{"id":799277,"date":"2026-02-15T10:50:15","date_gmt":"2026-02-15T10:50:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/799277\/"},"modified":"2026-02-15T10:50:15","modified_gmt":"2026-02-15T10:50:15","slug":"deutschlands-beinahe-bankrott-was-heute-wir-aus-1950-lernen-koenne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/799277\/","title":{"rendered":"Deutschlands Beinahe-Bankrott: Was heute wir aus 1950 lernen k\u00f6nne"},"content":{"rendered":"<p>Vor 75 Jahren stand die junge Bundesrepublik vor dem Bankrott. Die Lage erinnert frappierend an heutige Krisen. Nur beherzte Reformen und europ\u00e4ische Solidarit\u00e4t retteten sie. Die Episode ist auch ein Lehrst\u00fcck daf\u00fcr, wie Regierungen eine Krise verschleppen und verschlimmern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es waren harte Worte \u2013 und sie klangen wie ein finanzpolitisches Todesurteil. \u201eDie Deutschen stehen vor dem Bankrott\u201c, sagte der niederl\u00e4ndische Au\u00dfenminister Dirk Stikker am 22. Oktober 1950 bei einer Ministerkonferenz der Benelux-Staaten in Luxemburg.<\/p>\n<p>Eigentlich ging es bei diesem Treffen um Handelsfragen. Doch \u00fcber allem schwebte eine andere, deutlich gr\u00f6\u00dfere Frage: Wie sollte es mit dem Nachbarn im Osten weitergehen? Denn Westdeutschlands wirtschaftliche Zukunft sei zweifelhaft, so Stikker weiter, eine Inflation wie nach dem Ersten Weltkrieg stehe unmittelbar bevor.<\/p>\n<p>Eine <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article240459539\/Frank-Stocker-zur-Inflation-von-1923-Als-die-Regierung-Gold-und-Devisen-beschlagnahmte.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article240459539\/Frank-Stocker-zur-Inflation-von-1923-Als-die-Regierung-Gold-und-Devisen-beschlagnahmte.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hyperinflation<\/a> droht heute nicht. Doch Deutschlands wirtschaftliche Zukunft ist aktuell ebenfalls fraglich. Vor diesem Hintergrund sind die Ereignisse von vor 75 Jahren mehr als eine historische Fu\u00dfnote. Sie sind ein gutes Lehrst\u00fcck daf\u00fcr, wie Unt\u00e4tigkeit und Reformverweigerung einer Regierung eine Krise versch\u00e4rfen k\u00f6nnen. Aber auch daf\u00fcr, wie beherztes Umsteuern letztlich zum Erfolg f\u00fchren kann \u2013 und wie wichtig bei all dem die Zusammenarbeit mit den europ\u00e4ischen Nachbarn ist.<\/p>\n<p>Der Dollar als Sonne des Finanzuniversums<\/p>\n<p>Das globale Finanzsystem nach dem Zweiten Weltkrieg basierte auf dem Abkommen von Bretton Woods. Es war der Versuch, Ordnung in ein \u00f6konomisches Tr\u00fcmmerfeld zu bringen, beschlossen noch vor Ende des Krieges im Sommer 1944 durch Vertreter von 44 Nationen in dem Ort Bretton Woods im US-Bundesstaat New Hampshire. Im Zentrum dieser neuen W\u00e4hrungsordnung stand der Dollar. Er war gewisserma\u00dfen die Sonne im Finanzuniversum, um die alle anderen W\u00e4hrungen wie Planeten kreisten.\u00a0<\/p>\n<p>Der Abstand zur Sonne \u2013 also der jeweilige Wechselkurs zum Dollar \u2013 war fixiert, und damit waren automatisch auch die Relationen der anderen W\u00e4hrungen untereinander festgezurrt. Die amerikanische W\u00e4hrung wiederum war an Gold gekoppelt \u2013 der Wert einer Feinunze Gold (31,1 Gramm) war bei 35 Dollar festgelegt. Zu diesem Preis verpflichtete sich die amerikanische Notenbank, Gold zu kaufen oder zu verkaufen. Das Edelmetall und die W\u00e4hrung der USA waren also austauschbar.<\/p>\n<p>Damit ein solches System stabil sein kann, muss die Zahlungsbilanz der teilnehmenden L\u00e4nder untereinander ausgeglichen sein \u2013 oder aktiv ausgeglichen werden. Das bedeutet: Erzielt ein Land im Au\u00dfenhandel ein Defizit, wodurch Kapital abflie\u00dft, muss die Notenbank die eigene W\u00e4hrung im Ausland zur\u00fcckkaufen, um die Balance wiederherzustellen. Bezahlt wurde dabei mit Dollar oder Gold \u2013 der harten W\u00e4hrung des Systems.<\/p>\n<p>In dieses System wurde im Juni 1948 die D-Mark hineingeworfen, und knapp ein Jahr sp\u00e4ter, im Mai 1949, wurde die Bundesrepublik gegr\u00fcndet. Doch weder die neue W\u00e4hrung noch der junge Staat waren wirklich fit f\u00fcr diese geldpolitische Weltordnung.<\/p>\n<p>Denn Westdeutschland hatte damals zwei Probleme. Zum einen erwirtschaftete es im Au\u00dfenhandel ein Defizit. Aus heutiger Sicht wirkt das paradox, angesichts des inzwischen geradezu legend\u00e4ren Rufes als f\u00fchrende Exportnation. Doch Deutschland hatte auch schon zur Weimarer Zeit meist ein Au\u00dfenhandelsdefizit, und nach der W\u00e4hrungsreform von 1948 und der anschlie\u00dfenden Wiederaufnahme des Au\u00dfenhandels schloss es direkt an diese Tradition an.<\/p>\n<p>Gleichzeitig jedoch, und das war das zweite Problem, hatte Deutschland nach dem Krieg keine Gold- oder Dollarreserven, um dieses Defizit auszugleichen.<\/p>\n<p>Ab Mitte 1950 wurde das zu einem immer dr\u00e4ngenderen Problem. Denn nun kam ein externer Schock hinzu: Die Importpreise stiegen rasant. Ausl\u00f6ser war der Koreakrieg, der im Juni 1950 begonnen hatte. So wie nach dem russischen \u00dcberfall auf die Ukraine im Februar 2022 f\u00fchrte dies im Sommer 1950 zu einer Verknappung von Rohstoffen und lie\u00df deren Preise explodieren. Als Folge wuchs das deutsche Au\u00dfenhandelsdefizit weiter.<\/p>\n<p>Bis zu einer gewissen Schwelle war das zun\u00e4chst kein Problem. Denn just im Juni 1950 war die Europ\u00e4ische Zahlungsunion (EZU) gegr\u00fcndet worden. Sie war ein finanzieller Schutzraum innerhalb des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/geldanlage\/article128861625\/Bretton-Woods-Der-geheimnisvolle-Deal-der-Amerikas-Macht-festigte.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/geldanlage\/article128861625\/Bretton-Woods-Der-geheimnisvolle-Deal-der-Amerikas-Macht-festigte.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Systems von Bretton Woods<\/a>.<\/p>\n<p>Die Mitglieder \u2013 die Bundesrepublik, \u00d6sterreich, die Schweiz, D\u00e4nemark, Frankreich, Griechenland, Gro\u00dfbritannien, Italien, Island, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden und die T\u00fcrkei \u2013 verzichteten untereinander auf den Ausgleich von Zahlungsbilanzdefiziten. De facto gew\u00e4hrten sie sich damit gegenseitig Kredit, allerdings nur bis zu fest definierten Grenzen. F\u00fcr die Bundesrepublik lag diese bei 192 Millionen Dollar.<\/p>\n<p>Deutschland erlebte seine \u201eGriechenland-Krise\u201c schon 1950<\/p>\n<p>Doch diese Kreditschwelle riss Deutschland binnen k\u00fcrzester Zeit. Ende Oktober 1950 lag das Au\u00dfenhandelsdefizit Deutschlands innerhalb der EZU schon bei 289 Millionen Dollar \u2013 Deutschland lebte also auf Pump und hatte das Konto geh\u00f6rig \u00fcberzogen. Rund 100 Millionen h\u00e4tten jetzt also ausgeglichen werden m\u00fcssen, doch der Bank deutscher L\u00e4nder, der westdeutschen Notenbank und Vorg\u00e4ngerin der <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/bundesbank%20deutsche%20wirtschaft%20verliert%20wieder%20an%20fahrt\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/bundesbank%20deutsche%20wirtschaft%20verliert%20wieder%20an%20fahrt\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Bundesbank<\/a>, fehlten daf\u00fcr schlicht die Mittel. In genau dieser Situation machte der niederl\u00e4ndische Au\u00dfenminister Stikker jene \u00c4u\u00dferungen \u00fcber den drohenden Bankrott.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich war die Lage dramatisch, und sie erinnert frappierend an die <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/griechenland-reformen-tragen-fruechte-wirtschaft-waechst-einkommen-legen-zu-staatshaushalt-im-plus\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/griechenland-reformen-tragen-fruechte-wirtschaft-waechst-einkommen-legen-zu-staatshaushalt-im-plus\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Griechenlandkrise<\/a> im Euroraum rund 60 Jahre sp\u00e4ter. Denn Stikker stellte damals infrage, ob die Bundesrepublik \u00fcberhaupt dem W\u00e4hrungsverbund angeh\u00f6ren solle.<\/p>\n<p>Allerdings \u2013 auch das eine Parallele zur Griechenlandkrise \u2013 schien den meisten Partnerl\u00e4ndern 1950 ein Ausscheiden eines Landes aus der EZU nicht opportun. Also suchte und fand man einen Ausweg: Die Kreditlinien f\u00fcr Deutschland wurden erh\u00f6ht, gleichzeitig wurde die Bundesregierung aufgefordert, ein Reformprogramm zur St\u00e4rkung der deutschen Exportwirtschaft aufzulegen.<\/p>\n<p>Alle Gedanken an Reformen verflogen in Bonn jedoch, sobald die neuen Kredite verf\u00fcgbar waren \u2013 es klingt vertraut. Nur die Bank deutscher L\u00e4nder erh\u00f6hte den Leitzins drastisch, von 4,5 auf 6,5 Prozent, um die D-Mark f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren attraktiver zu machen, also Kapital anzulocken und so das Zahlungsbilanzdefizit zu schlie\u00dfen. Doch das fand nicht etwa den Beifall von Bundeskanzler Konrad Adenauer, im Gegenteil: Er wetterte intern gegen die Verantwortlichen, weil ihr Vorgehen der Wirtschaft schaden k\u00f6nne. Und auch Wirtschaftsminister <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article245810146\/Marktwirtschaft-Haette-es-das-Wirtschaftswunder-auch-ohne-Ludwig-Erhard-gegeben.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article245810146\/Marktwirtschaft-Haette-es-das-Wirtschaftswunder-auch-ohne-Ludwig-Erhard-gegeben.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ludwig Erhard<\/a> machte keinerlei Anstalten, sich des Problems anzunehmen.<\/p>\n<p>Derweil spitzte sich die Lage immer weiter zu. Ende Januar 1951 war der zus\u00e4tzliche Kredit der Partnerl\u00e4nder bereits wieder zur H\u00e4lfte aufgebraucht, und diese verloren zunehmend die Geduld. \u201eDie deutsche Praxis in diesen Angelegenheiten hat in der Vergangenheit keinerlei Bedenken gezeigt, Kredite bis zum Maximum zu verwenden, in der Hoffnung, dass sie von irgendwoher weitere Kredite erhalten, wenn sie diese ben\u00f6tigen\u201c, fasste ein Mitarbeiter aus dem Stab des Wirtschaftsberaters des britischen Hohen Kommissars die Sicht auf die Bundesrepublik zusammen.<\/p>\n<p>Kreditlimit erreicht, doch Bonn stellte sich taub<\/p>\n<p>Es folgten \u00f6ffentliche Aufrufe an Bonn, endlich zu handeln. Doch dort stellte man sich taub. Als Ende Februar das erh\u00f6hte Kreditlimit fast schon erreicht war, kam das Direktorium der EZU zusammen, um \u00fcber die Lage zu diskutieren. \u201eDie Untersuchung gestern Abend hat wenig Zufriedenheit gebracht, und die Kritik an den Deutschen war heftig\u201c, sagte anschlie\u00dfend der britische Vertreter Hugh Ellis-Rees. Wilhelm Vocke, der Pr\u00e4sident des Direktoriums der Bank deutscher L\u00e4nder, warnte derweil vor einem Ausscheiden Deutschlands aus der EZU.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich traten sogar die USA auf den Plan und holten eines ihrer sch\u00e4rfsten Schwerter heraus, um die Bundesregierung endlich zum Handeln zu veranlassen. In einem Brief an den Bundeskanzler drohte am 6. M\u00e4rz General John McCloy, der Hohe Kommissar der USA in Deutschland und damit deren h\u00f6chster Vertreter, dass die USA ihre Unterst\u00fctzung im Rahmen des Marshall-Plans beenden w\u00fcrden, wenn die Regierung nicht sofort Ma\u00dfnahmen ergreife, um das Handelsdefizit einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Damals wirkte die Drohung der USA heilsam<\/p>\n<p>Das wirkte. Nun handelte die Bundesregierung \u2013 sp\u00e4t, aber entschlossen. Zu den Ma\u00dfnahmen geh\u00f6rte \u2013 mit ausdr\u00fccklichem Einverst\u00e4ndnis der europ\u00e4ischen Partner \u2013, Importe zu erschweren und Exporte steuerlich zu f\u00f6rdern. Tats\u00e4chlich lie\u00df dies den Trend bereits drehen. Als dann ab Mitte M\u00e4rz auch die Rohstoffpreise wieder sanken, erwirtschaftete die Bundesrepublik sogar einen Handels\u00fcberschuss. Dadurch konnte sie die EZU-Kredite bis November 1951 vollst\u00e4ndig tilgen.<\/p>\n<p>\u201eEin zwar nicht von Begeisterung getragener, aber einsichtsvoller Akt europ\u00e4ischer Solidarit\u00e4t hatte die Bundesrepublik vor dem au\u00dfenwirtschaftlichen Bankrott und dessen binnenwirtschaftlichen Konsequenzen bewahrt\u201c, res\u00fcmiert der Wirtschaftshistoriker Volker Hentschel. \u201eDas war eigentlich mehr, als das Land hoffen durfte.\u201c Denn noch wenige Jahre zuvor waren eben jene L\u00e4nder, die nun Solidarit\u00e4t zeigten, von deutschen Truppen besetzt gewesen.<\/p>\n<p>Ein Bankrott der Bundesrepublik, eine neue Hyperinflation und das Ende der gerade erst eingef\u00fchrten D-Mark waren so abgewendet. Jetzt war der Weg frei f\u00fcr den wirtschaftlichen Wiederaufbau, das <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/plus68eca6280c19a688ca750614\/vom-wunder-in-die-krise-als-deutschland-noch-gearbeitet-hat-was-beim-wirtschaftswunder-anders-war.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/plus68eca6280c19a688ca750614\/vom-wunder-in-die-krise-als-deutschland-noch-gearbeitet-hat-was-beim-wirtschaftswunder-anders-war.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wirtschaftswunder<\/a> und den Aufstieg der D-Mark, der sie in den 70er-Jahren schlie\u00dflich zur weltweit zweitwichtigsten W\u00e4hrung nach dem Dollar machte.<\/p>\n<p>Heute ist Deutschland fest in ein europ\u00e4isches, solidarisches System aus EU und Euro-System eingebunden. Die Regierung in Berlin hat sich zudem mit gigantischen Krediten, die sie Sonderverm\u00f6gen nennt, Zeit gekauft. Es fehlt also nur noch, dass sie nun die Hebel umlegt und nach langem Zaudern endlich grundlegende Reformen einleitet. Was vor 75 Jahren m\u00f6glich war, sollte auch heute m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p><b>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und \u201e<\/b><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"http:\/\/www.businessinsider.de\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;http:\/\/www.businessinsider.de&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>Business Insider Deutschland<\/b><\/a><b>\u201c erstellt.<\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/frank-stocker\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/frank-stocker\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Frank Stocker<\/b><\/a><b> ist Wirtschafts- und Finanzkorrespondent in Frankfurt. Er berichtet \u00fcber <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/geldanlage\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/geldanlage\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Geldanlage<\/b><\/a><b>, <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Finanzm\u00e4rkte<\/b><\/a><b>, <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/konjunkturentwicklung\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/konjunkturentwicklung\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Konjunktur<\/b><\/a><b> und <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/zinsen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/zinsen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Zinspolitik<\/b><\/a><b>. Zudem hat er B\u00fccher zur <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article240459539\/Frank-Stocker-zur-Inflation-von-1923-Als-die-Regierung-Gold-und-Devisen-beschlagnahmte.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article240459539\/Frank-Stocker-zur-Inflation-von-1923-Als-die-Regierung-Gold-und-Devisen-beschlagnahmte.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Inflation von 1923<\/b><\/a><b> und zur <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus244937510\/Deutsche-Mark-Panikkaeufe-laeuteten-das-Wirtschaftswunder-ein.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus244937510\/Deutsche-Mark-Panikkaeufe-laeuteten-das-Wirtschaftswunder-ein.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Geschichte der D-Mark<\/b><\/a><b> ver\u00f6ffentlicht.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor 75 Jahren stand die junge Bundesrepublik vor dem Bankrott. 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