{"id":800139,"date":"2026-02-15T18:54:12","date_gmt":"2026-02-15T18:54:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/800139\/"},"modified":"2026-02-15T18:54:12","modified_gmt":"2026-02-15T18:54:12","slug":"berlin-spd-will-social-media-verbot-fuer-kinder-unter-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/800139\/","title":{"rendered":"Berlin | SPD will Social-Media-Verbot f\u00fcr Kinder unter 14"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Die SPD hat in einem Impulspapier die Einf\u00fchrung eines Social-Media-Verbots f\u00fcr Kinder unter 14 Jahren gefordert. Die Partei schl\u00e4gt vor, eine Altersverifikation mit Hilfe der App \u00abEUDI-Wallet\u00bb verpflichtend zu machen.<\/p>\n<p>Kern des Vorschlags ist eine nach drei Altersgruppen abgestufte Regelung: F\u00fcr unter 14-J\u00e4hrige solle fortan ein vollst\u00e4ndiges Verbot der Nutzung von Social-Media-Plattformen bestehen. Die Anbieter sollen verpflichtet werden, \u00abden Zugang technisch wirksam zu unterbinden\u00bb. Verst\u00f6\u00dfe durch die Plattformen m\u00fcssten f\u00fcr diese schnelle und sp\u00fcrbare Konsequenzen haben: \u00abvon sofortigen Anordnungen und empfindlichen Sanktionen bis hin zu tempor\u00e4ren Einschr\u00e4nkungen oder Netzsperren als Ultima Ratio\u00bb.<\/p>\n<p>\u00abJugendversion der Plattformen\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr unter 16-J\u00e4hrige solle hingegen eine verpflichtende \u00abJugendversion der Plattformen\u00bb gelten. Diese d\u00fcrfe keine suchtverst\u00e4rkenden Funktionen enthalten wie etwa Endlos-Scrollen, automatisches Abspielen von Inhalten oder Anreizsysteme, die intensive oder dauerhafte Nutzung belohnen. Zudem m\u00fcsse eine Jugendversion ohne algorithmisch gesteuerte Feeds auskommen und d\u00fcrfe Inhalte auch nicht mehr personalisiert ausspielen.<\/p>\n<p>Jugendliche unter 16 sollen k\u00fcnftig ausschlie\u00dflich \u00fcber die \u00abEUDI-Wallet\u00bb-App ihrer Erziehungsberechtigten Zugang zu Instagram und Co. haben. Bei der App (EU Digital Identity Wallet) handelt es sich um eine Art digitales Portemonnaie, in dem beispielsweise Personalausweis und F\u00fchrerschein der Erziehungsberechtigten gespeichert sind.<\/p>\n<p>\u00abR\u00fcckkehr zum klassischen Social-Media-Prinzip\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr alle B\u00fcrger ab 16 Jahren &#8211; also auch f\u00fcr Erwachsene &#8211; sollen k\u00fcnftig auf den digitalen Plattformen zudem algorithmische Empfehlungssysteme standardm\u00e4\u00dfig deaktiviert sein. Wollen Nutzer Inhalte durch Algorithmen vorgeschlagen bekommen, m\u00fcssten sie sich also bewusst und aktiv daf\u00fcr entscheiden. Auch diese Altersgruppe m\u00fcsste sich dem Vorschlag entsprechend k\u00fcnftig vor der Nutzung mit \u00abEUDI-Wallet\u00bb verifizieren.<\/p>\n<p>\u00dcber die Altersbegrenzungen hinaus versteht die SPD ihren Vorschlag als eine gr\u00f6\u00dfer angelegte \u00abR\u00fcckkehr zum klassischen Social-Media-Prinzip\u00bb. Nutzer Sozialer Medien sollten k\u00fcnftig wieder selbst entscheiden k\u00f6nnen, was sie sehen wollen und was nicht. Die Standardeinstellung auf Plattformen m\u00fcsse wieder sein, dass Nutzer auf ihrer Seite ausschlie\u00dflich Inhalte von Personen und Accounts zu sehen bekommen, denen sie aktiv folgen, anstatt Inhalte durch einen automatisch kuratierten Feed vorgeschlagen zu bekommen, der verdeckt priorisiere und einzelne Inhalte algorithmisch verst\u00e4rke, so das Papier.<\/p>\n<p>Der SPD-Vorsitzende und Vizekanzler Lars Klingbeil hatte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur betont, dass bei ihm momentan ein Umdenken stattfinde. \u00abVor ein paar Jahren haben wir alle die Freiheit des Netzes betont und gesagt, da darf es keinerlei Einschr\u00e4nkung geben. Aber jetzt sehen wir doch in den Debatten, dass gesellschaftlich etwas passiert, dass junge Leute zu mir kommen und sagen, wir brauchen klare Regeln, wie wir mit sozialen Netzwerken umgehen\u00bb, so Klingbeil. \u00abWir brauchen Einschr\u00e4nkungen, wenn es darum geht, wie wir mit Social-Media, mit dem Internet umgehen, und dazu m\u00fcssen wir jetzt Entscheidungen treffen.\u00bb<\/p>\n<p>Auch aus der CDU kommen bef\u00fcrwortende Stimmen<\/p>\n<p>Im Ausland wollen gleich mehrere L\u00e4nder wie D\u00e4nemark, Gro\u00dfbritannien, Frankreich und Spanien dem Vorbild Australiens folgen, das vor zwei Monaten als erstes Land der Welt ein generelles Social-Media-Verbot f\u00fcr unter 16-J\u00e4hrige eingef\u00fchrt hat. Die Kinder d\u00fcrfen dort keine eigenen Social-Media-Accounts mehr haben.\u00a0<\/p>\n<p>Auch aus der CDU kamen zuletzt bef\u00fcrwortende Stimmen, was eine strengere Regulierung von Sozialen Medien betrifft. Familienministerin Karin Prien (CDU) hatte erkl\u00e4rt, ein Verbot bis zu einem bestimmten Alter k\u00f6nne sie sich pers\u00f6nlich vorstellen. Die CDU will auf ihrem Parteitag am kommenden Wochenende \u00fcber das Thema diskutieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Die SPD hat in einem Impulspapier die Einf\u00fchrung eines Social-Media-Verbots f\u00fcr Kinder unter 14 Jahren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":800140,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,752,29,30,198,1635,1722,1114,62,154],"class_list":{"0":"post-800139","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-bildung","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-internet","13":"tag-jugend","14":"tag-jugendliche","15":"tag-kinder","16":"tag-medien","17":"tag-social-media"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116076168301808029","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/800139","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=800139"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/800139\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/800140"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=800139"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=800139"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=800139"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}