{"id":805575,"date":"2026-02-17T22:49:44","date_gmt":"2026-02-17T22:49:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/805575\/"},"modified":"2026-02-17T22:49:44","modified_gmt":"2026-02-17T22:49:44","slug":"anke-buettner-und-christof-geisler-stellen-in-wuppertal-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/805575\/","title":{"rendered":"Anke B\u00fcttner und Christof Geisler stellen in Wuppertal aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr beide ist es der Prozess, der auf dem Weg zum fertigen Kunstwerk z\u00e4hlt. Sich treiben und \u00fcberraschen zu lassen von den Wegen, die sie dabei einschlagen. Anke B\u00fcttner und Christof Geisler stellen ab Sonntag, 22. Februar, im BKG-Studio des Kolkmannhauses aus.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es ist das erste Mal, dass die beiden K\u00fcnstler gemeinsam ihre Arbeiten \u2013 Skulpturen und Malerei \u2013 nebeneinander pr\u00e4sentieren. \u201eIch mag diese Korrespondenz, die Stimmung. Es ist so inspirierend\u201c, sagt Anke B\u00fcttner. Seit 2018 ist sie inzwischen Mitglied bei der BKG. In die gemeinsame Ausstellung bringt sie \u00e4ltere und neue Werke ein. Gro\u00dfe Malereien mit tanzenden Figuren, warmen, bunten Farben. Der Tanz dabei ein Element, das ihr immer wieder begegne, w\u00e4hrend sie Kunst schaffe. \u201eIch bin verliebt ins Tanzen\u201c sagt sie. Und hat, w\u00e4hrend sie malt, kein Ziel vor Augen, besch\u00e4ftigt sich mit dem eigenen K\u00f6rper, der Dynamik, dem eigenen Verst\u00e4ndnis von Kommunikation, Wachstum und Bewegung. Will k\u00fcnstlerisch das festhalten, \u201ewas kommt und geht, in Wellen verl\u00e4uft\u201c. Zwischenzeitlich selber nicht wissend, was es am Ende wird: eine Blume? Ein Mensch? Eine Erinnerung? F\u00fcr ein gro\u00dfes Bild auf Gewebe mischt sie die Acrylfarben selbst und beginnt mit einem leuchtenden, aber sanften Orange, malt damit, bis die Farbe aufgebraucht ist. Um im Anschluss nach Weite zu suchen und sich zu fragen, was auf dem Orange passieren soll. An anderer Stelle h\u00e4ngen Bilder von Blumen, in \u00d6lpastellfarbe. Auch hier h\u00e4lt B\u00fcttner den Moment fest, zwischen Leben und Sterben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Neue, ausgestellte Werke von Anke B\u00fcttner lehrten sie, \u201ew\u00e4hrend des Prozesses zur Ruhe zu kommen. Eine neue Disziplin f\u00fcr mich.\u201c Denn nach \u00fcber vier Jahrzehnten, in denen sie bereits Figuren male, habe sie sich das Bed\u00fcrfnis nach etwas Neuem aufgedr\u00e4ngt. So seien in den vergangenen Monaten Arbeiten auf Stoffresten entstanden, ausgerungen, zerkn\u00fcllt, mit Farbresten, Kohle, Asche. Mit Tusche bringt die K\u00fcnstlerin malerische Landschaften auf den widerspenstigen Stoff, mit Pinsel, Feder oder Finger. Auf einem Werk zeichnet sie Kreide \u00fcber die Tusche, um \u201edas Gewohnte zu brechen, was sich doch wieder einschleichen wollte.\u201c<\/p>\n<p>Ein Nebeneinander<br \/>von Bewegung und Statik      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Neben B\u00fcttners Werken stehen die Stein- und Holzskulpturen von Christof Geisler. Zwei der gefertigten Holzarbeiten begleiten ihn schon seit zehn Jahren in der heimischen K\u00fcche. Eine rund 50 Kilogramm schwere Figur aus Kirschholz fertigte er erst k\u00fcrzlich an. \u201eAm Anfang hatte ich noch keine Idee, was es werden wird\u201c, erz\u00e4hlt Geisler. Mit dem Hinterteil der Figur f\u00e4ngt er an, arbeitet nur mit der Kettens\u00e4ge. Dann ein angedeuteter Kopf, ein in die H\u00f6he gereckter Arm \u2013 und dann? \u201eVor f\u00fcnf Jahren h\u00e4tte ich mich f\u00fcr eine Faust entschieden. Heute ist es der Mittelfinger geworden. Das passte f\u00fcr mich in dem Moment.\u201c Seine politische Meinung lasse er sonst nicht in seine Werke einflie\u00dfen, erz\u00e4hlt er, der sich damit selbst \u00fcberraschte. Die unruhigen, unsicheren Zeiten h\u00e4tten ihn dazu gebracht, \u201emal was rauszulassen\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Insgesamt gebe er sich dem k\u00fcnstlerischen Prozess gerne hin. \u201eIch mag das Substraktive, wenn etwas wegf\u00e4llt und sich dadurch Unerwartetes ergibt\u201c, so Geisler. Vielen seiner Figuren verleiht er weit ge\u00f6ffnete M\u00fcnder \u2013 man vermutet einen stummen Schrei, dann wieder Harmonie, Singen und Lachen. Eigentlich ist das meistens sein Anspruch: \u201eDass die Figuren freundlich schauen. Ich suche eigentlich erst einmal nach Harmonie.\u201c Ein bearbeiteter Sandstein tr\u00e4gt den Namen \u201eSurprise\u201c, er\u00f6ffnet unerwartete neue Perspektiven, w\u00e4hrend man ihn umrundet. Stein ist ohnehin das Material, das Geisler am liebsten bearbeitet. \u201eHolzfiguren sind f\u00fcr mich ein guter Ausgleich, weil sie ein anderes, schnelleres Erfolgserlebnis mit sich bringen\u201c, erkl\u00e4rt er. Die meisten seiner Skulpturen ver\u00e4ndert er farblich nicht. Eine bildet einen Farbklecks, in gelb und orange. \u201eSch\u00f6neberg\u201c nennt er sie, weil sie in Berlin bei einem Workshop mit dem K\u00fcnstler Robert Schmidt-Matt entstanden ist, der zuvor das BKG-Sommeratelier 2024 besuchte. Eine weitere Holzskulptur malt er nach Vorlage einer K\u00fcnstlichen Intelligenz an. Unter den Ausstellungsst\u00fccken befinden sich aber auch zwei Granit-Steine. Einer begr\u00fc\u00dft die Besucher mit freundlichem Gesicht \u2013 einer war zuvor ein Grabstein, mit der Flex umgearbeitet in Gedenken an seinen verstorbenen Bruder.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Vernissage findet am Sonntag, 22. Februar, um 12 Uhr statt. Samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr ist die Ausstellung anschlie\u00dfend bis zum 25. M\u00e4rz ge\u00f6ffnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr beide ist es der Prozess, der auf dem Weg zum fertigen Kunstwerk z\u00e4hlt. 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