{"id":80312,"date":"2025-05-03T05:04:08","date_gmt":"2025-05-03T05:04:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/80312\/"},"modified":"2025-05-03T05:04:08","modified_gmt":"2025-05-03T05:04:08","slug":"die-suche-nach-noahs-arche-und-was-archaeologen-dazu-sagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/80312\/","title":{"rendered":"Die Suche nach Noahs Arche und was Arch\u00e4ologen dazu sagen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 03.05.2025 05:33 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Eine schiffsf\u00f6rmige Formation in der Ostt\u00fcrkei soll angeblich die Arche Noah sein. Obwohl Arch\u00e4ologen l\u00e4ngst andere Fakten \u00fcber den Arche Noah Mythos aufdecken, will ein US-Abenteurer dort bald mit Ausgrabungen beginnen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Jenny von Sperber, BR\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEntdeckt hat diese bizarre Formation ein t\u00fcrkischer Luftwaffenpilot in den sp\u00e4ten 1950er-Jahren. Ber\u00fchmt gemacht und mit der Arche Noah in Verbindung gebracht hat sie dann in den Siebzigern ein amerikanischer Kreationist, also ein Mensch, der die Geschichten in der Bibel w\u00f6rtlich auslegt. Mehrfach haben sich schon Wissenschaftler mit dieser Felsformation besch\u00e4ftigt, amerikanische sowie t\u00fcrkische Geologen. Sie kamen zu dem Schluss, dass die interessanten Felsen nat\u00fcrlichen Ursprungs sind.<\/p>\n<p>    Abenteurer will die Arche trotzdem finden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Amerikaner <a href=\"https:\/\/noahsarkscans.com\/\" title=\"Andrew Jones\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Andrew Jones<\/a>, der touristische F\u00fchrungen in der Region anbietet, glaubt nicht an die Aussagen dieser Wissenschaftler und sucht seit Jahren eigene Hinweise. Gemeinsam mit einem privaten Team hat er jetzt Bodenproben genommen und Bodenradar-Scans durchgef\u00fchrt. Seiner Meinung nach deuten pH-Wert und organisches Material innerhalb des Bogens und rechteckige Strukturen im Untergrund auf ein menschengemachtes Konstrukt hin.<\/p>\n<p>    Arch\u00e4ologen suchen die Arche nicht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Arch\u00e4ologin Adelheid Otto von der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen wundert sich dar\u00fcber, dass solche Nachrichten \u00fcber Arche-Noah-Funde immer wieder ungepr\u00fcft verbreitet werden. Offenbar faszinierten viele Menschen die reale Suche nach einem Mythos. Dabei w\u00fcssten Wissenschaftler mittlerweile eine ganze Menge \u00fcber die Geschichte und ihren Ursprung. Otto selbst forscht in Fara, einer Grabungsst\u00e4tte im s\u00fcdlichen Irak. Fara war eine der gr\u00f6\u00dften und \u00e4ltesten St\u00e4dte in Mesopotamien und ist eng mit dem Mythos der Arche verbunden. Damals hie\u00df die Stadt Shuruppak &#8222;und das ist eben die Stadt, wo angeblich nach verschiedenen keilschriftlichen Texten die Sintflut stattgefunden hat. Und der K\u00f6nig von Shuruppak namens Ziusudra hat demnach dieses Schiff gebaut und damit die Menschheit gerettet&#8220;, sagt Otto.<\/p>\n<p>    Noah war K\u00f6nig in Shuruppak<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo steht die Geschichte im Gilgamesch-Epos, einer babylonischen Heldensage, die fast 2000 Jahre vor Christus in Tontafeln aufgeschrieben worden ist. Darin baut der K\u00f6nig von Shuruppak ein Schiff, rettet damit die von Gott gestrafte Menschheit vor einer Sintflut und schickt irgendwann einen Vogel los, der ihm ein Zweiglein zur\u00fcckbringt, als seine Arche wieder landen kann. Genau wie sp\u00e4ter in der biblischen Noah-Geschichte. &#8222;Die Juden in babylonischer Gefangenschaft im ersten Jahrtausend vor Christus haben diese Geschichte geh\u00f6rt&#8220;, erkl\u00e4rt Otto, &#8222;sie zur\u00fcckgebracht und aufgeschrieben.&#8220; Noah ist also eine hebr\u00e4ische Variante des mesopotamischen K\u00f6nigs.<\/p>\n<p>    Die sumerische K\u00f6nigsliste<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVon Ziusudra wissen die Forscher, weil alle Namen der alten K\u00f6nige und Dynastien vor ungef\u00e4hr 4.000 Jahren auf einem Tonquader festgehalten worden sind, der sumerischen K\u00f6nigsliste. Die unterteilt die Dynastien in solche vor der Flut und solche nach der Flut. Und der letzte K\u00f6nig vor der gro\u00dfen Flut war demnach Ziusudra, der K\u00f6nig von Shuruppak. Die Frage nach der gro\u00dfen Sintflut finden deshalb auch viele Experten spannend.<\/p>\n<p>    Die gro\u00dfe Sintflut gab es m\u00f6glicherweise<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass es periodische \u00dcberschwemmungen der Fl\u00fcsse Euphrat und Tigris gab, ist sicher. Aber gab es wirklich diese eine zerst\u00f6rerische Sintflut, wie sie im Gilgamesch-Epos und in der Bibel beschrieben wird? Denkbar w\u00e4re das, sagt Otto. &#8222;Wenn extreme Starkregen in Anatolien dazu f\u00fchren, dass Euphrat- und Tigris-Fluten gleichzeitig ankommen und wenn es gleichzeitig S\u00fcdwinde g\u00e4be, die das Abflie\u00dfen in den Persischen Golf verhindern w\u00fcrden, dann k\u00f6nnte es einen R\u00fcckstau geben und eine riesige Flut, die tats\u00e4chlich ganz S\u00fcdmesopotamien \u00fcberschwemmen k\u00f6nnte.&#8220; Die ersten Arch\u00e4ologen in Fara haben um 1902 tats\u00e4chlich eine Schwemmschicht im Boden gefunden, die von so einer Riesen-Flut stammen k\u00f6nnte. Adelheid Otto plant im kommenden Jahr Bohrungen, um diese Schwemmschicht genauer zu untersuchen.<\/p>\n<p>    Riesige Arche ist ein Mythos<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNur, ob der K\u00f6nig von Shuruppak &#8211; also Noah in der hebr\u00e4ischen Bibel &#8211; auch tats\u00e4chlich eine Arche gebaut hat, das ist und bleibt eine Glaubensfrage. Das g\u00e4ngige Mittel der Fortbewegung damals im Marschland von S\u00fcdmesopotamien war das Boot. Die Menschen werden sich vermutlich auch mit Booten vor einer Flut gerettet haben. Ein riesiger Kasten, so wie ihn Keilschriften und Bibel beschreiben aber, ist wohl eine Legende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 03.05.2025 05:33 Uhr Eine schiffsf\u00f6rmige Formation in der Ostt\u00fcrkei soll angeblich die Arche Noah sein. 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