{"id":797331,"date":"2026-02-14T15:48:15","date_gmt":"2026-02-14T15:48:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/797331\/"},"modified":"2026-02-14T15:48:15","modified_gmt":"2026-02-14T15:48:15","slug":"kreml-kritiker-nawalny-wurd-in-russland-mit-froschgift-getoetet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/797331\/","title":{"rendered":"Kreml-Kritiker Nawalny wurd in Russland mit Froschgift get\u00f6tet"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/nawalny-grab-102.jpg\" alt=\"Auf dem Grab von Alexej Nawalny auf dem Borisowskoje-Friedhof in Moskau (Russland) liegen zahlreiche Blumen.\" title=\"Auf dem Grab von Alexej Nawalny auf dem Borisowskoje-Friedhof in Moskau (Russland) liegen zahlreiche Blumen. | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 14.02.2026 14:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Westliche Staaten sind \u00fcberzeugt, dass Kreml-Kritiker Nawalny mit einem Gift aus ecuadorianischen Fr\u00f6schen get\u00f6tet wurde. Das h\u00e4tten Laboruntersuchungen ergeben. Nur Russland h\u00e4tte das Gift einsetzen k\u00f6nnen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/demian-von-osten-106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Demian von Osten\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/von-osten-100.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Es ist schwer f\u00fcr mich, die richtigen Worte zu finden&#8220;, sagt Julia Nawalnaja mit schwerer Stimme. Die Witwe des bekannten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny sitzt in einem sterilen Raum am Rande der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz mit f\u00fcnf St\u00fchlen, neben ihr mehrere Au\u00dfenminister.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor zwei Jahren hatte ich hier den schrecklichsten Tag in meinem Leben&#8220;, sagt Nawalnaja. Damals erfuhr sie auf der Sicherheitskonferenz vom Tod ihres Mannes. Jetzt ist f\u00fcr mehrere westliche Staaten klar, woran Alexej Nawalny in russischer Gefangenschaft starb.<\/p>\n<p>    Nervengift gefunden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Seine sterblichen Reste enthielten ein besonders starkes Nervengift, Epibatidin, dessen Wirkung 200 Mal so stark ist wie Morphium&#8220;, sagt Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul in M\u00fcnchen. &#8222;Es l\u00e4hmt den Atem, die Muskulatur, die Opfer ersticken qualvoll.&#8220; Nur die russischen Beh\u00f6rden h\u00e4tten die M\u00f6glichkeiten gehabt, die Mittel und das Motiv, die Vergiftung durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir zeigen unsere Entschlossenheit, den Kreml und die russische Regierung zur Rechenschaft zu ziehen&#8220;, sagte die britische Au\u00dfenministerin Yvette Cooper. &#8222;Wir m\u00fcssen das tun, was sie f\u00fcrchten: Die Wahrheit zu berichten und zu verbreiten,&#8220; forderte Cooper in Anlehnung an einen Leitspruch Nawalnys.<\/p>\n<p>    Bereits 2020 vergiftet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nawalny, ein russischer Rechtsanwalt und Politiker, war einer der gr\u00f6\u00dften Kremlkritiker und galt als Anf\u00fchrer der Putin-kritischen russischen Opposition. Mit seiner Antikorruptionsstiftung setzte er die Reichen und M\u00e4chtigen in Russland \u00f6ffentlich unter Druck.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im August 2020 brach er an Bord eines Flugzeugs in Russland zusammen. Bereits damals war er vergiftet worden &#8211; mit dem Nervengift Nowitschok. Er wurde in der Berliner Charit\u00e9 behandelt und kehrte nach wenigen Monaten nach Russland zur\u00fcck &#8211; aus \u00dcberzeugung, nur dort seine politische Arbeit fortsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Tod im Straflager<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei seiner Ankunft wurde er verhaftet, kurze Zeit sp\u00e4ter wurde ihm der Prozess gemacht. In einer russischen Strafkolonie starb er schlie\u00dflich am 16. Februar 2024, w\u00e4hrend der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz 2024 vor zwei Jahren. &#8222;Sein Tod bleibt ein herber Schlag f\u00fcr alle Menschen, vor allem in Russland, die die Hoffnung auf ein freies Land nicht aufgegeben haben,&#8220; sagt Wadephul heute. &#8222;Die Vergiftung Nawalnys muss Folgen haben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die neuen Erkenntnisse leiten Deutschland, Schweden, die Niederlande, Frankreich und Gro\u00dfbritannien weiter an die Organisation f\u00fcr das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Experten aus diesen L\u00e4ndern h\u00e4tten das Gift identifiziert &#8211; es sind Belege f\u00fcr eine Vermutung, die schon lange kursierte. \u00dcber diese Erkenntnisse habe man den OPCW-Generaldirektor informiert, sagt Wadephul. Die OPCW werde weitere Schritte unternehmen, erl\u00e4utert der niederl\u00e4ndische Au\u00dfenminister David van Weel.<\/p>\n<p>    Keine Details zu Ermittlungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ich wei\u00df jetzt, das sind nicht mehr nur Worte. Es sind wissenschaftliche Beweise&#8220;, sagt Julia Nawalnaja heute in M\u00fcnchen. &#8222;Wladimir Putin hat meinen Mann get\u00f6tet mit Hilfe einer chemischen Waffe&#8220;, sagt Nawalnaja entschlossen auf russisch. Das sei keine Neuigkeit, dass Putin dazu in der Lage sei, aber jetzt habe man noch einmal Beweise. Wie genau die ermittelt wurden, haben die Au\u00dfenminister nicht publik gemacht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nawalny wurde 2024 auf dem Borissowskoje-Friedhof in Moskau beigesetzt. Doch seine Unterst\u00fctzer verf\u00fcgen nach wie vor \u00fcber ein Netzwerk in Russland, auch wenn die wichtigsten Unterst\u00fctzer das Land verlassen haben. Es ist gelungen, Teile seiner sterblichen \u00dcberreste zu Untersuchungen ins Ausland zu schaffen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Putin sollte im Gef\u00e4ngnis sein&#8220;, sagte die schwedische Au\u00dfenministerin Maria Malmer Stenergard der ARD. &#8222;Wir m\u00fcssen den Druck auf Russland erh\u00f6hen und ich w\u00fcrde sehr gern weitere Sanktionen gegen die Verantwortlichen wegen des Bruchs von Menschenrechten sehen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 14.02.2026 14:00 Uhr Westliche Staaten sind \u00fcberzeugt, dass Kreml-Kritiker Nawalny mit einem Gift aus ecuadorianischen Fr\u00f6schen get\u00f6tet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":797332,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,13,14,112363,15,12,81439],"class_list":{"0":"post-797331","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-nawalny","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-vergiftung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116069774698983476","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/797331","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=797331"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/797331\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/797332"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=797331"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=797331"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=797331"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}