{"id":801186,"date":"2026-02-16T05:08:13","date_gmt":"2026-02-16T05:08:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/801186\/"},"modified":"2026-02-16T05:08:13","modified_gmt":"2026-02-16T05:08:13","slug":"was-pendler-auf-der-strecke-augsburg-muenchen-schon-bald-drohen-koennte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/801186\/","title":{"rendered":"Was Pendler auf der Strecke Augsburg-M\u00fcnchen schon bald drohen k\u00f6nnte"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eVersuchen Sie mal, in einen 1000-Leute-Zug 2000 Leute reinzubekommen\u201c, sagt J\u00f6rg Lange vom Fahrgastverband Pro Bahn. \u201eSp\u00e4testens dann haben Sie ein Problem.\u201c Lange ist Vizechef von Pro Bahn in Bayern und wohnt in Mering im schw\u00e4bischen Landkreis Aichach-Friedberg. Von dort fahren morgens von Montag bis Freitag von kurz vor f\u00fcnf Uhr bis halb zehn Uhr, also binnen rund viereinhalb Stunden, insgesamt 15 Regionalz\u00fcge nach <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/orte\/aa-muenchen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">M\u00fcnchen<\/a> und sogar 19 Z\u00fcge nach Augsburg. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/kein-kaffee-kein-problem-deutsche-bahn-schreibt-zugpersonal-vor-was-es-sagen-soll-113428174\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Ideal f\u00fcr Pendler<\/a>, die zur Schule, an die Uni oder an den Arbeitsplatz kommen m\u00fcssen und nicht mit dem Auto fahren wollen. Aber fahren schon in den kommenden Monaten und erst recht in den n\u00e4chsten Jahren noch so viele Z\u00fcge? Vermutlich nicht. Dann m\u00fcssten Fahrg\u00e4ste auf die Stra\u00dfe ausweichen, und selbst dort werde es eng, bef\u00fcrchtet Lange.\n  <\/p>\n<p>            Die Bahn rechnet so: weniger Z\u00fcge = weniger Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4lle auf der Schiene<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dass zwischen Augsburg und M\u00fcnchen trotz der gut ausgebauten Strecke bald weniger Z\u00fcge fahren, ist durchaus m\u00f6glich. Eine vom Bundesverkehrsministerium eingesetzte Arbeitsgruppe (Taskforce), die das Chaos bei der Bahn beenden soll, bereitet Einschnitte beim Zugverkehr vor. Die Pl\u00e4ne der Taskforce sehen \u201eweniger Z\u00fcge\u201c in \u00fcberlasteten Knoten vor. Einer dieser Knoten-Bahnh\u00f6fe im jahrzehntelang heruntergewirtschafteten Schienennetz ist M\u00fcnchen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Weniger Z\u00fcge = weniger Staus auf der Schiene = weniger Versp\u00e4tungen und Zugausf\u00e4lle, so lautet die Rechnung bei der Deutschen Bahn und in der Taskforce. In der Taskforce sitzen Bund und L\u00e4nder, das Staatsunternehmen Deutsche Bahn und private Zugbetreiber, Bahngewerkschaften und Branchenverb\u00e4nde zusammen. Weniger Z\u00fcge sollen zwar kein Dauerzustand werden, sondern nur eine vor\u00fcbergehende \u201eHilfsl\u00f6sung\u201c, wie es in der Taskforce hei\u00dft. Doch bis dann wieder mehr Z\u00fcge fahren k\u00f6nnen, weil das Netz saniert und ausgebaut worden ist, d\u00fcrften Jahre vergehen.\n  <\/p>\n<p>            Ein Horrorszenario droht Pendlern auf der Strecke Augsburg-M\u00fcnchen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die drohenden Folgen spielt Pro Bahn <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/neu-ulm\/bauarbeiten-an-b10-bruecke-zugverkehr-von-und-nach-ulm-hauptbahnhof-ab-freitag-13-02-beeintraechtigt-113452097\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">am Beispiel der Strecke Augsburg\u2013M\u00fcnchen<\/a> durch. In der Annahme, dass statt bis zu vier Regionalz\u00fcgen pro Stunde am Morgen nur noch zwei fahren. Dass dieses Horrorszenario f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste durchaus denkbar ist, zeigen die Diskussionen in der Taskforce. Dort ist von der \u201ePr\u00fcfung der Erforderlichkeit und ggf. Streichung von HVZ-Verst\u00e4rkerfahrten\u201c die Rede. HVZ steht f\u00fcr Hauptverkehrszeit, Verst\u00e4rkerfahrt f\u00fcr zus\u00e4tzliche Z\u00fcge. Der Fahrgastverband Pro Bahn hat ausgerechnet, wie viele Fahrg\u00e4ste bei diesem Szenario auf andere Z\u00fcge umverteilt werden m\u00fcssten. Das Ergebnis laut Lange: Man k\u00f6nnte die \u201ederzeitige vorhandene und ben\u00f6tigte Sitzplatzkapazit\u00e4t \u00fcberhaupt nicht mehr auch nur ansatzweise bereitstellen\u201c. Und sollte einer der verbleibenden Z\u00fcge auch mal ausfallen, was man nicht ausschlie\u00dfen k\u00f6nne, dann gehe \u00fcberhaupt nichts mehr. \u201eDie Fahrg\u00e4ste, f\u00fcr die eine Sitzplatzkapazit\u00e4t von \u00fcber 3000 Pl\u00e4tzen vorgesehen war, m\u00fcssten in einem Zug mit 1000 Pl\u00e4tzen bef\u00f6rdert werden.\u201c Was schlichtweg unm\u00f6glich sei.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der M\u00fcnchner Knoten mit dem Hauptbahnhof als Endstation ist zu 123 Prozent ausgelastet. Das besagen Zahlen der Schienennetzgesellschaft der Deutschen Bahn (DB), der DB Infrago. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) wiederum hat der Taskforce vorgerechnet, wann was zu tun sei. Das EBA ist eine der Aufsichtsbeh\u00f6rden f\u00fcr den Zugverkehr in Deutschland. Dem Bundesamt zufolge ist die Auslastung ab 115 Prozent nicht mehr hinnehmbar. \u201eDie Strecke muss dringend entlastet werden.\u201c Und bereits ab 108 Prozent seien \u201eEntlastungsoptionen\u201c und der Ausbaubedarf zu pr\u00fcfen.\n  <\/p>\n<p>            L\u00e4ngere Regionalz\u00fcge sind zwischen Augsburg und M\u00fcnchen nicht m\u00f6glich<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im Klartext bedeutet das: <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/siko-2026-alle-sperrungen-fuer-verkehr-und-oepnv-im-ueberblick-14-02-113432278\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Es fahren einfach zu viele Z\u00fcge in den M\u00fcnchner Hauptbahnhof<\/a> hinein und wieder heraus. Zumindest so lange, bis der M\u00fcnchner Knoten ausgebaut ist. Und das gr\u00f6\u00dfte Vorhaben, der Bau der zweiten Stammstrecke f\u00fcr die S-Bahn, wird sich noch rund zehn Jahre hinziehen. Der Ausbau der Knoten wiederum ist laut Taskforce auf Dauer die \u201eeinzige Probleml\u00f6sung\u201c. Bis dahin k\u00f6nnten der Taskforce zufolge l\u00e4ngere Z\u00fcge und mehr Doppelstockwagen helfen, trotz weniger Verbindungen ausreichend Platz in den Z\u00fcgen zu schaffen. Pro Bahn hat sich auch das angeschaut. Mit dem Ergebnis, dass l\u00e4ngere Regionalz\u00fcge zwischen Augsburg und M\u00fcnchen nicht m\u00f6glich w\u00e4ren. Da auf dieser Strecke schon alles ausgereizt sei. Mehr Doppelstockwagen sind kurzfristig kaum zu beschaffen. Und Busse als Ersatz seien auf dieser Strecke auch keine L\u00f6sung, sagt Lange.\n  <\/p>\n<blockquote class=\"mb-4 typo-quotation md:mb-3\">\n<p>\u201eWo sollen denn die Reisenden hin? Auf die Stra\u00dfe passen sie ja auch nicht drauf.\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"font-sans text-xs leading-xs md:text-m md:leading-xs lg:text-l lg:leading-xs\">\n      <strong class=\"font-semibold\">Uwe B\u00f6hm<\/strong>, der bayerische Chef der Bahngewerkschaft GDL\n    <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Probleme \u00fcber Probleme sieht auch Uwe B\u00f6hm, der bayerische Chef der Bahngewerkschaft GDL. \u201eWo sollen denn die Reisenden hin? Auf die Stra\u00dfe passen sie ja auch nicht drauf.\u201c Weniger Zugverkehr w\u00fcrde das Schienennetz grunds\u00e4tzlich stabilisieren, sagt B\u00f6hm. \u201eAber keiner wei\u00df, wie das umgesetzt werden soll.\u201c Hinzu kommen st\u00e4ndig neue Reparaturen im teilweisen maroden Schienennetz, wenn etwa Signale und Stellwerke ausfallen oder Gleise und Weichen ausgetauscht werden m\u00fcssen. B\u00f6hm: \u201eWir halten schon die Luft an, wenn ein Messzug \u00fcber das Gleis f\u00e4hrt.\u201c Weil dann weitere M\u00e4ngel entdeckt werden k\u00f6nnten und die Z\u00fcge vorsichtshalber nur langsam fahren d\u00fcrften oder gar Strecken gesperrt werden m\u00fcssten. Was die Fahrpl\u00e4ne noch mehr durcheinander bringt.\n  <\/p>\n<p>            Pl\u00e4ne der Taskforce: Am 20. M\u00e4rz muss Verkehrsminister Schnieder Farbe bekennen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/bahn-gewerkschaft-erklaert-sicherheitsgipfel-fuer-gescheitert-nach-schaffner-tod-113465744\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">\u00dcber Einschnitte beim Zugverkehr wird derzeit noch weitgehend hinter verschlossenen T\u00fcren geredet.<\/a> Aber in wenigen Wochen, am 20. M\u00e4rz, muss Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) Farbe bekennen. Dann will die Taskforce dem Minister ihre Pl\u00e4ne pr\u00e4sentieren. Und die Sachlage ist der Schienennetzgesellschaft DB Infrago zufolge eindeutig. In den gro\u00dfen Knoten seien \u201ekurzfristige Verbesserungen nur durch eine reduzierte Zuganzahl erreichbar\u201c. Ohne Entlastung der Knoten sei eine \u201enachhaltige Verbesserung der P\u00fcnktlichkeit nicht m\u00f6glich\u201c. Nicht nur der Nahverkehr leide \u201emassiv unter der \u00dcberlastung\u201c. So hat es die DB Infrago in der Taskforce vorgetragen. Aus der DB-Zentrale klingt das noch dramatischer. Der Regionalverkehr mache die Knoten dicht. Weniger Regionalz\u00fcge seien dort der \u201eeinzige Hebel\u201c, um das Chaos auf der Schiene kurzfristig zu beenden.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    M\u00fcnchen<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Pro Bahn<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eVersuchen Sie mal, in einen 1000-Leute-Zug 2000 Leute reinzubekommen\u201c, sagt J\u00f6rg Lange vom Fahrgastverband Pro Bahn. \u201eSp\u00e4testens dann&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":610603,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1846],"tags":[71035,680,772,5219,3364,2030,29,548,663,3934,51387,9114,30,13,1268,14,15,4125,19495,12,2869],"class_list":["post-801186","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-augsburg","tag-taskforce","tag-augsburg","tag-bayern","tag-db","tag-de","tag-deutsche-bahn","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-fahrgastverband","tag-gedraenge","tag-germany","tag-headlines","tag-muenchen","tag-nachrichten","tag-news","tag-pendler","tag-pro-bahn","tag-schlagzeilen","tag-zugverkehr"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116078582446762771","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/801186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=801186"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/801186\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/610603"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=801186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=801186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=801186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}