{"id":798988,"date":"2026-02-15T08:06:17","date_gmt":"2026-02-15T08:06:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/798988\/"},"modified":"2026-02-15T08:06:17","modified_gmt":"2026-02-15T08:06:17","slug":"trump-zieht-gegnern-den-stecker-ich-komme-ihm-zuvor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/798988\/","title":{"rendered":"Trump zieht Gegnern den Stecker\u00a0\u2013 ich komme ihm zuvor"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCCnp tspCCnq\">Die Welt steht Kopf, auf nichts und niemanden ist mehr Verlass. Schon gar nicht mehr auf das gelobte Land, dessen Verfassung unser Grundgesetz inspirierte und unser Verb\u00fcndeter ist seit Gr\u00fcndung der Republik. Doch die USA unter Trump, sie sind nicht wiederzuerkennen: brutal, rassistisch, imperialistisch. Europa drohen sie mit Z\u00f6llen\u00a0\u2013 und wer wei\u00df, ob sie uns nicht vielleicht auch bald von der digitalen Revolution abkoppeln? <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Die Entfremdung belastet das Verh\u00e4ltnis. Ein Handelskrieg ist nicht ausgeschlossen, vielleicht sogar ein Embargo via Technik, Internet und KI. F\u00fcr den 47. US-Pr\u00e4sidenten der USA w\u00e4re das ein Leichtes, denn als er die Chefs der gro\u00dfen Tech-Konzerne am 4. September ins Wei\u00dfe Haus bat, fra\u00dfen ihm die Herren Cook, Musk, Zuckerberg, Altman und andere mehr aus der Hand.<\/p>\n<blockquote class=\"tspCTpm\">\n<p>Stecker ziehen? Es wird schon gemacht!<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/jutta-horstmann-co-ceo-heinlein-gruppe.jpeg\"   alt=\"Jutta Horstmann\" width=\"80\" height=\"80\" loading=\"lazy\" class=\"tspBZmq\"\/><\/p>\n<p class=\"tspCGod\"><strong>Jutta Horstmann,<\/strong> Unternehmerin, ist Open-Source-Expertin und sitzt im Fachbeirat der Initiative \u201eDigital Independence Day\u201c<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Aber wie realistisch ist es \u00fcberhaupt, dass der Stecker gezogen wird? \u201eDie M\u00f6glichkeit besteht technisch ohne Weiteres, und es wird ja schon gemacht\u201c, sagt Jutta Horstmann. Die Unternehmerin ist Open-Source-Expertin und sitzt im Fachbeirat der Initiative \u201eDigital Independence Day\u201c. Deren Ziel: die St\u00e4rkung der Demokratie durch die R\u00fcckeroberung des freien digitalen Lebens.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Horstmann nennt ein Beispiel: Die US-Konzerne <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/us-sanktionen-gegen-franzosischen-richter-ich-bin-in-die-90er-jahre-zuruckkatapultiert-15239313.html?icid=in-text-link_15164681\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kappten im vergangenen Jahr acht Richtern und Richterinnen am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag den E-Mail-Verkehr<\/a> \u00fcber Outlook und alle Office-Programme. Au\u00dferdem waren keine Google-Dienste sowie\u00a0Ebook-Inhalte mehr verf\u00fcgbar, Zahlungsmittel \u00fcber Visa, Mastercard oder Paypal gesperrt. Schlagartig und auf unbestimmte Zeit. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Und warum? \u201eWeil die Trump-Administration diese Menschen mit Sanktionen belegt hatte\u201c, so Horstmann. Deshalb darf kein Dienstleister und Warenanbieter aus den USA sie mehr bedienen oder beliefern. Betroffen sind auch alle Familienangeh\u00f6rigen der Sanktionierten. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Sieben Tage vor der Abschaltung waren sie vorgewarnt worden \u2013 und am Tag des Vollzugs schlagartig arbeitsunf\u00e4hig. Anlass der Sanktionen war, dass Trump die Anklage des Strafgerichtshofs gegen Israels Premierminister Netanjahu und seinen damaligen Verteidigungsminister missfiel.<\/p>\n<p>Digital Independence Day<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Der <a href=\"https:\/\/di.day\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">Digital Independence Day (DID)<\/a> ist ein gemeinsames Projekt von Vereinen, Verb\u00e4nden und Firmen zur <strong>Zur\u00fcckeroberung der digitalen Autonomie<\/strong>, die DID durch die Monopolstellung von US-Konzernen wie Microsoft, Google und Amazon sowie chinesischen Firmen gef\u00e4hrdet sieht. Koordiniert wird die Initiative vom Verein \u201eSave Social \u2013 Networks For Democracy\u201c, der freie Meinungs\u00e4u\u00dferung und Demokratie sch\u00fctzen will, indem dezentrale Strukturen im Internet mit offenen Standards geschaffen werden. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Jeden ersten Sonntag im Monat stellen Mitglieder von DID in verschiedenen St\u00e4dten bundesweit <strong>digitale Alternativen vor. Empfehlungen zum Einstieg an diesen \u201eWechseltagen\u201c<\/strong>: Libre Office statt Microsoft Office nutzen, Wero statt Paypal, Mastodon statt X und Firefox statt Chrome. Das sind einige der Beispiele wie mit offener, freier Software dieselben Aufgaben erledigt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Ist das nicht weit weg und blo\u00df ein machtpolitisches Tauziehen auf h\u00f6chster Ebene? Nein, sagt Digitalexpertin Horstmann: \u201eEuropa und auch Deutschland sind ebenso betroffen: Ein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der NGO\u00a0\u201aHate-Aid\u2018 wurde sanktioniert, weil die Organisation Hassrede im Netz den lokalen Gerichtsbarkeiten anzeigt.\u201c <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Und wen die Sanktionen treffen, der stirbt oft auch den digitalen Tod im gr\u00f6\u00dften Teil des Zahlungsverkehrs, wie ein anderer Fall zeigt. Der \u201eRoten Hilfe\u201c etwa k\u00fcndigte\u00a0die Sparkasse die Konten, weil der Verein auf die US-Sanktionsliste gesetzt worden war. Die Mitglieder sammeln Spenden zur Rechtshilfe f\u00fcr angeklagte linke Aktivisten. Jede andere deutsche Bank w\u00fcrde in einem solchen Fall \u00e4hnlich handeln, allein schon aus Sorge, sonst im internationalen Gesch\u00e4ftsverkehr benachteiligt oder beschnitten zu werden, sagt Horstmann.\u00a0<\/p>\n<blockquote class=\"tspCTpm\">\n<p>Da steht die ganze digitale Existenz auf dem Spiel.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/mahn-jan.jpeg\"   alt=\"Jan Mahn, Sicherheitsexperte und Co-Chef beim Heise-Verlag C: Heise\" width=\"80\" height=\"80\" loading=\"lazy\" class=\"tspBZmq\"\/><\/p>\n<p class=\"tspCGod\"><strong>Jan Mahn,<\/strong> Sicherheitsexperte und Co-Chef beim Heise-Verlag<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Im Fall einer Sanktionierung \u201esteht die ganze digitale Existenz auf dem Spiel\u201c, sagt auch Jan Mahn. Der Sicherheitsexperte und Co-Chef beim auf Digitalthemen spezialisierten Heise-Verlag r\u00e4t daher eindringlich: Jede Firma sollte sich besser schon heute Gedanken \u00fcber das Ma\u00df ihrer \u201edigitalen Souver\u00e4nit\u00e4t\u201c machen. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Viele werden dann vermutlich feststellen, dass es darum eher schlecht bestellt ist. Mahn sagt: \u201eGesch\u00e4tzt 80 Prozent aller E-Mails werden von Microsoft und Google hin- und hergeschickt\u201c, also von zwei US-Konzernen. Zusammen mit US-Gigant Amazon machten sie den <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/trump-und-europaer-digitale-erpressbarkeit-europa-hangt-stark-von-us-firmen-ab-15120671.html?icid=in-text-link_15164681\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">allergr\u00f6\u00dften Teil des Cloud-Gesch\u00e4ftes<\/a> unter sich aus. Das Trio hostet also die Webseiten, die Schnittstellen f\u00fcr Smarthome-Ger\u00e4te, die Buchhaltungsprogramme und die digitale industrielle Steuerung bei Abertausenden deutschen Firmen. Nicht auszudenken, wenn die drei Dienstleister ausfielen oder damit drohten.<\/p>\n<p> Ich steige auf europ\u00e4ische Technik um <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">In Angst zu erstarren, ist keine L\u00f6sung, Angriff die beste Verteidigung. Ich verzichte freiwillig auf Eure Dienste und Waren\u00a0\u2013 und steige auf europ\u00e4ische Technik um. Jedenfalls versuche ich es mal.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Guten Morgen, liebe Sorgen, denn der gute Vorsatz verursacht gleich nach dem Aufstehen Probleme: das iPhone von meinem Verlag ist von Apple. Das geht ja gar nicht!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/ralf-schonball.jpeg\"   alt=\"Ralf Sch\u00f6nball ist Redakteur beim Tagesspiegel und Experte f\u00fcr Immobilien. Er meint, die Politik m\u00fcsse endlich mehr Wohnraum schaffen.\" width=\"767\" height=\"767\" loading=\"lazy\" class=\"tspBZmq\"\/><\/p>\n<p class=\"tspCGod\"><strong>Ralf Sch\u00f6nball<\/strong> liebt Tech und digitale Spielzeuge. Dass er das alles einmal so grunds\u00e4tzlich infrage stellen sollte, hat ihn, den begeisterten US-Reisenden der Vor-Trump-\u00c4ra, hart getroffen. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Denn Apple-Chef Tim Cook sa\u00df mit <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/konzernchefs-im-weissen-haus-trump-gibt-dinner-fur-tech-giganten-elon-musk-nicht-dabei-14280626.html?icid=in-text-link_15164681\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">am Tisch der Tech-Giganten im Wei\u00dfen Haus<\/a> und buhlte um die Aufmerksamkeit von Donald Trump. Wer wei\u00df, ob er nicht eine \u201eBackdoor\u201c in die Smartphones aus Cupertino einbauen w\u00fcrde, um meine US-Schm\u00e4hungen zu entlarven, falls Trump es so will. Dann ist es aus mit Meinungs- und Reisefreiheit, jedenfalls wenn ich in die Staaten will.<\/p>\n<p> Jetzt kommt es kn\u00fcppelhart <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Okay, ich lege also das iPhone in die Schublade. Und dann? Kommt es kn\u00fcppelhart! Meinen virtuellen Arbeitsplatz bin ich damit auch gleich los. Mein Arbeitgeber erf\u00e4hrt nicht mal mehr, ob ich \u00fcberhaupt im Dienst bin. Denn auf dem iPhone logge ich mich t\u00e4glich zum Dienst ein mit der App \u201eP&amp;I Loga\u201c. Und um mein Notebook mit dem internen Tagesspiegel-Netz zu koppeln, identifiziere ich mich mit der App \u201eAuthenticator\u201c. Das geht jetzt nicht mehr. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Immerhin gibt es eine gute Nachricht an diesem Vormittag: Die Zeiterfassungs-App \u201eP&amp;I\u201c stammt von einer deutschen Firma\u00a0\u2013 dagegen ist die \u201eAuthenticator\u201c-App von Microsoft. <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/panorama\/jetzt-kommen-doch-mogliche-grunde-fur-die-gates-scheidung-ans-licht-6857821.html?icid=in-text-link_15164681\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Firmengr\u00fcnder Bill Gates<\/a> sa\u00df ebenfalls dem\u00fctig l\u00e4chelnd in der Runde der Tech-Milliard\u00e4re des US-Pr\u00e4sidenten. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Will ich auch hier verzichten, muss ich t\u00e4glich physisch den Weg zum Verlag an den Askanischen Platz antreten und kann nicht mehr jederzeit von \u00fcberall mal schnell auf meinen virtuellen Tagesspiegel-Rechner zugreifen. Aber gut, dann folge ich eben dem Ruf mancher Arbeitgeber, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/trigema-chef-grupp-im-gesprach-wenn-einer-im-homeoffice-arbeiten-kann-ist-er-unwichtig-10555318.html?icid=in-text-link_15164681\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Dauerpr\u00e4senz fordern<\/a>.<\/p>\n<p>Weg von US-Tech<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Wer sich<strong> nicht l\u00e4nger auf die Technik von US-Konzernen verlassen<\/strong> m\u00f6chte, findet Alternativen auf der <a href=\"https:\/\/digitalcourage.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">Website \u201eDigital Courage\u201c<\/a>. Hinweise geben au\u00dferdem die <a href=\"https:\/\/www.bfdi.bund.de\/DE\/Home\/home_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">Datenschutzbeauftragten von Bund<\/a> und L\u00e4ndern sowie der <a href=\"https:\/\/www.ccc.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">Chaos Computer Club<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">In der Mittagspause dann der n\u00e4chste Realit\u00e4tsschock: Ich kann gar nicht zahlen wie sonst immer, mit dem iPhone. An Bargeld habe ich nicht gedacht, die gewohnte digitale Selbstverst\u00e4ndlichkeit, das Smartphone an das Kassenger\u00e4t zu halten, macht M\u00fcnzen und Scheine \u00fcberfl\u00fcssig. Der Verzicht auf US-Technik zwingt mich zum Rollback: die Kreditkarte aus den Tiefen der Schublade nesteln und zum Geldautomaten rennen. <\/p>\n<blockquote class=\"tspCTpm\">\n<p>Die Girocard ist eine Alternative zu Master und Visa.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/sebastian-klo-4000x3000px-1.jpeg\"   alt=\"Sebastian Kl\u00f6\u00df, Leiter M\u00e4rkte und Technologie beim Branchen-Verband \u201eBitkom\u201c C: Bitkom\" width=\"80\" height=\"80\" loading=\"lazy\" class=\"tspBZmq\"\/><\/p>\n<p class=\"tspCGod\"><strong>Sebastian Kl\u00f6\u00df,<\/strong> Leiter M\u00e4rkte und Technologie beim Branchen-Verband Bitkom<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Aber halt, ich habe eine Visa-Karte, also von einem US-Dienstleister. Die heimische Girocard fristet hierzulande eine Randexistenz, ist aber eine Alternative zu Master und Visa, sagt Sebastian Kl\u00f6\u00df, Leiter M\u00e4rkte und Technologie beim EDV-Branchen-Verband Bitkom.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Wenigstens bin ich bei der DKB-Bank, einer deutschen Bank, und kann \u00fcberall kostenlos Geld abheben. Auch mein Depot und die Cash-Reserve sind gut aufgehoben, n\u00e4mlich hierzulande <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/was-die-vor-und-was-die-nachteile-sind-ich-handele-meine-aktien-jetzt-beim-neobroker-12574424.html?icid=in-text-link_15164681\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">beim Berliner Startup Trade Republic<\/a>. Das hat mir sogar ein Konto bei der Deutschen Bank zugelost\u00a0\u2013 auch hier bin ich sauber, europ\u00e4isch, ja sogar national aufgestellt.<\/p>\n<p> Ein europ\u00e4isches Smartphone muss her <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Zwischenbilanz: Will ich im Alltag nicht vollst\u00e4ndig auf digitalen Komfort verzichten, muss ich mir rasch ein Smartphone made in Europe anschaffen. Das \u201eFairphone\u201c f\u00e4llt mir als Erstes ein. Niederl\u00e4ndische Techies haben das entwickelt und bauen es im Nachbarland seit mehr als zehn Jahren. Meine Schw\u00e4gerin hat eins, ich habe sie noch nicht fluchen h\u00f6ren \u00fcber die Technik. <\/p>\n<p> Mit meinem Change rette ich das Klima <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Damit w\u00e4re ich gleich doppelt vorn: Fairphones bestehen n\u00e4mlich aus Modulen, die bei einem Defekt oder erforderlichen Upgrades ausgetauscht werden k\u00f6nnen. Durch meinen Wechsel rette ich also au\u00dferdem ein bisschen das Klima.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Schade nur, dass ich auch hier die Rechnung ohne den Wirt gemacht habe\u00a0\u2013 der schon wieder ein US-Gigant ist, n\u00e4mlich Google. Denn viele Fairphones nutzen das Betriebssystem Android in der Google-Version. Der Suchmaschinen-Konzern machte seine Aufwartung bei Trump gleich in doppelter Mannschaftsst\u00e4rke im Wei\u00dfen Haus: mit Gr\u00fcnder Serjey Brin und Konzernchef Sundar Pichay. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Aber halt, es gibt auch ein Fairphone, das mit dem Betriebssystem Ubuntu Touch l\u00e4uft. Ich kann alternativ au\u00dferdem zum \u201eJolla-Phone\u201c aus Finnland greifen. Jolla arbeitet mit dem in Europa entwickelten Betriebssystem Sailfish, das wiederum auf Basis von Linux l\u00e4uft, ebenso wie Ubuntu. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Linux behauptet seit Jahrzehnten seine Nische neben Microsoft und Apple. Die Software hat einst ein finnischer Informatikstudent entwickelt. Linux treibt auch PCs oder Notebooks an. Viele T\u00fcftler nutzen Linux, weil das System offen ist und passgenau auf die eigenen Bed\u00fcrfnisse zugeschnitten, also programmiert werden kann. Mein Freund Kurt hat Linux mal auf einem \u00e4lteren Laptop installiert. Er war begeistert \u2013 bis er feststellte, dass sein guter alter Scanner nicht laufen wollte.<\/p>\n<blockquote class=\"tspCTpm\">\n<p>Meistens laufen Linux\u2011Ger\u00e4te aus dem Stand heraus.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/2020-08-honkhase-24.jpeg\"   alt=\"Manuel Atug, Experte f\u00fcr Cybersicherheit C: Privat\" width=\"80\" height=\"80\" loading=\"lazy\" class=\"tspBZmq\"\/><\/p>\n<p class=\"tspCGod\"><strong>Manuel Atug,<\/strong> Experte f\u00fcr Cybersicherheit<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Dass ein Treiber mal fehle, k\u00f6nne schon mal vorkommen. In den allermeisten F\u00e4llen liefen Ger\u00e4te aber \u201eaus dem Stand heraus mit Linux\u201c, sagt Manuel Atug. Er arbeitet als Experte f\u00fcr Cybersicherheit und \u201eHacktivist\u201c, womit er einen achtsamen Umgang mit Daten und IT-Skills zur St\u00e4rkung von Transparenz und Demokratie meint. Privat nutze er Linux auf seinen Rechnern seit den 1990er Jahren. \u201eIch bin damit sehr zufrieden\u201c, sagt er. Und bei Neuanschaffungen von Techprodukten k\u00f6nne man bei deren Herstellern die Linux-Kompatibilit\u00e4t abfragen. <\/p>\n<p> Paypal sollte ich besser entfernen <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Zur\u00fcck zu meinem Alltag, jetzt ist Zahltag: Meine Lieblingsvietnamesin in der Akazienstra\u00dfe, Berlin-Sch\u00f6neberg, hat mir ihre Bowl serviert, gegen Bares oder gegen Paypal-Gutschrift. Schade, denn dieses digitale Bezahlsystem bauten gleich zwei Vordenker des disruptiven Neo-Kapitalismus auf: Elon Musk und Peter Thiel. Ich zahle bar.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Musk hat f\u00fcr Trump die US-Verwaltung rasiert und mit dem Kauf von Twitter und dessen Umbenennung in X den Kurznachrichtendienst zu einer Spielwiese auch f\u00fcr Verschw\u00f6rungsschwurbler und Neofaschisten umgewidmet. Ich sollte Paypal besser entfernen.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">\u201eEs gibt ja eine Alternative, die Wero-Initiative\u201c, sagt Sebastian Klo\u00df von Bitcom. Die Sparkassen haben dieses \u201edigitale Wallet\u201c gestartet. Seit 2025 k\u00f6nnen Kunden mit Wero ihren Freunden Geld senden. In K\u00fcrze soll das Zahlen im Online-Handel und in lokalen Gesch\u00e4ften m\u00f6glich werden. Meine DKB beobachtet das Modell, ist aber noch nicht dabei. Daf\u00fcr Sparkassen, Volksbanken, der Neobroker Revolut, Postbank, ING, die Deutsche Bank und andere.\u00a0<\/p>\n<p> Aber halt, was ist mit Ebay?! <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Am Sp\u00e4tnachmittag logge ich mich bei Ebay ein, um meinen \u00fcberf\u00fcllten Keller von altem Zeug zu befreien. Naja, oder auch um ihn wieder aufzuf\u00fcllen mit neuen Gadgets. Aber halt, darf ich das \u00fcberhaupt noch? <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Nicht mit Ebay, denn der Konzern ist im US-amerikanischen Silicon Valley in San Jos\u00e9 ans\u00e4ssig. Gr\u00f6\u00dfte Anteilseigner sind die US-Kapitalsammelstellen Blackrock und Vanguard. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Das ist vielleicht etwas spitzfindig. Ebay ist schlie\u00dflich an der B\u00f6rse notiert, das Eigentum an der Firma ist also breiter gestreut. Andererseits: Liegt darin nicht gleich das n\u00e4chste Problem beim Versuch, es Donald Trump mal richtig zu zeigen? Kapital und Kapitalgesellschaften sind derart mit- und untereinander verwoben, dass es f\u00fcr puristische Ans\u00e4tze wie diesen hier richtig schwierig wird.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Aus meinen Gedanken rei\u00dft mich das Piepen einer eingehenden Whats-App-Nachricht. Im Ohr klingeln mir da aber gleich auch die Worte von Cyber-Experte Altug: \u201eAls Erstes w\u00fcrde ich auf meinem Telefon alle Handy-Apps pr\u00fcfen und auf europ\u00e4ische Messenger und Clients umstellen.\u201c WhatsApp ist ein Meta\/Facebook-Programm von Trump-Versteher Mark Zuckerberg. Hier gibt es Alternativen: Signal beispielsweise oder Threema aus der Bankkontogeheimnis-bew\u00e4hrten Schweiz.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema bei Tagesspiegel Plus:<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ministerin-kurzt-forderungen-fur-hochschulen-setzt-dorothee-bar-deutschlands-ki-zukunft-aufs-spiel-15138137.html?icid=topic-list_15164681___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" data-hydrate-props=\"{&amp;escapedquot;element&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;relatedContent&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;fieldMap&amp;escapedquot;:{},&amp;escapedquot;relation&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;fields&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;isPaid&amp;escapedquot;:true},&amp;escapedquot;href&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;\/politik\/ministerin-kurzt-forderungen-fur-hochschulen-setzt-dorothee-bar-deutschlands-ki-zukunft-aufs-spiel-15138137.html&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;teaserTitle&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;kicker&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Ministerin k\u00fcrzt F\u00f6rderungen f\u00fcr Hochschulen&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;headline&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Setzt Dorothee B\u00e4r Deutschlands KI-Zukunft aufs Spiel?&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;id&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;15138137&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;story&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;isPartOfList&amp;escapedquot;:true,&amp;escapedquot;topicListType&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;topic-list&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;showArrow&amp;escapedquot;:true}\" data-hydrate-slots=\"{&#039;default&#039;:[]}\" class=\"tspC3qb tspC2p9\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ministerin k\u00fcrzt F\u00f6rderungen f\u00fcr Hochschulen Setzt Dorothee B\u00e4r Deutschlands KI-Zukunft aufs Spiel? 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<\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/potsdam\/brandenburg\/amazons-europa-cloud-in-potsdam-gestartet-neue-rechenzentren-in-massen-und-baruth-15134801.html?icid=topic-list_15164681___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" data-hydrate-props=\"{&amp;escapedquot;element&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;relatedContent&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;fieldMap&amp;escapedquot;:{},&amp;escapedquot;relation&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;fields&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;isPaid&amp;escapedquot;:true},&amp;escapedquot;href&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;\/potsdam\/brandenburg\/amazons-europa-cloud-in-potsdam-gestartet-neue-rechenzentren-in-massen-und-baruth-15134801.html&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;teaserTitle&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;kicker&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Alle Daten bleiben in der EU&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;headline&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Amazons Europa-Cloud in Potsdam gestartet&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;id&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;15134801&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;story&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;isPartOfList&amp;escapedquot;:true,&amp;escapedquot;topicListType&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;topic-list&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;showArrow&amp;escapedquot;:true}\" data-hydrate-slots=\"{&#039;default&#039;:[]}\" class=\"tspC3qb tspC2p9\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alle Daten bleiben in der EU Amazons Europa-Cloud in Potsdam gestartet <\/a><\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Am Abend setze ich mich auf die Couch und ziehe Bilanz: Geht doch, finde ich, ohne die US-Techs \u00fcber den Tag zu kommen, wenn auch etwas tricky \u2013 und es f\u00fchrt einen raus aus der Komfortzone. Gut, dass ich an den wichtigsten Stellen safe bin: mit Mails und Website bei Hosteurope sowie Bankgesch\u00e4ften bei heimischen H\u00e4usern. Linux werde ich mir ansehen, definitiv. Auch wenn ich mein Macbook mit Subwoofer liebe: So absturzsicher und zuverl\u00e4ssig war noch kein Rechner vor ihm.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Verzicht ist also m\u00f6glich. Und nach Meinung von Jutta Horstmann n\u00f6tig: \u201eDie US-Regierung nutzt hemmungslos alle Regler, um ihre macht- oder geopolitischen Interessen durchzusetzen und andere Staaten oder Einrichtungen unter Druck zu setzen. Auch den \u201aKill Switch\u2018, wie die digitale Ausbootung genannt wird.\u201c Darauf sollte jeder vorbereitet sein. Auch wir einfachen B\u00fcrger\u00a0\u2013 besser ist es!<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">(Hinweis: In einer fr\u00fcheren Version des Textes stand \u201eStreamer\u201c anstelle von \u201eThreema\u201c, das haben wir ge\u00e4ndert.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Welt steht Kopf, auf nichts und niemanden ist mehr Verlass. 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