{"id":797469,"date":"2026-02-14T17:03:13","date_gmt":"2026-02-14T17:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/797469\/"},"modified":"2026-02-14T17:03:13","modified_gmt":"2026-02-14T17:03:13","slug":"usa-priester-duerfen-abschiebezentrum-betreten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/797469\/","title":{"rendered":"USA: Priester d\u00fcrfen Abschiebezentrum betreten"},"content":{"rendered":"<p>In einem Beschluss hat ein US-Bundesrichter entschieden, dass Geistliche und katholische Aktivisten am kommenden Aschermittwoch (18. Februar) ein Abschiebezentrum westlich von Chicago betreten d\u00fcrfen. Das Urteil ist ein R\u00fcckschlag f\u00fcr die Einwanderungsbeh\u00f6rde ICE, die den Zugang zur Seelsorge f\u00fcr Migranten monatelang blockiert hatte.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2026-01\/vatikan-kardinal-parolin-lage-ice-minneapolis-inakzeptabel-usa.html\" title=\"Kardinal Parolin: Lage in Minneapolis \u201einakzeptabel\u201c\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/gennaio\/28\/WhatsApp-Image-2026-01-28-at-19.19.43-1.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Kardinal Parolin: Lage in Minneapolis \u201einakzeptabel\u201c\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Am Rande einer Tagung zu Ethik und Wirtschaft an der LUMSA-Universit\u00e4t in Rom hat sich Kardinalstaatssekret\u00e4r Pietro Parolin am Mittwochabend den Fragen von Journalisten gestellt. &#8230;\n     <\/p>\n<p>Richter Robert W. Gettleman vom Bundesbezirksgericht f\u00fcr den n\u00f6rdlichen Bezirk von Illinois gab dem Antrag auf eine einstweilige Verf\u00fcgung statt. Er stellte fest, dass die US-Regierung die freie Religionsaus\u00fcbung der Kl\u00e4ger \u201eerheblich belastet\u201c habe. Die in Chicago ans\u00e4ssige \u201eCoalition for Spiritual and Public Leadership\u201c (CSPL) sowie mehrere Priester und Ordensschwestern hatten gegen die Trump-Administration geklagt, nachdem ihnen der Zugang zum Broadview-Gef\u00e4ngnis wiederholt verweigert worden war.<\/p>\n<p>\u201eVollst\u00e4ndige Verweigerung\u201c religi\u00f6ser Rechte <\/p>\n<p>Die Gruppe warf dem ICE eine \u201evollst\u00e4ndige Verweigerung\u201c ihres Rechts vor, ihren Glauben in dem Abschiebezentrum zu praktizieren. Insbesondere am 11. Oktober und am 1. November des vergangenen Jahres war es den Geistlichen untersagt worden, den inhaftierten Katholiken die heilige Kommunion zu spenden.<\/p>\n<p>Die Verteidigung der Bundesbeh\u00f6rden argumentierte vor Gericht, dass der Dienst an schutzbed\u00fcrftigen Einwanderern zwar Teil der Religionsaus\u00fcbung sei, dies jedoch nicht zwingend in Broadview geschehen m\u00fcsse. Richter Gettleman wies dies entschieden zur\u00fcck. Er betonte, dass das Gesetz zur Wiederherstellung der Religionsfreiheit (RFRA) den Schutz der religi\u00f6sen Praxis vorschreibe, unabh\u00e4ngig davon, ob die Beh\u00f6rden diese f\u00fcr \u201ewesentlich\u201c halten oder nicht.<\/p>\n<p>Die Mehrheit der Inhaftierten ist christlich <\/p>\n<p>Die Bedeutung der Seelsorge wird durch aktuelle Zahlen untermauert: Ein gemeinsamer Bericht der US-Bischofskonferenz und von World Relief aus dem Jahr 2025 zeigt, dass 80 Prozent der Menschen, die von den landesweiten Razzien der Einwanderungsbeh\u00f6rden betroffen sind, Christen sind \u2013 davon 61 Prozent Katholiken. Nahezu jeder sechste Katholik in den USA (18 Prozent) ist demnach entweder selbst von einer Abschiebung bedroht oder lebt mit einer betroffenen Person zusammen.<\/p>\n<p>Richter Gettleman verwies in seiner Urteilsbegr\u00fcndung auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von 1976: Der Verlust von Grundrechten gem\u00e4\u00df dem ersten Verfassungszusatz stelle, selbst f\u00fcr kurze Zeitr\u00e4ume, unbestreitbar einen \u201eirreparablen Schaden\u201c dar.<\/p>\n<p>Aschermittwoch als \u201eerster Schritt\u201c <\/p>\n<p>Das Gericht ordnete nun an, dass ICE-Agenten den Kl\u00e4gern am 18. Februar Zugang gew\u00e4hren m\u00fcssen, um Asche und die Kommunion auszuteilen. Beide Parteien wurden angewiesen, sich abzustimmen, um Sicherheits- und Protokollfragen zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>\u201eWir sind vorsichtig optimistisch, dass das ICE die Entscheidung am Aschermittwoch umsetzen wird\u201c, erkl\u00e4rte Michael Okinczyc-Cruz, Exekutivdirektor der CSPL. Der Richter sehe diesen Besuch als \u201eersten Schritt\u201c an, um wieder eine regelm\u00e4\u00dfige Seelsorge in Broadview zu erm\u00f6glichen. In der Vergangenheit waren solche Besuche jahrelang unter Einhaltung von Sicherheitsma\u00dfnahmen erlaubt.<\/p>\n<p>Das Urteil sieht zudem vor, dass weitere Gespr\u00e4che \u00fcber die zuk\u00fcnftige Seelsorge gef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Dabei geht es um pers\u00f6nliche Begegnungen zwischen Kl\u00e4gern und Inhaftierten sowie die Erlaubnis f\u00fcr die Gruppe, Gebete au\u00dferhalb der Einrichtung in Sichtweite der H\u00e4ftlinge abzuhalten. Die n\u00e4chste Anh\u00f6rung in diesem Rechtsstreit ist f\u00fcr den 25. Februar angesetzt.<\/p>\n<p>(ucan &#8211; mg)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In einem Beschluss hat ein US-Bundesrichter entschieden, dass Geistliche und katholische Aktivisten am kommenden Aschermittwoch (18. 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