{"id":802902,"date":"2026-02-16T21:04:13","date_gmt":"2026-02-16T21:04:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/802902\/"},"modified":"2026-02-16T21:04:13","modified_gmt":"2026-02-16T21:04:13","slug":"emirates-am-ber-streit-um-dubai-flug-spitzt-sich-zwischen-berlin-und-frankfurt-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/802902\/","title":{"rendered":"Emirates am BER? Streit um Dubai-Flug spitzt sich zwischen Berlin und Frankfurt zu"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Bekommt der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eine neue, langersehnte Langstreckenverbindung? <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/emirates-nach-berlin-geheime-verhandlungen-ueber-weitere-langstreckenfluege-am-ber-li.10011309\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Im Streit um weitere Landerechte von Emirates in Deutschland<\/a> liegt offenbar ein Vorschlag auf dem Tisch. Danach k\u00f6nnte die Airline aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Direktverbindung zwischen dem BER und Dubai einrichten. Doch ganz zufrieden sind die Beteiligten nicht \u2013 und weiterhin gibt es Widerstand aus Hessen, wo sich der Flughafen Frankfurt am Main befindet.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Es geht darum, dem deutschen Hauptstadtflughafen endlich mehr Interkontinental-Verbindungen zu verschaffen. Vom Drehkreuz Dubai fliegt Emirates zahlreiche Ziele in Asien, Afrika und Australien an.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Eine willkommene Erg\u00e4nzung f\u00fcr die wenigen Langstreckenrouten am BER, aus Sicht von Politikern und Wirtschaftsvertretern unverzichtbar. Bislang zeigte sich der Bund skeptisch, doch das hat sich ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Frankfurt, M\u00fcnchen, Hamburg, D\u00fcsseldorf \u2013 und Berlin?<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Denn inzwischen zeigt sich die Bundesregierung offen f\u00fcr Start- und Landem\u00f6glichkeiten f\u00fcr Emirates am Hauptstadtflughafen BER in Sch\u00f6nefeld. \u201eDie Vereinigten Arabischen Emirate w\u00fcnschen sich einen Ausbau der Verbindungen von und nach Deutschland, weshalb auch das Thema Landerechte \u2013 neben vielen anderen Themen \u2013 angesprochen wurde\u201c, teilte ein Regierungssprecher auf Anfrage mit. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Golfregion vor kurzem bereist.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Regierung arbeite intensiv daran, die M\u00f6glichkeiten internationaler Flugverbindungen von und nach Deutschland zu erweitern, hie\u00df es. Eine Entscheidung in der Frage ist bislang aber noch offen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Frage, ob Emirates \u00fcber die jetzigen Ziele hinaus weitere Flugh\u00e4fen in Deutschland ansteuern darf, sorgt schon lange f\u00fcr Streit. Heute sehen die Regeln vor, dass die Gesellschaft maximal vier deutsche Flugh\u00e4fen bedienen darf. Derzeit ist sie in Frankfurt am Main, M\u00fcnchen, D\u00fcsseldorf und Hamburg vertreten. Einen dieser Standorte zugunsten von Berlin aufzugeben, kam f\u00fcr das Unternehmen bisher nicht infrage.<\/p>\n<p>Emirates bereitet Start f\u00fcr Dezember 2026 vor<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/ber-chefin-spricht-klartext-warum-berlin-nicht-mehr-langstreckenfluege-bekommt-li.2280201\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) unter Chefin Aletta von Massenbach<\/a> sowie die beiden beteiligten Bundesl\u00e4nder fordern deshalb, die Zahl der m\u00f6glichen Emirates-Ziele in Deutschland auf f\u00fcnf zu erh\u00f6hen, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/emirates-nach-berlin-geheime-verhandlungen-ueber-weitere-langstreckenfluege-am-ber-li.10011309\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">um mehr Langstreckenverbindungen am BER anbieten zu k\u00f6nnen.<\/a> Die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Kai Wegner (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), reagieren positiv auf die Bereitschaft der Bundesregierung, \u00fcber diese Frage zu verhandeln.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">\u201eDie Menschen und Unternehmen in der Hauptstadtregion erwarten, dass es mehr Direktverbindungen ohne unn\u00f6tige und \u00f6kologisch fragw\u00fcrdige Umstiege an anderen europ\u00e4ischen oder deutschen Flugh\u00e4fen gibt\u201c, teilten sie in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung mit. \u201eEine Direktverbindung in eine wichtige globale Wachstumsregion st\u00e4rkt ganz Ostdeutschland als Wirtschaftsstandort, wird mehr Investitionen in die Region bringen und neue Arbeitspl\u00e4tze schaffen.\u201c<\/p>\n<p>Brandenburger Minister unterst\u00fctzt die Forderung<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der brandenburgische Verkehrsminister Detlef Tabbert sagte: \u201eIch w\u00fcrde es sehr begr\u00fc\u00dfen, wenn es vom BER zeitnah t\u00e4gliche Direktverbindungen &#8211; etwa nach Dubai &#8211; gibt: Das st\u00e4rkt die internationale Anbindung unserer Hauptstadtregion und macht Reisen f\u00fcr Wirtschaft und B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger einfacher, weil unn\u00f6tige Umstiege entfallen k\u00f6nnen. Mehr Direktverbindungen ab BER erh\u00f6hen zudem die Attraktivit\u00e4t Berlins und Brandenburgs als Standort &#8211; deshalb unterst\u00fctze ich ausdr\u00fccklich die Forderung, hier nach jahrelanger Diskussion zu tragf\u00e4higen L\u00f6sungen zu kommen.\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der Tagesspiegel und andere Medien berichten, dass inzwischen ein Vorschlag des Bundes auf dem Tisch liegt. Danach soll Emirates zweimal pro Woche den BER ansteuern. Beobachter wenden jedoch ein, dass eine solche Route h\u00e4ufiger bedient werden m\u00fcsse, um als Anschlussverbindung erfolgreich und profitabel zu sein. Es w\u00e4re sinnvoll, wenn Emirates an jedem Tag nach Berlin fliegen w\u00fcrde. Dem Vernehmen nach richtet sich Emirates auf eine t\u00e4gliche Verbindung ab Dezember 2026 mit Boeing 777 ein.<\/p>\n<p>Hessen sieht Pl\u00e4ne mit gro\u00dfer Sorge<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der Emirates-Wettbewerber Lufthansa lehnt eine weitere Lizenz f\u00fcr den Konkurrenten in Deutschland hingegen strikt ab. Er bef\u00fcrchtet weiteren Wettbewerb durch eine Airline, die einem staatlichen Mischkonzern geh\u00f6rt und im Gegensatz zum eigenen Unternehmen im Notfall auf \u00f6ffentliche Zusch\u00fcsse hoffen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Auch der hessische Ministerpr\u00e4sident Boris Rhein ist dagegen, dass Emirates eine weitere Lizenz bekommt, die dann am Hauptstadt-Airport BER genutzt werden kann. \u201eWeitere Landerechte an Airlines aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu geben, sehe ich mit gro\u00dfer Sorge\u201c, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">\u201eLangstreckenverbindungen lassen sich nur \u00fcber leistungsf\u00e4hige und starke Drehkreuze wie Frankfurt am Main und M\u00fcnchen \u00f6konomisch und \u00f6kologisch nachhaltig und im Sinne des Standorts Deutschland umsetzen\u201c, so Rhein. F\u00fcr profitable Langstreckenverbindungen brauche es gro\u00dfe Einzugsgebiete wie in den Metropolen London und Paris oder genug Transferpassagiere wie in Frankfurt und M\u00fcnchen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ article_paragraph_end-of-article-icon__tzjPO\">\u201eDeshalb sollten wir dringend alles vermeiden, was die zentralen Drehkreuze des Luftverkehrs in Deutschland schw\u00e4cht\u201c, betonte Rhein. \u201eMehr Drehkreuze f\u00fchrten nicht zu mehr, sondern zu weniger Konnektivit\u00e4t.\u201c (mit dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bekommt der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eine neue, langersehnte Langstreckenverbindung? 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