstler-eine-welt-aus-eis-erschaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/796368\/","title":{"rendered":"Wie mongolische K\u00fcnstler eine Welt aus Eis erschaffen"},"content":{"rendered":"<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Eis ist nicht gleich Eis. W\u00e4hrend in <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Berlin<\/a> viele den Wochen mit Frost-Frust und glatten Wegen nicht nachtrauern d\u00fcrften, befassen sich in <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/mitte\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Berlin-Mitte<\/a> K\u00fcnstler mit Eis in seiner wohl spektakul\u00e4rsten Form. Ein aus der Mongolei angereistes Team erschafft zurzeit in der Icebar Berlin eine Welt rein aus gefrorenem Wasser. <\/p>\n<p>            Mein Berlin-Mitte-Newsletter<\/p>\n<p>Bestellen Sie hier den w\u00f6chentlichen Newsletter mit allen Themen aus Berlin Mitte<\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1770997639_188_newsletter-envelope.png\" alt=\"Newsletter Illustration\" class=\"h-full w-full max-w-full object-cover md:max-w-[226px] lg:max-w-[234px]\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>              Mein Berlin-Mitte-Newsletter<\/p>\n<p>Bestellen Sie hier den w\u00f6chentlichen Newsletter mit allen Themen aus Berlin Mitte<\/p>\n<p>              Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n              <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-copy-accent underline decoration-solid underline-offset-1 hover:text-primary-700\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n              zu.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Es ist nach mehr als f\u00fcnf Jahren die erste neu erschaffene Ausstellung der Icebar. Am 14. Februar, p\u00fcnktlich zum Valentinstag, soll wieder er\u00f6ffnet werden. Im Touristen-Kiez nahe dem <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/alexanderplatz\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1433150976\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alexanderplatz<\/a>, gleich neben dem Berlin Dungeon gelegen, besteht der Clou darin, einen Drink in einem Raum ganz aus Eisskulpturen zu genie\u00dfen \u2013 bei minus 12 Grad Celsius. Besucherinnen und Besuchern stellt das Team Jacken und Handschuhe bereit. Getrunken wird aus Bechern, na klar, ebenfalls aus Eis. Der Eintritt liegt bei um die 20 Euro. <\/p>\n<p>Icebar Berlin: Eisskulpturen entstehen aus 120-Kilo-Bl\u00f6cken in harter Handarbeit<br \/>\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/411200352_1770997167_v16_9_1200.jpeg\" class=\"relative z-10 block w-full object-cover aspect-[16\/9] md:aspect-[16\/9] lg:aspect-[16\/9]\" alt=\"Icebar am Alex\" title=\"Mongolische K\u00fcnstler machen aus dicken Eisbl\u00f6cken Kunst. Zu sehen: Die Hansa unter Polarlichtern. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Mongolische K\u00fcnstler machen aus dicken Eisbl\u00f6cken Kunst. Zu sehen: Die Hansa unter Polarlichtern.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Reto Klar\n    <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Zwei Wochen musste die Icebar nun die Pforten schlie\u00dfen, in denen die K\u00fcnstler mit schweren Ger\u00e4ten wie Kettens\u00e4gen, Mei\u00dfeln und Schleifwerkzeugen aus 120 Kilogramm schweren Eisbl\u00f6cken \u2013 die stammen aus einer Eisfabrik in Polen \u2013 Figuren erschaffen. Da w\u00e4ren Polarlichter, ein Schiff, Eisb\u00e4ren, eine Entdecker-Gruppe und mehr. Verwendet werden dabei drei verschiedene Sorten Eis: ein vollst\u00e4ndig klares, ein milchiges und das sogenannte Marmor-Eis, ein Mix aus beidem, geschaffen aus einzelnen Eisw\u00fcrfeln. Der Aufwand ist enorm. Die Arbeitsbedingungen sind hart. <\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/411156861_1770644607_v16_9_1200.jpeg\" class=\"relative z-10 block w-full object-cover aspect-[4\/3]\" alt=\"Wiederer\u00f6ffnung des Kino International\" title=\"Das Kino International er\u00f6ffnet demn\u00e4chst nach langj\u00e4hriger Sanierung wieder.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">\u201eEs ist eine sehr anstrengende Arbeit. Bei den Temperaturen verbrennt man viel mehr Kalorien\u201c, sagt Axel Missner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Berlin der verantwortlichen BCT Berlin City Tour GmbH. \u201eAber die K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler sind die Temperaturen gewohnt.\u201c Neben der Eisbar w\u00fcrden die K\u00fcnstler Auftragsarbeiten f\u00fcr Eisskulpturen auf der ganzen Welt \u00fcbernehmen. Darunter seien auch Eishotels. Wie der Name verr\u00e4t, n\u00e4chtigen Hotelg\u00e4ste dabei in einem Haus ganz aus Eis. Im Sommer w\u00fcrden die Kreativen \u00fcbrigens auch Sandskulpturen schaffen, berichtet Missner.<\/p>\n<p>Icebar Berlin: Eisbl\u00f6cke werden zu W\u00e4nden gestapelt und formen Ausstellungsbasis<br \/>\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/411198993_1770997167_v16_9_1200.jpeg\" class=\"relative z-10 block w-full object-cover aspect-[16\/9] md:aspect-[16\/9] lg:aspect-[16\/9]\" alt=\"Ausstellung Icebar Berlin\" title=\"Hier werden die Entdecker der Expedition geschaffen. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Hier werden die Entdecker der Expedition geschaffen.<br \/>\n      \u00a9 Berliner Morgenpost | Julia Lehmann\n    <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Bevor mit den Figuren begonnen wird, werden die Eisbl\u00f6cke zun\u00e4chst zu W\u00e4nden gestapelt. \u201eDas ist ein bisschen wie Maurer-Arbeit\u201c, sagt Missner. Der M\u00f6rtel ist in diesem Wasser, das zwischen den B\u00f6cken gefriert und sie so zusammenh\u00e4lt. Damit sich die Figuren von den W\u00e4nden abheben, werden die verschiedenen Eissorten verwendet. Erst wenn das Grundkonstrukt steht, beginnen die K\u00fcnstler mit ihren Werken. Diese sind zwar thematisch vorgegeben, entstehen aber ganz nach ihrer eigenen Interpretation. <\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/408803493_1744886087_v16_9_1200.jpeg\" class=\"relative z-10 block w-full object-cover aspect-[4\/3]\" alt=\"Partys am Karfreitag trotz Tanzverbot\" title=\"Menschen feiern in Berlin in einem Club. (Symbolbild)\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Die Ausstellung erz\u00e4hlt die Geschichte der ersten deutschen Arktis-Expedition im Sommer 1868. Diese diente dazu, das Segeln zwischen Eisschollen zu erlernen und erste Erkundungen anzustellen. Ein Jahr sp\u00e4ter stachen erneut zwei Schiffe in See, auf dem Weg in Richtung Packeis. Dieses Mal waren der damalige K\u00f6nig Wilhelm I. und Kanzler Bismarck anwesend, als die Forschungsschiffe\u00a0Germania\u00a0und\u00a0Hansa\u00a0Bremerhaven verlie\u00dfen. Bismarck ist als B\u00fcste mit Pickelhaube in der Ausstellung zu sehen. Die Crew ben\u00f6tigte einen Monat, bis sie ihr Ziel erreichte. Doch nicht alles lief wie geplant.<\/p>\n<p>\u00dcberleben auf Eisscholle: Hansa-Crew trotzt Winter und Eisb\u00e4ren<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">W\u00e4hrend die Germania ihre Forschung wie vorgesehen durchf\u00fchrte, wurde die Crew der Hansa getrennt und geriet in Not, als sie im Eis stecken blieb. Der Besatzung gelang es jedoch, eine Eisscholle zu besteigen. Dort baute sie aus Kohlenstaub-Briketts einen Unterschlupf und \u00fcberlebte so den gesamten Winter auf dem Eis. Mit begrenzten Vorr\u00e4ten zwar und unter der Bedrohung durch Eisb\u00e4ren. Das Schiff sank am 22. Oktober. Und die Eisscholle trieb s\u00fcdlich an der Ostk\u00fcste Gr\u00f6nlands entlang. Erst zwei Monate sp\u00e4ter kehrten die Forscher und Seefahrer \u00fcber das s\u00fcdliche Gr\u00f6nland nach Deutschland zur\u00fcck. <\/p>\n<p>  Mehr aus Berlin-Mitte<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Dass nun eine neue Eis-Ausstellung gestaltet werden sollte, hat laut Axel Missner ganz praktische Gr\u00fcnde. \u201eEis ist nicht wie Stein best\u00e4ndig.\u201c Der Raum ist mit Ventilatoren ausgestattet, die f\u00fcr die n\u00f6tigen Minusgrade sorgen. Doch der so entstehende Wind sorgt daf\u00fcr, dass immer mehr Eis abgetragen wird. Die Bl\u00f6cke werden d\u00fcnner. Die Werke nutzen sich ab. Nicht zuletzt auch, weil die G\u00e4ste die Kunstwerke hier und da verbotenerweise auch mal anfassen. \u201eWir sagen nat\u00fcrlich: Macht das nicht. Aber wir sind ein Spa\u00dfbetrieb, in dem Alkohol ausgeschenkt wird. Da schl\u00e4gt die Stimmung schon mal h\u00f6her\u201c, so Missner. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/411198803_1770997168_v16_9_1200.jpeg\" class=\"relative z-10 block w-full object-cover aspect-[16\/9] md:aspect-[16\/9] lg:aspect-[16\/9]\" alt=\"Icebar am Alex\" title=\"Zur Ausstellung geh\u00f6rt auch eine B\u00fcste von Bismarck. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Zur Ausstellung geh\u00f6rt auch eine B\u00fcste von Bismarck.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Reto Klar\n    <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">In die Welt der Schifffahrt werden Besucher \u00fcbrigens schon beim Betreten der Bar geschickt, die auch aus einem \u00fcblichen Ausschank mit angenehmen Temperaturen besteht. Warm eingepackt k\u00f6nnen sich die G\u00e4ste in einem angedeuteten Holzschiff aufw\u00e4rmen, bevor es dann in den Eisraum selbst geht.  <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Berlin Icebar \u2013 Polar Expedition, Spandauer Stra\u00dfe 2, 10178 Berlin, Eintritt: ab 19 Euro, ge\u00f6ffnet ab 14.2., Mo-Do 15 bis 22 Uhr, Fr 15 bis 0 Uhr, Sa 14 bis 0 Uhr, So 14 bis 22 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eis ist nicht gleich Eis. 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