{"id":797473,"date":"2026-02-14T17:07:29","date_gmt":"2026-02-14T17:07:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/797473\/"},"modified":"2026-02-14T17:07:29","modified_gmt":"2026-02-14T17:07:29","slug":"beim-begruessungskuss-lauern-viele-fettnaepfchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/797473\/","title":{"rendered":"Beim Begr\u00fc\u00dfungskuss lauern viele Fettn\u00e4pfchen"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer sich in Frankreich aufh\u00e4lt, sollte sich mit dem Regelwerk der Begr\u00fc\u00dfungs-Bussis auseinandersetzen, denn diese sind von Region zu Region verschieden. Nicht zu vergessen der \u201eFrench Kiss\u201c, der vor Ort einen reichlich unromantischen Namen tr\u00e4gt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Geste sieht vertraut und warmherzig aus, folgt aber strikten Regeln \u2013 je nach Region, Geschlecht und sozialer Beziehung zweier Menschen zueinander. In Frankreich ist das K\u00fcssen eine ernsthafte Angelegenheit, denn man begr\u00fc\u00dft einander in vielen F\u00e4llen mit einer \u201ebise\u201c, dem Wangenk\u00fcsschen. Die Fehlerquellen sind zahlreich.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein Faux-Pas ist es, sich vorzeitig abzuwenden, w\u00e4hrend das Gegen\u00fcber noch nicht fertig ist. Wie viele K\u00fcsschen es sein sollen, h\u00e4ngt n\u00e4mlich von der Gegend ab. Die Internetseite www.combiendebises.com (\u00fcbersetzt: \u201eWie viele K\u00fcsschen?\u201c) gibt einen \u00dcberblick je nach Region. Eine dort dargestellte Frankreich-Karte zeigt, dass zumeist zwei K\u00fcsschen \u00fcblich, Ausnahmen aber zahlreich sind: W\u00e4hrend in der n\u00f6rdlichen Bretagne ein Bussi reicht, sollten es in Teilen des S\u00fcdostens drei sein, in anderen Gegenden sogar vier. J\u00fcngere Generationen verweigern jedoch allzu langwierige Begr\u00fc\u00dfungsrituale, betont Mathieu Avanzi, Dozent f\u00fcr franz\u00f6sische Linguistik an der Sorbonne-Universit\u00e4t: \u201eDie Zukunft wird uns zeigen, ob wir vier K\u00fcsschen in den kommenden Jahren noch beibehalten.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Valentinstag 2026: Mit welcher Wangenseite beim K\u00fcssen beginnen?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eine weitere Schwierigkeit: Mit welcher Wangenseite beginnen, um nicht mit den Nasen zu kollidieren? Auch das wiederum unterscheidet sich je nach Gegend: Im S\u00fcden und S\u00fcdwesten sowie in der Haute-Normandie wird links begonnen, in allen anderen Regionen wie auch in Paris rechts.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Allerdings hat die Corona-Pandemie ab 2020 dem Begr\u00fc\u00dfungskuss in der Berufswelt weitgehend den Garaus gemacht \u2013 zur Erleichterung vieler. Der K\u00f6rperkontakt sei zu pers\u00f6nlich, sagt Nicolas Beuvaden, Chef des Unternehmens \u201eWelcome at Work!\u201c. \u201eWir sind nicht mehr dazu verpflichtet, unter dem Vorwand der H\u00f6flichkeit und des Anstands die Wange und die Haut der anderen zu ber\u00fchren und zu k\u00fcssen.\u201c<br \/>\nWar die \u201ebise\u201c vor Corona f\u00fcr 91 Prozent der Franz\u00f6sinnen und Franzosen unumg\u00e4nglich, so ist sie es heute nur noch f\u00fcr rund 70 Prozent. Um ein rein franz\u00f6sisches Ritual handelt es sich nicht, denn der Wangenkuss ist auch in etlichen anderen L\u00e4ndern von Italien \u00fcber Russland bis zu Teilen Afrikas und bisweilen auch im arabischen Raum \u00fcblich. Galt er in der Antike als Zeichen von Respekt, so tauschten ihn sp\u00e4ter die Zugeh\u00f6rigen einer Familie oder sozialen Klasse aus. Das diente der Festigung der Bande \u2013 und der St\u00e4rkung des Immunsystems \u00fcber den Austausch von Keimtr\u00e4gern.\n  <\/p>\n<p>            Der Zungenkuss bleibt eng mit Frankreich verkn\u00fcpft<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auf besonders ausgepr\u00e4gte Weise ist dies auch der Fall beim sogenannten \u201eFrench Kiss\u201c, dem Zungenkuss. Der Ausdruck entstand laut Sheril Kirshenbaum, Autorin des Buchs \u201eThe Science of Kissing\u201c (\u201eDie Wissenschaft des K\u00fcssens\u201c), ab Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, als Reisende aus den USA und gegen Ende des Ersten Weltkriegs amerikanische Soldaten nach Frankreich kamen und \u00fcberrascht feststellten, dass sich Franzosen \u201eleidenschaftlich mit der Zunge k\u00fcssten\u201c \u2013 und die franz\u00f6sischen Frauen nichts dagegen hatten. Dieser intensivste aller K\u00fcsse wird nicht nur in Frankreich praktiziert, der Name aber blieb eng damit verkn\u00fcpft. Dort gibt es einen eigenen Ausdruck f\u00fcr das K\u00fcssen mit Zunge: \u201ese rouler une pelle\u201c, \u201eeinander eine Schaufel rollen\u201c. So viel zum Klischee, in Frankreich gehe es stets romantisch zu.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Birgit Holzer<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Frankreich<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Begr\u00fc\u00dfung<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer sich in Frankreich aufh\u00e4lt, sollte sich mit dem Regelwerk der Begr\u00fc\u00dfungs-Bussis auseinandersetzen, denn diese sind von Region&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":797474,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3974],"tags":[331,332,37831,179621,47107,162,548,663,3934,40583,3980,156,103697,13,65578,179622,14,15,319,12],"class_list":["post-797473","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-frankreich","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-begruessung","tag-begruessungskuss","tag-bretagne","tag-coronavirus","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-fettnaepfchen","tag-france","tag-frankreich","tag-haute-normandie","tag-headlines","tag-kuss","tag-mathieu-avanzi","tag-nachrichten","tag-news","tag-paris","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116070085216305427","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/797473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=797473"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/797473\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/797474"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=797473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=797473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=797473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}