{"id":802855,"date":"2026-02-16T20:39:18","date_gmt":"2026-02-16T20:39:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/802855\/"},"modified":"2026-02-16T20:39:18","modified_gmt":"2026-02-16T20:39:18","slug":"digitaler-baustein-aus-dresden-macht-netzwerke-10-mal-schneller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/802855\/","title":{"rendered":"Digitaler Baustein aus Dresden macht Netzwerke 10 mal schneller"},"content":{"rendered":"<p>Moderne Autos m\u00fcssen in Sekundenbruchteilen reagieren. Sensoren erfassen die Umgebung, Assistenzsysteme warnen vor Gefahren, Kameras liefern Bilder. All diese Daten m\u00fcssen gleichzeitig und exakt zum richtigen Zeitpunkt ankommen. Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden hat daf\u00fcr einen neuen digitalen Baustein entwickelt, der Daten deutlich schneller und zuverl\u00e4ssiger durch ein Netzwerk schickt.<\/p>\n<p>Der neue 10G TSN-Endpoint erm\u00f6glicht \u00dcbertragungsraten von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde. Das ist etwa zehnmal schneller als bisherige L\u00f6sungen des Instituts. Gleichzeitig sorgt er daf\u00fcr, dass die Daten nicht nur schnell, sondern auch in genau festgelegten Zeitfenstern ankommen. Gerade in sicherheitskritischen Anwendungen ist das entscheidend.<\/p>\n<p>Pr\u00e4zision im Milliardstel-Sekunden-Bereich<\/p>\n<p>Die Besonderheit liegt in der Zeitsynchronisation. Der neue Baustein stimmt alle Ger\u00e4te im Netzwerk so genau aufeinander ab, dass ihre Uhren um weniger als zehn Nanosekunden voneinander abweichen. Eine Nanosekunde ist ein Milliardstel einer Sekunde. Diese extreme Genauigkeit wird direkt in der Hardware erreicht, also in der elektronischen Schaltung selbst. Das macht die Synchronisation besonders stabil und schnell.<\/p>\n<p>&#8222;Mit unserem neuen 10G TSN-Endpunkt erweitern wir unser Portfolio um eine wichtige Ausbaustufe\u201c, sagt Alexander Noack, Bereichsleiter Data Communication &amp; Computing am Fraunhofer IPMS. Damit wolle man Netzwerke erm\u00f6glichen, die auch bei sehr hohen Datenmengen exakt funktionieren.<\/p>\n<p>Vom autonomen Auto bis zur smarten Fabrik<\/p>\n<p>In modernen Fahrzeugen kann der Baustein als zentrales R\u00fcckgrat dienen, etwa f\u00fcr Assistenzsysteme, Infotainment oder Bordcomputer. Auch wenn mehrere Kameras, Radar- und Lasersensoren gleichzeitig Daten senden, kommen diese ohne Verz\u00f6gerung und im richtigen Takt an. In der Industrie sorgt die Technologie daf\u00fcr, dass Roboter, Maschinen und Bildverarbeitungssysteme exakt synchron zusammenarbeiten. Das erh\u00f6ht die Zuverl\u00e4ssigkeit und Effizienz von Produktionsanlagen.<\/p>\n<p>Im F\u00f6rderprojekt CeCas entwickelt das Fraunhofer IPMS zudem eine leistungsstarke Rechnerplattform f\u00fcr hochautomatisierte Fahrzeuge, in der bereits noch schnellere L\u00f6sungen getestet werden. Weitere Netzwerk-Komponenten sollen noch in diesem Jahr folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Moderne Autos m\u00fcssen in Sekundenbruchteilen reagieren. Sensoren erfassen die Umgebung, Assistenzsysteme warnen vor Gefahren, Kameras liefern Bilder. 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