{"id":803307,"date":"2026-02-17T01:00:22","date_gmt":"2026-02-17T01:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/803307\/"},"modified":"2026-02-17T01:00:22","modified_gmt":"2026-02-17T01:00:22","slug":"teils-unter-vollnarkose-auswanderer-aus-esslingen-taetowiert-in-l-a-stars-fuer-bis-zu-65-000-us-dollar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/803307\/","title":{"rendered":"Teils unter Vollnarkose: Auswanderer aus Esslingen t\u00e4towiert in L.A. Stars f\u00fcr bis zu 65.000 US-Dollar"},"content":{"rendered":"<p>Es mag in den meisten Ohren etwas verr\u00fcckt klingen: Menschen lassen sich unter Narkose setzen und gro\u00dfformatig t\u00e4towieren. In seiner Heimatstadt <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Esslingen\" title=\"Esslingen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Esslingen<\/a>, da ist sich Timo Schuldt sicher, w\u00e4re das undenkbar.<\/p>\n<p>Doch in den USA macht der Auswanderer mit dieser Idee gute Gesch\u00e4fte. In seinem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Tattoo\" title=\"Tattoo\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tattoo<\/a>-Studio in L.A. gehen Promis ein und aus. Und einige von ihnen haben schon zwischen 35.000 und 65.000 US-Dollar ausgegeben, um vom T\u00e4towieren nichts mitzukriegen.<\/p>\n<p>Alles begann mit einer Anfrage von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Dennis_Schr%C3%B6der\" title=\"Dennis Schr\u00f6der\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dennis Schr\u00f6der<\/a> <\/p>\n<p>Als <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.basketball-schroeder-feiert-gelungenes-cavaliers-debuet-in-der-nba.566d9737-0bff-46b8-bc29-8db6058813a1.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Basketballstar Dennis Schr\u00f6der<\/a> im Sommer 2023 aus der Narkose erwachte, hatte er ein sogenanntes \u201efull back piece\u201c, wie Schuldts Tattoostudio auf Instagram erl\u00e4uterte \u2013 also ein Tattoo \u00fcber den ganzen R\u00fccken. In einem Kurzvideo sind unter anderem Ornamente, eine Faust und Yin-und-Yang-Zeichen zu erkennen.<\/p>\n<p>Mit Schr\u00f6ders Anfrage hat laut Schuldt alles begonnen. Damals bot das Studio Lakimii Tattoo in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Los_Angeles\" title=\"Los Angeles\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Los Angeles<\/a> noch keine sogenannten \u201eanesthesia tattoo sessions\u201c an \u2013 also Sitzungen unter Vollnarkose. \u201eWir wollten das unbedingt machen\u201c, erinnert sich Schuldt beim Gespr\u00e4ch an einem Februarvormittag in einem Esslinger Caf\u00e9. Also habe er zugesagt.<\/p>\n<p>Auch <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Marco_Reus\" title=\"Marco Reus\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marco Reus<\/a> und Brooklyn Beckham waren schon zu Gast   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/media.media.d7b936cb-26e5-4a50-a09a-8f7f6227af15.original1024.media.jpeg\"\/>     Auch Brooklyn Beckham hat sich bei Lakimii in Los Angeles ein Tattoo stechen lassen \u2013 allerdings ohne Narkose.    Foto: Lakimii Los Angeles    <\/p>\n<p>Schuldt informierte sich: In den USA habe es nur drei Shops gegeben, die das anboten, sagt er. Daraufhin gr\u00fcndete der heute 33 Jahre alte Esslinger als weiteres Standbein die \u201ePainless\u201c-Sparte von Lakimii \u2013 englisch f\u00fcr \u201eschmerzlos\u201c. Seither gibt es ein bis zwei Mal im Monat Sitzungen in einem ambulanten Operationszentrum \u2013 begleitet von einem Narkosearzt und Krankenpflegerinnen und -pflegern. Drei bis sechs T\u00e4towiererinnen und T\u00e4towierer seien je nach Gr\u00f6\u00dfe des Tattoos ein bis zwei Tage besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Schuldt die richtige Entscheidung. Allgemein laufe es in der Tattoo-Szene in Los Angeles m\u00e4\u00dfig, weil die Konkurrenz gro\u00df sei. Da m\u00fcsse man irgendwie herausstechen. Neben dem deutschen Basketball-Export Schr\u00f6der hatte Schuldt weitere Promis zu Gast: den deutschen Fu\u00dfballprofi Marco Reus etwa oder Brooklyn Beckham, Sohn von Victoria und David Beckham. Diese beiden lie\u00dfen sich aber kleinere Tattoos ohne Vollnarkose stechen. Die Marke Lakimii sei wegen ihrer guten Qualit\u00e4t ein Begriff, so Schuldt.<\/p>\n<p> Lakimii Los Angeles: Drei bis sechs T\u00e4towierer f\u00fcr ein Painless-Tattoo   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/media.media.8d0bd4eb-5aa5-4bdf-8e18-3ba1b2c840b5.original1024.media.jpeg\"\/>     Painless Tattoo: Neben den T\u00e4towierern sind ein Narkosearzt und Krankenpfleger bei der Sitzung dabei.    Foto: Lakimii Los Angeles    <\/p>\n<p>Wie ist es, mit ber\u00fchmten Kundinnen und Kunden im Tattoo-Studio zu arbeiten? \u201eAm Anfang fand ich es schon extrem cool, Prominente im Shop zu haben\u201c, erinnert sich der 33-J\u00e4hrige. Er habe dann schnell festgestellt, dass auch sie normale Menschen seien \u2013 mit \u00e4hnlichem Schmerzempfinden als weniger bekannte Kunden. Einen Unterschied macht er dann aber doch: Man m\u00fcsse Geduld aufbringen, was Verl\u00e4sslichkeit und Spontanit\u00e4t angehe. Denn oft w\u00fcrden vereinbarte Termine einfach nicht wahrgenommen \u2013 oder auf der anderen Seite sehr spontan anberaumt, wenn die prominente Kundschaft die Lust auf ein neues Tattoo \u00fcberkommt.<\/p>\n<p> Tat\u00f6wieren unter Vollnarkose \u2013 es gibt auch Kritik <\/p>\n<p>\u201eBislang gab es keine Probleme\u201c, sagt Schuldt angesprochen auf m\u00f6gliche gesundheitliche Risiken einer Narkose. Seinem Gesch\u00e4ft und den Kunden schl\u00e4gt jedoch auch Kritik entgegen. Neben Warnungen vor m\u00f6glichen gesundheitlichen Risiken der Narkose geht es laut Schuldt oft auch um die Einstellung zum T\u00e4towieren. \u201eManche sagen, der Schmerz geh\u00f6rt einfach dazu\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine Painless-Tattoo-Kunden spielt allerdings oft Zeit eine Rolle: W\u00e4hrend der laufenden Saison k\u00f6nnten sich Profisportler keine Tattoos stechen lassen, weil die Heilung erfordere, dass eine gewisse Zeit nicht trainiert wird. \u201eF\u00fcr gro\u00dfformatige Tattoos, wie das von Dennis Schr\u00f6der, br\u00e4uchte es normalerweise f\u00fcnf bis sechs Sitzungen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum\u201c, erkl\u00e4rt Schuldt. Daf\u00fcr und f\u00fcr die Heilung reiche die Pause zwischen den Saisons aber nicht.<\/p>\n<p> Luxus-Tattoos: \u201eDas k\u00f6nnte nicht funktionieren in Deutschland\u201c <\/p>\n<p>Dazu kommt nach Einsch\u00e4tzung des 33-J\u00e4hrigen: In den USA wird Luxus weniger kritisch betrachtet als beispielsweise in Deutschland \u2013 und Painless-Tattoos sind Luxusartikel. Zudem gibt es hierzulande diese Form des T\u00e4towierens bislang noch nicht. Schuldt ist aber auch \u00fcberzeugt: \u201eDas k\u00f6nnte nicht funktionieren in Deutschland wegen der Mentalit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Timo Schuldt sch\u00e4tzt sein Leben in West Hollywood mit Frau und Sohn. In Deutschland ist die Familie nur noch selten, und wenn, dann aus famili\u00e4ren Gr\u00fcnden. Wieder ganz zur\u00fcckzukommen, das k\u00f6nne er sich nicht vorstellen. Einmal wegen des konstant besseren Wetters. Und in den USA gebe es keine Neidgesellschaft. \u201eIn Los Angeles erlebe ich klar auch viel Oberfl\u00e4chlichkeit, aber auch Freundlichkeit und Anerkennung\u201c, sagt er. Und Gr\u00fcndungen und die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit an sich seien wegen geringerer b\u00fcrokratischer H\u00fcrden einfacher.<\/p>\n<p>Was er an Esslingen vermisse? Freunde, Familie und Leberk\u00e4swecken. Letztere auch in L.A. anzubieten, das k\u00f6nnte vielleicht seine n\u00e4chste Gesch\u00e4ftsidee werden. Wichtig ist dem 33-J\u00e4hrigen die Botschaft: \u201eEs ist viel machbar, wenn man an sich glaubt.\u201c<\/p>\n<p> Timo Schuldt und Lakimii <\/p>\n<p class=\"infobox\"><strong>Quereinsteiger<\/strong><br \/>Nachdem er eigenen Aussagen nach seinen Traum von einer Fu\u00dfballkarriere nach einem Unfall aufgegeben musste, war Timo Schuldt in seinem ersten Beruf Automobilkaufmann. 2019 heuerte er als Shopmanager und sp\u00e4ter Anteilseigner im Lakimii-Tattoo-Studio in Esslingen an. 2022 wanderte er auf Ermutigung seiner Frau nach Los Angeles aus, um dort eine Lakimii-Dependance zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p class=\"infobox\"><strong>Franchise<\/strong><br \/>Das Gesch\u00e4ft von Timo Schuldt in L.A. ist Teil des Lakimii-Franchises, das seinen Ursprung in einem 2013 gegr\u00fcndeten Tattoo-Studio in Stuttgart-Zuffenhausen hat und mittlerweile rund 20 Filialen in Deutschland, Schweiz, Italien sowie L.A.. Gr\u00fcnder ist <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.tattoo-benefizaktion-in-stuttgart-der-chef-von-babas-doener-sorgt-fuer-eine-riesenschlange-am-olgaeck.e1f49674-cf2d-4e2a-9cfb-fe2b6b996045.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Martin Ljubic, der mittlerweile auch als Gastronom<\/a> in der Region t\u00e4tig ist. \u201eLakimii\u201c steht \u00fcbrigens f\u00fcr \u201eLucky Me\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es mag in den meisten Ohren etwas verr\u00fcckt klingen: Menschen lassen sich unter Narkose setzen und gro\u00dfformatig t\u00e4towieren.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":803308,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1830],"tags":[1634,163159,3364,19696,29,3439,30,7893,24817,180929,5321,1441,3356,92814],"class_list":["post-803307","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-stuttgart","tag-baden-wuerttemberg","tag-brooklyn-beckham","tag-de","tag-dennis-schroeder","tag-deutschland","tag-esslingen","tag-germany","tag-los-angeles","tag-marco-reus","tag-painless","tag-stadt-esslingen","tag-stuttgart","tag-tattoo","tag-topt"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116083269799984621","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/803307","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=803307"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/803307\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/803308"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=803307"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=803307"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=803307"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}