{"id":798690,"date":"2026-02-15T05:05:26","date_gmt":"2026-02-15T05:05:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/798690\/"},"modified":"2026-02-15T05:05:26","modified_gmt":"2026-02-15T05:05:26","slug":"filmfestival-medialer-sturm-berlinale-verteidigt-kuenstler-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/798690\/","title":{"rendered":"Filmfestival: \u201eMedialer Sturm\u201c: Berlinale verteidigt K\u00fcnstler"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Berlin<\/strong> &#8211; Die Berlinale hat sich in der Debatte, ob Filmschaffende politisch Haltung zeigen sollten, hinter ihre K\u00fcnstler gestellt. \u201eIn den\u00a0ersten 48 Stunden des diesj\u00e4hrigen Festivals ist ein medialer Sturm \u00fcber die Berlinale hereingebrochen\u201c, teilte das Filmfestival in einem Statement mit.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">\u201eEs ist uns wichtig, dazu Stellung zu beziehen \u2013 zum Schutz unserer Filmschaffenden und insbesondere unserer Jury und unseres Jurypr\u00e4sidenten\u201c. Ein Teil dessen, was derzeit kursiere, nehme Aussagen aus Pressekonferenzen sowohl aus dem Zusammenhang als auch aus dem Kontext des Lebenswerks und der Werte, f\u00fcr die diese K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler st\u00fcnden, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Tuttle nimmt Filmschaffende in Schutz<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Berlinale-Chefin Tricia Tuttle f\u00fchrte in einem langen Beitrag aus, bei dem Festival sei der Ruf nach freier Meinungs\u00e4u\u00dferung laut geworden &#8211; und diese finde statt. \u201eDoch zunehmend wird von Filmschaffenden im Festival erwartet, jede an sie gerichtete Frage zu beantworten\u201c, schrieb sie.\u00a0<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">\u201eSie werden kritisiert, wenn sie nicht antworten. Sie werden kritisiert, wenn sie antworten und ihre Antwort einem nicht gef\u00e4llt. Und sie werden kritisiert, wenn sie komplexe Gedanken nicht in einen kurzen Soundbite verdichten k\u00f6nnen, sobald ihnen ein Mikrofon vorgehalten wird, obwohl sie eigentlich in einem ganz anderen Zusammenhang sprechen wollten.\u201c K\u00fcnstler seien frei, ihr Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung so auszu\u00fcben, wie sie es selbst entscheiden.<\/p>\n<p>K\u00fcnstler bei Berlinale oft zu Politik befragt<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Seit dem Start der Filmfestspiele waren K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler bei Pressekonferenzen wiederholt von Journalisten zu ihren politischen Haltungen befragt worden, zum Beispiel in Bezug auf den Nahostkonflikt. Der diesj\u00e4hrige Jurypr\u00e4sident Wim Wenders hatte betont, dass Filmschaffende eine Art Gegenwicht zur aktiven Politik seien.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy kritisierte das und sagte daraufhin ihre Teilnahme an der Berlinale ab. Sie begr\u00fcndete das mit aus ihrer Sicht \u201eunerh\u00f6rten Aussagen\u201c von Mitgliedern der Jury, als sie aufgefordert worden seien, sich zum Gaza-Krieg zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Festivalchefin Tuttle betonte nun, was viele Filmschaffende bei der Berlinale eine, sei ein tief verwurzelter Respekt vor der W\u00fcrde jedes Menschen. \u201eWir glauben nicht, dass es unter den hier vertretenen Filmschaffenden jemanden gibt, dem gleichg\u00fcltig w\u00e4re, was in dieser Welt geschieht \u2013 jemanden, der die Rechte, das Leben oder das immense Leid der Menschen in Gaza und im Westjordanland, in der Demokratischen Republik Kongo, im Sudan, im Iran, in der Ukraine, in Minneapolis und an einer erschreckend gro\u00dfen Zahl weiterer Orte nicht ernst n\u00e4hme.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &#8211; Die Berlinale hat sich in der Debatte, ob Filmschaffende politisch Haltung zeigen sollten, hinter ihre K\u00fcnstler&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":798691,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,5545,29,3448,25663,92,30,1724,551,8221,2549],"class_list":["post-798690","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-berlinale","tag-deutschland","tag-festivals","tag-festspiele","tag-film","tag-germany","tag-gesellschaft","tag-grossbritannien","tag-konflikte","tag-leute"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116072908309644991","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/798690","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=798690"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/798690\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/798691"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=798690"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=798690"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=798690"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}