{"id":797576,"date":"2026-02-14T18:06:15","date_gmt":"2026-02-14T18:06:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/797576\/"},"modified":"2026-02-14T18:06:15","modified_gmt":"2026-02-14T18:06:15","slug":"muenchen-250-000-menschen-bei-iran-demo-auf-der-theresienwiese-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/797576\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: 250 000 Menschen bei Iran-Demo auf der Theresienwiese &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auf der M\u00fcnchner Theresienwiese haben sich am Samstagnachmittag rund 250 000 Menschen versammelt, um ihre Solidarit\u00e4t mit den Menschen in Iran zu zeigen und gegen das Mullah-Regime in Teheran zu protestieren. Es kamen weit mehr, als erwartet worden waren. Die Organisatoren des Vereins \u201eThe Munich Circle\u201c hatten mit 100 000 Teilnehmern gerechnet. Der gro\u00dfe Andrang d\u00fcrfte auch zusammenh\u00e4ngen mit dem Auftritt von Reza Pahlavi, dem Sohn des 1979 gest\u00fcrzten Schahs und Hoffnungstr\u00e4ger eines Gro\u00dfteils der iranischen Opposition. \u201eIran wird frei sein. Wir holen uns das Land zur\u00fcck\u201c, sagte Pahlavi am Samstag unter dem Jubel von einer Viertelmillion Menschen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Theresienwiese war ein riesiges Meer aus iranischen Flaggen. Fast dreieinhalb Stunden warteten die Menschen auf Pahlavi. In dieser Zeit sprachen zahlreiche Aktivisten, Politiker und K\u00fcnstler, viele von ihnen auf Persisch. Unter den Rednern waren der j\u00fcdische Publizist Michel Friedmann und der CDU-Bundestagsabgeordnete Reza Asghari. Alle forderten ein Ende des Mullah-Regimes in Teheran. Friedmann appellierte, die Verantwortlichen f\u00fcr die T\u00f6tung Tausender unschuldiger Menschen vor einem internationalen Gericht zur Rechenschaft zu ziehen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die ganze Versammlung war auf das Kommen von Reza Pahlavi ausgerichtet, der von den Veranstaltern als Kronprinz bezeichnet wurde. Immer wieder wurde sein Name skandiert, von der B\u00fchne und in der Menge, die trotz des Regens ausharrte. Entsprechend gro\u00df war der Jubel, als der Schah-Sohn, dessen Vater 1979 von den Mullahs gest\u00fcrzt worden war, auf die B\u00fchne trat. Viele Menschen warfen rote Rosen in seine Richtung. Der 65-J\u00e4hrige, der in den USA lebt und auf Persisch und Englisch sprach, bedankte sich f\u00fcr die Solidarit\u00e4t mit dem unterdr\u00fcckten iranischen Volk. Dessen Kampf f\u00fcr Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Menschenrechte sei \u201enicht nur gut f\u00fcr uns\u201c, es sei im internationalen Interesse.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eWir wollen Freunde sein, vor allem mit der freien Welt\u201c, sagte Pahlavi auf Englisch. Er strebe eine gute Nachbarschaft an, zu den arabischen L\u00e4ndern und zu Israel. Er stehe zur Verf\u00fcgung, um nach dem Sturz des Regimes das Land im \u00dcbergang zu einer Demokratie zu f\u00fchren. Iran werde ein guter Partner sein, versprach er. Das komme der internationalen Stabilit\u00e4t zugute und auch der wirtschaftlichen Entwicklung.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Noch w\u00e4hrend die Versammlung auf dem Gel\u00e4nde unterhalb der Bavaria lief, bat die Polizei die Teilnehmer, die Veranstaltung nach dem Ende in alle Richtungen zu verlassen und s\u00e4mtliche umliegenden U- und S-Bahn-Stationen zu nutzen. Sie bat auch um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr kurzfristige Sperrungen, mit denen Gedr\u00e4nge und Unfallgefahren vermieden werden sollten. Obwohl die Veranstaltung auf der Theresienwiese deutlich gr\u00f6\u00dfer war, als urspr\u00fcnglich erwartet: Sie sei \u201ev\u00f6llig friedlich\u201c abgelaufen, die Stimmung durchgehend gut gewesen, res\u00fcmierte Polizeipressesprecher Thomas Schelshorn.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/5a12506f-e4a5-4d03-a075-02b99ff546cd.jpg\"   alt=\"Die Organisatoren erwarteten urspr\u00fcnglich nur bis zu 100 000 Menschen auf der Theresienwiese. Letztlich sind es dann mehr als doppelt so viele geworden.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Die Organisatoren erwarteten urspr\u00fcnglich nur bis zu 100 000 Menschen auf der Theresienwiese. Letztlich sind es dann mehr als doppelt so viele geworden. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bereits am Vormittag hatte die Iran-Demo die M\u00fcnchner Polizei schwer besch\u00e4ftigt, allerdings nicht wegen der ankommenden Menschenmengen auf dem Boden, sondern wegen Drohnen am Himmel dar\u00fcber. Offenbar hielten sich einige Personen nicht an das generelle Flugverbot \u00fcber Innenstadt und Theresienwiese. Auf ihren offiziellen Kan\u00e4len mahnte die Polizei, sich an diese Flugbeschr\u00e4nkung zu halten. W\u00e4hrend der Siko gelten wegen der vielen anwesenden Staats- und Regierungschefs verst\u00e4rkte Sicherheitsvorkehrungen, am Boden wie in der Luft.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Grunds\u00e4tzlich habe die M\u00fcnchner Polizei zwar Erfahrung mit Versammlungen von gro\u00dfen Menschenmengen, \u201eaber ich w\u00fcrde nicht sagen, dass es Business as usual ist\u201c, hatte der leitende Pressesprecher Schelshorn bereits am Freitag gesagt: \u201eDie Siko wird von Jahr zu Jahr gr\u00f6\u00dfer.\u201c Entsprechend wachsen auch die Aufgaben. Die Polizei gehe aufgrund der weltpolitischen Lage von einer erh\u00f6hten abstrakten Gefahr aus, sagte Schelshorn: \u201eDas bedeutet aber auch, dass es keine konkreten Hinweise auf Gef\u00e4hrdungen gibt.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dd584617-aef1-4a1f-a123-1b03c1fa36e7.jpg\"   alt=\"Zur Anti-Siko-Demo am Stachus sind mehrere hundert Teilnehmer gekommen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Zur Anti-Siko-Demo am Stachus sind mehrere hundert Teilnehmer gekommen. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Neben der Solidarit\u00e4tsdemo f\u00fcr die Menschen in Iran fanden am Samstag noch drei weitere gr\u00f6\u00dfere Kundgebungen in der Innenstadt statt, die mit jeweils mit mehreren tausend Teilnehmern beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) angek\u00fcndigt worden waren: zun\u00e4chst am Stachus die traditionelle Veranstaltung des Aktionsb\u00fcndnisses gegen die Nato-Sicherheitskonferenz unter dem Motto \u201eStoppen wir den R\u00fcstungswahnsinn\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Einst war die Anti-Siko-Demo die gr\u00f6\u00dfte Protestaktion im Rahmen der Sicherheitskonferenz. W\u00e4hrend die Veranstalter von vier- bis f\u00fcnftausend Teilnehmern sprachen, \u201ewie in den Vorjahren\u201c, hatte die Polizei am Nachmittag nur 1700 gez\u00e4hlt. Erneut bildeten Teilnehmer dieser Demo eine Menschenkette durch die Neuhauser Stra\u00dfe und die Kaufingerstra\u00dfe bis zum Marienplatz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/d8d7a489-47ab-4c29-b69a-7692973754cc.jpg\"   alt=\"Mit selbst gebastelten Plakaten demonstrieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer f\u00fcr Frieden.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Mit selbst gebastelten Plakaten demonstrieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer f\u00fcr Frieden. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Vor der Feldherrnhalle versammelten sich von 13 Uhr an die Anh\u00e4nger des Netzwerks \u201eMacht Frieden!\u201c unter F\u00fchrung des Querdenker-B\u00fcndnis \u201e<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> steht auf\u201c. Zwei Gehminuten entfernt \u2013 und doch eine Weltanschauung weit weg \u2013 hatten sich auf dem Max-Joseph-Platz die Unterst\u00fctzer der Ukraine unter dem Motto \u201eGemeinsam gegen den Krieg\u201c getroffen. Zu beiden Veranstaltungen kamen nach Polizeiangaben weit weniger Menschen als angek\u00fcndigt waren\u00a0\u2013 750 seien es am Odeonsplatz gewesen, 350 am Max-Joseph-Platz. Dort sprach der Organisator Nico Poppe von 1000 Teilnehmern in der Spitze, \u201eein bisschen entt\u00e4uscht\u201c war er trotzdem. In den Vorjahren war das Interesse an der Ukraine-Demo deutlich gr\u00f6\u00dfer gewesen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sowohl auf dem Odeonsplatz als auch auf dem Max-Joseph-Platz hatten die Veranstalter EU-Abgeordnete aufgeboten, vor der Oper sprach Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), vor der Feldherrnhalle Ruth Firmenich (BSW). Firmenich forderte im Hinblick auf den Ukraine-Krieg: \u201eEs braucht endlich einen Verhandlungsfrieden.\u201c Als h\u00e4tte er es geh\u00f6rt, fragte der Volt-Stadtrat Felix Sproll auf dem Max-Joseph-Platz: \u201eWas haben denn all die Verhandlungen mit Putin gebracht in den letzten zehn Jahren?\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/friedensdemo-russland-kontakte-rothfuss-afd-sicherheitskonferenz-muenchen-li.3384912\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;ein_herz_fuer_putin_wie_der_bayerische_af_d_vize_friedensbewegte_fuer_russland_gewinnen_will&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;politik_muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3384912&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchenfriedensdemo-russland-kontakte-rothfuss-afd-sicherheitskonferenz-muenchen-li3384912\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/5f235234-8af2-466c-b3f4-d28fb1915481.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz<\/p>\n<p>:Ein Herz f\u00fcr Putin: Wie der bayerische AfD-Vize Friedensbewegte f\u00fcr Russland gewinnen will<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Der Bundestagsabgeordnete Rainer Rothfu\u00df soll am Samstag auf einer Kundgebung der Querdenker-Szene in M\u00fcnchen sprechen. Er pflegt enge Kontakte in die prorussische Szene und lobt die \u201efantastischen Zuspruchswerte\u201c des Kreml-Autokraten.<\/p>\n<p>SZ PlusVon Martin Bernstein<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Um kurz vor halb drei Uhr setzte sich dann der Demonstrationszug des Netzwerks \u201eMacht Frieden!\u201c in Bewegung durch die Innenstadt. Abgeschirmt von einem massiven Polizeiaufgebot kamen die Teilnehmer zun\u00e4chst an der Kundgebung der Ukrainer-Unterst\u00fctzer am Max-Joseph-Platz vorbei. W\u00e4hrend da die Lieferung von Taurus-Systemen f\u00fcr die Verteidigung gefordert wurde, skandierten sie im Demo-Zug \u201eFrieden schaffen \u2013 ohne Waffen!\u201c Gegen 17.30 Uhr waren dann auch diese Kundgebungen beendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf der M\u00fcnchner Theresienwiese haben sich am Samstagnachmittag rund 250 000 Menschen versammelt, um ihre Solidarit\u00e4t mit den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":797577,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[2922,20596,75648,13,1268,3187,14,15,3093,12,6473,149,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-797576","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-altstadt","9":"tag-altstadt-lehel","10":"tag-bayerischer-hof","11":"tag-headlines","12":"tag-muenchen","13":"tag-muenchner-sicherheitskonferenz","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-polizei-und-feuerwehr-in-muenchen","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-sicherheitspolitik","19":"tag-sueddeutsche-zeitung","20":"tag-top-news","21":"tag-top-meldungen","22":"tag-topmeldungen","23":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116070317378026485","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/797576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=797576"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/797576\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/797577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=797576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=797576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=797576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}