{"id":797419,"date":"2026-02-14T16:36:18","date_gmt":"2026-02-14T16:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/797419\/"},"modified":"2026-02-14T16:36:18","modified_gmt":"2026-02-14T16:36:18","slug":"bringt-die-foerderpraemie-den-markt-ins-rutschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/797419\/","title":{"rendered":"Bringt die F\u00f6rderpr\u00e4mie den Markt ins Rutschen?"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Gedanke klingt einleuchtend: Um dem E-Auto hierzulande endlich zum Durchbruch zu verhelfen und zugleich den darbenden deutschen Autobauern unter die Arme zu greifen, f\u00f6rdert der Staat wieder den Kauf von Stromern\u00a0\u2013 und dies durchaus gro\u00dfz\u00fcgig mit bis zu 6000 Euro. Eine Pr\u00e4mie beim Erwerb von E-<a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Auto\" data-rtr-id=\"2b366f7d368ba14ac06375cce1240417d5e0d240\" data-rtr-score=\"133.46989966555182\" data-rtr-etype=\"keyword\" data-rtr-index=\"42\" href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/thema\/auto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Autos<\/a> hat es schon einmal gegeben. Als diese dann Ende 2023 \u2013\u00a0praktisch \u00fcber Nacht\u00a0\u2013 von der damaligen Ampelregierung gestrichen wurde, brach der Markt regelrecht zusammen\u00a0\u2013 und erholte sich anschlie\u00dfend \u00fcber viele Monate hinweg nicht mehr. Jetzt will man es besser machen.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDie Gefahr ist gro\u00df, dass die Pr\u00e4mien einen erheblichen Schaden im deutschen Automarkt anrichten\u201c, sagt jedoch Branchenexperte Ferdinand Dudenh\u00f6ffer unserer Redaktion. \u201eDas Umweltministerium macht Elektroautos mit Steuerzahlergeld zum Ramschartikel\u201c, legt der meinungsfreudige Professor aus Bochum nach, den viele auch \u201eAutopapst\u201c nennen. Der \u201eextrem sch\u00e4dliche Dumping-Wettbewerb in China\u201c werde durch das Umweltministerium nach <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Deutschland\" data-rtr-id=\"6c48d7d5b099c64b41367070a52ae27833560fd5\" data-rtr-score=\"30.36510590858417\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"10\" href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/thema\/deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> importiert, so seine schonungslose Analyse.<\/p>\n<p>Durch die Rabatte \u201eger\u00e4t der Markt ins Rutschen\u201c<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Dudenh\u00f6ffer rechnet vor: Wenn Autos aus China\u00a0\u2013 wie der Dacia \u201eSpring\u201c, der in Wuhan gefertigt wird\u00a0\u2013 bei einem Listenpreis von 16.990 Euro als Neuwagen mit Rabatten von bis zu 5400 Euro angeboten werden, \u201eger\u00e4t der Markt ins Rutschen\u201c. \u201eNoch schlimmer, weil breiter \u00fcber alle Fahrzeugklassen, sind die Angebote von BYD mit der deutschen Umweltpr\u00e4mie\u201c, betont der Experte. So werde der elektrische BYD \u201eDolphin Surf\u201c, der in der Preisliste mit 19.990 Euro hinterlegt ist, mit maximaler Pr\u00e4mie f\u00fcr 12.990 Euro angeboten.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Zum Hintergrund: BYD bietet in Deutschland \u2013 zun\u00e4chst befristet bis zum 31. M\u00e4rz 2026 \u2013 einen eigenen \u201eE-Bonus\u201c an, der die staatliche Elektroauto-F\u00f6rderung der Bundesregierung noch einmal erg\u00e4nzt. Die Pr\u00e4mien gelten laut BYD f\u00fcr alle elf in Deutschland erh\u00e4ltlichen Modelle \u2013 dazu geh\u00f6ren acht reine Elektrofahrzeuge und drei Plug-in-Hybride. Auch Citro\u00ebn, Ford, Toyota und andere Hersteller bieten Nachl\u00e4sse an, losgel\u00f6st von den Rahmenbedingungen der staatlichen Pr\u00e4mie, wie der ADAC informiert.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-text-title-md tw-pt-2 tw-pb-4 tw-font-primary tw-border-t tw-mb-0 tw-border-neutral-10 tw-border-solid\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDie deutschen Autobauer m\u00fcssen den Rabatten der Chinesen folgen \u2013 oft aber ohne Pr\u00e4mien, weil Kunden von Mercedes-Benz, BMW oder Porsche wohl kaum pr\u00e4mienberechtigt sein werden\u201c, erl\u00e4utert Dudenh\u00f6ffer im Gespr\u00e4ch mit unserer Redaktion. Die neue E-Auto-F\u00f6rderung in Deutschland betr\u00e4gt je nach Einkommen, Haushaltsgr\u00f6\u00dfe und Fahrzeugtyp zwischen 1500 und 6000 Euro f\u00fcr Privatpersonen. Reine E-Autos erhalten eine Basisf\u00f6rderung von 3000 Euro, w\u00e4hrend Plug-in-Hybride mit 1500 Euro bezuschusst werden. Zus\u00e4tzliche Boni f\u00fcr Kinder und ein geringeres Einkommen erh\u00f6hen die F\u00f6rderung noch. Allerdings gibt es Einkommensobergrenzen, bis zu denen die Pr\u00e4mie ausgezahlt wird. Diese liegt bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen im Jahr, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro.<\/p>\n<p>Gew\u00f6hnung an ein \u201ePreisparadies, das nicht real ist\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die F\u00f6rderung zerst\u00f6re im Endeffekt den freien Wettbewerb und bringe die Arbeitspl\u00e4tze in Stuttgart, Zwickau, Ingolstadt oder M\u00fcnchen \u201eunter erheblichen Druck\u201c, prognostiziert Branchenkenner Dudenh\u00f6ffer. Und diese geschehe auch noch \u201emit den Steuergeldern der Besch\u00e4ftigten\u201c. Das Umweltministerium von Carsten Schneider (SPD) richte durch die \u00f6ffentliche F\u00f6rderung einen \u201eerheblichen Schaden\u201c im deutschen Automarkt an. \u201eUnvorstellbar, dass so etwas m\u00f6glich ist\u201c, zeigt sich Dudenh\u00f6ffer regelrecht fassungslos. Zudem h\u00e4lt er es f\u00fcr nur schwer vorstellbar, \u201ewie der Markt nach Pr\u00e4mienende wieder in einen Normalzustand kommen soll\u201c. \u201eDie Pr\u00e4mie gew\u00f6hnt Autok\u00e4ufer an ein Preisparadies, das nicht real ist\u201c, bef\u00fcrchtet Dudenh\u00f6ffer.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Auch andere Experten sehen die E-Auto-F\u00f6rderung ausgesprochen kritisch: Stefan Schneck, Vertriebschef der Plattform \u201eAutoscout24.de\u201c, geht nicht nur von einem massiven Wertverlust f\u00fcr gebrauchte E-Autos aus, die ohnehin schwer an die K\u00e4ufer zu bringen sind, er bef\u00fcrchtet auch, dass der Kunde am Ende \u201egenauso viel zahlt wie vorher\u201c &#8211; da Hersteller m\u00f6glicherweise auf eigene Nachl\u00e4sse verzichten oder diese zumindest deutlich verringern.<\/p>\n<p>Pr\u00e4mie? Viele haben noch nicht von der F\u00f6rderung geh\u00f6rt<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Umweltminister Schneider sieht dies naturgem\u00e4\u00df anders. Bei der Vorstellung der F\u00f6rderung im Januar hatte er prognostiziert, die neue Kaufpr\u00e4mie werde \u201eder deutschen und europ\u00e4ischen Autobranche einen Schub verleihen\u201c. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes kamen im Jahr 2025 die elf am h\u00e4ufigsten neu zugelassenen reinen Elektroautos aus dem VW-Konzern oder von der BMW-Gruppe. Allen voran waren das der ID.7 und der ID.3 von Volkswagen. Beantragen kann man die F\u00f6rderung voraussichtlich erst ab Mai, wenn das entsprechende Internetportal an den Start gehen soll.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Im Hinblick auf die neue Pr\u00e4mie ist allerdings noch einiges an Aufkl\u00e4rungsarbeit zu leisten. Jeder Dritte (34 Prozent) in Deutschland hat bislang noch gar nichts von der neuen F\u00f6rderung geh\u00f6rt. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts \u201eYouGov\u201c hervor. Au\u00dferdem f\u00fchlt sich eine Mehrheit der Befragten, die von der neuen Pr\u00e4mie bereits geh\u00f6rt hatte, nicht gut informiert. Demnach sagen 42 Prozent der Menschen, sie seien \u201eeher schlecht\u201c informiert. Zw\u00f6lf Prozent f\u00fchlten sich sogar \u201esehr schlecht\u201c informiert. Ferner antworteten 21 Prozent der Befragten, dass ein E-Auto f\u00fcr sie generell nicht infrage komme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Gedanke klingt einleuchtend: Um dem E-Auto hierzulande endlich zum Durchbruch zu verhelfen und zugleich den darbenden deutschen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":797420,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[764,513,1278,1173,175,179611,1456,227,31586,170,169,1657,29,129603,1368,179610,8779,4788,663,514,2460,179612,6586,666,30,58070,38434,17624,171,174,2911,14056,38221,139,53781,32713,27750,18462,173,172,12839,603],"class_list":["post-797419","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-audi","tag-auto","tag-autobauer","tag-bundesregierung","tag-business","tag-bww","tag-byd","tag-china","tag-citroen","tag-companies","tag-companies-markets","tag-dacia","tag-deutschland","tag-e-antrieb","tag-e-auto","tag-e-motor","tag-elektro","tag-euro","tag-europa","tag-fahrzeug","tag-ford","tag-foerderpraemie","tag-forderung","tag-geld","tag-germany","tag-hersteller","tag-kaeufer","tag-kunden","tag-markets","tag-maerkte","tag-mercedes","tag-porsche","tag-praemie","tag-regierung","tag-stromer","tag-subvention","tag-umweltminister","tag-umweltministerium","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte","tag-verbrenner","tag-vw"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116069963228343389","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/797419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=797419"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/797419\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/797420"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=797419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=797419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=797419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}